Team: Enterprise
Fandom: Tatort Saarbrücken
Pairing: Leo Hölzer / Adam Schürk
Prompt: An der Bar (Orte) (fürs Team)
Anmerkung: Ich versuche, nicht nachzudenken, also übernimmt Adam das für mich.
Adam sitzt auf seinem Barhocker, die Schultern hochgezogen, und starrt in sein Bier. Was er darin zu finden hofft, ob die Antwort auf alle Fragen, oder nur Vergessen, weiß er selbst nicht. Besser, als den mitleidigen Blick des Barmanns zu kassieren oder, Gott bewahre, mit einem schweifenden Blick jemanden dazu zu animieren, Adam anzuquatschen, ist das allemal.
Er will heute nicht reden, will eigentlich gar nicht unter Menschen sein, musste aber auch aus dem Haus seiner Eltern raus, erträgt diese Stimmung nicht mehr, diese vorwurfsvolle Stille, der nicht wirklich unterschwellige Hass, das geht ihm auf Dauer zu sehr auf den Magen.
Aus dem Augenwinkel nimmt er eine Bewegung wahr, und noch bevor er sich noch weiter in sich verkriechen kann, registriert sein Hirn - woran auch immer, Geruch, Körperhaltung, Adam weiß es nicht - dass es Leo ist, der da neben ihm steht, und Adam entspannt sich merklich.
Leo darf. Darf zu nahe an Adam stehen, darf seinen Ellebogen in Adams Arm bohren, auch wenn Adam diese Berührung über Gebühr wahrnimmt, beinahe nicht weiß wohin mit sich deswegen.
“Was grübelst du denn schon wieder so,” fragt Leo anstatt Begrüßung, warum auch, sie haben sich vor einer halben Stunde das letzte Mal gesehen, da kann man diese ganzen blöden Floskeln auch weglassen.
Adam zuckt nur die Schultern, umfasst die Bierflasche fester. “Ich grüble doch immer,” grummelt er nur, weil stimmt ja.
Leo kommt noch näher, und jetzt ist es sein Oberarm, der sich gegen Adams drückt, der da einfach so warm und fest Adam aus dem Konzept bringt. Adam ist sich nicht sicher, was er mehr will, dass Leo wieder einen halben Schritt zu Seite macht und Adam wenigstens wieder klar denken kann, oder dass Leo einfach so da stehen bleibt, damit Adam gar nicht mehr denkt.
“Ach komm, irgendwann musst du doch auch mal Pause machen,” sagt Leo, und Adam dreht den Kopf zu ihm, wie er ihn lächelnd ansieht, mit belustigt funkelnden Augen, und okay, das hilft jetzt auch nicht wirklich beim Denken. Führt nur dazu, dass sich Adam fragt, was wohl passiert, wenn er sich jetzt nach vorne lehnt, nur dieses kurze Stück, bis seine Lippen die von Leo berühren.
Ob Leo dann immer noch lacht. Ob Leo zurückküsst. Ob Leo ihm eine reinhaut. Oder ob Leo einfach nur traurig guckt, sorry Adam, da hast du was falsch verstanden.
Adam kann sich letzteres Szenario noch am besten vorstellen, mag aber nicht über alles andere nachdenken. Wie sie dann noch zusammenarbeiten. Ob sie dann noch Freunde sein können. Ob sich Adam direkt anschließend nicht doch besser wieder in den Bus nach Berlin setzt.
Nein, daran will er er gar nicht denken, und deswegen sieht er Leo jetzt auch nur mit hochgezogener Augenbraue an, und sagt trocken, “Vom Grübeln gibt es keine Pause.”
Und er weiß, wie das klingt, und er weiß, dass er sich auch ein bisschen anstellt, aber er hat jetzt, heute, in diesem Moment, auch einfach keine Lust, sich anders zu verhalten.
“Na dann,” sagt Leo dann auch nur, und sie trinken schweigend, und Adam leidet und grübelt schweigend, wird schweigend immer verrückter durch Leos Nähe und Leos Wärme, und gibt irgendwann auf.
Mit einem Scharren über den Fußboden drückt er den Barhocker zurück. “Bin grad eine rauchen,” murmelt er vom Hocker rutschend, und geht mit großen Schritten zur Tür, bevor Leo etwas sagen kann.
Die kalte Abendluft schlägt ihm entgegen, und er zieht die Schultern noch höher, als er nach seinen Zigaretten sucht.
Beim ersten Zug schließt er die Augen, hält den Atem an, bis die Lunge schmerzt. Atmet lange stoßartig aus, und beobachtet die Rauchwolke, die in der Nacht verschwindet.
Er fühlt sich übertrieben melodramatisch, melancholisch, doch er kann auch nicht aus seiner Haut, eine dieser Nächte, in denen er sich vor Frust am liebsten die Haut von den Knochen reißen würde, das Gehirn aus dem Kopf ziehen, irgendwas, damit das Denken aufhört, das stete Wiederholen von “was wenn” und “warum habe ich nicht”, jeden Schritt hinterfragen.
Adam hat es nicht wirklich mit Shakespeare, aber den Punkt mit dem Sterben, Schlafen, nichts weiter, den kann er mittlerweile nur zu gut nachvollziehen.
Er tritt die Zigarette aus, fester als es nötig wäre, und überlegt, ob er nicht direkt noch eine rauchen soll, da öffnet sich die Tür, und Leo tritt heraus, sieht sich suchend um. Lächelt strahlend, als er Adam sieht, und Adams Herz macht merkwürdige Verrenkungen bei dem Anblick.
“Ich hab mich schon gefragt, wo du abgeblieben bist,” sagt Leo betont fröhlich, und Adam hört das “ich dachte, du hättest mich sitzengelassen” mitschwingen, und ja, das hat er verdient, verdient eigentlich viel mehr, viel mehr Hass und Abneigung, und ganz sicher nicht Leos Freundschaft und Vergebung und dieses verfluchte Lächeln, dass sich unter seine Haut gräbt und sich häuslich niederlässt.
Adam zuckt mit den Schultern, vergräbt die Hände in den Hosentaschen. Scharrt mit den Füßen durch den Kies, der absurderweise hier liegt und verzieht den Mund zum schiefen Grinsen.
“Muss ja nun mal hier draußen rauchen,” sagt er dann, weil ihm nichts besseres einfällt, weil er nicht sagen kann, dass er sich Leos Nähe so sehr wünscht, wie er sie sie ablehnt, weil er sie nicht verdient hat. Weil er sich jetzt, hier, nicht dafür entschuldigen kann, dass er damals ohne ein Wort verschwunden ist.
Leo nickt nur, verständnisvoll, wie auch sonst, weil er immer alles versteht, und lächelt ebenso schief zurück als er fragt, “Kommst du denn wieder rein, oder…,” und er lässt das Ende des Satzes zwischen ihnen hängen, um Adam einen Rückzug zu ermöglichen, ihm eine Ausrede zu lassen, bloß nicht zu viel verlangen.
Adam antwortet nicht, lässt die Frage einfach hängen, sieht lieber Leo an, der immer noch hier steht, mit Gänsehaut an den Armen, weil er seine Jacke nicht wieder angezogen hat, trotzdem gewillt zu warten, bis Adam entweder wieder mit reingeht oder verschwindet, und Adam trifft eine Entscheidung.
Scheiß drauf.
Scheiß auf Konsequenzen, scheiß auf Arbeit, scheiß auf alles, das hier, der hemdsärmelige, frierende Leo, das heißt doch was, das kann, das will Adam jetzt nicht ignorieren.
Am Busbahnhof ist er zur Not schnell.
Er macht also einen Schritt nach vorne, nimmt die Hände aus den Hosentaschen. Atmet noch einmal tief ein, jetzt nur nicht kneifen.
Lehnt sich vor, langsam genug, dass Leo zurückweichen kann. Doch Leo weicht nicht zurück, und Adam nimmt das als positives Zeichen, und küsst Leo auf den Mund.
Leos Lippen sind weich und warm, seine Barthaare kitzeln leicht an Adams Oberlippe. Leos Atem ist warm auf Adams Haut.
Für einen Moment stehen sie nur da, dann seufzt Leo in den Kuss, und seine Hand fährt in Adams Haare.
Adams Herz macht einen Satz, und er legt den Kopf schief, vertieft den Kuss, als seine Hände um Leos Hüften zu seinem Rücken wandern, ihn näher an Adam drücken.
So stehen sie da eine ganze Weile, und Adams Kopf ist dankenswerterweise endlich still, und es gibt nur Leos Mund und Leos Hände und Leos Brust an seiner, und Adam könnte ewig hier so stehen, doch irgendwann löst sich Leo aus dem Kuss, legt seine Stirn an Adams und lacht leise.
“Mann Alter, das wurde aber auch Zeit.”
Adam will zuerst protestieren, Leo hätte ja auch den ersten Schritt machen können, aber dann lacht er einfach auch, denn Leo hat ja Recht.
Zeit wird es tatsächlich.
Fandom: Tatort Saarbrücken
Pairing: Leo Hölzer / Adam Schürk
Prompt: An der Bar (Orte) (fürs Team)
Anmerkung: Ich versuche, nicht nachzudenken, also übernimmt Adam das für mich.
Adam sitzt auf seinem Barhocker, die Schultern hochgezogen, und starrt in sein Bier. Was er darin zu finden hofft, ob die Antwort auf alle Fragen, oder nur Vergessen, weiß er selbst nicht. Besser, als den mitleidigen Blick des Barmanns zu kassieren oder, Gott bewahre, mit einem schweifenden Blick jemanden dazu zu animieren, Adam anzuquatschen, ist das allemal.
Er will heute nicht reden, will eigentlich gar nicht unter Menschen sein, musste aber auch aus dem Haus seiner Eltern raus, erträgt diese Stimmung nicht mehr, diese vorwurfsvolle Stille, der nicht wirklich unterschwellige Hass, das geht ihm auf Dauer zu sehr auf den Magen.
Aus dem Augenwinkel nimmt er eine Bewegung wahr, und noch bevor er sich noch weiter in sich verkriechen kann, registriert sein Hirn - woran auch immer, Geruch, Körperhaltung, Adam weiß es nicht - dass es Leo ist, der da neben ihm steht, und Adam entspannt sich merklich.
Leo darf. Darf zu nahe an Adam stehen, darf seinen Ellebogen in Adams Arm bohren, auch wenn Adam diese Berührung über Gebühr wahrnimmt, beinahe nicht weiß wohin mit sich deswegen.
“Was grübelst du denn schon wieder so,” fragt Leo anstatt Begrüßung, warum auch, sie haben sich vor einer halben Stunde das letzte Mal gesehen, da kann man diese ganzen blöden Floskeln auch weglassen.
Adam zuckt nur die Schultern, umfasst die Bierflasche fester. “Ich grüble doch immer,” grummelt er nur, weil stimmt ja.
Leo kommt noch näher, und jetzt ist es sein Oberarm, der sich gegen Adams drückt, der da einfach so warm und fest Adam aus dem Konzept bringt. Adam ist sich nicht sicher, was er mehr will, dass Leo wieder einen halben Schritt zu Seite macht und Adam wenigstens wieder klar denken kann, oder dass Leo einfach so da stehen bleibt, damit Adam gar nicht mehr denkt.
“Ach komm, irgendwann musst du doch auch mal Pause machen,” sagt Leo, und Adam dreht den Kopf zu ihm, wie er ihn lächelnd ansieht, mit belustigt funkelnden Augen, und okay, das hilft jetzt auch nicht wirklich beim Denken. Führt nur dazu, dass sich Adam fragt, was wohl passiert, wenn er sich jetzt nach vorne lehnt, nur dieses kurze Stück, bis seine Lippen die von Leo berühren.
Ob Leo dann immer noch lacht. Ob Leo zurückküsst. Ob Leo ihm eine reinhaut. Oder ob Leo einfach nur traurig guckt, sorry Adam, da hast du was falsch verstanden.
Adam kann sich letzteres Szenario noch am besten vorstellen, mag aber nicht über alles andere nachdenken. Wie sie dann noch zusammenarbeiten. Ob sie dann noch Freunde sein können. Ob sich Adam direkt anschließend nicht doch besser wieder in den Bus nach Berlin setzt.
Nein, daran will er er gar nicht denken, und deswegen sieht er Leo jetzt auch nur mit hochgezogener Augenbraue an, und sagt trocken, “Vom Grübeln gibt es keine Pause.”
Und er weiß, wie das klingt, und er weiß, dass er sich auch ein bisschen anstellt, aber er hat jetzt, heute, in diesem Moment, auch einfach keine Lust, sich anders zu verhalten.
“Na dann,” sagt Leo dann auch nur, und sie trinken schweigend, und Adam leidet und grübelt schweigend, wird schweigend immer verrückter durch Leos Nähe und Leos Wärme, und gibt irgendwann auf.
Mit einem Scharren über den Fußboden drückt er den Barhocker zurück. “Bin grad eine rauchen,” murmelt er vom Hocker rutschend, und geht mit großen Schritten zur Tür, bevor Leo etwas sagen kann.
Die kalte Abendluft schlägt ihm entgegen, und er zieht die Schultern noch höher, als er nach seinen Zigaretten sucht.
Beim ersten Zug schließt er die Augen, hält den Atem an, bis die Lunge schmerzt. Atmet lange stoßartig aus, und beobachtet die Rauchwolke, die in der Nacht verschwindet.
Er fühlt sich übertrieben melodramatisch, melancholisch, doch er kann auch nicht aus seiner Haut, eine dieser Nächte, in denen er sich vor Frust am liebsten die Haut von den Knochen reißen würde, das Gehirn aus dem Kopf ziehen, irgendwas, damit das Denken aufhört, das stete Wiederholen von “was wenn” und “warum habe ich nicht”, jeden Schritt hinterfragen.
Adam hat es nicht wirklich mit Shakespeare, aber den Punkt mit dem Sterben, Schlafen, nichts weiter, den kann er mittlerweile nur zu gut nachvollziehen.
Er tritt die Zigarette aus, fester als es nötig wäre, und überlegt, ob er nicht direkt noch eine rauchen soll, da öffnet sich die Tür, und Leo tritt heraus, sieht sich suchend um. Lächelt strahlend, als er Adam sieht, und Adams Herz macht merkwürdige Verrenkungen bei dem Anblick.
“Ich hab mich schon gefragt, wo du abgeblieben bist,” sagt Leo betont fröhlich, und Adam hört das “ich dachte, du hättest mich sitzengelassen” mitschwingen, und ja, das hat er verdient, verdient eigentlich viel mehr, viel mehr Hass und Abneigung, und ganz sicher nicht Leos Freundschaft und Vergebung und dieses verfluchte Lächeln, dass sich unter seine Haut gräbt und sich häuslich niederlässt.
Adam zuckt mit den Schultern, vergräbt die Hände in den Hosentaschen. Scharrt mit den Füßen durch den Kies, der absurderweise hier liegt und verzieht den Mund zum schiefen Grinsen.
“Muss ja nun mal hier draußen rauchen,” sagt er dann, weil ihm nichts besseres einfällt, weil er nicht sagen kann, dass er sich Leos Nähe so sehr wünscht, wie er sie sie ablehnt, weil er sie nicht verdient hat. Weil er sich jetzt, hier, nicht dafür entschuldigen kann, dass er damals ohne ein Wort verschwunden ist.
Leo nickt nur, verständnisvoll, wie auch sonst, weil er immer alles versteht, und lächelt ebenso schief zurück als er fragt, “Kommst du denn wieder rein, oder…,” und er lässt das Ende des Satzes zwischen ihnen hängen, um Adam einen Rückzug zu ermöglichen, ihm eine Ausrede zu lassen, bloß nicht zu viel verlangen.
Adam antwortet nicht, lässt die Frage einfach hängen, sieht lieber Leo an, der immer noch hier steht, mit Gänsehaut an den Armen, weil er seine Jacke nicht wieder angezogen hat, trotzdem gewillt zu warten, bis Adam entweder wieder mit reingeht oder verschwindet, und Adam trifft eine Entscheidung.
Scheiß drauf.
Scheiß auf Konsequenzen, scheiß auf Arbeit, scheiß auf alles, das hier, der hemdsärmelige, frierende Leo, das heißt doch was, das kann, das will Adam jetzt nicht ignorieren.
Am Busbahnhof ist er zur Not schnell.
Er macht also einen Schritt nach vorne, nimmt die Hände aus den Hosentaschen. Atmet noch einmal tief ein, jetzt nur nicht kneifen.
Lehnt sich vor, langsam genug, dass Leo zurückweichen kann. Doch Leo weicht nicht zurück, und Adam nimmt das als positives Zeichen, und küsst Leo auf den Mund.
Leos Lippen sind weich und warm, seine Barthaare kitzeln leicht an Adams Oberlippe. Leos Atem ist warm auf Adams Haut.
Für einen Moment stehen sie nur da, dann seufzt Leo in den Kuss, und seine Hand fährt in Adams Haare.
Adams Herz macht einen Satz, und er legt den Kopf schief, vertieft den Kuss, als seine Hände um Leos Hüften zu seinem Rücken wandern, ihn näher an Adam drücken.
So stehen sie da eine ganze Weile, und Adams Kopf ist dankenswerterweise endlich still, und es gibt nur Leos Mund und Leos Hände und Leos Brust an seiner, und Adam könnte ewig hier so stehen, doch irgendwann löst sich Leo aus dem Kuss, legt seine Stirn an Adams und lacht leise.
“Mann Alter, das wurde aber auch Zeit.”
Adam will zuerst protestieren, Leo hätte ja auch den ersten Schritt machen können, aber dann lacht er einfach auch, denn Leo hat ja Recht.
Zeit wird es tatsächlich.