[identity profile] agadinmar.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Titel: Der Feind meines Feindes
Schreiberling: [livejournal.com profile] agadinmar
Fandom: Criminal Minds
Pairing: Hotch, Reid
Rating: PG
Wordcount: 2595
Prompt: Schulprojekt für [livejournal.com profile] 120_minuten und "Wenn du das noch einmal tust, bring ich dich um!" für [livejournal.com profile] 20_situationen
Summary: Ein lauer Tag im BAU und Garcias und Morgans Methode, den Tag spannender zu gestalten.
Wichtig: Wie immer zu spät und ungebeta'ed (letzteres wird jetzt nachgeholt, bevor ich es woanders hochlade). Außerdem gilt: Sillyness Ahoy! Wer es trotzdem lesen mag, ist herzlich willkommen :)
Warning: Mangelnde Kenntnis der Fachtermini für Herrenunterbekleidung seitens der Schreiberin *g* Sollte jemand wissen, wie man diese kurzen Herrenunterhosen nennt, die knapper sind als Boxershorts und mit längerem Bein und sportlicher als Slips - bittebittebitte sagt es mir (Herr H. wird es euch danken... ;) )




Verräterische Stille lag über dem BAU. Die schwülen Sommertage hatten den sonst so hektischen Ameisenhaufen aus Agenten und Angestellten in eine träge Masse verwandelt und das unnormal heiße Wetter schien sogar die kranken Hirne der nimmermüden Kriminellen so ausgekocht zu haben, dass dank der Hitzewelle, die das gesamte Land in ihren Fängen hielt, erstaunlich wenige Straftaten verübt wurden.

Morgan lehnte sich in seinem Sessel zurück, die Arme hinter dem Nacken verschränkt, und grinste zuversichtlich zu Garcia. „Ja, die Lady hat Recht. Wenn du dich nie an Streichen beteiligt hast, dann nennt man das nun einmal ‚kneifen’, Reid. Uh, wirklich peinlich.“

Garcia lachte und klopfte Reid auf die Schulter. „Lass dich von dem hübschen Burschen bloß nicht nervös machen. Jetzt hast du ja uns. Wir werden das schon erledigen...“ Sie lehnte sich vor, die Ellenbogen auf die Tischplatte gestützt und die Hände gefaltet. „Kein Junge sollte schließlich ohne den Nervenkitzel eines gut ausgeklügelten Streiches groß werden. Da hast du echt etwas verpasst, Hase.“

Wenn es möglich gewesen wäre, sich in Luft aufzulösen, dann hätte Reid es jetzt gerne getan. Schon in der Schule hatte er solche Tage gehasst, wenn das Wetter das Arbeiten unmöglich machte und die Gedanken aller anderen Leute in seinem Umfeld automatisch zu anderen Aktivitäten überging. Den Spaß, den seine Mitschüler dabei hatten, seinen Lehrern Streiche zu spielen, sich selbst der Gefahr auszusetzen erwischt und bestraft zu werden, hatte er nie nachvollziehen können.

„Sieh es einfach als eine Art Projekt... ein Schulprojekt, das du jetzt eben nachholst.“ Das Lächeln auf Morgans Gesicht schien nur aus Zähnen zu bestehen, ein breites Raubtiergrinsen. „Ich wette, du warst bei Projektarbeiten immer unschlagbar gut, nicht wahr?“

Reid schluckte. „Bei wissenschaftlichen Projekten. Aber dies hat nichts mit wissenschaftlicher Forschung zu tun.“ Seine Stimme klang ein wenig weinerlich und leider hörte man genau heraus, wie nervös er war.

„Oh, für mich ist das schon von wissenschaftlichem Interesse.“ Garcia tupfte sich mit dem Handrücken die Stirn, seufzend und mit einem Lachen, das dem von Derek in nichts nachstand. „Die Unterwäsche von Bossman, hochwissenschaftlich, wenn ihr mich fragt.“

Derek schüttelte den Kopf, „Was ist so faszinierend daran, was er drunter trägt?“

„Es kann ja nicht jeder so leicht durchschaubar sein, wie ihr zwei Süßen. Außerdem will ich endlich wissen, wer gewonnen hat.“ Garcia lachte laut auf, als sie Reids rote Wangen bemerkte. „“Keine Bange, Genie, vor dir sind erst hot stuff und der Boss fällig.“

„Ihr wettet darum, was wir drunter tragen?“ Zu Reids Erstaunen schien Derek von diesem doch eigentlich eher schockierenden Geständnis noch geschmeichelt zu sein. „Dann hoffe ich, dass du bei mir wirklich so gut hingesehen hast, wie du immer rumtönst, Mammacita.“

„Keine Panik, die hübschen Fünfzig gehören mir – und bei Hotch wird mir unser Genie behilflich sein.“ Garcia legte einen Finger unter Reids Kinn und drehte sein immer noch glühendes Gesicht zu sich. „Wirst du doch, oder, Spence?“

„Ich halte das immer noch für keine gute Idee. H-Hotchs Unterwäsche zu stehlen... er wird mich umbringen...“ Reid löste sich aus Garcias Griff und sah wieder zu Boden. So musste sich ein Fisch am Angelhaken fühlen.

„Da will sich einer drücken, Garcia.“ Derek nahm die Arme runter und rutschte ein wenig im Stuhl hin und her, bis er mit seiner Hand an die Brieftasche in seiner Gesäßtasche kam. „Anscheinend müssen wir härtere Geschütze auffahren.“

Er zückte einen Fünfziger und ließ den knittrigen Schein auf den Tisch flattern. „Scheint ja hier der Standardsatz für Wetten zu sein.“

Vergnügt griff auch Garcia nach ihrer Börse und im Nu lag ein zweiter Geldschein auf dem Tisch. „Das gleiche von mir. So, sweety-pie. Das sind hundert Mücken für dich, wenn du dich gleich in Hotchs Büro schleichst und das Corpus Delicti aus seiner Reisetasche holst.“

Reid sah auf das Geld – unglaublich viel Geld, wie ihm schien, wenn man bedachte, um was für eine Kinderei es hier ging. „W-wenn ich es nicht mache?“

„Dann ist das Schulprojekt gescheitert und wir kriegen von dir das Geld. Außerdem“, das sonst so freundliche Gesicht von Penelope verzog sich zu einem Abbild diabolischer Freude, „Außerdem werde ich JJ und Emily vorschlagen, dass wir uns als nächstes mit den Fetzen beschäftigen, die deinen genialen Körper verhüllen.“

In einer weiteren Woge aus Scham schoss Reid das Blut ins Gesicht. Mit der unangenehmen Gewissheit gleich etwas fürchterlich Dummes zu tun, sah er noch einmal zu den Geldscheinen. Es war nicht so, dass er das Geld benötigte – schließlich zahlte das BAU genug, aber er hatte auch keine Lust Garcia und Morgan von seinem Gehalt zu bezahlen. Hinzu kam, dass er schon mehr als einmal in solch einer Situation gesteckt hatte und jedes Mal war er als Verlierer und Weichling davon geschlichen.

Dann glitt sein Blick zu der Tür von Hotchs Büro und hinter ihm hört er Garcia begeistert aufjauchzen. „Oh mein Gott, er macht es!“

„Hotch ist noch nicht zurück?“ Er wusste, dass er vor circa zehn Minuten sein Büro verlassen hatte, das Jackett über dem bloßen Arm, die Hemdsärmel wegen der der unglaublichen Hitze aufgerollt fast bis zu den Achseln.

„Soweit ich weiß wollte er runter zu den Jungs von der Haustechnik und ihnen Druck machen, dass die die Klimaanlage endlich wieder in Gang bringen. Könnte locker noch ein Weilchen dauern.“ Dereks Stimme klang ein wenig vage. „Aber vielleicht ist er auch gleich zurück. Du solltest dich beeilen.“

Reid nickte. Wenn es eine Gelegenheit gab, dann jetzt. Er hatte nicht die Nerven länger zu warten oder einen besseren Plan auszutüfteln. Mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend schlich er zu Hotchs Büro.
Abgesehen von Garcia und Morgan, die ja sowieso wussten, was er vorhatte, konnte er niemanden sehen. Alle, die nicht unbedingt in diesem Treibhaus sitzen mussten, hatten sich mit ihren Unterlagen in die kühlen Kellerräume zurückgezogen oder sonnten sich auf der großen Terrasse.

Langsam öffnete er die Tür und lugte hinein. Wie er sich schon gedacht hatte, war Hotchs Büro, abgesehen von einem einsam vor sich hin drehenden Ventilator, völlig ruhig.

Zügig durchquerte er die wenigen Meter bis zu Hotchs Schreibtisch und späte hinunter. Er hatte keine Ahnung, wo sein Chef seine allzeit gepackte Reisetasche aufbewahrte. Jeder von ihnen hatte ein äquivalentes Survival-Paket an seinem Platz, damit sie bei dringenden Einsätzen sofort los fliegen konnten. Doch wo Hotch seines verstaute – keine Ahnung.

Unter dem Schreibtisch war nichts. Er ging kurz in die Knie, um auch einen Blick in den hinteren Teil des Fußraumes werfen zu können – ebenfalls nichts. Er stand auf und klopfte sich reflexartig die saubere Hose ab.

Neben dem Schreibtisch gab es in dem Büro noch einen großen Schrank, der mit mehreren Türen und Fächern den größten Teil der rückwärtigen Wand einnahm. Es war nur logisch, als erstes die größtmögliche Fläche, also die größtmögliche Wahrscheinlichkeit zu wählen.

Gerade als er sich nach der untersten Tür des hölzernen Ungetüms bücken wollte, hörte er das unverkennbare Pochen von Hotchs Schuhen auf dem malträtierten Fußboden vor dem abgetrennten Büro, Schritte, die sich hastig näherten, als hätte er es sehr eilig.

Oh du meine Güte! Seine Knie wurden weich und der Nervenkitzel, von dem Derek ihm vorgeschwärmt hatte, als wäre das der eigentliche Lohn für derart schwachsinnige Aktionen, verwandelte sich in einen Fausthieb auf seinen nervösen Magen.

Wenn Morgan oder Garcia geistesgegenwärtig Hotch für ein paar Minuten ablenken würden, hätte er vielleicht eine Chance hier rauszuschlüpfen, ohne dass Hotch Gelegenheit bekam, ihn umzubringen.

Mit großen Schritten hastete er zur Tür und gerade als er die Klinke erreichte, die Fingerspitzen hatten das warme Metall bereits berührt, schwang die Tür auf und gegen ihn – mit einem lauten Scheppern.

Überrascht hechtete Hotch zurück, das Wasserglas in seiner Hand schwankte und schwappte und eine stattliche Flutwelle aus Eistee versandete im weißen Baumwollstoff seines Hemdes. Zwischen verkniffenen Lippen kam ein gepresstes „So ein Mist!“ hervor.

Die Verblüffung auf Hotchs Miene war beinahe komisch, auch die Pose, in der er das Glas hielt -- vornüber gebeugt, als könnte sein Bauch dem eisgekühlten Saft auf seinem Hemd ausweichen – hatte etwas ungewollt Lustiges. Glücklicherweise war Reid zu entsetzt, um laut loszulachen.

„Oh Gott, H-Hotch. Es tut mir leid.“ Reid hob die Hände in dem dringenden Bedürfnis seinem Chef behilflich zu sein, ließ sie aber wieder sinken, als er einsah, dass er keine Ahnung hatte, wie.

„Was machst du in meinem Büro?“ Mit einem Gesicht, das der spanischen Inquisition das Fürchten gelehrt hätte, schloss Hotch die Tür und ging zu seinem Schreibtisch. Das tropfende, fast leere Glas stellte er auf eine zettelfreie Ecke des Tisches und öffnete die Tür, die sich im linken Fuß des Schreibtischs befand.

„Ich...uhm... also, H-Hotch, ich...“ Das Gestammel machte ihn wahnsinnig, aber wie immer in solchen Situationen fiel ihm nichts anderes als die Wahrheit ein. Ein IQ jenseits von ‚genial’ und trotzdem schien ihn sein brillanter Geist genau dann zu verlassen, wenn es wichtig war.

„Reid, du hast fünf Minuten mir dieses Theater zu erklären.“ Hotch sah von dem Fach auf und seine Augen machten recht deutlich, dass Reid keinerlei Interesse daran hatte, herauszufinden, worin der Rest der Drohung bestand.

„W-waren Garcia und Morgan nicht d-draußen?“ Zeit schinden war vielleicht nicht die beste Idee, aber zumindest gängige Profiler-Taktik. Vielleicht ließ sich die Bedrohung ja beruhigen...

„Nein. Haben die beiden etwas damit zu tun?“ Immer noch mürrisch, aber wenigstens nicht mehr mit der bedrohlichen Aura eines Racheengels, musterte Hotch ihn.

Reid sah weg. Hotchs Blick standzuhalten war ähnlich schwierig, wie Garcia und Morgan auszuweichen, wenn sie ihn in Ärger verwickeln wollten.

Wie um seine Misere komplett zu machen und ihn zu verhöhnen, zog Hotch jetzt eine schmale schwarze Reisetasche as dem Fach seines Schreibtischs und platzierte sie auf dessen Oberfläche.

Das Ratschen des Reißverschlusses klang fast wie ein Lachen und unwillkürlich sah Reid wieder auf und zu Hotch, der in seinem Gepäck nach einem Handtuch wühlte.

„W-war wirklich k-keiner da?“ Der Gedanke, dass Garcia und Derek das Weite gesucht hatten, damit er alleine in der Patsche saß, gab dem Ganzen einen richtig bitteren Beigeschmack. Manche Dinge schienen sich nie zu ändern – selbst hier nicht.

„Reid, was ist hier los? Derek kam eben zu mir in den Aufenthaltsraum, um mir zu sagen, dass jemand in meinem Büro auf mich wartet. Wenn das ein Witz sein soll, sehe ich aus als wäre mir nach Lachen?“ Hotchs Finger gruben sich in das wehrlose Frotteetuch und er begann das Hemd ein wenig trocken zu rubbeln.

„D-Derek hat dich geholt?“ Reids Augen weiteten sich, als die Botschaft in sein Hirn schnitt wie ein scharfes Messer. Sie hatten ihn nicht nur hier hineingeschickt und dann allein gelassen, sie hatten sich auch noch einen Jux daraus gemacht, Hotch zu ihm zu schicken. Er hatte nie eine Chance gehabt!

Hotch ließ das Handtuch sinken und seine Stirn legte sich in tiefe Falten. „In Ordnung, irgendwas stimmt hier nicht. Setzen.“ Mit der freien Hand deutete Hotch auf den Sessel vor seinem Schreibtisch und wie der reuige Sünder, der er war, folgte Reid seinem Befehl. „Was ist los, Reid?“

Reids Fingernägel gruben sich in die Armlehnen des Sessels und er konnte sich nicht dazu bringen Hotch ins Gesicht zu sehen. Eigentlich wollte er seine Freunde nicht reinreiten – und unter anderen Umständen hätte wohl nicht einmal Hotch die Namen seiner Mittäter aus ihm rausbekommen – aber die beiden hatte ihn ja in die Höhle des Löwen geschickt (und dann den Löwen auch noch wild gemacht). „D-Derek... also, eigentlich.... d-das hier s-sollte eine M-mutprobe sein...“

Er hatte den zerstückelten Satz kaum beendet, als er den Fehler machte, doch kurz aufzublicken. Reid wusste ziemlich gut, warum selbst hartgesottene Mörder bei Hotchs Verhören einknickten. Die Augen seines Vorgesetzten hatten den gleichen Effekt, wie die strahlend hellen Lampen, die in den Kriminalfilmen der sechziger Jahre immer den Verbrechern ins Gesicht leuchteten.

„I-ich wollte eigentlich gar nicht, a-aber die b-beiden haben mich überredet. Und ich hab mich überreden lassen. Ich wollte nicht der... der... Spielverderber sein. Es ist meine Schuld, Hotch.“ Auch wenn er neunzig Prozent aller gängigen Ausdrücke und Termini kannte, gab es wohl keine geeignete Beschreibung dafür, wie mies er sich gerade fühlte. Erneut sah Reid zu Boden.

„Um was habt ihr gewettet?“ Rascheln verriet, dass Hotch wohl wieder die Trocknung seines Hemdes in Angriff genommen hatte.

Reid zuckte die Schultern, unsicher, wie er die Frage beantworten sollte, ohne ein weiteres Donnerwetter heraufzubeschwören. „Ähm... um...um... hundert Dollar.“ Das war schließlich nicht gelogen.

„Reid, dass es um Geld ging, war mir klar. Derek wettet immer um Geld.“ Seufzend und mit einem letzen prüfenden Blick auf den braunen Fleck auf seinem Hemd, gab Hotch den Kampf gegen den Eistee auf und zog ein Frisches aus seiner Tasche.

Reid warf einen verstohlenen Blick in Richtung Tasche. Obwohl Hotch inzwischen die Kleidungsstücke durchwühlt, Handtuch und Hemd herausgenommen hatte, sah die Tasche immer noch makellos auf.

„Ich...“ Reid sah von der Tasche zu Hotch, dann schnell wieder zur Tasche. „Ich sollte... also, ich sollte d-deine Unterwäsche klauen?“ Seine Antwort klang nach einer Frage, nach einer leisen und vorsichtigen Frage, deren Fragensteller Angst hatte postwendend dafür erschossen zu werden.

Hotch schnaubte. „Und darauf hast du dich eingelassen? Dabei hätte ich gewettet, dass du zu clever bist, um den beiden auf den Leim zu gehen.“

Überrascht sah Reid zu Hotch. „Sie haben mich reingelegt...“

„Nach Strich und Faden.“ Hotch nickte, begann dann seine Krawatte zu lösen und das Hemd zu wechseln. Das nasse Hemd mit dem Eisteeflecken landete zerknüllt in Reids Schoß und Reid verstand natürlich, was Hotch von ihm wollte. Strafe musste sein – also, waschen, bügeln und sauber zurückgeben.

Dann griff Hotch ein weiteres Mal in die Tasche. „Fifty-fifty?“

Seine Hände versuchten vergeblich den zerknitterten Stoff zu glätten und ließen das Hemd vollständig sinken, als er endlich verstand, was Hotch meinte. „Was?“

Wie ein altersschwacher Vogel landete eine graue Shorts in dem Nest aus weiß-braunem Baumwollstoff. Grau. Kurz. Unspektakulär. Reid wusste nicht, was ihn mehr verblüffte – Hotchs Reaktion oder die Unterhose an sich. Irritiert starrte er auf die Boxer briefs, als müsste er sich erst überzeugen, dass sie auch wirklich auf seinen Knien lag.

„Der Feind meines Feindes, oder wie sagt man noch?“ Hotch schloss den letzten Knopf und legte sich dann die Krawatte wieder um. „Aber ich will sie wieder haben. Heute noch.“ Hotch schloss den Reißverschluss der Tasche und platzierte sie wieder in dem Schreibtischfach.

Reid nickte, fast schon mechanisch, und immer noch wie betäubt vor Erleichterung, wenn es so etwas gab. Langsam stand er auf. „Ich g-geb sie nicht aus der Hand.“
Das klang blöd und überflüssig, aber er war sogar zu baff, um sich zu schämen.

Hotch lachte. „Es ist eine Unterhose, Reid, nicht die Magna Carta.“

„Danke, Hotch.“ Das du mich nicht umbringst und mir stattdessen sogar hilfst. Reid sah zu seinen Händen – in der einen Hand das beschmierte Hemd, in der anderen die Shorts.

Hotch nickte. „In einer Stunde ist Dienstschluss und es ist immer noch viel zu heiß. Lust auf Garcias und Morgans Kosten ein paar Bier zu trinken?“

Zum ersten Mal seit Garcia diese miese Aufgabe vorgeschlagen hatte, zeigte sich wieder ein Lächeln auf Reids Lippen. „Gerne.“

„Gut.“ Hotch warf einen Blick auf seine Armbanduhr und ging dann am Schreibtisch vorbei zur Bürotür, um sie für Reid zu öffnen. „Dann sehen wir uns in einer Stunde. - Und Reid? Ich hoffe, auch wenn wir gleich ein paar Bier trinken gehen, weißt du, was es für dich bedeutet, wenn du dich mit den beiden einlässt.“ Hotchs Blick verfinsterte sich ein weiteres Mal, auch wenn Reid ihm die Ernsthaftigkeit diesmal nicht so ganz abnahm. „Wenn du das noch einmal tust, bring ich dich um! Und meine miesen Tricks sind weitaus schlimmer, als alles was sich Garcia und Morgan gemeinsam ausspinnen könnten. - Ich bin ich nicht ohne Grund der Leiter des Teams..."


Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios