Orte - Im Hotel - fürs Team
Aug. 1st, 2021 10:43 pmTeam: Enterprise
Challenge: Orte – Im Hotel – fürs Team
Fandom: RPS (Major Grom: Der Pestdoktor, Darsteller)
Titel: Shakespeare in bed
Inhalt: Sergey und Dima verbringen einen Abend ihrer ausschweifenden Pressetour gemeinsam im Hotel.
Anmerkung: Das ist ähm... also… das hat keinen literarischen Mehrwert, ich bin einfach nur schrecklich verknallt in die Darsteller, und zumindest einer von beiden liest Fanfiction über die Figuren, die sie spielen, und ich schreie vor Glück. Lasst mich.
Shakespeare in bed
Dima hängt wie ein Schluck Wasser in der Kurve im geschmacklosen grauen Hotelzimmersessel, ein Bein über die Lehne geschlungen und er scrollt konzentriert auf seinem Handy heru,. Er sieht schick aus, weil er die ganze Stylingpampe des letzten Interviews noch im Bart und in den Haaren hat. Sie machen ihn immer brav, verwegen und hübsch und die Stylisten flippen regelmäßig aus, wenn sie seine Augen sehen, als hätte noch nie zuvor ein Mensch unter ihren Pinseln blaue Augen gehabt.
Sergey kann sie verstehen.
„Bist du bald fertig?“, fragt Dima. Er schaut nicht von seinem Handy auf, weswegen Sergey das auch nicht tut, sondern nur zustimmend von seiner schneidersitzenden Position vom Bett aus brummt.
Er trägt nichts Hübsches mehr, ein uraltes Shirt kombiniert mit einer Jogginghose, und er hat auch kein Zeug mehr in den Haaren. Dima hatte ihn eigentlich nur zum Essen abholen wollen, aber Sergey hatte geduscht, war noch nicht fertig, sie sind versumpft, Insta-sirenengesang.
Sergey will nicht aufstehen. Er ist nicht mal müde, nur faul und das Internet ist so voller Glitzer, Blut und Seesternen, das kriegt er in keinem Restaurant.
Ein Post gerät ihm zwischen die Finger, ein Fanart zu Major Grom, aber interessanterweise trägt Sergey (er glaubt zumindest, dass er es ist, es ist ein mittelgut gemaltes Fanart) auf der Zeichnung eine Lederjacke.
Hm, denkt er. Passt nicht zu Razumovsky aber dafür umso mehr zu ihm.
Die Tatsache, dass Razumovsky auf dem Bild nur die Lederjacke trägt und der delikate Rest von Oleg Volkovs riesigen, traktorradgroßen Händen verdeckt wird, bringt Sergey plötzlich auf eine Idee, die vielleicht dafür sorgen könnte, dass er noch länger liegen bleiben darf.
„Wenn du was schreiben müsstest“, sagt er gedehnt.
Sofort ist Dima hellwach. Nimmt die Schultern zurück, setzt sich gerade hin, stellt die Füße auf den Boden, als würde er gleich an ein Podium gerufen werden. Seine Augen blitzen fast, so intensiv starrt er Sergey an.
„Äh“, macht Sergey, weil er mit so viel Enthusiasmus nicht gerechnet hat, aber Dima ignoriert ihn.
„Über uns als Sergey und Dima oder über uns als Sergey und Oleg?“
Sergey blinzelt. „Es gibt Zeug über uns? Uns-uns? Sergey und Dima?“
Dima fängt an zu lachen, und Sergey wirft ohne zu überlegen ein Kissen nach ihm. Wenn er die Wasserflasche zuerst erreicht hätte, wäre es wohl die gewesen.
Das Kissen verfehlt ihn um läppische zwei Meter und Dima lacht noch viel lauter, ehe er sich das Kissen vom Boden angelt und es mitleidig ausklopft.
„Ernsthaft, Alter, schäm dich.“
„Ach, halt den Rand“, antwortet Sergey, aber er muss ebenfalls grinsen. Er fühlt sich leicht, es muss der Energiedrink sein, oder die Tatsache, dass er das letzte Mal vor zwei Wochen richtig durchgeschlafen hat und er und Dima ununterbrochen aufeinander hängen. Er kennt seine Kofferpack-Technik und er hat sämtliche von Dimas Schlafanzügen gesehen (Schlafanzüge. Wie alt ist der Kerl, hundertvier? Sergey hat ihn ausgelacht, und Dima hat ihm die Schlüsselkarte geklaut, sodass Sergey ihn Shorts zur Rezeption gehen musste. Moskau sollte sich glücklich schätzen) und er kennt Dimas Mund und seine Hände, und die will er haben. (Dima würde sie ihm ohne irgendwelche Spielchen überlassen, aber Sergey braucht den Nervenkitzel, braucht das Gezeter, das Theater. Er weiß selbst, dass etwas mit ihm nicht stimmt, aber Dima steht ja offensichtlich drauf).
„Klar gibt’s das“, erbarmt sich Dima schließlich. Er betrachtet das Kissen und lehnt sich ein wenig im Sessel vor. „Hast du vorhin nicht zugehört? Alles auf der Welt ist ein Pärchen für die Shipper.“
Sergey überlegt, wie er es finden soll, dass es in den Untiefen des Internets Geschichten über ihn und Dima gibt und dann denkt er an all die Fans, die er bei den Interviews getroffen hat, und verdammt noch mal, das hätte Dima ihm ruhig vorher erzählen können, was für ein großartig peinlicher Moment für alle Beteiligten hätte das denn werden können.
„Okay“, sagt er. „Dann beides.“
„Was?“ Dima schaut von dem Kissen auf. Es sieht so aus als hätte er eine Mulde in die Mitte gedrückt, damit das Kissen einen Mund bekommt.
„Leg deinen Lover zu Seite und red mit mir“, fordert Sergey. Dima und Kissen-Dima ziehen beide eine Schnute, und Sergey sollte aufstehen und ihm auf die Nase hauen, aber er ist zu gut drauf. „Ich hab dich gefragt, was du schreiben würdest. Fang mit Sergey und Oleg an.“
Er wirft sich bäuchlings aufs Bett, verschränkt die Arme unterm Kinn und klappert mit den Augendeckeln wie ein verknallter Teenager. Er muss aussehen wie ein Luder. „Komm schon.“
Dima überlegt, und seine Mimik macht sämtliche Phasen des Wahnsinns durch. Heilige Scheiße, was hat Sergey sich da eingebrockt. Er ist im Himmel.
„Also erst mal würde ich was Nettes schreiben.“ Dima zwinkert ihm zu. „Du kriegst im Film genug aufs Maul.“
„Und was genau?“
„Hmm…“ Dima genießt das sichtlich. Er lehnt sich im Sessel zurück, seine Beine fallen auf, er ist schmal und so wunderschön, und Sergey läuft das Wasser im Mund zusammen.
„Es wäre auf jeden Fall eine Geschichte, in der Razumovsky mal oben liegt.“
„Warum?“
„Weil in allen Stories, die ich gelesen habe, der arme Oleg immer die ganze Arbeit machen muss.“ Dima bringt es ernsthaft fertig, traurig zu seufzen. „Er vögelt ihn um den Verstand, ist nett zu ihm, und Razumovsky dankt es ihm, indem er gewalttätig rumheult und Grom hinterher sabbert. Das hält man ja nicht aus.“
Es sollte nicht so lustig sein, aber Dima erzählt ihm das Ganze wie eine verzweifelte Glucke, die ihre widerborstige Tochter nicht unter die Haube kriegt und Sergey ist auch nur ein verknallter Verlierer und prustet los.
„Alter!“
„Was? Irgendwas an deinem Gesicht sorgt dafür, dass dich die Leute heulen sehen wollen! Oder flachgelegt von Tikhon.“
Eine… interessante Vorstellung und das mitunter schönste beim Dreh war Tikhon, der ein wenig ungelenk mit Sergeys geballtem Wahnsinn umgegangen ist, und sich immer vor, während und nach den Kampfszenen entschuldigt hat, als wäre es Sergey irgendwie unangenehm von ihm gegen eine Wand gedrückt und gewürgt zu werden…
Hastig schüttelt Sergey den Kopf, um die Bilder loszuwerden. Ein Kerl nach dem anderen.
„Ist nur, weil er so groß ist.“ Sergey macht eine wegwerfende Handbewegung, als hätte er bereits Doktorarbeiten über dieses Thema geschrieben. Dimas Lächeln friert ein, wird vage und verträumt, und oh Gott, da hat er ihm wohl was erzählt, Sergey muss sich was einfallen lassen.
Er grinst breit über seine Arme hinweg, schüttelt die Haare und macht den Hals lang. Die Hure von Babylon kann nicht besser ausgesehen haben als er.
„Okay“, haucht er und Dima kehrt zurück aus seinen Tagträumen, fokussiert sich auf Sergeys Gesicht. „Und was würdest du über Sergey und Dima schreiben?“
Volltreffer.
Dima erhebt sich aus dem Sessel, geht die Schritte zum Bett so langsam, dass Sergey Zeit hat, sich auf den Rücken zu legen. Er hat ihn, denkt er, und verbeißt sich gerade so ein Triumphgeheul.
„Hm“, macht Dima. Er stößt Sergey gegen die Brust, hält ihn unten, drapiert seine Beine links und rechts von Sergeys Hüften. Sein Atem geht tief und gleichmäßig, das ist ein Trick, Sergey weiß das, aber er kann nicht anders, er leckt sich die Lippen, macht den Mund auf, schiebt sich mit dem ganzen Körper Dima entgegen.
„Ja?“, fragt er, atemlos, sein Herz rast, ihm ist heiß und er will aus seinen Sachen raus, jetzt sofort, Dima mach schon.
„Ich würde seitenweise darauf herumreiten, dass ich zehn Jahre älter bin als du“, flüstert Dima in sein Ohr und Sergey erstickt fast, will lachen, ein Stöhnen kommt stattdessen aus seinem Mund, oh scheiße.
„Dass ich dich im Griff habe.“ Sergey kann nicht mehr, er drückt den Rücken durch, will zu Dimas Mund. Nein“, befiehlt er, und bleckt die Zähne, drückt seine Handgelenke in die Matratze. „Ich würde schreiben, dass du auf mich hörst, nur machst, was ich dir sage.“
„Dima…“
Er will mehr, sofort, er keucht, sein Körper kapiert nicht, warum sie nicht längst ficken und Dima muss es spüren, durch seine verdammte Jeans hindurch, wie sehr Sergey ihn will.
Gott sei Dank ist Dima ein nettes Kerlchen. Er hält seine Harter-Kerl-Nummer noch ganze fünf Sekunden durch, dann schüttelt er milde lächelnd den Kopf und lässt Sergeys Handgelenke los, greift stattdessen in sein Haar und streichelt ihn.
„Ich würde außerdem schreiben, wie niedlich du bist. Wie hübsch ich deine Haare finde und deine Augen. Wie schamlos du lächeln kannst, wenn du was von mir willst. Wie durchgeknallt du bist.“
Sergey lächelt nicht. Er grinst, haifischmaulbreit, packt in Dimas Nacken und endlich, endlich küsst er ihn, seine Zunge in Dimas Mund, er lässt ihn machen, er kann die gute Laune förmlich schmecken und Sergey spürt, wie eine Hand über seinen Bauch streicht, nach unten, tiefer unter den ausgeleierten Bund, endlich endlich endlich.
„Oh. Anscheinend müsste ich dann auch noch erwähnen, dass du keine Unterwäsche trägst.“
„Halt’s Maul, Shakespeare, und mach!“
Sie schaffen es nicht mehr ins Restaurant, weder das vom Hotel noch irgendein anderes in der Nähe, wie Sergey nach einem Blick auf Google um drei Uhr nachts feststellt. Dima schlägt ihm das Handy aus der Hand und schmiegt sich noch dichter an ihn.
Er wollte ja liegen blieben, denkt Sergey hochzufrieden mit sich, der Welt und dem Internet.
Challenge: Orte – Im Hotel – fürs Team
Fandom: RPS (Major Grom: Der Pestdoktor, Darsteller)
Titel: Shakespeare in bed
Inhalt: Sergey und Dima verbringen einen Abend ihrer ausschweifenden Pressetour gemeinsam im Hotel.
Anmerkung: Das ist ähm... also… das hat keinen literarischen Mehrwert, ich bin einfach nur schrecklich verknallt in die Darsteller, und zumindest einer von beiden liest Fanfiction über die Figuren, die sie spielen, und ich schreie vor Glück. Lasst mich.
Shakespeare in bed
Dima hängt wie ein Schluck Wasser in der Kurve im geschmacklosen grauen Hotelzimmersessel, ein Bein über die Lehne geschlungen und er scrollt konzentriert auf seinem Handy heru,. Er sieht schick aus, weil er die ganze Stylingpampe des letzten Interviews noch im Bart und in den Haaren hat. Sie machen ihn immer brav, verwegen und hübsch und die Stylisten flippen regelmäßig aus, wenn sie seine Augen sehen, als hätte noch nie zuvor ein Mensch unter ihren Pinseln blaue Augen gehabt.
Sergey kann sie verstehen.
„Bist du bald fertig?“, fragt Dima. Er schaut nicht von seinem Handy auf, weswegen Sergey das auch nicht tut, sondern nur zustimmend von seiner schneidersitzenden Position vom Bett aus brummt.
Er trägt nichts Hübsches mehr, ein uraltes Shirt kombiniert mit einer Jogginghose, und er hat auch kein Zeug mehr in den Haaren. Dima hatte ihn eigentlich nur zum Essen abholen wollen, aber Sergey hatte geduscht, war noch nicht fertig, sie sind versumpft, Insta-sirenengesang.
Sergey will nicht aufstehen. Er ist nicht mal müde, nur faul und das Internet ist so voller Glitzer, Blut und Seesternen, das kriegt er in keinem Restaurant.
Ein Post gerät ihm zwischen die Finger, ein Fanart zu Major Grom, aber interessanterweise trägt Sergey (er glaubt zumindest, dass er es ist, es ist ein mittelgut gemaltes Fanart) auf der Zeichnung eine Lederjacke.
Hm, denkt er. Passt nicht zu Razumovsky aber dafür umso mehr zu ihm.
Die Tatsache, dass Razumovsky auf dem Bild nur die Lederjacke trägt und der delikate Rest von Oleg Volkovs riesigen, traktorradgroßen Händen verdeckt wird, bringt Sergey plötzlich auf eine Idee, die vielleicht dafür sorgen könnte, dass er noch länger liegen bleiben darf.
„Wenn du was schreiben müsstest“, sagt er gedehnt.
Sofort ist Dima hellwach. Nimmt die Schultern zurück, setzt sich gerade hin, stellt die Füße auf den Boden, als würde er gleich an ein Podium gerufen werden. Seine Augen blitzen fast, so intensiv starrt er Sergey an.
„Äh“, macht Sergey, weil er mit so viel Enthusiasmus nicht gerechnet hat, aber Dima ignoriert ihn.
„Über uns als Sergey und Dima oder über uns als Sergey und Oleg?“
Sergey blinzelt. „Es gibt Zeug über uns? Uns-uns? Sergey und Dima?“
Dima fängt an zu lachen, und Sergey wirft ohne zu überlegen ein Kissen nach ihm. Wenn er die Wasserflasche zuerst erreicht hätte, wäre es wohl die gewesen.
Das Kissen verfehlt ihn um läppische zwei Meter und Dima lacht noch viel lauter, ehe er sich das Kissen vom Boden angelt und es mitleidig ausklopft.
„Ernsthaft, Alter, schäm dich.“
„Ach, halt den Rand“, antwortet Sergey, aber er muss ebenfalls grinsen. Er fühlt sich leicht, es muss der Energiedrink sein, oder die Tatsache, dass er das letzte Mal vor zwei Wochen richtig durchgeschlafen hat und er und Dima ununterbrochen aufeinander hängen. Er kennt seine Kofferpack-Technik und er hat sämtliche von Dimas Schlafanzügen gesehen (Schlafanzüge. Wie alt ist der Kerl, hundertvier? Sergey hat ihn ausgelacht, und Dima hat ihm die Schlüsselkarte geklaut, sodass Sergey ihn Shorts zur Rezeption gehen musste. Moskau sollte sich glücklich schätzen) und er kennt Dimas Mund und seine Hände, und die will er haben. (Dima würde sie ihm ohne irgendwelche Spielchen überlassen, aber Sergey braucht den Nervenkitzel, braucht das Gezeter, das Theater. Er weiß selbst, dass etwas mit ihm nicht stimmt, aber Dima steht ja offensichtlich drauf).
„Klar gibt’s das“, erbarmt sich Dima schließlich. Er betrachtet das Kissen und lehnt sich ein wenig im Sessel vor. „Hast du vorhin nicht zugehört? Alles auf der Welt ist ein Pärchen für die Shipper.“
Sergey überlegt, wie er es finden soll, dass es in den Untiefen des Internets Geschichten über ihn und Dima gibt und dann denkt er an all die Fans, die er bei den Interviews getroffen hat, und verdammt noch mal, das hätte Dima ihm ruhig vorher erzählen können, was für ein großartig peinlicher Moment für alle Beteiligten hätte das denn werden können.
„Okay“, sagt er. „Dann beides.“
„Was?“ Dima schaut von dem Kissen auf. Es sieht so aus als hätte er eine Mulde in die Mitte gedrückt, damit das Kissen einen Mund bekommt.
„Leg deinen Lover zu Seite und red mit mir“, fordert Sergey. Dima und Kissen-Dima ziehen beide eine Schnute, und Sergey sollte aufstehen und ihm auf die Nase hauen, aber er ist zu gut drauf. „Ich hab dich gefragt, was du schreiben würdest. Fang mit Sergey und Oleg an.“
Er wirft sich bäuchlings aufs Bett, verschränkt die Arme unterm Kinn und klappert mit den Augendeckeln wie ein verknallter Teenager. Er muss aussehen wie ein Luder. „Komm schon.“
Dima überlegt, und seine Mimik macht sämtliche Phasen des Wahnsinns durch. Heilige Scheiße, was hat Sergey sich da eingebrockt. Er ist im Himmel.
„Also erst mal würde ich was Nettes schreiben.“ Dima zwinkert ihm zu. „Du kriegst im Film genug aufs Maul.“
„Und was genau?“
„Hmm…“ Dima genießt das sichtlich. Er lehnt sich im Sessel zurück, seine Beine fallen auf, er ist schmal und so wunderschön, und Sergey läuft das Wasser im Mund zusammen.
„Es wäre auf jeden Fall eine Geschichte, in der Razumovsky mal oben liegt.“
„Warum?“
„Weil in allen Stories, die ich gelesen habe, der arme Oleg immer die ganze Arbeit machen muss.“ Dima bringt es ernsthaft fertig, traurig zu seufzen. „Er vögelt ihn um den Verstand, ist nett zu ihm, und Razumovsky dankt es ihm, indem er gewalttätig rumheult und Grom hinterher sabbert. Das hält man ja nicht aus.“
Es sollte nicht so lustig sein, aber Dima erzählt ihm das Ganze wie eine verzweifelte Glucke, die ihre widerborstige Tochter nicht unter die Haube kriegt und Sergey ist auch nur ein verknallter Verlierer und prustet los.
„Alter!“
„Was? Irgendwas an deinem Gesicht sorgt dafür, dass dich die Leute heulen sehen wollen! Oder flachgelegt von Tikhon.“
Eine… interessante Vorstellung und das mitunter schönste beim Dreh war Tikhon, der ein wenig ungelenk mit Sergeys geballtem Wahnsinn umgegangen ist, und sich immer vor, während und nach den Kampfszenen entschuldigt hat, als wäre es Sergey irgendwie unangenehm von ihm gegen eine Wand gedrückt und gewürgt zu werden…
Hastig schüttelt Sergey den Kopf, um die Bilder loszuwerden. Ein Kerl nach dem anderen.
„Ist nur, weil er so groß ist.“ Sergey macht eine wegwerfende Handbewegung, als hätte er bereits Doktorarbeiten über dieses Thema geschrieben. Dimas Lächeln friert ein, wird vage und verträumt, und oh Gott, da hat er ihm wohl was erzählt, Sergey muss sich was einfallen lassen.
Er grinst breit über seine Arme hinweg, schüttelt die Haare und macht den Hals lang. Die Hure von Babylon kann nicht besser ausgesehen haben als er.
„Okay“, haucht er und Dima kehrt zurück aus seinen Tagträumen, fokussiert sich auf Sergeys Gesicht. „Und was würdest du über Sergey und Dima schreiben?“
Volltreffer.
Dima erhebt sich aus dem Sessel, geht die Schritte zum Bett so langsam, dass Sergey Zeit hat, sich auf den Rücken zu legen. Er hat ihn, denkt er, und verbeißt sich gerade so ein Triumphgeheul.
„Hm“, macht Dima. Er stößt Sergey gegen die Brust, hält ihn unten, drapiert seine Beine links und rechts von Sergeys Hüften. Sein Atem geht tief und gleichmäßig, das ist ein Trick, Sergey weiß das, aber er kann nicht anders, er leckt sich die Lippen, macht den Mund auf, schiebt sich mit dem ganzen Körper Dima entgegen.
„Ja?“, fragt er, atemlos, sein Herz rast, ihm ist heiß und er will aus seinen Sachen raus, jetzt sofort, Dima mach schon.
„Ich würde seitenweise darauf herumreiten, dass ich zehn Jahre älter bin als du“, flüstert Dima in sein Ohr und Sergey erstickt fast, will lachen, ein Stöhnen kommt stattdessen aus seinem Mund, oh scheiße.
„Dass ich dich im Griff habe.“ Sergey kann nicht mehr, er drückt den Rücken durch, will zu Dimas Mund. Nein“, befiehlt er, und bleckt die Zähne, drückt seine Handgelenke in die Matratze. „Ich würde schreiben, dass du auf mich hörst, nur machst, was ich dir sage.“
„Dima…“
Er will mehr, sofort, er keucht, sein Körper kapiert nicht, warum sie nicht längst ficken und Dima muss es spüren, durch seine verdammte Jeans hindurch, wie sehr Sergey ihn will.
Gott sei Dank ist Dima ein nettes Kerlchen. Er hält seine Harter-Kerl-Nummer noch ganze fünf Sekunden durch, dann schüttelt er milde lächelnd den Kopf und lässt Sergeys Handgelenke los, greift stattdessen in sein Haar und streichelt ihn.
„Ich würde außerdem schreiben, wie niedlich du bist. Wie hübsch ich deine Haare finde und deine Augen. Wie schamlos du lächeln kannst, wenn du was von mir willst. Wie durchgeknallt du bist.“
Sergey lächelt nicht. Er grinst, haifischmaulbreit, packt in Dimas Nacken und endlich, endlich küsst er ihn, seine Zunge in Dimas Mund, er lässt ihn machen, er kann die gute Laune förmlich schmecken und Sergey spürt, wie eine Hand über seinen Bauch streicht, nach unten, tiefer unter den ausgeleierten Bund, endlich endlich endlich.
„Oh. Anscheinend müsste ich dann auch noch erwähnen, dass du keine Unterwäsche trägst.“
„Halt’s Maul, Shakespeare, und mach!“
Sie schaffen es nicht mehr ins Restaurant, weder das vom Hotel noch irgendein anderes in der Nähe, wie Sergey nach einem Blick auf Google um drei Uhr nachts feststellt. Dima schlägt ihm das Handy aus der Hand und schmiegt sich noch dichter an ihn.
Er wollte ja liegen blieben, denkt Sergey hochzufrieden mit sich, der Welt und dem Internet.