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Team: Serenity
Challenge: Hurt/Comfort – Gehirnerschütterung (für mich)
Fandom: Yuukoku no Moriarty
Charaktere/Pairings: Sherlock Holmes/William James Moriarty
Kommentar: after-canon und so ^^° ohne das ich irgendwas vom manga kenne x''D



Der Sturz von dieser Brücke war nur noch wie von einem Nebel umgeben, wie er ihn fest umklammert an sich drückte, in diese geschockt aufgerissenen, roten Augen sah, die ihn anstarrten.

Sie hatten kein Wort mehr gesagt. Zumindest erinnerte sich Sherlock nicht daran, bevor er irgendwann das Bewusstsein verloren hatte. Er war sich nicht einmal sicher, wie er aus dem Fluss gekommen war.

Er lehnte sich in dem Stuhl zurück und sah auf die schlafende Gestalt seines Feindes, Freundes? Wie genau sollte er William sehen? Eigentlich hatte er ihn nie als seinen Gegner, sondern immer als Freund gesehen. Es war genau der Grund, wieso er überhaupt zu ihm gekommen war. Als Freund, nicht als Detektiv, der die Aufgabe hatte, ihn zu fangen.

Im Vergleich zu ihm hatte es William sowieso schlimmer erwischt. Er hatte nur ein paar kleinere Verletzungen, die ihn aber nicht weiter einschränkten.

Er richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf William, als er eine Bewegung in dem Körper des anderen bemerkte, sah, wie er langsam seine Augen öffnete und verwirrt blinzelte.

„Liam, geht es dir einigermaßen?“, fragte Sherlock ruhig nach, rutschte ein Stück vor und sah ihm von der Seite entgegen.

„Was ... Sherlock? Wo–“, fing William an, blickte sich ein wenig orientierungslos um, „wie ... was machst du hier?“

Sherlock seufzte, fuhr dich durch seine Haare und sah einfach nur über ihn hinweg aus dem Fenster. „Erinnerst du dich nicht?“

William richtete sich etwas vorsichtiger auf, legte den Kopf schief. „Was meinst du? Wieso ... bist du hier ... wo sind ... Albert und Louis?“

„Was ist das Letzte, an das du dich erinnerst, Liam?“, fragte Sherlock ruhig nach, ohne auf die Fragen einzugehen. Er wusste, dass er den anderen nicht mit Informationen unter Druck setzen durfte, an die er sich vielleicht gar nicht erinnerte. Schon gar nicht diese Sache, die er gemacht hatte, bevor sie sich begegnet waren.

„Ich ...“, fing William an, senkte dann aber seinen Blick vor sich, „ich war mit Albert und Louis zusammen, danach ... keine Ahnung, es verschwimmt so komisch, als wenn ... wo sind sie?“

„Sie sind nicht hier“, entgegnete Sherlock so ruhig wie möglich, „aber sie sind in Sicherheit. Wir sind beide nicht mehr in England, Liam.“

„Ich verstehe nicht ...“, murmelte William, zuckte zurück und fasste sich an den Kopf, „was ... was meinst du damit, Sherlock?“

„Wir konnten nicht dortbleiben, immerhin ...“, fing Sherlock an, stoppte, sah ein wenig in dem Raum umher, blickte langsam wieder zu William, „vertraust du mir, Liam? Dass deine Brüder in Sicherheit sind?“

William musterte ihn einige Minuten einfach nur still, bevor er wieder einfach nur vor sich auf die Bettdecke sah. „Du weißt es. Du weißt alles, nicht wahr, Sherlock?“

Sherlock schluckte, nickte etwas vor sich hin, auch, wenn William ihn gerade nicht ansah. „Ich werde dir nicht sagen, was genau passiert ist, weil ich weiß, dass es dir mehr schaden würde, wenn du dich zu schnell daran erinnerst.“

Er bemerkte, wie William ihn wieder ansah, eindeutige Verwirrung in diesen roten Augen. „Was meinst du–“, fing William an, stoppte allerdings, als er kurz darauf nur spürte, wie er von Sherlock in eine Umarmung gezogen wurde.

„Lass es einfach zu, Liam“, flüsterte Sherlock ihm entgegen, ohne ihn loszulassen.

„Sherlock ...“, flüsterte William zurück, während er spürte, dass ihm ein wenig die Tränen aus den Augen kamen. Wieso weinte er so plötzlich? Wieso fühlte es sich so gut an, in den Armen seines Feindes, Gegners, zu sein? Wieso konnte er Sherlock gerade gar nicht als das sehen? Wieso fühlte sich das alles so anders an, als wenn er von Albert festgehalten wurde? Als wenn er mit seinen Brüdern zusammen war? Es war nicht schlechter. Er wusste nicht, ob es sich besser anfühlte, es war einfach nur anders.

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