Team: Serenity
Challenge: AU – Dinosaurier (fürs Team)
Fandom: Tatort Saarbrücken
Charaktere/Pairing: Adam Schürk, Leo Hölzer
Wörter: ~800
Anmerkung: AU: Jurassic Park statt Corona, aber irgendwie ist trotzem nicht viel anders.
„Keine Sorge, Leo“, sagt Leo, und seine Stimme trieft nur so vor Sarkasmus.
Adam folgt ihm so schnell er kann und hat genau wie Leo seine Waffe schussbereit – auch, wenn die ihnen im Zweifelsfall sowieso kaum was bringen wird.
„In Deutschland werden sie so einen Park sowieso nicht eröffnen“, Leo hält kurz an der nächsten Straßenecke Inne und Adam ein paar Schritte hinter ihm tut es ihm gleich. „Und selbst wenn, das ist alles total sicher.“
Obwohl Adam nur seinen Hinterkopf sehen kann, weiß er ganz genau, dass Leo die Augen verdreht. Und dass er vermutlich den Kopf noch viel lieber einfach gegen die nächste Wand hauen würde. Ein bisschen angesichts der ganzen Scheiße, in der sie – und die ganze Welt – gerade stecken, aber vor allem deshalb, weil selbst er nie gedacht hätte, dass Menschen so verdammt dumm sein können, und Adams Messlatte lag da noch nie besonders hoch.
Im nächsten Moment zeigt Leo ihm mit einer kurzen Handbewegung an, dass die Luft rein ist, und nachdem Adam noch einen letzten Blick über die Schulter geworfen hat, stehen sie vor dem ziemlich übel zugerichteten Park.
„Fuck“, sagt Adam, weil es irgendwie angebracht erscheint.
„Fuck“, bestätigt Leo, während er eins der Drehkreuze, das schief in den Angeln hängt, vorsichtig bewegt. „Das sieht noch schlimmer aus als beim letzten Mal.“
Und genau da ist schon der nächste Fehler. Man könnte meinen, dass ein Ausbruch dieser Art reicht, um auch dem letzten Vollidioten unmissverständlich klarzumachen, dass die ganze Attraktion hier eine ziemlich beschissene Idee ist.
Oder zwei.
Und trotzdem stehen sie jetzt schon zum dritten Mal allein an diesem Standort, von denen es über ganz Deutschland verteilt ein halbes Dutzend und auf dem ganzen Planeten verstreut inzwischen so viele gibt, dass Adam schon vor Monaten aufgehört hat zu zählen.
Und es ist jedes. Mal. Das. Gleiche.
Und Adam weiß, es ist streng genommen nicht mal ihre Schuld, aber trotzdem:
Fucking Dinosaurier.
Leo hat es gerade geschafft, den Eingangsbereich so weit aufzuzerren, dass sie sich nicht schon beim Reinklettern den Hals brechen, als ihnen eine Gruppe verängstigter Touristen geradezu entgegen gerannt kommt und sich durch die Öffnung quetscht, noch bevor einer von ihnen etwas sagen kann.
Unter dem Wirrwarr aus Angstschreien und Flüchen ist Adam sich ziemlich sicher herauszuhören, wie einer der Männer empört vor sich hinschimpft, dass er den ganzen Park verklagen wird, weil sie so gar nichts für seine Sicherheit getan haben und ihm einfach nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen, und dieses Mal sieht er tatsächlich, wie Leo mit den Augen rollt.
Mit dem letzten Punkt hat der Typ sogar recht, aber das war auch gleichzeitig schon absolut offensichtlich, bevor er und seine Freunde sich freiwillig und nach grob geschätzt einer Million Eilmeldungen, Brennpunkten und Sondersendungen zu genau der Situation, in der sie sich jetzt befinden, entschlossen haben, trotzdem Tickets zu kaufen.
Mal ganz davon abgesehen, dass sie immer noch nicht alle Dinosaurier von der letzten Massenflucht wieder eingefangen haben und es der Bevölkerung deshalb gerade wirklich ans Herz legen, nur in absolut unvermeidbaren Situationen das Haus zu verlassen. Das schützt zwar nicht unbedingt vor allen Kreaturen, aber zumindest senkt es das Risiko, auf dem Weg zur Disco von einem Tyrannosaurus Rex überfallen zu werden.
Ironischerweise sind Leo und er aber tatsächlich hier, um den Parkbesitzer zu stellen, der nach ihren letzten Angaben jede Menge Studien und Sicherheitsmaßnahmen gefälscht hat, um eine möglichst schnelle Wiedereröffnung zu erzwingen. Und der, nachdem er heute zu einer großspurigen Ansprache vor Ort war, sich nach dem nächsten Drama jetzt auf der Flucht befindet.
Menschen.
„Wenn sie dieses Mal wieder einen Weg finden, um trotzdem wieder aufzumachen, garantier ich für nichts mehr“, sagt Adam, als sie sich schließlich auf die andere Seite des Drehkreuzes wagen.
"Aber die Wirtschaft, Adam", sagt Leo im Tonfall eines Spongebob-Memes, und Adam muss tatsächlich kurz lachen – und das nicht mal so bitter wie erwartet.
Lange hält das allerdings nicht an, denn natürlich kann er nicht mal diesen einen Moment zum Durchatmen haben; nicht hier, nicht heute, nicht in diesem gottverdammten Jahr. Auf jeden Fall ist von irgendwo aus der Ferne, aber bei weitem nicht so fern, wie Adam sich das wünschen würde, ein ihnen inzwischen viel zu vertrauter Schrei zu hören.
Und weil es durch ein paar irrsinnige Wendungen des Schicksals jetzt nun mal ihr verdammter Job ist, folgen sie den Rufen so weit ins Innere der Parkanlage, bis sie live vor Augen geführt bekommen, was das Problem mit der Wirtschaft ist:
Der ist es nämlich scheißegal, was irgendein geldgeiler Millionär für sie getan hat und macht jetzt absolut keine Anstalten, ihn im Gegenzug vor ein paar zwar ziemlich kleinen, dafür aber umso angepissten Dinosauriern mit spitzen Zähnen zu verteidigen.
Blöd gelaufen, würde Adam normalerweise denken, aber weil das die Situation für ihn auch nicht gerade besser macht, spart er es sich das ausnahmsweise Mal, und ergibt sich seinem Schicksal. Seufzend, mit dem Gefühl eines gewaltigen Déjà-Vus und der wachsenden Vermutung, dass es nicht das letzte dieser Art bleiben wird, dreht er sich zu Leo um.
„Wollen wir?“
Challenge: AU – Dinosaurier (fürs Team)
Fandom: Tatort Saarbrücken
Charaktere/Pairing: Adam Schürk, Leo Hölzer
Wörter: ~800
Anmerkung: AU: Jurassic Park statt Corona, aber irgendwie ist trotzem nicht viel anders.
„Keine Sorge, Leo“, sagt Leo, und seine Stimme trieft nur so vor Sarkasmus.
Adam folgt ihm so schnell er kann und hat genau wie Leo seine Waffe schussbereit – auch, wenn die ihnen im Zweifelsfall sowieso kaum was bringen wird.
„In Deutschland werden sie so einen Park sowieso nicht eröffnen“, Leo hält kurz an der nächsten Straßenecke Inne und Adam ein paar Schritte hinter ihm tut es ihm gleich. „Und selbst wenn, das ist alles total sicher.“
Obwohl Adam nur seinen Hinterkopf sehen kann, weiß er ganz genau, dass Leo die Augen verdreht. Und dass er vermutlich den Kopf noch viel lieber einfach gegen die nächste Wand hauen würde. Ein bisschen angesichts der ganzen Scheiße, in der sie – und die ganze Welt – gerade stecken, aber vor allem deshalb, weil selbst er nie gedacht hätte, dass Menschen so verdammt dumm sein können, und Adams Messlatte lag da noch nie besonders hoch.
Im nächsten Moment zeigt Leo ihm mit einer kurzen Handbewegung an, dass die Luft rein ist, und nachdem Adam noch einen letzten Blick über die Schulter geworfen hat, stehen sie vor dem ziemlich übel zugerichteten Park.
„Fuck“, sagt Adam, weil es irgendwie angebracht erscheint.
„Fuck“, bestätigt Leo, während er eins der Drehkreuze, das schief in den Angeln hängt, vorsichtig bewegt. „Das sieht noch schlimmer aus als beim letzten Mal.“
Und genau da ist schon der nächste Fehler. Man könnte meinen, dass ein Ausbruch dieser Art reicht, um auch dem letzten Vollidioten unmissverständlich klarzumachen, dass die ganze Attraktion hier eine ziemlich beschissene Idee ist.
Oder zwei.
Und trotzdem stehen sie jetzt schon zum dritten Mal allein an diesem Standort, von denen es über ganz Deutschland verteilt ein halbes Dutzend und auf dem ganzen Planeten verstreut inzwischen so viele gibt, dass Adam schon vor Monaten aufgehört hat zu zählen.
Und es ist jedes. Mal. Das. Gleiche.
Und Adam weiß, es ist streng genommen nicht mal ihre Schuld, aber trotzdem:
Fucking Dinosaurier.
Leo hat es gerade geschafft, den Eingangsbereich so weit aufzuzerren, dass sie sich nicht schon beim Reinklettern den Hals brechen, als ihnen eine Gruppe verängstigter Touristen geradezu entgegen gerannt kommt und sich durch die Öffnung quetscht, noch bevor einer von ihnen etwas sagen kann.
Unter dem Wirrwarr aus Angstschreien und Flüchen ist Adam sich ziemlich sicher herauszuhören, wie einer der Männer empört vor sich hinschimpft, dass er den ganzen Park verklagen wird, weil sie so gar nichts für seine Sicherheit getan haben und ihm einfach nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen, und dieses Mal sieht er tatsächlich, wie Leo mit den Augen rollt.
Mit dem letzten Punkt hat der Typ sogar recht, aber das war auch gleichzeitig schon absolut offensichtlich, bevor er und seine Freunde sich freiwillig und nach grob geschätzt einer Million Eilmeldungen, Brennpunkten und Sondersendungen zu genau der Situation, in der sie sich jetzt befinden, entschlossen haben, trotzdem Tickets zu kaufen.
Mal ganz davon abgesehen, dass sie immer noch nicht alle Dinosaurier von der letzten Massenflucht wieder eingefangen haben und es der Bevölkerung deshalb gerade wirklich ans Herz legen, nur in absolut unvermeidbaren Situationen das Haus zu verlassen. Das schützt zwar nicht unbedingt vor allen Kreaturen, aber zumindest senkt es das Risiko, auf dem Weg zur Disco von einem Tyrannosaurus Rex überfallen zu werden.
Ironischerweise sind Leo und er aber tatsächlich hier, um den Parkbesitzer zu stellen, der nach ihren letzten Angaben jede Menge Studien und Sicherheitsmaßnahmen gefälscht hat, um eine möglichst schnelle Wiedereröffnung zu erzwingen. Und der, nachdem er heute zu einer großspurigen Ansprache vor Ort war, sich nach dem nächsten Drama jetzt auf der Flucht befindet.
Menschen.
„Wenn sie dieses Mal wieder einen Weg finden, um trotzdem wieder aufzumachen, garantier ich für nichts mehr“, sagt Adam, als sie sich schließlich auf die andere Seite des Drehkreuzes wagen.
"Aber die Wirtschaft, Adam", sagt Leo im Tonfall eines Spongebob-Memes, und Adam muss tatsächlich kurz lachen – und das nicht mal so bitter wie erwartet.
Lange hält das allerdings nicht an, denn natürlich kann er nicht mal diesen einen Moment zum Durchatmen haben; nicht hier, nicht heute, nicht in diesem gottverdammten Jahr. Auf jeden Fall ist von irgendwo aus der Ferne, aber bei weitem nicht so fern, wie Adam sich das wünschen würde, ein ihnen inzwischen viel zu vertrauter Schrei zu hören.
Und weil es durch ein paar irrsinnige Wendungen des Schicksals jetzt nun mal ihr verdammter Job ist, folgen sie den Rufen so weit ins Innere der Parkanlage, bis sie live vor Augen geführt bekommen, was das Problem mit der Wirtschaft ist:
Der ist es nämlich scheißegal, was irgendein geldgeiler Millionär für sie getan hat und macht jetzt absolut keine Anstalten, ihn im Gegenzug vor ein paar zwar ziemlich kleinen, dafür aber umso angepissten Dinosauriern mit spitzen Zähnen zu verteidigen.
Blöd gelaufen, würde Adam normalerweise denken, aber weil das die Situation für ihn auch nicht gerade besser macht, spart er es sich das ausnahmsweise Mal, und ergibt sich seinem Schicksal. Seufzend, mit dem Gefühl eines gewaltigen Déjà-Vus und der wachsenden Vermutung, dass es nicht das letzte dieser Art bleiben wird, dreht er sich zu Leo um.
„Wollen wir?“