[identity profile] styko.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
(Mein Wunsch kommt dann später/morgen, muss noch was fertig/weiter lesen, zu dem ich mir was wünschen mag.)

Titel: Zwischen Traum und Wirklichkeit
Fandom: Bleach
Spoiler: Kapitel 315 (Das ist leider sehr aktuell, doch das Setting war so verlockend. Aber soweit ich das mitgekriegt habe, bist du aktuell, was die Kapitel angeht.)
Challenge: 1. You are what you eat. (2. Die Wahrheit kann warten. Sie ist es gewohnt. -> noch periphärer als die erste)
Charaktere: Kurosaki Yuzu, Tsubokura Rin; ganz leicht angedeutetes Yuzu/Rin
Wörter: 2785
Rating/Warnungen: G - bisschen fluff, bisschen angst, bisschen kitschig, (ein bisschen unzusammenhängend?)
Für: [livejournal.com profile] myojo_s_me
Anmerkung: So viel zu Sonntag Nachmittag. Es wäre auch Sonntag Nachmittag geworden, hätte ich mich da nicht kurzfristig dazu entschieden, das Ding nochmal komplett umzuschreiben... Ganz zufrieden bin ich immer noch nicht, aber ich glaube, besser kriege ich es jetzt nicht mehr hin und du hast schon lange genug gewartet. Ich hoffe, ich habe die beiden wenigstens annäherend getroffen, es war mein erstes Mal Rin schreiben und mit Yuzu hatte ich bisher auch noch nicht so viel Erfahrung. Es gefällt dir hoffentlich wenigstens ein kleines bisschen o___o'' (Ich hätte soo gerne eine UlquiorraKira geschrieben, aber da kamen nur unzusammenhängende, seltsame Passagen raus. Wenn ich das Ding jemals anständig zusammensetzen kann, kann ich dir den nochmal Link schicken, wenn du willst.)


Zwischen Traum und Wirklichkeit

Sie patrouillierten die Straßen von Karakura in regelmäßigen Abständen um zu sehen, ob manche der Bewohner aufgewacht waren. Eigentlich sollte ihr System alle Bewohner so lange schlafen lassen, bis die ganze Sache ausgestanden war, aber das erste, was man in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung lernte war, dass es immer Leute gab, die von der Norm abwichen.

Rin hatte am Anfang nicht viel dagegen gehabt zu patrouillieren. Es schien ihm nicht sonderlich schwer oder gefährlich zu sein, immerhin würden die meisten Leute schlafen, und wenn er doch mal jemand Wachen entdecken sollte, lautete die Anweisung jemanden von jenem Fachpersonal zu holen, das dafür zuständig war, dass die Bevölkerung schlief.

Als Rin dann jedoch angefangen hatte zu patroullieren, hatte er gemerkt, dass es mehr als unheimlich war. Es war nicht so, wie wenn man nachts durch Seireiteis oder Rukongais Gassen wanderte. In normalen Nächten war immer noch eine Spur von Leben zu erkennen. Vereinzelt kamen einem Leute auf den Straßen entgegen und hinter geschlossenen Türen und Fenstern war Licht zu sehen, Stimmen zu hören, Lachen, Weinen. Aber hinter diesen Türen und Fenstern war nichts zu sehen und nichts zu hören. Es gab nur eine undurchdringliche, beängstigende Stille und das ließ Rin in regelmäßigen Abständen Schauer über den Rücken laufen.

Wenn Rin ganz ehrlich war, hatte er sich auch etwas mehr versprochen. Er hatte gedacht, dass er vielleicht an ein paar Läden vorbeikommen würde, wo er sich etwas Süßes kaufen konnte. Süßigkeiten aus der materiellen Welt waren wie ein Paradies für ihn und er meldete sich regelmäßig für die Missionen, bei denen man etwas aus der realen Welt beschaffen sollte. Bisher hatte er immer die Zeit gefunden, in einem oder zwei Geschäften vorbei zuschauen und sich einer der vielen Köstlichkeiten der modernen Konfiserie zu kaufen.

Aber Akon hatte Rin in eines der Wohnviertel abkommandiert und obwohl Rin extra Menschengeld mitgekommen hatte um das, was er sich nehmen würde, anständig zu bezahlen, schreckte er davor zurück in eines der Häuser einzubrechen. Unter anderem auch deshalb, weil er befürchtete in den Häusern nicht einmal mehr schlafende Menschen zu finden.

Rin hatte ein Ortungsgerät dabei, das mögliche Schwankungen im Tenkai Kechuu orten sollte, und Rin wünschte sich, dass es manchmal piepen würde. Nicht weil es eine Schwankung gefunden hatte, sondern einfach nur um einen Ton in dieser schrecklich Stille zu erzeugen. Rin hätte pfeifen oder summen oder sogar leise Singen können, aber er traute sich nicht. Er hatte das Gefühl, das leiseste Geräusch würde alles zum Einstürzen bringen. Das war lächerlich, das wusste er selbst, aber man konnte einfach nicht anders denken, wenn man in dieser scheinbar toten Welt unterwegs war.

Rin irrte ein wenig verloren umher. Er hatte keine feste Route und selbst wenn, hätte er sich wahrscheinlich schnell verlaufen, denn für ihn sahen diese modernen Häuser und Straße alle ziemlich gleich aus. Er seufzte und steckte eine Hand in eine Tasche seines Kittels. Als er seine Patrouille begonnen hatte, hatte er einen guten Vorrat an Süßigkeiten dabei gehabt, aber der war jetzt schon auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Wenn er Angst hatte, halfen ihm Süßigkeiten immer darüber hinweg. Diese Patrouille war definitiv zu unheimlich für einen normalen Vorrat gewesen.

Mit einer Hand das Ortungsgerät festhaltend und mit der anderen den Rest seines Vorrats abwägend, trottete er langsam eine der vielen Straßen entlang, als ganz unerwartet eine Gestalt direkt vor ihm auftauchte.

Noch bevor Rin die Gestalt genau erkennen konnte, schrie sein Instinkt 'Arrancar' und Rins erste Reaktionen bestanden aus Schreien und Wegrennen. Das funktionierte allerdings nur zur Hälfte, denn beim Versuch wegzurennen, stolperte über seine eigenen Füße und landete im nächsten Moment unsanft auf dem Hintern. Rin schlug die Hände vors Gesicht und erwartete den tödlichen Angriff. Aber statt einer Attacke hörte er nur eine Stimme, die sich so gar nicht nach einem fürchterlichen Monster anhörte.

„Alles in Ordnung?“

*

Als Rin schließlich die Hände vom Gesicht nahm und auf sah, erblickte er ein junges Mädchen vor sich, dass ihn aus großen Augen neugierig und besorgt anblickte. Rin brauchte einige Augenblicke um sich zu erinnern, was das Mädchen gefragt hatte. Schließlich brachte er heraus:

„J-Ja. Alles in Ordnung.“

Das Mädchen lächelte ihn erleichtert an und hielt ihm eine Hand zum Aufstehen an.

„Entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken.“

Rin zögerte einen Moment, ergriff die Hand dann jedoch und ließ sich aufhelfen.

„Schon... schon in Ordnung. Ich bin leicht schreckhaft!“

Er lachte verlegen. Das Mädchen lachte ebenfalls, aber Rin fiel auf, dass es eher gequält und verängstigt klang. „Hier kann man sehr leicht Angst kriegen.“

Rin musste nicht nachfragen, was genau sie meinte.

*

Sie schwiegen ein paar Momente. Das Mädchen musterte ihn neugierig und Rin klopfte sich den Staub von der Kleidung und überprüfte das Ortungsgerät. Alles etwas langsamer als er eigentlich gebraucht hätte, denn er befürchtete, dass das Mädchen ihn fragen würde, was hier los war und er war noch nie gut im Lügen gewesen. Die Wahrheit konnte er ihr unmöglich sagen, selbst wenn sie es wohl kaum glauben würde.

„Wer bist du?“, fragte das Mädchen dann ziemlich unvermittelt, was Rin so sehr irritierte, dass er unwillkürlich fragte:

„I-Ich?“ Im nächsten Moment erkannte er schon, wie dumm die Frage gewesen war, war außer ihm weit und breit sonst niemand zu sehen, aber das Mädchen lächelte und nickte nur.

„Rin“, antwortete er schließlich. Dann erinnerte er sich an seine guten Manieren, wurde etwas rot und verbeugte sich hastig, bevor er sich anständig vorstellte: „Tsubokura Rin. Freut mich deine Bekanntschaft zu machen!“

Das Mädchen verbeugte sich ebenfalls. „Kurosaki Yuzu. Mich freut es auch!“ Sie wartete ein paar Sekunden und als er nichts sagte, fragte sie weiter: „Was machst du hier? Wohnst du hier in der Nähe? Ich habe dich noch nie hier gesehen!“

„Ich... ähm...“, Rin hielt inne, weil er nicht wusste, was er ihr sagen sollte. Er druckste ein bisschen herum, und entschloss sich schließlich für das, was der Wahrheit am nächsten kam, ohne sie vollständig aufzudecken. „Ich wohne nicht hier. Ich untersuche nur was.“

Yuzu legte den Kopf schief und sah ihn fragend an. Rin hielt das Ortungsgerät hoch.

„Ich untersuche Schwankungen in... ähm... der Umgebung.“

Das klang selbst für Rin nicht sonderlich überzeugend, aber zu seiner Überraschung hellte sich Yuzus Gesicht plötzlich auf.

„Oh! Du bist Wissenschaftler?! Das ist toll!“

Rin starrte sie ein bisschen entgeistert an. So eine Reaktion war er nicht gewohnt. Die Shinigami der Forschungs- und Entwicklungsabteilung hatten in der Gotei 13 einen ähnlichen Ruf wie die 4. Kompanie, nur dass sie im Allgemeinen als unheimlicher angesehen und deshalb meistens in Ruhe gelassen wurden. Dass es jemand toll fand, was Rin machte, war etwas ganz Neues für ihn und er errötete ungewollt ein bisschen. Verlegend lachend kratzte er sich am Hinterkopf.

„Ach, das ist nichts Großartiges. Ich... ich guck auch nur auf das Gerät, ich hab es nicht entwickelt.“

„Aber du weißt, was du machen musst, das ist doch auch schon toll!“

Rin lächelte.

*

„Was machst du hier draußen?“, fragte Rin schließlich die Frage, die er fragen musste. Vielleicht würde er so erfahren, warum das Mädchen aufgewacht war, obwohl sie eigentlich schlafen sollte.

„Ich konnte nicht schlafen.“ Rin sah wie Yuzu zögerte und einen etwas verlorenen Gesichtsausdruck bekam. „Jedenfalls hat es sich so angefühlt, aber eigentlich träume ich ja, also kann ich wohl doch schlafen, aber im Traum kann ich nicht schlafen!“

„Du träumst?“, fragte Rin verwirrt.

„Das ist doch ein Traum“, Yuzu hätte fast naiv klingen können, hätte da nicht eine gewisse Angst in ihrer Stimme mit geschwungen. „Hier ist es so still und es wirkt alles so... tot. Das muss ein Traum sein. Sonst...“ Ihre Stimme verzagte und Rin beeilte sich zu sagen:

„Ja! Ja, genau, das ist ein Traum!“

„Und wenn ich wieder aufwache, sind alle wieder da!“

„Genau!“, stimmte Rin zu und nickte heftig um seine Worte zu bekräftigen. Er versuchte selbst an diese Lüge zu glauben, damit er einigermaßen aufrichtig klang. Er wollte und musste sie nicht noch mehr verschrecken, als sie sowieso schon war.

„Gut.“ Ganz erleichtert schien Yuzu nicht zu sein, wahrscheinlich glaubte sie selbst nicht ganz an das, was sie sich zusammengereimt hatte, aber die Bestätigung durch einen anderen ließ sie wenigstens etwas ruhiger werden. Yuzu starrte Rin ein paar stumme Sekunden an, dann fragte sie unvermittelt: „Leistest du mir Gesellschaft, bis ich wieder aufwachen?“

„Ich... ähm... ich muss...“, versuchte Rin sich herauszureden. Eigentlich sollte er jetzt Verstärkung holen, die sich darum kümmern sollte, dass das Mädchen wieder schlief, aber es war so nett zu ihm gewesen und Rin würde ein schlechtes Gewissen haben, wenn er sie jetzt alleine ließ. Bevor Rin sich endgültig entscheiden konnte, was er tun sollte, setzte Yuzu noch hinzu:

„Wir haben noch Kuchen und Kekse, die können wir essen, wenn du willst!“

Damit war die Entscheidung ganz eindeutig gefallen.

*

„Aaaah! Die sind ja soo gut!“, schwärmte Rin und nahm sich noch einen von Yuzus selbst gebackenen Keksen. Sie saßen inzwischen auf den Stufen vor der Haustür, umgeben von verschiedenen Süßigkeiten, die Yuzu aus dem Haus geholt hatte. „Und die hast du wirklich selbst gemacht?!“

„Ja!“, Yuzu strahlte, sie liebte es, wenn jemandem ihr Essen schmeckte. „Hier, probier mal das, das schmeckt auch toll!“

Sie hielt Rin eine Schachtel mit verschiedenen Pralinen hin, von denen er sich eine nahm und Yuzu daraufhin nur zustimmen konnte. Die waren wirklich gut!

„Und was ist das da?“, fragte Rin, nachdem er die verschiedenen Pralinen probiert hatte und deutete auf ein paar kleinen Plastikbecher.

„Pudding.“

„Pudding?“

„Hast du noch nie Pudding gegessen?“

Rin schüttelte den Kopf und besah sich die verschiedenen Becher. „Ist das alles dasselbe?“

„Nein, es gibt verschiedene Geschmacksrichtungen. Erdbeere, Vanille, Schokolade.“

„Schokolade!“ Rins Augen wurden größer. Yuzu musste lachen und reichte ihm den Becher mit dem Schokoladenpudding.

„Den ess ich auch am liebsten“, sagte sie. Rin zögerte daraufhin.

„Willst du ihn dann essen?“, fragte er schüchtern, aber Yuzu schüttelte lächelnd den Kopf.

„Iss du!“

Rin nahm den Becher und sah ihn einige Sekunden an. Das Wasser lief ihm schon im Munde zusammen, aber irgendwie hatte er ein schlechtes Gewissen. Er warf Yuzu einen Seitenblick zu, dann murmelte er, ohne sie dabei anzusehen: „Wir können ihn uns ja teilen, wenn du willst?“

Yuzu blinzelte ihn kurz verwirrt an, dann lächelte sie wieder. „Okay!“

*

„Das ist ein seltsamer Traum. Er ist nicht wie die anderen“, sagte Yuzu irgendwann und sah sich kurz um, als sei sie auf der Suche nach etwas. Rin hatte den Mund voll mit irgendeinem köstlichen Gebäck, das Yuzu als Baumkuchen bezeichnet hatte und konnte sie deshalb nur fragend anschauen.

„Früher hab ich oft solche Träume gehabt, weißt du“, fuhr sie fort, mit leiserer Stimme als die ganze Zeit, und während sie sprach sah, sie hinauf in den Himmel. „Nachdem meine Mutter gestorben ist. Da hab ich geträumt, dass ich nachts oder morgens aufwache und niemand ist mehr da. Mein Vater war immer weg, manchmal auch meine Geschwister. Und manchmal bin ich durch das ganze Haus und die ganze Nachbarschaft geirrt und niemand war mehr da, als ob die ganze Welt ausgestorben sei.“

Rin schluckte den letzten Bissen Kuchen hinunter und sah betreten zu Boden. Yuzu fuhr fort:

„Ich bin immer schreiend und weinend aus diesen Träumen aufgewacht, aber dann war mein Vater wieder da und hat mich getröstet. Und mein Bruder hat sich mit meinem Vater gestritten und meine Schwester hat sie beide angeschrien, sie sollen sich doch zusammennehmen!“, Yuzu musste bei der Erinnerung daran lachen. „Diesmal ist mein Vater auch wieder weg. Ich hab im ganzen Haus gesucht, aber er ist nicht da. Mein Bruder ist sowieso weg, er ist weggegangen, weil er etwas Wichtiges zu erledigen hatte. Er hat mir nicht gesagt, was. Das macht er nicht mehr, seit...“

„Seit?“, fragte Rin, als Yuzu nicht weiter sprach. Sie zuckte mit den Schultern.

„Seit einiger Zeit. Ich weiß nicht, warum. Es hat sich viel geändert in den letzten Monaten. Meine Schwester ist auch stiller geworden und mein Vater wirkt sehr viel ernster als die ganze Zeit zuvor. Ich hab' manchmal auch das Gefühl, das etwas anders ist, aber ich kann es nicht genau erkennen und mir sagt niemand, was los ist.“

Inzwischen hatte auch Yuzu den Blick zum Boden gesenkt und schabte mit ihren Schuhen über die Steine. Sie wirkte gleichermaßen trotzig und traurig. Rin wusste nicht, was er darauf sagen sollte und schwieg deshalb. Wenn er traurig war, aß er Süßigkeiten, aber er hatte gerade nur Süßigkeiten, die eigentlich Yuzu gehörten und es wäre nicht dasselbe, wenn er Yuzu jetzt ihre eigenen Süßigkeiten anbieten würde.

Im nächsten Moment schien Yuzu etwas zu realisieren, denn sie schlug sich die Hände vor den Mund und wirkte plötzlich aufgeregt. Mit ihren großen Augen sah sie Rin entschuldigend an.

„Tut mir Leid, dass ich dich damit belaste! Dabei kennen wir uns ja kaum und du willst das bestimmt gar nicht hören!“

„N-Nein, schon gut!“, protestierte Rin heftig gestikulierend. „Das... das ist okay! Du warst ja so nett zu mir, d-da hör ich dir gern zu!“

„Danke!“ Yuzu lächelte wieder. „Du bist auch nett!“

Rin wurde etwas rot.

„Und du bist ja auch das, was anders ist!“, fuhr Yuzu dann aufgeregt fort, da ihr wieder eingefallen war, was sie am Anfang eigentlich hatte sagen wollen.

„Ich?“, fragte Rin verwirrt.

„Ja!“, Yuzus Gesichtsausdruck wurde wieder fröhlicher. „Früher war ich in den Träumen ja meistens allein, aber heute bist du da und leistest mit Gesellschaft! Und du magst auch all die Sachen, die ich mag, und du bist so nett zu mir! Das find ich toll!“

Rin konnte sich nur verlegen am Kopf kratzen und dämlich kichern. Er war Komplimente nicht gewohnt. Aber das änderte nichts daran, dass es ihn trotzdem freute.

*

Sie saßen noch eine Weile auf der Treppe und aßen verschiedene Dinge. Sie teilten sich noch einen Pudding, diesmal Vanille, von dem Yuzu behauptete, dass er vielleicht anders schmeckte als Schokoladenpudding, aber ebenfalls gut und Rin mochte Schokolade zwar immer noch lieber, aber Vanille war auch in Ordnung.

Dann piepte plötzlich das Ortungsgerät und beide erschraken. Rin nahm es hastig in die Hand und beobachtete die Anzeigen, Yuzu sah ihm dabei neugierig über die Schulter.

„Ist das schlimm?“, wollte Yuzu wissen. Rin kratzte sich am Kopf.

„Ich glaub' nicht. Es ist nur eine kleine Schwankung. Aber ich sollte wohl mal nachsehen.“ Er sah Yuzu unsicher aus den Augenwinkeln an. Eigentlich wollte er nicht gehen, er fand es schön dort und er fand Yuzu sehr nett – auch wenn er das nicht denken durfte, denn er wurde rot dabei. Aber er hatte seine Pflichten schon lange genug vernachlässigt. Yuzu schien das zu verstehen, denn sie nickte.

„Okay. Warte, ich geb' dir noch was mit für unterwegs, damit du nicht hungrig wirst!“

Rin konnte gar nichts erwidern, so schnell war Yuzu schon im Haus verschwunden. Ein paar Augenblicke später kam sie wieder zurück, mit einem kleinen Päckchen im Arm. Rin sah es neugierig an.

„Was ist das?“

„Das sind Brownies“, erklärte Yuzu und drückte Rin das Päckchen in die Hände. „Sie erinnern mich an dich“, fügte sie noch mit einem Kichern hinzu.

Rin verstand den letzten Satz nicht und sah Yuzu fragend an, aber sie lächelte ihn nur fröhlich an. Er bedankte sich und nahm das Päckchen an.

„Probier eins!“, forderte Yuzu ihn auf und das ließ Rin sich nicht zweimal sagen. Er öffnete das Päckchen und sah viele rechteckige Stücke, die wie kleine Kuchen aussahen. Er nahm eines davon in die Hand und probierte. Es schmeckte wunderbar! Nach Schokolade und sehr süß, so wie Rin es am liebsten hatte!

„Und wie schmecken sie?“

„Sehr süß! Das mag ich!“

Yuzus Lächeln wurde etwas breiter und als Rin schließlich ihren Satz von zuvor verstand, lief er puterrot an. Yuzus Wangen röteten sich ebenfalls leicht, aber ihr Lächeln verschwand nicht.

„I-Ich... ich gehe jetzt“, brachte Rin stotternd hervor.

„In Ordnung. Sehen wir uns morgen Nacht wieder? Wenn ich wieder träume?“

„J-Ja. Das würde mich freuen!“

„Mich auch.“ Yuzu sah Rin mit einem glücklichen und dankbaren Lächeln an. „Danke, dass du mir Gesellschaft geleistet hast, damit ich nicht so alleine bin!“

„Gern geschehen“, murmelte Rin verlegen und wusste nicht, wo er hin sehen sollte. Aber Yuzu sah ihn direkt an und ohne groß zu zögern trat sie einen Schritt auf ihn zu und gab ihm einen Kuss auf die Wange.

„Bis morgen!“, sagte sie noch, dann war sie bereits im Haus verschwunden. Rin blieb noch ein paar Sekunden stehen und starrte perplex die Tür an. Dann legte er eine Hand auf seine Wange und ein dämliches Grinsen schlich sich auf sein Gesicht.

Beladen mit seinem Ortungsgerät, den Brownies und einer glücklichen Erinnerung machte er sich daran seine Patrouille fortzusetzen und selbst die Stille konnte ihm jetzt nicht mehr so viel ausmachen, denn er wusste, dass es zumindest einen Menschen gab, der irgendwo in dieser Stille noch lachte.

Date: 2008-05-12 05:27 pm (UTC)
From: [identity profile] myojo-s-me.livejournal.com
Whaaaaaa *rumjumps und freufreufreu*
Weisst du dass du mich grade total wolkenfliegglücklich gemacht hast? ^^
Ich hatte nen beschissenen Tag aber jetzt gehts mir super und~~~ Whaaaaa *freufreu*
Die Geschichte war so schön und niedlich und IC und~~~~ und überhaupt *anglitzer* Und du schreibst die beiden so niedlich und XOOOOO May I love you? XDDDD

Das Setting hat mich überrascht, aber es ist wirklich genial gewählt, und... und ich bin jetzt völlig in den gedanken, dass sie sich da treffen, verliebt. Du bist einfach genial *weiter anglitzer*

*weiterhin rumbounce und sich totfreu*

Die geschichte ist einfach toll toll toll toll toll toll toll !!!!!!!!!!!!!

Date: 2008-05-15 03:50 pm (UTC)
From: [identity profile] myojo-s-me.livejournal.com
ach ja, und wg dem ulqukira...
immer doch gerne**
*anglitzer*

Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios