[H/C: Verband] (für mich)
Aug. 12th, 2021 05:50 pmChallenge: Hurt/Comfort – Verband (für mich)
Fandom: Bungou Stray Dogs
Charaktere/Pairings: Osamu Dazai/Chuuya Nakahara (ja okay, vielleicht nicht ganz *pairing* laut denen...)
Kommentar: past timeline und so~ (ich wollte den Prompt echt *nicht* zu bsd & Dazai/Chuuya machen, weil so offensichtlich, aber dann sprang mich was an und jah...)
Die Stille in dem Zimmer war erdrückend, während Chuuya zu der schlafenden Gestalt seines Partners sah.
Es war ein Jahr, seit sie gemeinsam auf Missionen waren. Seit sie Partner waren. Seit Dazai ihn zur Mafia geholt hatte.
Er wusste, dass sich zwischen ihnen nicht wirklich etwas verändert hatte.
Er wusste nicht einmal, wieso er dieser Person so sehr vertraute, obwohl er genau wusste, dass es andersrum nicht so war.
Er bewegte seine Hand über den Verband, den Dazai über seinem einen Auge hatte, während er ein wenig über ihn blickte.
War er neugierig, warum sein Partner sich praktisch komplett in Verbände hüllte?
Chuuya schluckte, schüttelte den Kopf und setzte sich wieder normaler hin. Warum sollte ihn das interessieren?
Warum sollte ihn überhaupt irgendetwas interessieren, was den anderen anging?
Seit dem ersten Moment, in dem sie sich begegnet waren, hatte Dazai fast keine Gelegenheit ausgelassen, ihn aufzuziehen.
Chuuya wusste wirklich nicht, wieso er sich so viele Gedanken um ihn machte. Oder wieso er sich um ihn sorgte.
Er sollte sich nicht um ihn sorgen. Nicht um Dazai. Oder dafür interessieren, was der andere verbarg.
Oder wollte er einfach nur, dass Dazai ihm so vertraute, wie er seinem Partner vertraute?
Er schluckte und legte sich eine Hand auf seine eigene Brust, dachte an den ersten Kampf, den sie gemeinsam gehabt hatten, als er diese Macht freigelassen hatte und als Dazai ihm geholfen hatte, ihn wieder unter Kontrolle zu halten.
Chuuya wusste, dass er Dazai vertrauen konnte, dass er Arahabaki unter Kontrolle hielt, aber er wusste nicht, ob Dazai ihm genauso vertraute.
„Chibi denkt zu viel über unwichtige Dinge nach“, hörte er die amüsierte Stimme seines Partners, bevor er bemerkte, wie er aus diesem einen, freien Auge angesehen wurde.
Nur langsam erwiderte Chuuya den Blick, ging aber nicht auf die Provokation ein, die Dazai angefangen hatte. „Was versteckst du?“
„Hmm? Wovon redet Chuuya?“, fragte Dazai nach, richtete sich ein Stück auf und musterte ihn fragend.
„Deine Verbände. Was versteckst du, Dazai?“, entgegnete Chuuya ein wenig ernster, bemerkte kurz darauf, wie sein Partner etwas sein freies Auge weitete, bevor er seinen Blick nur abwandte.
„Nichts, was mein Hündchen auch nur wissen müsste ...“, murmelte Dazai daraufhin und auch, wenn es klang, als wenn er ihn aufziehen wollte, irgendwas in dem Ton sagte Chuuya, dass er nicht einmal beleidigt sein sollte, wie Dazai ihn genannt hatte.
„Ich dachte, wir sind Partner“, sagte Chuuya daraufhin und seufzte etwas mehr.
„Partner erzählen sich auch nicht alles, oder? Du musst es nicht–“, fing Dazai an, stoppte aber, als Chuuya ihn am Kragen griff und zu sich zog, um ihn anzufunkeln.
„Denkst du, es ist leicht, dir so sehr zu vertrauen, dass ich nicht sterbe? Dass du da bist, wann immer ich dich brauche ... wegen ihm“, sagte Chuuya ein wenig lauter, auch, wenn seine Stimme gegen Ende wieder bedrückter wurde, „ich will nur ... dass du mir genauso vertrauen kannst ... es ist zwischen uns, oder? Niemand sonst erfährt das, was uns verbindet.“
„Chuuya ...“, flüsterte Dazai ein wenig überraschter, bewegte seine Hand zu seinem bandagierten Auge, „es ist ... ich will nur nicht an das erinnert werden, was vorher war. An alles ... es ist besser so, aber ...“
„Musst du nicht“, flüsterte Chuuya und ließ ihn langsam los, „ich ... sorry. Ich wollte–“,
„Das, was zwischen uns ist, bleibt zwischen uns?“, fragte Dazai ruhig nach.
„Wir sind Partner, nicht“, erwiderte Chuuya und lächelte ihn schwach an.
„Okay, vielleicht ... sollte ich anfangen, dir zu vertrauen“, sagte Dazai daraufhin.
„Wir können ja langsam anfangen“, sagte Chuuya ruhig und schmunzelte etwas mehr, bewegte seine Hand zu Dazais Wange, unter dem bandagierten Auge, „ich will nur, dass du weißt, dass du vor mir nichts verstecken musst.“