[H/C - Joker (Inspiration)] (für mich)
Jul. 7th, 2022 12:20 amTeam: Nimmerland
Fandom: IDOLiSH7 (La Danse Macabre)
Charaktere: Vida, Kuon
Pairings: Vida/Kuon (slightly)
Kommentar: irgendwie hat mich die Inspirations-Suche auf ne Idee dazu gebracht ^^; [und ich hab zu viele DanMaca-FAs heute/gestern gesehen u.u]
[vielleicht wird daraus auch mal irgendwann mehr...]
Seine Augen richteten sich still auf die leblose Gestalt seines Kameraden, Freundes.
Wie sehr hatte sich in den Jahren alles bei ihnen verändert?
Wie sehr wünschte er sich, dass er einfach wieder zu diesem Moment zurückkam, als sie noch einfach zusammen lachen konnten?
Aber wie konnte man normal leben, wenn man tagtäglich ums Überleben kämpfen musste?
Seine Augen richteten sich zu dem hellstrahlenden Gebiet, welches über ihnen so unwirklich strahlte, dass er manchmal dachte, es wäre alles nur eine Illusion. Aber wenn es das wäre, würden sie nicht regelmäßig erfahren, wie sie von ihnen im Stich gelassen wurden.
Er umfasste seine Axt ein wenig mehr, schwang sie über seine Schulter und ging den Weg entlang. Was hatte er noch zu verlieren?
Gab es irgendetwas, wofür er noch kämpfen wollte, außer alles daran setzen, sie zu zerstören und endlich wieder ein wenig Normalität zu schaffen? Dieses Licht endlich wieder für sie alle zu beschaffen?
War dies überhaupt möglich?
Warum sollte er sie nicht besiegen können, wo hier unten niemand existierte, der ihn aufhalten konnte?
Und selbst wenn nicht, so konnte er es wenigstens versuchen. Wenn er starb, war es so, aber er hatte wenigstens etwas versucht, was sich sonst niemand traute.
„... Nicht ...“, hörte er eine leise, bedrückte Stimme hinter sich, die dafür sorgte, dass er zumindest stehenblieb.
Langsam drehte er sich um, blickte zu dieser Gestalt einer Person, dessen Augen etwas Unscheinbares hatten.
„Was? Willst du mich aufhalten?“, fragte er nach, bewegte seine Axt etwas über seiner Schulter, sah den anderen aber nur ruhig an. Er wirkte fast zu zerbrechlich, dass er nicht wusste, wie er von diesem Kerl aufgehalten werden sollte. Es wäre Zeitverschwendung gegen ihn zu kämpfen.
„Ich werde dich aufhalten, Vida“, sagte derjenige ruhig, während sich ein Lächeln auf seine Lippen legte.
Vida hob eine Augenbraue, grinste etwas, was allerdings eher hinter seiner Kleidung versteckt war. „Du willst mich aufhalten? Hör auf zu scherzen. Ich habe zu tun.“
Der andere trat nur ruhig auf ihn zu, lächelte weiterhin. „Ich kann dir helfen, Vida.“
„... Wer bist du?“, fragte Vida nun nach, starrte ihn eindeutig ernster an, verengte seine Augen. Er sollte ihn töten und sich darum kümmern, was er als Einziges noch tun konnte. Er sollte dieses Licht über ihnen endlich vernichten. Er sollte sich nicht von diesem Fremden aufhalten lassen.
„Kuon“, sagte der andere ruhig daraufhin, „wenn du gehst, wirst du sterben.“
„Das ist mir egal“, entgegnete Vida daraufhin, „entweder ich zerschlage sie oder ... was auch immer. Ich habe keinen Grund mehr, noch darüber nachzudenken, was ist, wenn ich es nicht überlebe.“ Nicht, nachdem seine Freunde ihn entweder verraten hatten oder tot waren.
„Wenn ich dir zeige, dass du nicht alleine bist?“, fragte Kuon ruhig nach, weiterhin mit diesem Lächeln, „wenn ... ich dir einen Grund gebe, nicht aufzugeben?“
„Ich denke nicht, dass du einen Grund dafür finden würdest“, entgegnete Vida ernster, schüttelte den Kopf, drehte sich von ihm ab, „... geh besser, bevor ich dich aus dem Weg räume, Kuon.“
Kurz bevor Vida weitergehen konnte, spürte er, wie er von hinten umarmt wurde und ein leises Atmen neben sich wahrnahm.
„... Kuon“, flüsterte er etwas ruhiger, „ich meine das ernst.“
„Du kannst mich nicht töten, weil ich nicht sterben kann“, entgegnete Kuon ruhig daraufhin, „nicht so einfach zumindest.“
„Was–“, fing Vida an, schluckte, als er kurz darauf in die roten, klaren Augen Kuons sah, als dieser an ihm vorbeigetreten war und ihn nun direkt ansah.
„Lass zu, dass ich dir helfen will“, sagte Kuon ruhig lächelnd, „ich weiß, dass du sie vernichten willst. Vermutlich kannst du es sogar. Aber ... mit welchem Preis?“
„Du willst mir helfen?“, fragte Vida nach, lachte kurz darauf, „... ich denke nicht, dass es noch eine andere Möglichkeit gibt ...“
„... und ich denke, dass du einfach mal wieder jemanden brauchst, der für dich da ist“, entgegnete Kuon daraufhin ruhig lächelnder, „vertrau mir.“
Vida starrte ihn an, verdrehte die Augen, sah ihn ernst an. „Ich habe schon lange niemandem mehr vertraut, Kuon.“
Kuon nickte nur, bevor er seine Arme um ihn legte und ihn einfach ungefragt in eine Umarmung zog. „Ich weiß. Ich weiß das sehr wohl, Vida.“