Titel : Kuschelsocken
Team: Galactica
Challenge: Corona - Neue Hobbies [für´s Team]
Fandom: Tatort Stuttgart
Rating: T
Pairing: Thorsten Lannert/Sebastian Bootz
Kuschelsocken
„Kannst du mir mal sagen, was du da machst?“ Thorsten klopft an die Schlafzimmertür, aber Sebastian hat von innen abgeschlossen. Wenn er genau hinhört meint Thorsten, eine leise Stimme zu hören. Eine Frauenstimme.
„Nein, immer noch nicht.“
„Aber ich will ins Bett. Ich bin müde.“ Er hat sich schon geduscht, das Schlafshirt und die Hose angezogen und steht in Sebastians Bademantel vor der verschlossenen Tür. Und außerdem will er wissen, was es mit der Frauenstimme auf sich hat.
„Bloß noch ein bisschen, dann kannst du rein.“
So geht das schon seit Tagen. Immer abends, wenn sie ihre Berichte fertig haben, und was man noch so machen kann als Kriminalkommissar unter Quarantäne, denn Sebastian hatte zu nahen Kontakt zu Henri gehabt, der wiederum… Thorsten ist beim Nachvollziehen etwas durcheinander geraten, aber er hat akzeptiert, dass es Schlimmeres gibt, als mit einem symptomfreien Sebastian auf dessen Wohnung beschränkt zu sein. Da war nämlich die Sache mit dem engen Kontakt zwischen ihnen beiden. Er hat Frau Alvarez Gesicht nicht gesehen, als er mit ihr deswegen telefoniert hat, aber ihr Ton sprach Bände.
Und es könnte so schön sein, wenn Sebastian nicht regelmäßig abends im Schlafzimmer verschwinden würde und von innen abschlösse.
Und weil er weiß, dass Sebastian sehr beharrlich ist, was die geschlossene Tür betrifft, geht er seufzend zurück ins Wohnzimmer und schaut sich noch eine Doku an. Die ihn nicht sonderlich interessiert. Und noch eine. Nach der dritten Doku hört er, wie sich der Schlüssel der Schlafzimmertür im Schloss dreht und Sebastian Richtung Bad geht.
Mittlerweile doch genervt und auch etwas sauer geht Thorsten ins Schlafzimmer, zieht den Bademantel aus und legt sich ins Bett. Als er die Beine ausstreckt fühlt er an den Füßen etwas knubbeliges, weiches. Er angelt mit den Zehen danach und schiebt es nach oben. Greift mit den Händen unter die Bettdecke uns zieht es ans Nachttischlampenlicht. Es ist ein Paar Wollsocken. Pink. Mit mintgrünen Fersen. Und einem T auf den Fußrücken. Er betrachtet die Socken von allen Seiten. Schlägt die Bettdecke zur Seite und zieht sie dann probeweise an. Der rechte ist etwas zu groß, der linke passt ziemlich gut. Thorsten wackelt mit den Zehen. Das sieht lustig aus.
Auf einmal hört er ein Räuspern. Sebastian steht im Türrahmen und schaut ihn mit treuen Augen an. „Gefallen sie dir?“
„Sie sind…“, Thorsten wählt sein Wort sehr sorgsam aus, „interessant. Und sie passen gut."
„Du hast doch gesagt, du hättest immer kalte Füße. Da hab ich gedacht, so Wollsocken wären was für dich. Und weil ich nicht mehr ins Wollgeschäft gehen konnte, hab ich Henris Wollreste aus der Schule aufgebraucht. Er sollte mal vor Jahren einen Schal für seinen Teddy stricken.“
Thorsten ist gerührt.
„Woher kannst du denn Stricken?“
„Kann ich gar nicht. Aber dafür gibt es doch YouTube-Tutorials.“ Er nimmt sein Tablet vom Nachtkasten. „Soll ich´s dir mal zeigen?“
Und ehe Thorsten irgend etwas sagen kann öffnet er eine Seite. Eine Frauenstimme – jetzt weiß Thorsten, woher sie kam – erklärt geduldig, wie man eine Sockenferse strickt. Nach zwei Minuten ist Thorsten völlig verwirrt.
„Und mit der Anleitung hast du das hinbekommen? Respekt.“
„Ja, und weil ich keine Nadeln hatte, da braucht man ja fünf Stück, hab ich einfach Schaschlikstäbchen genommen. Die aus Bambus.“
Thorstens Respekt steigt ins unermessliche, als er sich Sebastian mit einer Handvoll Schaschlikstäbchenstricknadeln und zwei Knäuel Wolle vorstellt. Das hätte er ihm nie zugetraut.
Er wackelt wieder mit den Zehen. „Ich mag sie wirklich. Danke.“ Er beugt sich zu Sebastian hinüber und gibt ihm einen Kuss. Der strahlt und küsst zurück.
Team: Galactica
Challenge: Corona - Neue Hobbies [für´s Team]
Fandom: Tatort Stuttgart
Rating: T
Pairing: Thorsten Lannert/Sebastian Bootz
Kuschelsocken
„Kannst du mir mal sagen, was du da machst?“ Thorsten klopft an die Schlafzimmertür, aber Sebastian hat von innen abgeschlossen. Wenn er genau hinhört meint Thorsten, eine leise Stimme zu hören. Eine Frauenstimme.
„Nein, immer noch nicht.“
„Aber ich will ins Bett. Ich bin müde.“ Er hat sich schon geduscht, das Schlafshirt und die Hose angezogen und steht in Sebastians Bademantel vor der verschlossenen Tür. Und außerdem will er wissen, was es mit der Frauenstimme auf sich hat.
„Bloß noch ein bisschen, dann kannst du rein.“
So geht das schon seit Tagen. Immer abends, wenn sie ihre Berichte fertig haben, und was man noch so machen kann als Kriminalkommissar unter Quarantäne, denn Sebastian hatte zu nahen Kontakt zu Henri gehabt, der wiederum… Thorsten ist beim Nachvollziehen etwas durcheinander geraten, aber er hat akzeptiert, dass es Schlimmeres gibt, als mit einem symptomfreien Sebastian auf dessen Wohnung beschränkt zu sein. Da war nämlich die Sache mit dem engen Kontakt zwischen ihnen beiden. Er hat Frau Alvarez Gesicht nicht gesehen, als er mit ihr deswegen telefoniert hat, aber ihr Ton sprach Bände.
Und es könnte so schön sein, wenn Sebastian nicht regelmäßig abends im Schlafzimmer verschwinden würde und von innen abschlösse.
Und weil er weiß, dass Sebastian sehr beharrlich ist, was die geschlossene Tür betrifft, geht er seufzend zurück ins Wohnzimmer und schaut sich noch eine Doku an. Die ihn nicht sonderlich interessiert. Und noch eine. Nach der dritten Doku hört er, wie sich der Schlüssel der Schlafzimmertür im Schloss dreht und Sebastian Richtung Bad geht.
Mittlerweile doch genervt und auch etwas sauer geht Thorsten ins Schlafzimmer, zieht den Bademantel aus und legt sich ins Bett. Als er die Beine ausstreckt fühlt er an den Füßen etwas knubbeliges, weiches. Er angelt mit den Zehen danach und schiebt es nach oben. Greift mit den Händen unter die Bettdecke uns zieht es ans Nachttischlampenlicht. Es ist ein Paar Wollsocken. Pink. Mit mintgrünen Fersen. Und einem T auf den Fußrücken. Er betrachtet die Socken von allen Seiten. Schlägt die Bettdecke zur Seite und zieht sie dann probeweise an. Der rechte ist etwas zu groß, der linke passt ziemlich gut. Thorsten wackelt mit den Zehen. Das sieht lustig aus.
Auf einmal hört er ein Räuspern. Sebastian steht im Türrahmen und schaut ihn mit treuen Augen an. „Gefallen sie dir?“
„Sie sind…“, Thorsten wählt sein Wort sehr sorgsam aus, „interessant. Und sie passen gut."
„Du hast doch gesagt, du hättest immer kalte Füße. Da hab ich gedacht, so Wollsocken wären was für dich. Und weil ich nicht mehr ins Wollgeschäft gehen konnte, hab ich Henris Wollreste aus der Schule aufgebraucht. Er sollte mal vor Jahren einen Schal für seinen Teddy stricken.“
Thorsten ist gerührt.
„Woher kannst du denn Stricken?“
„Kann ich gar nicht. Aber dafür gibt es doch YouTube-Tutorials.“ Er nimmt sein Tablet vom Nachtkasten. „Soll ich´s dir mal zeigen?“
Und ehe Thorsten irgend etwas sagen kann öffnet er eine Seite. Eine Frauenstimme – jetzt weiß Thorsten, woher sie kam – erklärt geduldig, wie man eine Sockenferse strickt. Nach zwei Minuten ist Thorsten völlig verwirrt.
„Und mit der Anleitung hast du das hinbekommen? Respekt.“
„Ja, und weil ich keine Nadeln hatte, da braucht man ja fünf Stück, hab ich einfach Schaschlikstäbchen genommen. Die aus Bambus.“
Thorstens Respekt steigt ins unermessliche, als er sich Sebastian mit einer Handvoll Schaschlikstäbchenstricknadeln und zwei Knäuel Wolle vorstellt. Das hätte er ihm nie zugetraut.
Er wackelt wieder mit den Zehen. „Ich mag sie wirklich. Danke.“ Er beugt sich zu Sebastian hinüber und gibt ihm einen Kuss. Der strahlt und küsst zurück.
no subject
Date: 2021-09-30 07:55 am (UTC)Das ist so süß. Und dieses Bild ist einfach zu köstlich! Thorsten mit pink-mintgrünen Kuschelsocken! Herrlich. Danke dafür! Das war die Art Aufmunterung die ich dringend gebraucht habe.