Challenge: Crack — Das wollte ich schon immer mal tun (fürs Team)
Team: Enterprise
Titel: Ganz dünnes Eis
Fandom: Tatort Berlin (Rubin & Karow)
Anmerkung: Spielt nach Dein Name sei Harbinger, eine absolut grauslige Folge aber mit wunderbarer Schlussszene in der sie ihn gefesselt findet und dann erst Mal wieder geht weil sie so genervt von ihm ist. Das musste ich verwursteln. Und ja es hat jetzt auch einen Hauch h/c aber mit sehr klein geschriebenem Comfort...und dafür hoffentlich genug Humor
Rubin unterdrückte ihre aufkommende Panik. Irgendwo hier musste er sein. Das hoffte sie zumindest. Wenn Harbinger ihn irgendwo anders hingeschleppt hatte oder...sie musste den Gedanken glücklicherweise nicht weiter führen denn sie entdeckte Karow in einem der Räume. Gefesselt aber von weitem sah er relativ unverletzt aus. Sie eilte nach vorne.
"Ist alles OK?"
"Alles klar." Und er grinste. Dieser Arsch. Ohne seine verdammten Alleingänge säße er jetzt nicht hier. Sie setzte an ihm genau das zu sagen aber dann kam ihr ein besserer Gedanke. Sie beugte sich herunter bis sie ihn direkt ansah.
"Ist aber auch ein bisschen geil, oder?"
Dann richtete sich wieder auf und lief Richtung Ausgang.
"Hey!...HEY!"
Sie blieb stehen.
"Nina!"
Mit nur minimal schlechtem Gewissen drehte sie sich um, ging hinter ihm in die Hocke und zückte ihr Messer.
"Vorsicht. Ich bin jetzt mit etwas scharfkantigen in Ihrer Nähe"
"Das wollten Sie doch sicher schon immer Mal."
Ihr schlechtes Gewissen verflog so schnell wie es gekommen war.
"Genau. Und deswegen sollten Sie jetzt vielleicht besser still sein."
Er schwieg tatsächlich. Als sie alle Fesseln gelöst hatte rieb er sich stöhnend die Handgelenke und richtete sich dann auf. Es gelang ihm erst nach mehreren Versuchen. Rubin blieb im sicheren Abstand vor ihm stehen. Wenn es um Karow ging musste man es mit der Hilfsbereitschaft nicht übertreiben.
Jetzt stand er, lehnt sich dabei aber noch an die Säule.
"Danke." Er klang fast aufrichtig.
"Lassen Sie es nicht zur Gewohnheit werden." Und dann fügte sie noch hinzu: "Vielleicht habe ich irgendwann Mal ja was besseres zu tun.", weil sie beide wussten, dass das letzte Mal auch nicht abgehalten hatte.
Karow machte ein paar langsame Schritte auf sie zu.
"Ich frag gar nicht erst ob Sie zu einem Arzt wollen."
"Besser so.", war alles was er sagte bevor er Richtung Ausgang los lief. Rubin wartete einen Moment und rief ihm dann nach:
"Könnte sein, dass es Ihnen in dem Zustand schwer fallen wird ein Taxi zu überzeugen Sie mitzunehmen."
Er stoppte, und drehte sich wieder zu ihr um.
"Und wie sieht es bei Ihnen aus?"
"Hm?" Sie gab sich Mühe völlig unbeteiligt zu wirken.
"Liebe Frau Rubin. Könnte ich Sie eventuell dazu bewegen mich nach Hause zu fahren?"
"Ausnahmsweise." Sie schloss zu ihm auf und er setzte sich auch wieder in Bewegung. Und weil Karow nun Mal Karow war sagte er dann: "Ich weiß ja wie Ihr Auto innen aussieht. Ich mache das auch nicht schlimmer."
"Ganz dünnes Eis Herr Kollege. Es sei denn, Sie wollen heimlaufen."
“Ach. Eigentlich ist heute ja ein ganz schöner Tag und...”, er verstummte als er ihren Gesichtsausdruck sah.
Sie errichten die Treppe die nach unten führte und Karow gab sich alle Mühe so zu wirken als wäre er plötzlich unglaublich interessiert an Treppenstufen im Industriecharme und würde nicht überlegen ob seine noch recht wackligen Beine dem Abstieg gewachsen waren.
Rubin seufzte. Sie hatte zwei Söhne großgezogen die beide als Teenager durch eine Phase gegangen waren in denen sie es unmännlich gefunden hatten irgendwelche Schmerzen zuzugeben und selbst mit offenen Knochenbrüchen noch behauptet hätten alles wäre in Ordnung. Anders als Karow waren Tolja und Kaleb aus dieser Phase rausgewachsen. Sie ging sie näher auf in zu. "Na los. Festhalten." Er setzte an etwas zu sagen aber sie war schneller. "Ich hab gesagt ich fahr Sie nach Hause. Nicht ins Krankenhaus wenn Sie da jetzt runterfallen. Überstrapazieren Sie meine Hilfsbereitschaft nicht."
"Das würde mir nie im Traum einfallen." Er überhörte ihr demonstratives Schnauben genauso demonstrativ und stützte sich auf. Sie kommentierte es nicht, dass er nicht sofort losließ als sie unten angekommen waren.
Am Auto beugte sie sich über den Rücksitz und fischte eine Wasserflasche hervor die sie Karow reichte. "Die liegt da wahrscheinlich schon eine Weile." Er hatte die Flasche halb geleert bevor sie den Satz beendet hatte.
"Danke."
"Übertreib's nicht. Ich gewöhne mich sonst noch an deine menschliche Ader."
"Würde mir nicht im Traum einfallen."
no subject
Date: 2021-07-10 05:30 pm (UTC)Anders als Karow waren Tolja und Kaleb aus dieser Phase rausgewachsen.
Hier mußte ich besonders grinsen ;)
no subject
Date: 2021-07-10 06:41 pm (UTC)Awww danke <3
(Also in den 5 Szenen die ich zwecks Einstimmung nochmal gesehen habe wurde zumindest nicht so direkt gefoltert aber die Killer hätte Karow fast angezündet also...)
no subject
Date: 2021-07-10 06:55 pm (UTC)no subject
Date: 2021-07-10 07:36 pm (UTC)no subject
Date: 2021-07-12 10:13 am (UTC)no subject
Date: 2021-07-12 04:32 pm (UTC)(Und danke fürs Adden...ich poste momentan aber nur...sehr wenig XD)
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Date: 2021-07-12 09:25 pm (UTC)Gern geschehen, danke fürs Zurückadden. Ich les natürlich gern mit, wenn du gelegentlich mal außerhalb der Sommerchallenge was postest, aber ich adde gerade hauptsächlich quer durch den Gemüsegarten, damit ich meine 120-Beiträge direkt in meinem gefriendslockten Journal hochladen kann, ohne dabei die anderen Teilnehmer der Sommerchallenge auszusperren. xD