[R/I: Enttäuschte Erwartungen] (für mich)
Jul. 8th, 2021 04:16 pmChallenge: Romantik/Intimität – Enttäuschte Erwartungen (für mich)
Fandom: Black Cat
Charaktere/Pairings: Creed Diskenth/Train Heartnet
Kommentar: pre-canon und ja canondiv und ich hab auch keine ahnung ^///^
(vielleicht wollte ich auch irgendne pre-canon fic schreiben, in der es kein drama am ende gibt *hust* und vielleicht kriegt das nochmal irgendwann ne fortsetzung~)
Still blickte er an die Decke seiner kleinen Wohnung, streckte seinen Arm aus und dachte an die letzte Zeit.
Die letzten Tage hatte er so wenig von ihm gehört, dass es ihn ein wenig sorgte. Auch, weil er seit einer Weile darüber nachdachte, was wäre, wenn sie fliehen würden. Irgendwohin, wo niemand sie je finden würde.
Was würde so schlimm daran sein, als Verräter zu leben? Selbst wenn jemand darauf aus war, sie deswegen zu töten, so einfach wäre es nicht, dies zu schaffen. Erst recht, wenn sie zusammen, als ein Team, unterwegs waren.
Er schloss langsam seine Augen, legte sich einen Arm über die Stirn und dachte an das letzte Mal, dass er bei ihm gewesen war. Das Gefühl, wie sie sich geküsst hatten, war immer noch fest in seinen Erinnerungen verankert und es fühlte sich an, als wenn er immer noch zu genau wusste, wie es sich anfühlte.
Er musste diesen Plan starten und endlich von dort wegkommen. Immerhin würde er ihm folgen, oder?
Seine Lippen verzogen sich zu einem sicheren Lächeln. Natürlich würde er ihm folgen, er tat es immerhin immer.
Sobald er sich ein wenig ausgeruht hatte, würde er alles dafür in die Wege leiten, dass sie von hier wegkamen. Immerhin musste er sich darauf vorbereiten, dass er sich zur Not seinen Weg in die Freiheit erkämpfen musste.
––––
Ein leichter Luftzug drang zu ihm, während er bemerkte, wie das Licht der untergehenden Sonne noch etwas schwach in seine Wohnung fiel.
Wie lange hatte er geschlafen?
Er richtete sich auf, blinzelte einen Moment den Schlaf aus seinen Augen, bevor er zur Seite sah. Er hatte doch einen Entschluss gefasst, um von hier zu verschwinden, um sie endlich zu verlassen, um mit ihm zu fliehen, damit sie frei leben konnten.
Er wusste, dass es gefährlich war, sich von ihnen befreien zu wollen, aber wer sollte sie aufhalten?
Seine Augen fielen auf die Rose, die auf seinem Nachttisch in einer Vase stand und er lächelte sanft, zuckte kurz darauf allerdings zusammen, als ihm eine Karte daneben auffiel.
Er zuckte zusammen, als er die kurze Nachricht erkannte, weitete seine Augen und richtete sich auf. Das konnte nicht sein. Wieso? Jetzt, wo er plante, dass sie irgendwohin flohen, konnte er nicht wirklich das tun, oder?
Ohne groß über etwas anderes nachzudenken sprang er auf, griff nach seinem Mantel und war mit schnellen Schritten nach draußen gerannt. Er musste ihn finden. Er musste ihn finden, bevor irgendetwas passierte, was er absolut nicht wollte. Was würde sein, wenn er es nicht rechtzeitig schaffte? Konnte er es vergessen, wenn er es genau wusste?
„Du Idiot ...“, brachte er leise von sich, ohne auf jemanden zu achten, an dem er vorbeilief, geradewegs die Straße entlang. Sein einziges Ziel war es, zu dem Festival zu kommen, bevor irgendetwas Schlimmeres passierte.
Er fühlte absolut nichts mehr, während er einfach nur rannte, die Geräusche um sich herum bekam er nicht einmal mit. Genauso wenig wie die Stimmen, die um ihn herum waren. Es gab nur ein Ziel, was er hatte und was er hoffentlich rechtzeitig erreichte.
In einer kleineren Gasse in der Nähe des Hafens blieb er erschrocken stehen, verlangsamte seine Schritte und starrte zu seinem Partner. „Was ... was machst du da?“
„Oh, du bist schon hier, Train“, drang diese viel zu erheiternde Stimme seines Freundes, Partners, zu ihm, während er ihn angrinste, „keine Sorge, sie wird dich nicht länger belästigen.“
„Sag mir, dass das nicht wahr ist“, flüsterte Train fast mehr, als dass er es laut aussprach, trat an ihm vorbei.
„Es ... ist schon gut, Train-kun“, hörte er leise Sayas Stimme zu ihm durchdringen, so dass er seinen Blick zu ihr richtete, „es ist alles gut.“
Kurz seufzte er, drehte sich wieder um. „Ich dachte, du wärst anders, Creed“, murmelte er und schluckte, „ich dachte, wir könnten ... zusammen irgendwohin fliehen, wo sie uns nicht finden.“
„Was? Was meinst du damit, Train?“, erwiderte Creed ein wenig fragender, „ich habe dich nur von ihr–“,
„Saya ist der Grund, dass ich darüber nachdenke, von dort zu verschwinden. Das alles hinter mir zu lassen“, entgegnete Train ruhig und sorgte für ein bedrücktes Lächeln, „und ich hatte nie vor, ohne dich zu gehen, bis ... warum.“
„Train, wieso–“, blinzelte Creed ihm entgegen, „was genau meinst du damit? Du wolltest fliehen?“
„Lass uns irgendwohin, wo niemand von ihnen uns je finden würde“, sagte Train ernster, trat zu ihm, „und lass uns hierüber nicht reden.“
„Okay, klar, lass mich hier liegen und vergiss mich einfach, Train-kun“, brummte Saya hinter ihnen etwas eingeschnappter.
„Du wirkst nicht, als wenn du wirklich verletzt bist“, entgegnete Train und sah kurz zu ihr, bemerkte ihren Blick, der eher eingeschnappt war, als dass sie wirklich schwerer verletzt war.
„Okay, okay, verstehe schon, du hältst lieber zu diesem seltsamen Killer, als zu deiner Freundin“, brummte Saya und setzte sich auf, verschränkte ihre Arme vor sich.
„Hm“, nickte Train, umfasste Creeds Hand und grinste sie an, „in gewisserweise hast du recht. Ich werde mit meinem Freund von hier fliehen. Du zeigst doch, dass es dir gut geht, Saya.“
„Waaaa–“, blinzelte sie ihn an, weitete ihre Augen, „moment, wie, wo, was, warum, hääää?“
„Train, was genau meinst du gerade?“, fragte Creed etwas genauer nach, sah ihn von der Seite her an.
„Ich plane, Kronos zu verlassen und wenn es sein muss mit dir solange zu fliehen, bis uns niemand von ihnen findet“, sagte Train und zuckte mit den Schultern, drehte sich zu ihm und lächelte ihn an, „aber nur, wenn du mich nicht noch einmal so schockst, indem du meine Freunde töten willst.“
„Oh ...“, erwiderte Creed ein wenig zu überrascht, bevor er lächelte, „alles, was du willst, Train.“