[H/C: Gift] (für mich)
Jul. 28th, 2021 02:15 amChallenge: Hurt/Comfort – Gift (für mich)
Fandom: Hanebado! (Monster/Jäger AU)
Charaktere/Pairings: Nagisa Aragaki/Ayano Hanesaki, Connie Christensen
Kommentar: weiterfolgend auf dem letzten :D (so irgendwie prompt-like...ähm xD°) Masterpost
„Warum suchst du Ayano?“
Kurz drehte Nagisa ihren Kopf zur Seite, bemerkte, wie Connie ihre Arme hinter ihrem Kopf verschränkt hatte und ein wenig nachdenklicher zu ihr sah.
„Ich denke nicht, dass du das so genau wissen musst“, erwiderte sie daraufhin und sah wieder auf den Weg vor sich, während sie durch den Wald unterwegs waren.
„Ich vertraue dir nicht wirklich, Nagisa“, sagte Connie daraufhin ruhig weiter, „wenn wir sie gefunden haben, werde ich sie von hier wegbringen.“
„Ich habe nie Menschen vertraut, also beruht das auf Gegenseitigkeit“, sagte Nagisa mit einem leichten Knurren.
„Warum vertraust du Ayano-chan dann?“, entgegnete Connie etwas fragender.
„Es sind ein paar Dinge passiert“, antwortete Nagisa nur daraufhin, stoppte, drehte ihren Kopf in die andere Richtung und bewegte ihren Schweif nach oben, „... hier ... ist jemand.“
„Was meinst du?“, fragte Connie nach, hob eine Augenbraue und drehte sich ebenfalls zur Seite, machte einen Schritt zur Seite und umfasste den Messergriff etwas mehr, als sie bemerkte, wie etwas hinter einem Baum auf sie zusprang, „... was.“
„Nagisa?! Du bist das?!“
Erschrocken blinzelte Nagisa zu dem dunkelgrauen Wolf, der vor ihr stoppte, den Schweif nach unten geschwenkt, während sie eine Schnittwunde am Rücken hatte. „Was ... was machst du– wer war das?“ Es war eindeutig kein Kampf mit einem anderen Tier.
„Dieses Menschenmädchen. Sie– sie hat mich angegriffen, alles wie ... wie damals.“
Nagisa weitete ihre Augen, schüttelte den Kopf, bewegte sich an ihr vorbei. „Versteck dich. Ich kümmere mich darum.“ Sie schluckte, während sie ihre Ohren spitzte. War es wirklich Ayano, die das getan hatte? Hatte sie nicht damals genau gesehen, zu was sie imstande war?
„Was ist los, Nagisa?“, fragte Connie nach, als die Wölfin sich an ihnen vorbeigeschlichen hatte.
„Sie gehört zu meinem Rudel und scheinbar war es Ayano-chan, die sie angegriffen hatte“, sagte Nagisa ein wenig verbitterter, „ich würde dir raten, mir nicht in die Quere zu kommen.“
„Was?“, erwiderte Connie ernster, „falls du gedenkst Ayano anzugreifen, dann werde ich dich aufhalten!“
„Du würdest nur sterben, Mensch“, sagte Nagisa mit einem lauteren Knurren, drehte sich in die Richtung, aus der sie die Wölfin hatte kommen sehen, „... Ayano gehört mir.“
„Was–“, fing Connie an, schüttelte heftig den Kopf, stoppte aber, als sie bemerkte, wie sie eben jene aus dem Schatten der Bäume zu ihnen kommen sah, so dass sie heftiger schluckte. Ayanos Blick war noch emotionsloser, als vorher, während sie ein paar Blutspritzer auf ihrer Kleidung hatte.
„Du bist es also wirklich ...“, flüsterte Nagisa bedrohlich, während sie auf Ayano zutrat, „wieso? Ich dachte, du würdest–“,
„Ich muss euch töten“, sagte Ayano fast ein wenig mechanisch, ohne jegliche Emotion darin, während sie ihr Schwert in der Hand hielt, „... hast du echt gedacht, ich lasse mich auf ein Monster wie dich ein, Nagisa-chan?“
„Ayano“, fing Nagisa an, schüttelte den Kopf und knurrte ein wenig mehr, „was ... was ist mit dir?“
„Gar nichts“, sagte sie etwas kichernder, „ich weiß nur endlich, was ich tun muss. Diesen Wald von euch befreien. Niemand wird mich aufhalten!“
„Ayano-chan“, fing Connie neben ihnen erschrocken an, zuckte zurück, „du ... was genau ist dir passiert? Wer ... wer hat das mit dir gemacht?“
„Wer bist du?“, fragte Ayano nach und legte ihren Kopf schief, musterte Connie für wenige Sekunden, richtete ihre Augen dann wieder auf Nagisa, „du bist ein Mensch. Ich werde dir nichts tun, meine Aufgabe ist es, sie zu töten.“
Nagisa blickte ihr nur weiter knurrend entgegen, bevor sie sich in ihre Wolfsgestalt verwandelte und ihre Zähne fletschte. „Versuch es ruhig, Ayano-chan.“ Auch, wenn sie wusste, dass sie alles dafür tun würde, um ihr nicht zu viel anzutun. Irgendetwas stimmte nicht und sie würde alles dafür tun, um wieder die Ayano bei sich zu haben, die sie die letzte Zeit gekannt hatte, bevor das passiert war.
„Du musst niemanden töten! Sie– sie sind nicht gefährlich. Nagisa ist–“, fing Connie an, wurde aber unterbrochen, als sie bemerkte, wie Ayano einen Schwerthieb in ihre Richtung machte, so dass sie sicherheitshalber einen Sprung nach hinten machte, „... Ayano?“
„Komm mir nicht in die Quere“, sagte sie mit einem Funkeln, bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder zu Nagisa richtete, „ich hab kein Interesse an dir.“
„Du solltest dich konzentrieren, Ayano“, entgegnete Nagisa mit einem lauteren Knurren, bevor sie auf Ayano zusprang und sie mit ihren Pfoten zu Boden drückte, ihre Augen fielen auf das Halsband, was sie umhatte. Wenn sie sich nicht täuschte, spürte sie diesen Geruch, den sie vorhin ebenfalls bemerkt hatte. Was genau hatte dieser Kerl mit Ayano gemacht?
„Worauf wartest du, wenn du mich schon festhältst? Du solltest mich töten!“, zischte Ayano ihr entgegen, umfasste den Griff ihres Schwertes etwas mehr und bewegte ihren Arm in ihrer liegenden Position etwas mehr.
„Du kannst mich damit nicht töten“, knurrte Nagisa sie an, schwenkte ihren Schweif umher, drückte mit einer Pfote Ayanos Arm wieder auf den Boden, mit dem sie das Schwert festhielt, bevor sie sich langsam wieder verwandelte, „hast du nicht gesagt, dass du frei sein willst?“
„Was ...? Wie ... wer ...“, fing Ayano an, während sie versuchte, sich zu befreien, „lass mich los, du Monster!“
„Ist es das, was du denkst oder wer spricht gerade zu mir, Ayano?“, fragte Nagisa etwas ruhiger nach, „ich bin übrigens nicht alleine. Wenn du mich tötest, wirst du danach von meinem Rudel zerfetzt, das schwöre ich dir.“ Sie hatte in ihrer Wolfsgestalt gemerkt, dass ihre Freunde in der Nähe waren. Vermutlich war Riko ihr vorher schon gefolgt und hatte danach die anderen alarmiert. „Nicht einmal Connie könnte dann irgendwas für dich tun, Ayano-chan.“
„... Connie ...? Wer ...? Was ... Na–Nagisa-chan ...?“, fing Ayano leise, schluckend an, während ihr Körper unter Nagisa anfing, zu zittern, „ich ... ich ... muss ... euch ... töten ... ich kann nicht ...“
„Du musst gar nichts, Ayano!“, zischte Connie nun und trat zu ihnen herüber, auch, wenn sie ein Stück neben ihr und Nagisa stehenblieb, „deine Mutter macht sich Sorgen um dich! Ich bin hier, um dich zurückzuholen!“
„Was ... Mama? Wer ... wer bist du?“, fing Ayano verwirrt an, sah zur Seite zu Connie, bevor sie wieder über sich zu Nagisa blickte, „... ich ... ich will nicht ... ich will das nicht mehr ... hilf ... hilf mir ...“
„Es wird alles gut“, flüsterte Nagisa ihr zu, drückte sie langsam einfach nur an sich und setzte sich langsam etwas mehr auf, ohne Ayano aus ihren Armen zu lassen, „hör zu, ich bin dir nicht böse. Es ist nichts Schlimmes passiert. Ihr geht es gut. Du hast niemanden schlimmer verletzt und du bist meine Partnerin, Ayano-chan.“
„Nagisa ...?“, murmelte Ayano leise, ließ ihr Schwert auf den Boden fallen und schlang ihre Arme um ihre Partnerin, „ich ... ich ...“
„Sturkopf“, drang Rikos Knurren zu ihnen herüber, während Nagisa etwas zur Seite sah und die Wölfin zu ihnen treten sah, was sie etwas auflachen ließ.
„Sorry Riko“, sagte Nagisa immer noch ein wenig glucksend.
„Was ...“, fing Ayano verwirrt an, sah zur Seite zu der Wölfin, die sich etwas aufsetzte und kurz darauf ihr Halsband einfach durchbiss, „... Riko?“
„Das ist das letzte Mal, dass ich dir eine Chance gebe“, knurrte Riko, bevor sie sich abdrehte und wieder davonging, auch, wenn es außer Nagisa eh niemand verstand.
Nagisa grinste nur, drückte Ayano einfach nur weiter an sich. „Verstanden, Riko“, flüsterte sie eher vor sich hin, als zu ihrer Freundin.
„Was ...?“, blinzelte Ayano verwirrt zurück.
„Gehörte sie auch zu deinem Rudel?“, blickte Connie fragend zu Nagisa, während sie sich neben ihnen auf den Boden fallen ließ.
Nagisa nickte einfach nur, sah währenddessen aber nur in Ayanos Gesicht. „Was willst du jetzt tun, Ayano?“
„Ich ... ich will nur nie wieder ... zu ihm zurück. Ich will nie wieder töten müssen“, sagte Ayano und drückte sich wieder gegen Nagisa.
„Das musst du nicht. Nie wieder“, entgegnete Nagisa leise und streichelte ihr langsam zur Beruhigung über den Rücken.
„Du kannst mit mir kommen. Weg von hier. Dann wird er dich nie wieder finden. Wir sorgen dafür, dass er dich nie wieder findet“, sagte Connie ruhig neben ihnen.
Ayano drehte etwas ihren Kopf zur Seite, auch, wenn sie immer noch gegen Nagisas Brust lehnte. „Ich ... ich weiß nicht ... du sagst, du kennst Mama?“
„Sie hat mich so in etwa adoptiert. Wir sind Schwestern, irgendwie“, sagte Connie ruhig lächelnd, „komm. Lass uns unsere Familie zusammenbringen.“
Ayano sah zu ihr, bemerkte, wie Connie ihr eine Hand hinhielt, blickte dann aber nur zu Nagisa. „Ich ... Nagisa-chan ist meine Familie. Ich ... ich weiß nicht einmal, wer meine Mama ist. Oder irgendjemand.“
Connie sah ihr eine Weile entgegen, bevor sie nickte und sich erhob. „Verstehe. Du warst zu lange bei ihm, um etwas von deiner wahren Familie zu wissen ...“, sie wandte ihre Augen zu Nagisa um, „... ich hoffe, du weißt, was das heißt.“
„Ayano ist meine Partnerin, warum sollte ich sie je wieder gehen lassen?“, entgegnete Nagisa mit einem breiten Grinsen, „ich werde dafür sorgen, dass ihr nie wieder irgendjemand etwas antun kann.“