feuchen: (Default)
[personal profile] feuchen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Serenity
Challenge: Romantik/Intimität – Beschützerinstinkt (für mich)
Fandom: Yuukoku no Moriarty
Charaktere/Pairings: Albert James Moriarty/William James Moriarty
Kommentar: spielt irgendwann noch „während“ dem Canon? (möglicherweise angedeutetes, zukunftsmäßiges Threesome? ja, ich will das immer noch schreiben, aber T^T)




Seit dem Moment, in dem Albert diesen Jungen damals bei dem Waisenhaus gesehen hatte, hatte er gespürt, dass er sich von ihm angezogen fühlte. Auch, wenn er damals nicht wirklich gemerkt hatte, was genau es war, was Will in ihm ausgelöst hatte.

Er hatte anfangs wirklich gedacht, dass es nur damit zusammenhing, dass er ihm helfen wollte, ihm glauben wollte, dass er etwas in diesem Land verändern konnte.

Es fühlte sich immer irgendwie so an, als wenn sie nicht nur das gleiche Ziel hatten und deswegen zusammenarbeiteten.

Vermutlich war sich Albert viel zu früh bewusst, dass er ihm nahe sein wollte. Dass er für William da sein wollte, wann immer er ihn brauchte. Dass er ihn beschützen wollte, wenn er sah, was passierte, oder das er einen seiner Schwächeanfälle bekam.

Wenn er ihn so sanft ansah, mit diesem Blick, der gefühlt nur ihm galt, auch wenn Albert sicher war, dass Louis vermutlich auf eine ähnliche Weise angesehen wurde. Es war der Moment, in dem er nicht mehr sicher war, ob William ihn nicht doch nur als Bruder sah, obwohl sie nicht blutsverwandt waren. Obwohl er so viel mehr für ihn sein wollte.

Als er mitbekommen hatte, wie William auf diesem Schiff auf Sherlock getroffen war, hatte er ein unwohles Gefühl gehabt, als wenn er ihn nur noch mehr bei sich haben wollte. Vielleicht, weil er damals bereits gespürt hatte, dass der Blick, den er Sherlock zuwarf, anders war, als der, mit dem er Louis oder ihn bedachte.

Erst recht, als Louis ihm von dem Treffen in dem Zug erzählt hatte.

Es sorgte jedes Mal dafür, dass Albert ihn nicht wirklich mit Sherlock alleine lassen wollte. Es würde absolut nicht gut sein, wenn William zu viel mit diesem Detektiv zu tun hatte, immerhin waren sie Feinde, Gegenspieler.

Langsam richtete Albert seinen Blick auf die Gestalt seines Bruders, der gerade gegen seine Schulter lehnte und leise schlief. Er strich ihm ein wenig über die Wange, ein wenig die blonden Haare zur Seite, während er lächelte. „Warum siehst du ihn nur so an, Will?“, flüsterte er leise vor sich hin, lehnte sich ein Stück zurück, während er den Jüngeren langsam auf seinen Schoß rutschen ließ und ihm dabei weiter durch die Haare strich.

Es war nicht die Tatsache, dass er jemand anderen so ansah, damit würde Albert leben können, wenn er einfach glücklich war. Es war die Tatsache, dass es Sherlock war, den sein Bruder mit diesem Blick ansah.

Er beugte sich ein wenig vor und hauchte ihm einen kurzen Kuss auf die Stirn, lächelte ihn sanft an. Albert wusste, dass er nur das Beste für William wollte, auch wenn es Sherlock war, der ihn am glücklichsten machen sollte. Er würde es akzeptieren, aber er würde nie aufhören, ihn zu beschützen.

„Du siehst bedrückt aus“, kam leise Williams Stimme an seine Ohren, worauf er bemerkte, wie sich diese roten Augen nun auf ihn gerichtet hatten.

„Es ist–“, fing Albert an, schüttelte allerdings den Kopf, bevor er weitersprechen konnte. William würde eh erkennen, dass es nichts weiter als eine faule Ausrede war, weswegen er einfach nur still zu ihm blickte und bemerkte, wie William seine Hände zu seinen Wangen führte und ihn festhielt, ihn aus seiner liegenden Position ansah.

„Du machst dir Sorgen“, flüsterte William und sah ihn ruhig an.

„Du bedeutest mir zu viel, Will“, entgegnete Albert schließlich leise und lächelte ihn an, „... und ...“

„Du bedeutest mir auch viel, Albert“, sagte William ebenfalls zu leise, so dass es mehr ein Flüstern war, bevor er sich ein wenig aufsetzte, allerdings kurz darauf zu ihm rutschte.

Albert schluckte, versuchte, ein wenig seinem Blick auszuweichen, weil er doch wusste, dass er das nur als Bruder meinte. Weil es doch nichts anderes war, als das, was er für Louis empfand.

„Albert“, fing William erneut an und sorgte dafür, dass er ihn wieder an den Wangen berührte, Albert dazu brachte, ihn wieder anzusehen, „ist es ... seltsam, wenn ich dich jetzt am liebsten küssen wollen würde?“

Sekundenlang starrte Albert einfach nur in diese roten Augen, die ihn so ruhig und abwartend ansahen, bevor er langsam realisierte, was William ihn gefragt hatte. Schließlich lächelte er und beugte sich ein Stück vor, kam ihm langsam entgegen und sorgte dafür, dass er absolut nichts dagegen hatte.

Es war ein bisschen seltsam und unbeholfen, als sich ihre Lippen das erste Mal berührten, aber es fühlte sich an, als wenn er einfach nur glauben konnte, dass er das alles die ganze Zeit falsch gesehen hatte. Vielleicht hatte er sich viel zu viele Gedanken bezüglich Sherlock und William gemacht? Vielleicht ...

„Albert?“, hauchte William ihm leise entgegen, als sie sich wieder ein Stück voneinander zurückgezogen hatten, „... meinst du das ... ernst?“

„Dass ich dich mehr mag, seit ich dich das erste Mal gesehen habe?“, flüsterte Albert und lächelte leicht, „hm.“

„Warum kann es nicht so einfach sein ...?“, murmelte William und drückte sich gegen seinen Oberkörper, hielt sich an Alberts Oberteil fest, so dass Albert das Gefühl hatte, dass es gar nicht so einfach war, wie er gerade gedacht hatte.

„Will ...?“, flüsterte Albert leise und versuchte, die Aufmerksamkeit des Jüngeren wieder zu bekommen. Oder darauf zu warten, dass er weitersprach, was ihn noch plagte.

„Ich denke ... ich habe mich auch in Sherlock verliebt ...“, flüsterte William leise weiter, ohne sich groß von ihm wegzubewegen, „dabei ... ich weiß, dass es zu gefährlich wäre, ihn häufiger zu sehen.“

Albert schluckte, bewegte seine Hand über den Rücken des Jüngeren, drückte ihn etwas mehr an sich. „Dich dagegen wehren bringt auch nichts, Will“, sagte er schließlich leise, „die Frage ist nur, ob es euch oder ihn glücklich machen würde, wenn doch klar ist, wie das hier endet.“ Immerhin endete der Plan damit, dass sie ebenfalls starben.

„Ich weiß“, flüsterte William weiter gegen ihn gedrückt, „ich kann ihm nichts sagen. Ich muss dafür sorgen, dass Sherlock keine allzu große Bindung zu uns – zu mir – aufbaut.“

„Das ist wohl das Beste“, entgegnete Albert und hielt ihn nur weiter fest, streichelte ihm über den Rücken.

Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios