Challenge: Fanfic-Tropes - Amnesie (fürs Team & die Weltherrschaft!)
Fandom: BBC Merlin
Charaktere: Arthur, Merlin, Gwaine, Percival
Wörter: ~ 920
A/N: wer hat nicht vergessen, dass im Juli beschlossen wurde, dass ich für den Amnesie-Promp zuständig bin, weil ich eine vergessliche Nudel bin? ahahaha
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„Das wüsste ich aber, wenn ne Prinzessin wie du mit meinem Freund zusammen ist“, ertönte plötzlich eine Stimme und sie sahen in Richtung des Bettes, in dem Gwaine jetzt offensichtlich aufgewacht war und sich leicht aufgesetzt hatte. „Also Finger weg von meinem Mann.“ Er klang nicht wütend, eher ruhig und gefasst, trotzdem war etwas an dem Tonfall, das Arthur eine Gänsehaut den Rücken hinunter laufen ließ.
Merlin lachte. „Gwaine! Ich habe mir wirklich Sorgen um deinen Dickschädel gemacht. Offensichtlich umsonst. Hätte wissen müssen, dass dich niemand klein kriegt. Wie fühlst du dich?“
„Als hätte mir jemand eins mit ner Bratpfanne übergezogen.“
„Da muss ich dich enttäuschen, die war dieses Mal nicht dabei.“
„Merkwürdig. Fühlt sich sehr nach einer Bratpfanne an.“ Gwaine fuhr sich mit der Hand über den dick bandagierten Hinterkopf.
„Es war eine Bank“, sagte Merlin und zog Gwaines Hand von seinem Kopf. Sofort nutzte Gwaine die Gelegenheit und schob seine Finger zwischen die Merlins.
„Eine Bank für Geld oder eine Bank zum Sitzen?“
Wieder lachte Merlin und Gwaine grinste breit zurück. Und in Arthur brodelte die Eifersucht. Ja, die beiden kannten sich von früher, ja, sie hatten vermutlich mal was miteinander gehabt, und ja, natürlich freuten sie sich wiederzusehen, aber das änderte nichts daran, dass Arthur sich seinen Abend mit Merlin anders vorgestellt hatte. Romantischer, nicht in einem Krankenhaus und sicher nicht mit einem ihm fremden Mann, der die Hand seines Freundes hielt.
Ein fremder Mann, der sich jetzt an ihn wandte. „Also, Prinzessin, wer bist du und was machst du hier? Und wieso machst du dich an Merlin ran?“
„Eh, ich... Ich bin Arthur. Mer-Merlins Freund?“ Arthur wusste nicht, wieso er so unsicher klang. Vielleicht weil Merlin Gwaines Hand hielt und nicht seine? Oder weil Gwaine aussah als würde er ihm den Kopf abreißen wollen? Oder abbeißen; Gwaine hatte irgendwie etwas von einem verwilderten Hund.
„Merlins Freund? Willst du mich verarschen oder was? Soweit ich informiert bin, bin ich Merlins Freund und nicht so ein dahergekommener, wie geleckt aussehender Blondie.“
„Gwaine!“, kam es entsetzt von Merlin. „Was soll das? Du musst mich dieses Mal nicht beschützen. Ich hab dir doch gesagt, dass er in Ordnung ist.“ Er warf Arthur einen entschuldigenden Blick zu. „Also mehr als in Ordnung. Viel mehr.“
Gwaine ließ Merlins Hand los und hievte sich in eine aufrechtere Position, während er zwischen Merlin und Arthur hin und her blickte. „Echt jetzt? Du betrügst mich mit dem da?“ Die Abscheu in Gwaines Gesicht war nicht zu übersehen. Und seine Worte ließen Arthur schlucken. „Dass du dich in einen anderen verguckst, ja meinetwegen, aber in den da? Nein, für den lass ich dich nicht gehen. Keine Chance.“
Merlin starrte Gwaine eine ganze Weile einfach nur verwirrt an, dann schien ihm ein Gedanke zu kommen und sein Blick wechselte zu besorgt. „Gwaine? Welchen Tag haben wir heute?“
„Mittwoch“, kam es sofort von Gwaine.
Merlin schüttelte den Kopf. „Es ist Freitag.“
„Echt?“
„Ja. Welches Datum haben wir?“
„Merls, wieso fragst du mich sowas? Du weißt doch ganz genau, dass ich mir keine Daten merken kann.“
„Aber das Jahr kriegst du normalerweise hin. Also?“
Gwaine rollte übertrieben mit den Augen. „2016. Glaubst du ich hab Amnesie oder was?“
„Ich glaube es nicht nur, ich weiß es sogar“, seufzte Merlin. „Wir haben 2022.“
„2022? Ja, klar.“ Gwaine lachte, hörte aber sofort wieder auf und hielt sich den Kopf. „Autsch.“
„Was ist das letzte, an das du dich erinnerst?“, fragte Merlin.
Gwaine zog die Augenbrauen nachdenkend zusammen. „Wir waren mit den Mädels aus. Im Rising Sun. Wir haben getanzt. Und dann wollte ich allen eine Runde ausgeben und bin mit diesem riesigen, muskulösen, blonden und verdammt heißen Typen zusammengestoßen.“
„Das war Percy.“
„Percy?“, wiederholte Gwaine und die Furche zwischen seinen Augenbrauen wurde tiefer. „Der Name sagt mir was... Aber warum? Er ist doch sofort verschwunden...?“
„Und ist mit einem Handtuch und frischem T-Shirt für dich zurückgekommen“, grinste Merlin.
„Er ist zurückgekommen?“
„Ja. Und wenn ich du wäre, würde ich mich ganz schnell wieder daran erinnern, denn Percy ist sicher gleich hier und fände es sicher nicht gut, wenn sein Ehemann sich nicht an ihn erinnert.“
„Ehemann?“ Gwaines Augen weiteten sich entsetzt. „Ich bin verheiratet?“
Merlin lachte. „Ja. Wir waren alle überrascht, dass ausgerechnet du der erste von uns bist, aber Wunder geschehen.“
„Ich bin verheiratet.“ Gwaine schüttelte den Kopf, als könnte er es nicht fassen. Und nach allem, was Merlin Arthur über seinen Lebensretter erzählt hatte, und was er selbst in der letzten halben Stunde über Gwaine gelernt hatte, konnte er es auch nicht glauben. „Ich bin verheiratet.“
Wie sich herausstellte, war Percy, wie Gwaine ihn beschrieben hatte, ein groß gewachsener, muskelbepackter, blonder Mann, der auf den ersten Blick ziemlich bedrohlich wirkte, und damit das genaue Gegenteil von Merlin war. Wo Merlin ein sarkastisches Großmaul war, war Percy zurückhaltend und schweigsam, nur den Sanftmut schienen sie gemein zu haben, und Arthur wurde bewusst, dass er ganz umsonst eifersüchtig gewesen war, als er sah, wie Gwaine Percy ansah, obwohl er sich nicht an ihn erinnern konnte.
Merlin kehrte an seine Seite zurück, als Percy seinen Platz an Gwaines Bett übernahm und seine Hand in seine große Pranke nahm und ihm eine Kuss auf die Stirn drückte, bevor er ihn sanft fragte, wie er sich fühlte.
Arthur griff nach Merlins Hand und drückte sie. „Sie sind füreinander gemacht, oder?“
Merlin nickte und drückte seine Hand zurück. „Ja. Genau wie wir.“