Team: Enterprise
Challenge: Reverse – Füreinander bestimmt – fürs Team
Fandom: Tsurune (ich bräuchte ein Tag, vielen Dank!)
Titel: Sein und nichts sein
Inhalt: Minatos Gedanken direkt nach seiner Begegnung mit Shuu
Anmerkung: „Tsurune“ ist ein Sports-Anime über japanisches Bogenschießen. Minato und Seiya sind im selben Club, Shuu bei einem gegnerischen und wie immer in solchen Animes kennen sich alle und haben schwer viele Gefühle füreinander.
Sein und nichts sein
Seiya wusste, dass er sich wie ein Idiot benahm.
Aber was blieb ihm anderes übrig? Jedes Mal, wenn er die Augen schloss sah er Shuu vor sich – und jedes Mal, wenn er sie öffnete stand Minato vor ihm und fragte ihn mit gerunzelter Stirn ob alles in Ordnung sei.
Er konnte nicht mehr. Masaki hatte ihn durchschaut, hatte ihn gefragt, ob er Kyūdō wirklich mögen würde, und Shuu hatte ihm gesagt, dass Minato ihn nicht brauchen würde, nicht mehr, und warum Seiya nicht endlich kapierte, dass er ihn niemals erreichen würde.
Es war zweimal dieselbe Frage mit anderen Worten gewesen und bei beiden kam das gleiche heraus: Seiya liebte Kyūdō nicht.
Er mochte es, klar, wenn man etwa jahrelang tat, dann konnte man irgendwann nicht anders. Stockholm-Syndrom im Sportclub, er war vermutlich nicht der einzige, dem es jemals so gegangen war.
Aber das änderte nichts an dem hohlen Gefühl, an der Tatsache, dass ein einziger Satz von Shuu und eine einzige Frage von Masaki gereicht hatten, um ihm klar zu machen, dass er seit der Grundschule einem fliegenden Pfeil hinterher gerannt war, den er niemals erreichen würde.
Minato brauchte ihn nicht mehr. Minato hatte keine Goldangst mehr, Minato war wieder bei einem Turnier angetreten. Und Seiya war einfach nur… dabei. Ohne irgendeinen Zweck für ihn zu erfüllen. Shuu hatte es auf Punkt gebracht: Minato war ab jetzt unerreichbar für Seiya. Was verband sie denn? Eine Kinderfreundschaft und mehr nicht.
Shuu hingegen… Shuu war perfekt für Minato. Er liebte Kyūdō (sofern jemand so eiskaltes wie Shuu überhaupt lieben konnte), er hatte Ambitionen darin, sie kannten sich seit Ewigkeiten, hatten über das Bogenschießen zusammengefunden. Viel perfekter konnte man gar nicht füreinander bestimmt sein, und da war es auch egal, dass Minato sich nach dem Tod seiner Mutter so sehr zurückgezogen hatte und nur Seiya ihm überall hin gefolgt war.
Kyūdō war schließlich kein Mannschaftssport, alles was man tat, tat man ganz allein, schreiten, spannen, zielen, loslassen. Niemand konnte einem dabei helfen, egal, was Seiya sich eingebildet hatte.
Wieder kam ihm Masaki in den Sinn. Ob er Kyūdō überhaupt mögen würde, was war das für eine Frage, natürlich mochte er Kyūdō, weil es ihm die Chance gab, mit Minato zusammen zu sein. Wenn das für die Bogenschießen-Philosophie nicht gut genug war, dann war das nicht Seiyas Problem.
Was allerdings Seiyas Problem war, war, dass Shuu und Minato zusammen gehörten, wie Pfeil und Bogen. Das eine war ohne das andere nichts.
Und was noch viel mehr sein Problem war: Seiya war ohne Minato ja auch nichts.
Challenge: Reverse – Füreinander bestimmt – fürs Team
Fandom: Tsurune (ich bräuchte ein Tag, vielen Dank!)
Titel: Sein und nichts sein
Inhalt: Minatos Gedanken direkt nach seiner Begegnung mit Shuu
Anmerkung: „Tsurune“ ist ein Sports-Anime über japanisches Bogenschießen. Minato und Seiya sind im selben Club, Shuu bei einem gegnerischen und wie immer in solchen Animes kennen sich alle und haben schwer viele Gefühle füreinander.
Sein und nichts sein
Seiya wusste, dass er sich wie ein Idiot benahm.
Aber was blieb ihm anderes übrig? Jedes Mal, wenn er die Augen schloss sah er Shuu vor sich – und jedes Mal, wenn er sie öffnete stand Minato vor ihm und fragte ihn mit gerunzelter Stirn ob alles in Ordnung sei.
Er konnte nicht mehr. Masaki hatte ihn durchschaut, hatte ihn gefragt, ob er Kyūdō wirklich mögen würde, und Shuu hatte ihm gesagt, dass Minato ihn nicht brauchen würde, nicht mehr, und warum Seiya nicht endlich kapierte, dass er ihn niemals erreichen würde.
Es war zweimal dieselbe Frage mit anderen Worten gewesen und bei beiden kam das gleiche heraus: Seiya liebte Kyūdō nicht.
Er mochte es, klar, wenn man etwa jahrelang tat, dann konnte man irgendwann nicht anders. Stockholm-Syndrom im Sportclub, er war vermutlich nicht der einzige, dem es jemals so gegangen war.
Aber das änderte nichts an dem hohlen Gefühl, an der Tatsache, dass ein einziger Satz von Shuu und eine einzige Frage von Masaki gereicht hatten, um ihm klar zu machen, dass er seit der Grundschule einem fliegenden Pfeil hinterher gerannt war, den er niemals erreichen würde.
Minato brauchte ihn nicht mehr. Minato hatte keine Goldangst mehr, Minato war wieder bei einem Turnier angetreten. Und Seiya war einfach nur… dabei. Ohne irgendeinen Zweck für ihn zu erfüllen. Shuu hatte es auf Punkt gebracht: Minato war ab jetzt unerreichbar für Seiya. Was verband sie denn? Eine Kinderfreundschaft und mehr nicht.
Shuu hingegen… Shuu war perfekt für Minato. Er liebte Kyūdō (sofern jemand so eiskaltes wie Shuu überhaupt lieben konnte), er hatte Ambitionen darin, sie kannten sich seit Ewigkeiten, hatten über das Bogenschießen zusammengefunden. Viel perfekter konnte man gar nicht füreinander bestimmt sein, und da war es auch egal, dass Minato sich nach dem Tod seiner Mutter so sehr zurückgezogen hatte und nur Seiya ihm überall hin gefolgt war.
Kyūdō war schließlich kein Mannschaftssport, alles was man tat, tat man ganz allein, schreiten, spannen, zielen, loslassen. Niemand konnte einem dabei helfen, egal, was Seiya sich eingebildet hatte.
Wieder kam ihm Masaki in den Sinn. Ob er Kyūdō überhaupt mögen würde, was war das für eine Frage, natürlich mochte er Kyūdō, weil es ihm die Chance gab, mit Minato zusammen zu sein. Wenn das für die Bogenschießen-Philosophie nicht gut genug war, dann war das nicht Seiyas Problem.
Was allerdings Seiyas Problem war, war, dass Shuu und Minato zusammen gehörten, wie Pfeil und Bogen. Das eine war ohne das andere nichts.
Und was noch viel mehr sein Problem war: Seiya war ohne Minato ja auch nichts.
no subject
Date: 2021-09-30 11:34 am (UTC)kann man gerade so schön mitfühlen und es passt irgendwie so gut zu denen