Fandom: Original
Titel: Ein zweiter Versuch
Challenge: #2 Drogen / Alkohol / Rauschzustände (Damit kenne ich mich ausnahmsweise mal gut aus. :D)
Warnungen: -
Kommentar: Auf Wunsch einiger Damen folgt nun ein weiteres Kapitel über zwei Jungen, die auszogen eine Band zu gründen... =)
Wie immer ist alles meins (aber über Ausleihgebühren verhandele ich gerne ^_^).
Der Tag, an dem Tetsuya bewusst wurde, dass er alles versaut hatte und den einzigen Menschen, in dem er wirklich jemals einen Freund gesehen hatte, erfolgreich vor den Kopf gestoßen hatte, sollte der Tag sein, an dem er zum ersten Mal die Tatsache, dass er keinen Alkohol vertrug, verdrängte und sich hemmungslos besoff.
Während er Glas um Glas einer Flüssigkeit, über deren Alkoholgehalt er in diesem Moment nicht nachdenken wollte, in sich hineinkippte, wurde die Erinnerung an das verletzte Gesicht, das Kiyoshi wenige Stunden zuvor bei dem Konzert gemacht hatte, immer schwächer, bis sie schließlich ganz verblasste.
Irgendwann musste sein Gehirn ausgesetzt haben, denn als er wieder zu Bewusstsein kam, war es bereits Morgen und sein Kopf fühlte sich grauenhaft an. Er rannte den Flur hinunter, vorbei an seiner Mutter, die gerade erst aufgestanden war und ihm verwundert nachblickte, und verbrachte die nächsten zwanzig Minuten über der Kloschüssel.
Zum Glück war Sonntag, sonst hätte er wohl das erste Mal in seinem Leben den Unterricht geschwänzt. Sein Tag war dennoch im Eimer, da er sich den Rest des Tages grässlich fühlte und sein Zustand sich erst am Abend allmählich wieder besserte.
Außerdem kehrten die Erinnerungen zurück.
Seine Eltern verloren über die schreckliche Laune ihres Sohnes, der sonst immer so still und freundlich war, seltsamerweise kein Wort. Nur beim Abendessen fragte ihn seine Mutter plötzlich, ob er Liebeskummer hatte.
Er verneinte nachdrücklich und zog sich nach dem Essen in sein Zimmer zurück.
Doch da sie ihm von diesem Tag an nicht mehr aus dem Kopf gehen sollte fragte er sich in den nächsten Jahren oft, ob seine Mutter mit ihrer in aller Unschuld gestellten Frage nicht doch ins Schwarze getroffen hatte...
*~*
Die Atmosphäre im Wohnzimmer war eisig.
Taku sah verwirrt zwischen seinem besten Freund und Tetsuya hin und her. Er spürte, dass etwas nicht stimmte, aber er wusste nicht, was es war.
Tetsuya hatte beinahe Mitleid mit ihm. Anscheinend hatte Kiyoshi Taku nie etwas von ihm erzählt, so dass der Jüngere nicht wissen konnte, wieso sie einander so distanziert behandelten.
Um die Stille zu unterbrechen wandte Tetsuya sich schließlich an Taku.
„Könnte ich vielleicht eine Tasse Tee bekommen?“, fragte er höflich.
„Natürlich.“ Der blonde Junge sprang förmlich auf und schien erleichtert zu sein, dass er nun einen Grund hatte, das Zimmer für einen Moment zu verlassen.
Nachdem Taku verschwunden war, kehrte wieder Stille ein. Anscheinend weigerte sich Kiyoshi, von sich aus etwas zu sagen, also ergriff Tetsuya nach einer Weile wieder das Wort.
„Danke, dass du mich nicht gleich wieder rausgeschmissen hast...“, sagte er und versuchte sich an einem Lächeln, das allerdings kläglich misslang.
Kiyoshi warf ihm einen kühlen Blick zu. „Ich überstürze die Dinge manchmal etwas, aber ich bin kein Idiot. Wenn Taku dich mitgebracht hat, dann nur weil er der Meinung ist, dass du gut genug bist. Was bedeutet, dass ich dich nicht einfach rausschmeissen kann.“
Tetsuya sah ihn überrascht an. Damit hatte er jetzt nicht gerechnet.
„Heißt das, ich kann bei euch mitspielen?“, fragte er.
Kiyoshi inspizierte betont gelangweilt seine Fingernägel. „Wie gesagt, es ist Takus Band, nicht meine“, entgegnete er. „Wenn er entscheidet, dass du mitmachst, dann machst du mit. Außerdem stehen momentan vier Auftritte an und wir brauchen nun einmal dringend einen Schlagzeuger.“
Er ließ die Hand sinken. „Wenn ich danach allerdings der Meinung sein sollte, dass du nicht gut genug für uns bist, werde ich mich mit Taku unterhalten und dann können wir dich immer noch rausschmeißen.“
Das ‚Was wir mit Sicherheit machen werden’ sprach er zwar nicht aus, aber Tetsuya konnte es beinahe hören. Dennoch zwang er sich, jetzt nicht die Ruhe zu verlieren und sagte mit ernster Stimme:
„Danke, dass ich bleiben darf.“
Zum ersten Mal seit Beginn ihres Gesprächs sah Kiyoshi ihm direkt ins Gesicht und Tetsuya sah einen Anflug von Unsicherheit in seinen Augen.
Die Frage, wie das alles ausgehen sollte, hing zwischen ihnen, doch keiner von ihnen wagte es, sie auszusprechen.
In diesem Moment kam Taku mit einer Kanne Tee und drei Tassen zurück und lockerte die Stimmung ein wenig auf.
Als Tetsuya sich kurze Zeit später wieder auf den Heimweg machte, fasste er den völlig wahnsinnigen Entschluss, trotz aller Probleme, die sich noch ergeben sollten, bei der Band zu bleiben. Die Frage seiner Mutter verdrängte er dabei in die hinterste Ecke seines Bewusstseins.
Es ging hierbei schließlich nur um das Prinzip.
Zumindest versuchte er, sich das einzureden...
Titel: Ein zweiter Versuch
Challenge: #2 Drogen / Alkohol / Rauschzustände (Damit kenne ich mich ausnahmsweise mal gut aus. :D)
Warnungen: -
Kommentar: Auf Wunsch einiger Damen folgt nun ein weiteres Kapitel über zwei Jungen, die auszogen eine Band zu gründen... =)
Wie immer ist alles meins (aber über Ausleihgebühren verhandele ich gerne ^_^).
Der Tag, an dem Tetsuya bewusst wurde, dass er alles versaut hatte und den einzigen Menschen, in dem er wirklich jemals einen Freund gesehen hatte, erfolgreich vor den Kopf gestoßen hatte, sollte der Tag sein, an dem er zum ersten Mal die Tatsache, dass er keinen Alkohol vertrug, verdrängte und sich hemmungslos besoff.
Während er Glas um Glas einer Flüssigkeit, über deren Alkoholgehalt er in diesem Moment nicht nachdenken wollte, in sich hineinkippte, wurde die Erinnerung an das verletzte Gesicht, das Kiyoshi wenige Stunden zuvor bei dem Konzert gemacht hatte, immer schwächer, bis sie schließlich ganz verblasste.
Irgendwann musste sein Gehirn ausgesetzt haben, denn als er wieder zu Bewusstsein kam, war es bereits Morgen und sein Kopf fühlte sich grauenhaft an. Er rannte den Flur hinunter, vorbei an seiner Mutter, die gerade erst aufgestanden war und ihm verwundert nachblickte, und verbrachte die nächsten zwanzig Minuten über der Kloschüssel.
Zum Glück war Sonntag, sonst hätte er wohl das erste Mal in seinem Leben den Unterricht geschwänzt. Sein Tag war dennoch im Eimer, da er sich den Rest des Tages grässlich fühlte und sein Zustand sich erst am Abend allmählich wieder besserte.
Außerdem kehrten die Erinnerungen zurück.
Seine Eltern verloren über die schreckliche Laune ihres Sohnes, der sonst immer so still und freundlich war, seltsamerweise kein Wort. Nur beim Abendessen fragte ihn seine Mutter plötzlich, ob er Liebeskummer hatte.
Er verneinte nachdrücklich und zog sich nach dem Essen in sein Zimmer zurück.
Doch da sie ihm von diesem Tag an nicht mehr aus dem Kopf gehen sollte fragte er sich in den nächsten Jahren oft, ob seine Mutter mit ihrer in aller Unschuld gestellten Frage nicht doch ins Schwarze getroffen hatte...
*~*
Die Atmosphäre im Wohnzimmer war eisig.
Taku sah verwirrt zwischen seinem besten Freund und Tetsuya hin und her. Er spürte, dass etwas nicht stimmte, aber er wusste nicht, was es war.
Tetsuya hatte beinahe Mitleid mit ihm. Anscheinend hatte Kiyoshi Taku nie etwas von ihm erzählt, so dass der Jüngere nicht wissen konnte, wieso sie einander so distanziert behandelten.
Um die Stille zu unterbrechen wandte Tetsuya sich schließlich an Taku.
„Könnte ich vielleicht eine Tasse Tee bekommen?“, fragte er höflich.
„Natürlich.“ Der blonde Junge sprang förmlich auf und schien erleichtert zu sein, dass er nun einen Grund hatte, das Zimmer für einen Moment zu verlassen.
Nachdem Taku verschwunden war, kehrte wieder Stille ein. Anscheinend weigerte sich Kiyoshi, von sich aus etwas zu sagen, also ergriff Tetsuya nach einer Weile wieder das Wort.
„Danke, dass du mich nicht gleich wieder rausgeschmissen hast...“, sagte er und versuchte sich an einem Lächeln, das allerdings kläglich misslang.
Kiyoshi warf ihm einen kühlen Blick zu. „Ich überstürze die Dinge manchmal etwas, aber ich bin kein Idiot. Wenn Taku dich mitgebracht hat, dann nur weil er der Meinung ist, dass du gut genug bist. Was bedeutet, dass ich dich nicht einfach rausschmeissen kann.“
Tetsuya sah ihn überrascht an. Damit hatte er jetzt nicht gerechnet.
„Heißt das, ich kann bei euch mitspielen?“, fragte er.
Kiyoshi inspizierte betont gelangweilt seine Fingernägel. „Wie gesagt, es ist Takus Band, nicht meine“, entgegnete er. „Wenn er entscheidet, dass du mitmachst, dann machst du mit. Außerdem stehen momentan vier Auftritte an und wir brauchen nun einmal dringend einen Schlagzeuger.“
Er ließ die Hand sinken. „Wenn ich danach allerdings der Meinung sein sollte, dass du nicht gut genug für uns bist, werde ich mich mit Taku unterhalten und dann können wir dich immer noch rausschmeißen.“
Das ‚Was wir mit Sicherheit machen werden’ sprach er zwar nicht aus, aber Tetsuya konnte es beinahe hören. Dennoch zwang er sich, jetzt nicht die Ruhe zu verlieren und sagte mit ernster Stimme:
„Danke, dass ich bleiben darf.“
Zum ersten Mal seit Beginn ihres Gesprächs sah Kiyoshi ihm direkt ins Gesicht und Tetsuya sah einen Anflug von Unsicherheit in seinen Augen.
Die Frage, wie das alles ausgehen sollte, hing zwischen ihnen, doch keiner von ihnen wagte es, sie auszusprechen.
In diesem Moment kam Taku mit einer Kanne Tee und drei Tassen zurück und lockerte die Stimmung ein wenig auf.
Als Tetsuya sich kurze Zeit später wieder auf den Heimweg machte, fasste er den völlig wahnsinnigen Entschluss, trotz aller Probleme, die sich noch ergeben sollten, bei der Band zu bleiben. Die Frage seiner Mutter verdrängte er dabei in die hinterste Ecke seines Bewusstseins.
Es ging hierbei schließlich nur um das Prinzip.
Zumindest versuchte er, sich das einzureden...
no subject
Date: 2007-03-02 01:48 pm (UTC)Ich mag die beiden. Und Taku. Und dich. Und überhaupt: Wunderbare Situation. Wirklich. Einfach... Argh, heirate mich und gib mir etwas von deinem Gespür für solche Beziehungen ab!
Und, was tatsächlich lebensnotwendig ist: Hat diese Band eigentlich einen Namen? =)
P.S.: Ich wollte dich anrufen... Ich hatte sogar das Telefon auf dem Schreibtisch liegen... ich habe nur die ganze Zeit mit dem Fertigstellen des Kunstbildes, das ich heute abgeben musste, verbracht. (Oh mein Gott... ist das etwa... Stress? XD) Was mich mal wieder halb wahnsinnig gemacht hat. - Aber du schaffst es ja doch ganz großartig ohne meine dezenten Hinweise. ;)
no subject
Date: 2007-03-02 03:10 pm (UTC)Danke. =D
Aber von diesem Gespür muss ich dir nichts abgeben, denn davon hast du selbst meeehr als genug... XD
Äh... jetzt bringst du mich in Verlegenheit. XD
Denn um ehrlich zu sein, habe ich selber keine Ahnung... *hust*
Es sollte etwas sein, was nicht allzu albern klingt, aber - Moment. O_O *gerade voll den Geistesblitz hatte*
Ich glaube, jetzt habe ich einen Namen... ^_^
Weißt du, was lustig ist? Kurz nach sieben hat gestern das Telefon geklingelt und ich bin sofort aufgesprungen und hab mich vor Freude kaum eingekriegt. XD
Und dann war es meine Oma... u_u
Angesichts deiner Kunsthausaufgaben verzeihe ich dir aber. Aber nur heute. XD
Die Challenge hab ich trotzdem fast verpennt... ûu" Es war wirklich nur Zufall, dass ich zu diesem Zeitpunkt gerade auf meine Freundesseite gegangen bin. ^_^"
no subject
Date: 2007-03-02 03:25 pm (UTC)Und irgendwie werde ich mir Sonntag noch einmal diesen Mut... antrinken? X'D
In der Hoffnung bis dann endlich einen Plan für mein Pop Art-Bild zu haben. XD
no subject
Date: 2007-03-02 03:56 pm (UTC)-> Kuroneko
(Ich weiß nicht, wie gut dein Japanisch ist, aber du kriegst es sicher auch so raus... *gg*)
Memories... davon habe ich bisher kaum Gebrauch gemacht. Danke für die Idee, denn mittlerweile verliere ich auch langsam den Überblick über die Einzelteil deiner Geschichte... *hust* (Es waren bislang sechs, oder? Hau mich, falls ich mich irre. ^__^)
Du schaffst das. Ganz bestimmt. ^_^
Wie wäre es, wenn ich einfach... warte? Und mich darauf verlasse, das du anrufst? :D (Sadistisch, ich weiß... XD)
Oh Gott, Pop Art... Ich... mag Pop Art nicht besonders, auch wenn es ausgesprochen bunt sein kann. X'D
Ich hoffe, dir fällt was ein. Und wenn du fertig bist... du hattest doch einen Scanner, nicht wahr? :D
no subject
Date: 2007-03-02 09:35 pm (UTC)Den namen halte ich für keine schlechte Idee... *Meinung posaunen muss*
Und... ruft einander doch einfach an... macht es wie ich bei jeweils jedem von euch...: einfach nicht nachdenken. Dubiose Nummern wählen und warten bis irgendwer rangeht. ^^" Hat doch gut geklappt, ne? Und freu dich nicht allzu sehr, wenn demnächst das Telefon wieder klingelt... ich melde mich auch mal wieder. Bin ja dran. ;D
LG und schreib bloß noch gaaanz viel zu diesen tollen Jungs. *blink*
no subject
Date: 2007-03-04 08:13 pm (UTC)OhGottOhGottOhGott... XD
Aku war diejenige, die nicht nachgedacht hat... und Himmel, was für ein Gespräch... so schnell toppen wir das nicht mehr. XD
Ich habe zwar die Challenge verpasst (mit einer Hand schreibt es sich so schlecht *gg*), aber das war es mir mehr als wert.... mwahahahaha! XD
*total aufgedreht rumhüpft*
Und vielen Dank. :D
Freut mich, dass dir der Name zusagt... dann werde ich jetzt nämlich dabei bleiben. ^__^
no subject
Date: 2008-03-24 11:41 pm (UTC)mütter und ihr gespür für scheußliche dinge! das ist echt gruselig...