Angst — In der Falle (fürs Team)
Sep. 29th, 2021 10:24 pmTeam: Enterprise
Challenge: Angst— In der Falle (fürs Team)
Titel: In der Falle
Fandom: Ein Fall für Zwei
Worte: ~500
Inhalt: AU fürs Ende von Entgleist. Spoiler für die Episode
„Es war nicht meine Schuld!“ Plötzlich hatte Mertens ein Messer in der Hand und richtete es auf Benni. Instinktiv machte er einen Schritt zurück und stieß sofort gegen die Wand.
„Natürlich“, er versuchte nicht auf das Messer zu schauen, „es war ein Unfall.“
Mertens nickte enthusiastisch und Benni setzte das beruhigende Lächeln auf, dass er sonst für frustrierte Mandanten und deren Angehörige reserviert hatte. Dabei dachte er an Leo. Hatte er am Telefon verstanden wie ernst es war? Zu dem Zeitpunkt war Benni selbst noch nicht klar gewesen wie sehr die Situation gleich eskalieren würde. Und selbst wenn Leo es erkannt hatte...wo war er gerade? Wie lange würde es dauern bis er hier war?
„Sie wollte ihn verlassen!“ Weiter fuchtelnd machte er einen Schritt auf Benni zu und redete sich noch mehr in rage. „Sie waren so glücklich und sie wollte das einfach wegwerfen.“ Noch ein Schritt. Benni bemühte sich weiter zu lächeln und sich gleichzeitig unauffällig umzuschauen. Nach einer Fluchtmöglichkeit oder irgendetwas das er zur Verteidigung verwenden konnte. Aber die Küche war eng und Mertens versperrte den Weg nach draußen und außer einem halbleeren Wasserglas war nichts in Griffweite.
„Das war natürlich dumm von ihr“, zwang er sich zu sagen und schielte auf das Glas. Sollte er…? Aber was? Er machte sich nicht vor, dass er es schaffen würde Mertens mit einem gezielten Wurf auszuknocken und alles andere würde ihn nur wütender machen. Und das schien er gerade auch anders zu schaffen.
„Maja war nicht dumm!“ Das Messer zeigte jetzt genau auf Benni. „Sie war nicht dumm“, wiederholte er mit noch mehr Nachdruck. „Maja hatte es nicht leicht. Deswegen wollte ich ja, dass sie bei Philipp bleibt. Philipp war doch so gut für sie.“ Benni wusste nicht, ob er noch lächelte oder sein Gesicht sich inzwischen zu einer verzweifelten Fratze verzogen war. Es war jetzt unwichtig. Wichtig war jetzt Mertens nicht noch weiter aufzuregen.
„Natürlich. Das verstehe ich.“ Mertens rührte sich nicht. Aber er wurde auch nicht noch wütender. „Maja war...durcheinander. Und Sie waren durcheinander. Und dann kam es zu einem tragischen Unfall. Da konnte niemand etwas dafür.“
„Genau!“ Er nickte wieder. „ Ich wollte sie nur zur Vernunft bringen. Und dann…“, draußen schepperte es.“ Mertens fuhr herum. Benni machte einen Satz nach vorne und packte den Arm mit dem Messer so fest er konnte. Mertens schrie auf und griff mit seiner freien Hand nach Benni ohne dabei das Messer loszulassen. Benni konzentrierte sich voll darauf nicht loszulassen. Erst verspätet registrierte er was um ihn herum passierte. Ein Klappern. Das Messer war zu Boden gefallen. Mertens schrie etwas. Leo. Er stand vor ihm. Hatte es geschafft Mertens zu entwaffnen und hielt ihn fest. Aber das schien fast nicht nötig, denn er war zusammengesunken und starrte nur auf den Boden.
Benni atmete erleichtert aus und trat einen Schritt zurück. Leo warf ihm einen besorgten Blick zu. „Alles in Ordnung?“
Er nickte. „Danke.“
„Für dich doch immer.“