[Tropes/Klischees - Soulmates] (für mich)
Jul. 19th, 2022 09:03 pmTeam: Nimmerland
Fandom: IDOLiSH7
Charaktere: Tenn Kujou, Riku Nanase, Gaku Yaotome
Pairings: Gaku Yaotome/Tenn Kujou, Tenn Kujou/Riku Nanase
Kommentar: ...uh, fragt nicht? Ich weiß selbst nicht, was das hier wurde... oder wird...weil das hier sehr nach mehr schreit... u.u
„Niemand außer Tenn-nii!“
Tenn schluckte, während er an diese kindliche Stimme seines Zwillingsbruders denken musste, als sie gerade einmal sieben waren.
Er wusste, dass sie damals mit ihrer Mutter auf das Thema Seelenverwandte gekommen waren und Riku voller kindlicher Überzeugung das gesagt hatte.
Tenn wusste, dass es niemals sein konnte, aber er hatte Riku diese Fantasie gelassen und er wusste, dass ihre Mutter ebenfalls nichts dazu gesagt, sondern einfach nur gelächelt hatte.
„Irgendwann verstehst du es, Riku.“ Er war sich sicher, dass ihre Mutter etwas Ähnliches gedacht hatte, es aber nicht aussprechen konnte. Auch, weil Riku schon genug litt und sie ihm wenigstens ein wenig diesen Traum davon geben wollten.
Immerhin, er würde alles für Riku tun, damit er glücklich war.
Er war schließlich gegangen, damit es Riku besser gehen würde. Damit ihre Familie für ihn sorgen konnte und damit er anständig behandelt werden konnte.
Er hatte Riku, seine Familie, verlassen, damit er zumindest ein wenig besser weiterleben konnte und nicht mehr zu heftige Anfälle bekam.
Aber nebenbei auch deswegen, weil er wusste, dass er zu sehr in ihn verliebt war und niemals mit Riku zusammen sein konnte. Und das nicht nur, weil sie Zwillinge waren und er deswegen genau wusste, wie verflucht diese Gefühle waren. Auch, weil er an dieses Band gebunden war, was ihn mit seinem Seelenverwandten verband.
Auch, wenn Tenn ein wenig länger gehofft hatte, dass er sich täuschte, als er es herausgefunden hatte. Auch, wenn er viel zu lange gehofft hatte, dass Riku damals Recht gehabt hatte.
„Mama! Tenn-nii ist doch mein Soulmate, oder? Niemand außer Tenn-nii kann mein Soulmate sein!“
„Riku ...“, flüsterte Tenn vor sich hin, legte sich einen Arm über die Stirn und blinzelte gegen die Zimmerdecke über sich. Ob Riku, sein Riku, inzwischen ebenfalls seinen wahren Seelenverwandten gefunden hatte?
Was würde er tun, wenn er wusste, wer Rikus Seelenverwandter war?
„Tenn.“
Er hob ein wenig seinen Kopf, sah zu dem anderen, ließ seinen Kopf dann wieder nach hinten zurück ins Kissen fallen. „Du bist’s nur, Gaku ...“
„Irgendwas ist doch mit dir“, entgegnete Gaku ein wenig genervter, „wieso kannst du nicht einfach mal sagen, was dich bedrückt? Ich dachte, wir sind Freunde, Tenn.“
Tenn seufzte, drehte sich zur Seite um und sah einfach nur die Wand neben sich an. „Lass mich einfach in Ruhe.“ Außerdem war Gaku die letzte Person, mit der er darüber reden wollte. Erst recht, nachdem er wusste, dass ausgerechnet er sein Seelenverwandter war.
Überhaupt war die Realisierung der Grund gewesen, wieso er sich an das aus seiner Kindheit mit Riku erinnert hatte.
„Ich lasse dich nicht in Ruhe, Tenn“, sagte Gaku ernster, „nicht, solange du nicht endlich sagst, was dich bedrückt.“
„Was? Machst du dir jetzt ernsthaft Sorgen um mich, weil wir rausgefunden haben, dass wir Seelenverwandte sind?“, brummte Tenn mehr vor sich hin, ohne sich wieder zu ihm zu drehen.
„Das hat nichts damit zu tun“, sagte Gaku weiter genervt, „aber ich mache mir Gedanken um einen Freund.“
„Keine Sorge, es ist nichts“, erwiderte Tenn eindeutig ernster, kurz bevor er erschrocken bemerkte, wie Gaku ihn auf den Rücken drückte und ihm entgegensah, „... Gaku?“
„Sei einmal ehrlich“, grummelte er und verdrehte leicht die Augen, „und ich müsste nicht einmal dein Seelenverwandter sein, um zu bemerken, dass du das gerade nicht bist.“
„... Es gibt Dinge, über die will ich aber nicht sprechen“, sagte Tenn ein wenig leiser, sah eher etwas zur Seite, auch wenn er so, wie Gaku sich über ihn gebeugt hatte, kaum dem Blick seines Kameraden ausweichen konnte. „Keine Sorge, was unser Band angeht. Theoretisch macht es ja nicht, dabei auch ein bisschen so zu tun als ob ...“
Genau das war es. Er musste nur diese ganze Seelenverwandte-Geschichte so sehen, wie er das Bild von sich zeigte, was seine Fans von ihm sahen. Gaku und er waren es doch inzwischen gewohnt vor anderen, vor ihren Fans, vor der Kamera, vor Zuschauern ein zweites Gesicht zu zeigen.
Nur weil sie aufgrund dieser Geschichte dazu gebracht wurden, zusammen zu sein, hieß das nichts für sie privat, oder?
„Du hast recht“, sagte Gaku nach einem Moment, bevor er sich zurückbewegte und schließlich neben ihm aufstand, „wir müssen es nur spielen, nicht? Sorry. Ich frag nicht mehr nach, was dich bedrückt.“
Nur langsam stützte sich Tenn etwas auf, so dass er ihm nachsehen konnte und erkennen konnte, wie Gaku die Tür zu seinem Zimmer geöffnet hatte. Eigentlich wollte er etwas erwidern. Sagen, dass er es nicht so gemeint hatte. Warum konnte er seinen Kameraden, Freunden, nicht einfach endlich erzählen, dass er einen Zwillingsbruder hatte und das er sich nur sorgen um Riku machte? Dass er seit Jahren unglücklich in Riku verliebt war und die ganze Zeit gehofft hatte, dass Riku recht behielt und sie auf irgendeine abstruse Weise doch Seelenverwandte sein konnten.
Nur konnte er einfach kein Wort sagen, sondern einfach nur Gaku hinterhersehen, wie dieser ihn alleine ließ.