[Angst: In der Falle] (für mich)
Jul. 11th, 2021 04:45 pmChallenge: Angst – In der Falle (für mich)
Fandom: Idolish7 (Mutanten/Shapeshifter AU)
Charaktere/Pairings: Tenn Kujou/Nanase & Riku Nanase & Gaku Yaotome & Ryunosuke Tsunashi
Kommentar: well angsty dinge halt u___u
[- Part 1 - Part 2 - Part 3 (gewissermaßen chronologische reihenfolge)]
Die nächsten Tage verbrachten sie fast nur in ihrem Versteck, einfach um zu verhindern, dass sie doch noch gefunden werden konnten.
Tenn machte sich allerhöchstens für ein paar Minuten daran, den Untergrund zu verlassen, falls sie irgendetwas brauchten. Es war nie für lange, weil er Riku nicht zu lange alleine lassen wollte und es momentan nicht riskieren wollte, dass sie außerhalb ihres Versteckes gesehen wurden.
Er war sich immer noch nicht sicher, ob dieser Fremde sie nicht immer noch suchte, weswegen er durchaus aufpasste, wann er unterwegs war und das ihn niemand sah oder das er zumindest nicht erkannt wurde.
Etwas mehr als eine Woche nach dem Zwischenfall machten sie sich das erste Mal wieder gemeinsam auf den Weg, auch wenn Tenn wusste, dass es gefährlicher war, wenn sie zusammen unterwegs waren. Davon ab, dass er immer noch lieber wollte, dass niemand überhaupt eine Chance dazu bekam, an seinen Bruder dranzukommen. Allerdings war es auch nicht so, dass sie komplett geschützt waren, falls doch irgendjemand mal ihren Unterschlupf fand.
„Meinst du, er hat uns aufgegeben, Tenn-nii?“, fragte Riku leise nach, während er die Hand seines Bruders festhielt und neben ihm lief.
„Ich denke nicht, dass irgendjemand uns je in Ruhe lassen wird“, erwiderte Tenn ein wenig bedrückter, seufzte leicht, „wir müssen irgendwann eine Möglichkeit finden, hier wegzukommen.“
„Hmm ...“, machte Riku ein wenig leiser, senkte seinen Kopf und sah mehr den Boden vor sich an.
„Wen haben wir denn hier?“, drang eine belustigte Stimme an ihre Ohren, kurz bevor Tenn bemerkte, wie er geradewegs zu der Spitze eines Schwertes sah, welches ihm entgegengestreckt wurde.
In einem schnellen Reflex schob er Riku ein Stück zurück und blickte dunkel zu dem anderen auf, der ihn weiterhin angrinste und dieses Schwert vor sich hielt. „Was willst du?“
„Du wirst bestimmt nicht freiwillig mit uns kommen, habe ich recht, Tenn-kun?“, fragte der Fremde ruhig nach, während er ihm entgegensah. Seine Haare waren fast weiß.
„Du weißt ... wer wir sind“, murmelte Tenn und griff nach dem Messer, was er bei sich hatte.
„Tenn-nii ...“, murmelte Riku ein wenig mit geweiteten Augen, schrie allerdings kurz darauf erschrocken auf, als er spürte, wie ihn jemand von hinten griff und ihm eine Hand vor den Mund hielt.
„Hey, hey, ganz ruhig, Riku-kun, und Tenn-kun ...“,
Erschrocken drehte sich Tenn um, blickte von Riku zu dem Kerl, den sie letztes Mal schon getroffen hatten. „Du– du wolltest uns wirklich nur– lass Riku los!“
„Ich denke nicht, dass du in der Position bist, Forderungen zu stellen, Tenn-kun“, drang die Stimme des anderen zu ihm, bevor er das Schwert neben seinem Gesicht ausstreckte, so dass er etwas mehr schluckte.
„Was ... was wollt ihr“, entgegnete Tenn und sah ein wenig zur Seite, ohne sich wieder umzudrehen.
„Kommt brav mit und euch passiert nichts“, sagte derjenige hinter ihm, während er so dicht an Tenns Ohr sprach, dass es dem Jüngeren einen kurzen Schauer versetzte, „du willst doch nicht, dass Riku-kun etwas passiert, oder?“
Tenn schluckte, sah wieder zu seinem Bruder und demjenigen, der ihn festhielt, während er ansonsten fast freundlich lächelte. Wer waren diese beiden? „... Versprecht ihr, dass ihr Riku nichts tut?“
„Versprochen“, entgegnete der Typ hinter ihm ruhig weiter.
„Tenn-nii ... warum– du kannst doch–“, fing Riku an und starrte ihn aus geschockten Augen an, „du solltest fliehen!“
Tenn blinzelte, sah zu ihm, lächelte einfach nur still und ließ seinen Arm hängen. „Das kann ich nicht, Riku“, sagte er leise zurück, „und du weißt, wieso.“
„Keine Sorge, Gaku und ich wollen euch wirklich nichts tun“, sagte die Person, die immer noch Riku festhielt, „aber ihr habt uns keine Wahl gelassen ...“
Tenn verengte seine Augen und funkelte ihn einfach nur zurück an. „Glaubt nicht, dass ich euch irgendetwas glaube.“
„Du bist zu weich, Ryu“, drang die Stimme hinter ihm an seine Ohren, auch, wenn er vermutlich eher seinen Freund, oder was auch immer er war, angesprochen hatte, „aber immerhin haben wir damit erreicht, was wir wollten.“
Tenn sah kurz über seine Schulter zu ihm, bevor er sich abwandte, sein Messer wieder verstaute und einfach nur zu Riku ging und ihn in seine Arme zog. Sie würden das hier auch zusammen durchstehen, so wie alles bisher.