Challenge: Romantik/Intimität – Gegensätze ziehen sich an (für mich)
Fandom: Haikyuu!! (Timeskip)
Charaktere/Pairings: Nobuyuki Kai & Tetsurou Kuroo/Morisuke Yaku
Kommentar: okaaaay weniger r/i, weils eher aus Kais Sicht ... aber nyaaa~ mein inneres KuroYaku-Fangirl hat zu sehr geschrien ^^
Im ersten Moment, in dem Kai dem Volleyballteam der Nekoma beigetreten war und seine beiden gleichaltrigen Teamkameraden kennengelernt hatte, war er sich nicht sicher gewesen, was genau ihn zu dem Gedanken gebracht hatte, dass seine beiden baldigen Freunde genau das waren, was sie gebraucht hatten.
Oder was ihn dazu gebracht hatte, dass er Kuroo und Yaku dazu brachte, etwas zusammen zu unternehmen. Oder Freunde zu werden.
Vermutlich war es aber genau das. Das sie bei jeder Gelegenheit aneinandergerieten und über die seltsamsten Dinge diskutierten.
Irgendwann war sich Kai sicher, dass es nicht einmal der Grund war, dass sie sich nicht einig werden konnten, sondern dass sie einfach nicht anders konnten, als zu diskutieren.
Vermutlich hätte er nicht einmal versucht, dass sie in den Pausen oder nach der Schule zu dritt abhingen, wenn er sich nicht sicher war, dass es einfach diese Art von Rivalität war, die sie brauchten.
Vielleicht lag es auch daran, dass er sie mindestens einmal pro Schuljahr in der Sporthalle dabei erwischt hatte, dass sie eindeutig zeigten, dass sie eher eine Art sexuelle Befriedigung beieinander suchten.
Er seufzte, als er gerade, nachdem sie sich fünf Jahre nicht gesehen hatten und ein Reunion ihres damaligen Nationals-Teams gemacht hatten, in die Küche seiner Wohnung trat und ein wenig schmunzelte.
„Ihr ändert euch auch nicht, huh“, fing er breit grinsend an, bemerkte, wie Kuroo und Yaku erschrocken auseinandergingen und ihn erst entsetzt anstarrten, bevor sie gegenseitig ihre Köpfe in eine jeweils andere Richtung drehten.
„Das ist nicht–“
„Ganz ehrlich, ich habe euch schon bei ganz anderen Sachen erwischt“, zuckte Kai mit den Schultern, holte was zu Trinken aus dem Kühlschrank, grinste mehr, als er bemerkte, wie er nun wieder entsetzt angesehen wurde. Diesmal hatten sie zumindest nicht mehr gemacht, als sich zu küssen.
„Du hast–“, – „Was genau hast du–“,
Kai grinste und trat auf sie zu, stellte die Flasche noch einmal ab und legte seinen beiden Freunden jeweils eine Hand auf eine Schulter. „Keine Sorge, ich habe nicht vor, irgendjemandem etwas zu erzählen.“
„Darum geht es nicht ...“, murmelte Yaku und sah wieder nur zur Seite, „was genau hast du damals gesehen?“
„Oh, genug, was ich eigentlich nie sehen wollte“, erwiderte Kai schmunzelnd.
„Wieso hast du uns nie darauf angesprochen?“, brummte Kuroo und sah ihn nun ernster an.
„Ich dachte, ihr müsst eure Energie halt mal etwas anders abbauen“, zuckte Kai mit den Schultern, bevor er sich zum Gehen umdrehte, „ihr dürft euch übrigens gerne in mein Schlafzimmer verziehen, hab nichts dagegen und es ist weniger Gefahr, dass jemand der anderen euch dabei erwischt.“
„Vielleicht besser nicht“, erwiderte Yaku und sah mit einem Seitenblick zu Kuroo.
„Ja, können wir auch auf später verschieben~“, grinste Kuroo ihn zurück an.
Kai zuckte mit den Schultern und bewegte sich dann mit seinen beiden Freunden zurück ins Wohnzimmer zu dem Rest ihres Teams. Vielleicht war er sogar ein bisschen froh, dass sich so wenig zwischen seinen Freunden verändert hatte. Selbst jetzt, wo Yaku die meiste Zeit in Russland lebte und sie sich eindeutig nicht so häufig sehen konnten.
Er drehte seinen Kopf zu seinen Freunden, als sie sich wieder auf ihre Plätze gesetzt hatten und bemerkte, wie sich Yaku einfach zu seinem Freund gesetzt hatte, ganz egal, wie die anderen erst einmal überrascht gewirkt hatten. Vielleicht war genau diese Entfernung der Grund, dass sie so heftig aufeinander reagiert hatten. Vermutlich brauchten sie einfach einander, ohne es wirklich richtig zu bemerken?
Kai lächelte einfach nur vor sich hin. Er hoffte nur, dass seine beiden Freunde glücklich waren.