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Fandom: Criminal Minds
Challenge: # 2 You want forgivness? Get religion!
Words: 383
Anmerkung: Ich schreibe seeehr selten Fanfics und hab noch nie eine zu Criminal Minds geschrieben. Könnte daran liegen, dass ich die Serie liebe und nicht durch zuviel OOCness verhunzen will. Aber ein Spidermanzitat ist einfach zu passend.
Es spielt in der dritten Staffel, zwischen „Seven Seconds“ und „About face“


Rückflüge verlaufen immer gleich. Zwar schläft man mal oder liest, während man auf anderen Flügen die Zeit mit Pokerspielen und Geschichten verbringt, aber insgeheim geht es doch immer nur um das eine. Mit dem Erlebten abzuschließen und die eigene Ruhe wieder zu finden. Garcia hatte Recht, als sie J.J. sagte, dass sie schlimmeres erlebt hatten. Das Mädchen war am Leben, die Schuldigen verhaftet. Kein Serientäter – nur ein kleines Familiendrama.

 
„J.J.?“ Reid sieht sie unsicher an.
Mist. Sie hatte ihm kein Stück zugehört.
„Glaubst Du Jeremy kommt klar?“ Kaum hat sie die Frage ausgesprochen, kommt sie sich selbst ein wenig blöd vor. Natürlich kommt Jeremy nicht klar. Sein Vater hat seine kleine Cousine Katie missbraucht. Seine Mutter hat Katie verschleppt, und versucht die vermeintliche Konkurrenz aus dem Weg zu schaffen.
Reid lässt seine Augen unruhig über die Tischplatte gleiten. J.J. weiß, dass er nach einer aufbauenden Antwort sucht. In seinem Kopf ruft er sicherlich momentan Statistiken darüber ab. In wie vielen Fällen wuchsen Kindern aus destruktiven Familien in Pflegefamilien auf und wurden enorm glücklich. Wenn es welche gibt…also Statistiken. Oder glückliche Kinder. Wie konnten seine Eltern so etwas tun, ohne an ihren eigenen Sohn zu denken. „Wie soll er seinen Eltern das jemals verzeihen können?“
Spencer sieht von der Tischplatte auf und J.J. direkt an. „You want forgivness. Get religion!”
Obwohl J.J. immer noch aufrecht auf ihrem Platz sitzt, hat sie das Gefühl innerlich immer weiter zusammen zu sinken. Mit Reid über das Thema gescheiterte Kindheit zu reden, war ja schon eine selten kluge Idee gewesen. Aber diese Antwort…Hätte er vor seiner Entführung so reagiert?
Immer wenn J.J. merkt, wie Spencer sich durch die Entführung verändert hat, spürt sie gleichzeitig diese kleinen, fiesen Schuldgefühle an sich nagen. Vergebung will sie auch, vorallem sich selbst endlich vergeben können. Der Job verändert auf Dauer jeden, aber Reids manchmal gerade zu kindlichen Sätze und Freuden fehlen ihr. Hätten sie sich damals nicht getrennt…
„Peter Parker!“
„Was?“ J.J. wirkt irritiert. Sie kennt den Name irgendwoher.
„Peter Parker sagt das in Spiderman 3. Wusstest Du, dass es über 38.000 Spinnenarten…
J.J.s Lächeln verwandelt sich in ein echtes. Und für den Bruchteil einer Sekunde kommt ihr der Gedanke, dass sie vielleicht, nur ganz vielleicht nächstes Jahr doch mit Reid zur Comiccon fahren könnte.    

 

Date: 2008-04-25 03:28 am (UTC)
From: [identity profile] darkcloe.livejournal.com
Sehr sehr süß!
Und wegen OOCness musst du dir keine großen Sorgen machen, glaube ich. So ein Zitat passt irgendwie zu Reid XD

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