Team: Nimmerland
Fandom: IDOLiSH7 (Actors AU)
Charaktere: Tenn Nanase, Riku Nanase, Ryo Tsukumo
Pairings: -/- (noch keins)
Kommentar: uh, hab ich das jetzt einfach als „Vorstory“ zu meinem Actors!AU genutzt, weil sonst dazu nichts wollte? Uhm, ja.
In der Hoffnung, dass ich dieses AU demnächst dann mal richtig geschrieben kriege :‘’D
Mit einem strahlenden Lächeln sah er noch einmal über die Zuschauerreihen, während er die Hand seines Zwillingsbruders nicht losließ.
Sie waren gerade einmal acht, fast neun, während sie ihren ersten Auftritt in dem Theater ihrer Eltern hinter sich gebracht hatten.
„Das war toll“, flüsterte Riku ihm zu, während sie langsam von der Bühne gingen, „ich will immer mit Tenn-nii so auftreten.“
„Das wäre schön, ja“, nickte Tenn neben ihm, als sie in den Backstagebereich traten und sich kurz umsahen.
„Ihr ward wunderbar, Tenn, Riku!“, trat ihre Mutter zu ihnen und zog sie kurz darauf in eine Umarmung, bevor sie breiter lächelte, „und dir geht es gut, Riku? Keine Probleme?“
„Nein“, schüttelte Riku heftig den Kopf, „und ich weiß– Tenn-nii?“ Bevor er weiter sprach, sah er zu Tenn, dessen Blick ein wenig in die Ferne glitt, statt zu ihnen.
„Mama, wer ist das?“, fragte Tenn nach, während seine Augen auf einer Person nahe des Eingangs lagen, „mit wem redet Papa?“
„Hmm? Oh, macht euch keine Gedanken“, winkte sie ab, „geht lieber und zieht euch um. Und du solltest dich dennoch ausruhen, Riku.“
„Ja, ist gut“, sagte Riku und nickte entschlossen, „lass uns gehen, Tenn-nii.“
„... Ja“, flüsterte Tenn etwas abwesend, während seine Augen weiterhin in die Ferne gerichtet waren. Wieso hatte er nur so ein komisches Gefühl, wenn er diese Person ansah?
Wieso sorgte der Blick, den er bei ihm bemerkte, dafür, dass es ihm einen Schauer über den Rücken jagte?
Unbewusst drückte Tenn ein wenig mehr Rikus Hand, bevor er sich langsam mit ihm abdrehte, damit sie zu ihrer Kabine gehen konnten.
Es würde vermutlich alles in Ordnung sein. Er machte sich nur zu viele Gedanken darum.
Er sollte sich nicht um irgendjemand Fremdes kümmern, wenn er wusste, dass es wichtiger war, dass Riku genug Erholung nach ihrem Auftritt bekam.
Das erschöpfte Ausatmen ließ ihn wieder zu Riku sehen, als er bemerkte, wie sich sein Zwillingsbruder auf einem der Stühle in ihrer Kabine niedergelassen hatte.
„Riku, alles gut?“, fing Tenn besorgter an, trat zu ihm, während es zumindest dafür sorgte, dass er alles andere ausblenden konnte. Aber Riku war wichtiger.
„Es ist alles gut, Tenn-nii“, entgegnete Riku, lächelte ihn breiter an.
„Riku ...“, flüsterte Tenn ein wenig mehr, „du solltest dich dennoch gleich hinlegen. Soll ich dir beim Umziehen helfen?“
„Wenigstens ... ist Tenn-niis Aufmerksamkeit ... jetzt wieder bei mir“, lächelte Riku ein wenig erschöpfter zu ihm, „und nein, ich kann schon. Gleich.“
„Riku“, flüsterte Tenn, legte ihm seine Hände an die Wangen, sah ihm so direkt in die Augen, „ich will nur nicht, dass dir etwas passiert. Ich wüsste nicht, was ich ohne dich tun würde.“
„Solange Tenn-nii bei mir ist, geht es mir gut“, sagte Riku daraufhin lächelnder, „und ich hoffe, dass wir noch lange hier auftreten können.“
„Das hoffe ich auch, Riku“, sagte Tenn und lächelte ihn zurück an.
––––
Es fühlte sich komisch an, als sie ein paar Wochen später vor dem zusammengestürzten Theatergebäude standen, während Tenn einfach nur seine Arme um seinen Zwillingsbruder geschlungen hatte, um ihn festzuhalten.
„Das ist nicht fair ... Tenn-nii“, flüsterte Riku schluchzend, „was–“,
„Oh, das ist eine Tragödie, hm“, drang eine ruhige Stimme an ihre Ohren, „dass ihr beide jetzt Waisen seid, obwohl ihr eine so strahlende Zukunft vor euch hattet.“
Tenn zuckte zusammen, sah, wie jemand neben sie trat und ihnen ein Lächeln schenkte. Dennoch fühlte es sich eher seltsam an, wie dieser Kerl sie ansah. Außerdem erinnerte er sich daran, dass er ihn damals, nach ihrem ersten Auftritt, gesehen hatte. „Was willst du?“, fragte er nach, hielt Riku weiterhin in seinen Armen vor sich, während sein Zwillingsbruder seinen Blick ebenfalls zu ihm gerichtet hatte.
„Oh, ich könnte euch helfen“, sagte der Kerl ruhig, während sich seine Augen eher zu Riku richteten, „und mich um euch kümmern.“
„Wieso würdest du das tun wollen? Wir kennen dich nicht“, sagte Tenn eindeutig ernster, „du–“,
„Wünscht ihr euch, weiter aufzutreten?“, fragte der Kerl nach, lächelte weiterhin eher zu Riku, „immerhin würden eure Eltern euch dann weiter zusehen können, ganz egal, wo sie jetzt sind.“
„... Tenn-nii?“, fing Riku leise, schluchzend an, „wenn–“,
„Wir brauchen dafür nicht deine Hilfe“, sagte Tenn eindeutig funkelnder. Wieso hatte er nur so ein komisches Gefühl, seit er ihn damals mit seinem Vater hatte reden sehen?
Auch, wenn er sich wünschte, weiter mit Riku aufzutreten, er hatte dieses Gefühl, dass er diesem Kerl besser nicht vertrauen sollte. Sie würden bestimmt auch irgendwann anders die Chance bekommen.
„Aber ich könnte euch helfen, auch damit, dass Riku weiter behandelt werden kann“, sagte der Kerl ruhig weiter, funkelte nun Tenn an, „oder willst du nicht, dass ich Riku-kun helfe? Was, wenn er dadurch schwächer wird, weil du mein Angebot ausschlägst, Tenn-kun?“
Tenn sah ihn weiter dunkel an, auch wenn er wusste, dass es besser wäre, wenn Riku seine normalen Medikamente bekommen würde. Wenn sie irgendwohin kamen, wo sie nicht wussten, ob dies überhaupt möglich war, konnte er nicht sagen, ob es sich nicht sogar verschlimmerte. „... Wer bist du und wieso kannst du uns helfen?“
„Mein Name ist Tsukumo Ryo“, sagte er ruhig schmunzelnd, „und ich will euch, Nanase Tenn und Nanase Riku, in meiner neuen Agentur als Stars rausbringen.“