[K/H/T: Gleiche Interessen] (für mich)
Jul. 27th, 2021 05:28 pmChallenge: Krimi/Horror/Thriller – Gleiche Interessen (für mich)
Fandom: Hanebado! (Monster/Jäger AU)
Charaktere/Pairings: Nagisa Aragaki & Connie Christensen
Kommentar: next part dieser AU~ (wie immer NagiAya andeutungen~) Masterpost
Langsam stoppte Nagisa ihre Schritte über den Waldboden, bewegte ihren Schweif in die Luft, während ihre Ohren aufgestellt waren.
Sie wusste, dass sie nicht hier sein sollte, nur weil sie Ayanos Spur gefolgt war. Sie wusste, dass sie eigentlich bei ihrem Rudel sein sollte, aber sie hatte nicht anders gekonnt, als sich auf den Weg zu machen, um Ayano zu finden.
Vorsichtig beschnüffelte sie die Umgebung um sich herum. Sie konnte eindeutig Ayanos Geruch hier wahrnehmen, allerdings sorgte ein anderer, stärkerer Geruch dafür, dass sie etwas mehr in Alarmbereitschaft war. Noch dazu, dass sie Ayano hier nirgendwo sah oder hörte.
Einige Sekunden streckte sie noch ihre Nase in die Luft, nahm ein wenig länger den Geruch um sich herum auf, versuchte, zu erkennen, woher dieser andere Geruch bei Ayanos kam, spitzte ihre Ohren etwas mehr, bevor sie sich schließlich in ihre etwas menschlichere Gestalt verwandelte.
„Wo steckst du?“, flüsterte Nagisa vor sich hin, bewegte ihren Schweif zur Seite, lehnte ihre Hand gegen einen Baumstamm an der Seite. Sie sollte wirklich nicht länger nach ihr suchen, aber irgendwie konnte sie auch nicht einfach umdrehen, wenn sie nicht wusste, woher dieser andere Geruch bei Ayanos kam.
Hatte diese Person irgendetwas damit zu tun, dass Ayano von hier verschwunden war? „Ayano ...“, murmelte sie vor sich hin. Wieso sorgte ein Mensch, wie sie, nur dafür, dass sie solch unvernünftige Dinge tat?
Riko hatte doch recht damit, dass ihr Platz bei ihrem Rudel und nicht bei einem Menschenmädchen war.
„Keinen Schritt weiter, Wolfskreatur!“, hörte sie kurz darauf eine kalte Stimme hinter sich, bevor sie wenige Sekunden darauf bemerkte, wie ihr ein Arm um den Hals gelegt wurde und sie neben sich eine silberne Klinge erkannte. Wer auch immer das war, wusste scheinbar nicht, mit wem sie sich anlegte.
Nagisa grinste vor sich hin, leckte sich kurz über die Lippen, umfasste den Arm derjenigen und wollte sie gerade von sich schleudern, als sie in der Bewegung innehielt, als sie diese Stimme erneut hörte. „Wo ist Ayano? Was hast du mit ihr gemacht?“
„Ayano?“, wiederholte Nagisa etwas überrascht, hielt zwar den Arm dieser Person fest, allerdings machte sie keine weiteren Anstalten, sich von ihr zu befreien. Zumindest fürs Erste. „Was meinst du? Wer bist du?!“
„Ein Mädchen mit braunen Haaren, welches hier im Wald unterwegs war. Sie heißt Ayano Hanesaki. Du hast doch etwas mit ihr gemacht, Wolf!“
Nagisa blinzelte, bevor sie einfach nur grinste, die andere schließlich von sich stieß und sich in einer schnellen Bewegung umdrehte, bemerkte, wie sie ihre Gegnerin zum Stolpern gebracht hatte. Sie hielt ein Messer in der Hand und funkelte sie aus hellen Augen an, während ihre Haare blond waren. „Willst du mich echt damit bedrohen? Du bist nicht einmal so stark wie Ayano.“
„Sag mir, wo sie ist!“, zischte dieser Mensch vor ihr weiter, bewegte sich in eine erneute Kampfposition, „ich kenne keine Gnade, wenn du ihr etwas angetan hast.“
Kurz legte Nagisa ihren Kopf zur Seite, zuckte ein wenig mit ihren Wolfsohren, bevor sie schmunzelte. „Ich suche sie. Irgendjemand hat sie mitgenommen. Ihr Geruch hört hier auf und ein anderer fängt an.“
„... Das soll ich einer Kreatur wie dir glauben?! Gehörst du zu denen, die sie die ganzen Jahre entführt hatte?“, fragte dieser Mensch mit weiterhin funkelndem Blick nach.
„Ich habe sie nie entführt“, zuckte Nagisa mit den Schultern, „sie ist von jemandem weggelaufen, als ich sie fand. Danach ... nicht so wichtig. Ich muss sie finden. Es sind ein paar Sachen passiert und mir ist etwas klargeworden.“
Sie bemerkte, wie dieser Mensch ihren Blick etwas beruhigte, die Hand, mit der sie den Messergriff umklammert hatte, etwas entspannte. „... Du scheinst die Wahrheit zu sagen ... ich suche Ayano. Sie ... ist meine Schwester.“
Überrascht blickte Nagisa ihr entgegen, trat einen Schritt auf sie zu, um ihren Geruch genauer wahrzunehmen. „Du hast kein bisschen was von ihrem Geruch. Woher–“,
„Ayano-chan weiß nichts von mir“, entgegnete sie daraufhin, bevor Nagisa weitersprechen konnte, „wir sind nicht blutsverwandt. Ich habe unserer Mutter versprochen, dass ich sie finde und hier wegbringe.“
Nagisa schluckte, drehte sich dann ab, während sie darüber nachdachte. Wenn Ayano bei diesem Menschen in Sicherheit war, konnte sie dann endlich wieder das Leben leben, was sie bei ihrem Rudel hatte? „Du willst Ayano-chan auch retten?“
„Natürlich“, sagte sie daraufhin und nickte entschlossen, „oh, mein Name ist Connie. Du wirkst gar nicht so bedrohlich, wie ich es von den Kreaturen hier gehört habe.“
Nagisa zuckte mit den Schultern. „Liegt nur daran, dass nicht jeder von uns euch Menschen angreift, solange ihr uns in Ruhe lasst“, sagte sie daraufhin, „ich heiße Nagisa. Und was Ayano-chan angeht ... du solltest sie fragen, was sie will, wenn wir sie gerettet haben.“ Irgendwie hatte Nagisa das Gefühl, dass sie lieber mit ihrer Partnerin leben wollte, als sie einfach gehen zu lassen. Egal, ob das hieß, dass sie nicht mehr die Anführerin ihres Rudels sein konnte. Wie konnte ein Mensch überhaupt so etwas in ihr auslösen, dass sie dafür ihre Artgenossen verriet?
„Als erstes geht es darum, Ayano zu retten, nicht?“, erwiderte Connie breit lächelnd, „danach können wir weitersehen!“