Tag-Team: Tanzkurs
Sep. 26th, 2020 11:42 pmTeam: Pluto
Challenge: Tag-Team - Tanzkurs (Päckchen 10, Megateam)
Fandom: Nocturne Whispers
Charaktere: Dr. Michael Turner, Aidan Harper
Inspiriert von Aleas Spiegelbild
Anmerkung: Bei Gefallen für
nyx_chan
Der Werwolf wirkte erstaunlich ruhig, dafür dass er gerade einem Vampir gegenüberstand, den er noch nie im Leben gesehen hatte. Mitten in der Nacht nach seiner Spätschicht. „Für jemanden, der so wenig versucht, sich zu verstecken sind Sie recht schwer zu finden, Mr Harper.”
„Könnte der Allerweltsname sein.” Aidan verlagerte das Gewicht seines Rucksacks von einer Schulter auf die andere und wich Michaels Blick dabei keine Sekunde lang aus. Dahinter lag der Wolf, aber erstaunlich gut unter Kontrolle. Die Schwester war eine ganz andere Hausnummer. Eigentlich war es bedauerlich, dass die Tage der beiden gezählt waren. Geschwister waren unter den Wölfen schwer zu kriegen, normalerweise gehörten sie zu einem Rudel und waren entsprechend gut geschützt. Aber zwei Einzelgänger? Das war eine andere Angelegenheit. Wenn Jonathan wieder in der Stadt war, sollte er vielleicht versuchen, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Tot wären die Harpers am Ende trotzdem und damit eine alte Werwolfslinie Geschichte. Michael fand es nicht in sich, das zu bedauern. Seinen Teil dazu beigetragen zu haben dagegen war recht faszinierend. Bedauerlich war eher, dass wohl niemanden groß interessieren würde.
„Möglich”, antwortete er mit einem dünnen Lächeln. „Der schützt aber auch nur für eine begrenzte Zeit.”
„Dem kann ich wohl kaum widersprechen. Sonst wären Sie kaum hier. Wie kann ich Ihnen helfen? Mr…”
Michael ignorierte die unverholene Frage nach seinem Namen. Bei seinen Kontakten würde Aidan keine Schwierigkeiten haben, herauszufinden wer er war. Wenn der pelztragende Mechaniker wirklich so tief gesunken war, ihn auf ihn anzusetzen, hatte der Köter schon einiges über ihn gehört. Im Moment war er aber nicht bereit, seinen kleinen Vorteil aufzugeben.
„Ich dachte, vielleicht kann ich Ihnen helfen. Sie gelten als sehr gut informiert.”
„Möglich.” Aidan spiegelte sein Lächeln nur für einen kurzen Moment, dann war er wieder ernst und wachsam. Was nicht wirklich zu einem Typen in einem verwaschenen Pullover mit Che Guevara-Aufdruck und wirren zu langen Haaren passen wollte. Wäre da nicht weiterhin das Tier dicht unter der Oberfläche. Anscheinend waren sie beide gut in diesem Spiel. Am Ende würde aber die Erfahrung gewinnen und das hatte Michael dem Jungspund vor ihm eindeutig voraus.
„Es besteht kein Grund für Bescheidenheit. Und ich vermute, in Ihrer Lage sollten Sie etwas entgegenkommender sein. Ihr Leben könnte davon abhängen. Und das Ihrer Schwester.”
Da fletschte der Wolf kurz die Zähne, Michael konnte es deutlich sehen. Die Schwester war der Schwachpunkt. Natürlich. Geschwister waren in aller Regel eng verbunden, wenn sie dann auch noch zu rudelorientierten Tieren geworden waren, wohl umso mehr. Es wäre wirklich eine Verschwendung von Material, sollten sie einfach so sterben. Dann war das Raubtier wieder an der Leine. Ob es daran lag, dass sie hier in der Öffentlichkeit waren oder daran, dass er den Vertrag mehr achtete als andere seiner Art, würde wohl erstmal offen bleiben. Es stellte auf jeden Fall einen interessanten Kontrast zu der als… impulsiv geltenten Schwester dar. Stünde sie mit dem Rücken zur Wand, würde sie wohl eher zum Angriff übergehen. Aidan dagegen fragte nach einer ganzen Weile: „Das hängt davon ab, was sie als ‚entgegenkommender‘ betrachten.”
Er hätte auch einfach „Was wollen Sie?” fragen können, aber es war klar, dass der Werwölf sich diese Blöße nicht geben wollte. Dabei kam es am Ende auf dasselbe hinaus. Michael ließ sich noch etwas Zeit mit der Antwort. Er führte hier und das sollte Aidan besser klar werden. „Sie haben Kontakte zum Simmons-Rudel und den Wächtern.”
Das Raubtier war zurück. Gut. Es passte nicht zu einem Tier, so zu tun, als wäre es zivilisiert.
„Das gilt nicht nur für mich”, gab Aidan zurück, diesmal klang er aber deutlich defensiver.
„Ich weiß. Aber Sie stehen mit dem Rücken zur Wand. Mich interessiert Ihre kleine Fehde nicht. Aber ich könnte behilflich sein, wenn Sie im Gegenzug mir helfen.”
Natürlich war das eine Lüge. Aber gerade die Wächter wurden mehr und mehr zum Ärgernis. Wenn die ihm auf die Schliche kamen, war er erledigt. „Es gibt Mittel und Wege unterzutauchen. In Ihrem Fall müsste es ja nur für ein paar Jahrzehnte sein, dann hat die Natur sich der Sache angenommen.”
„Und im Gegenzug soll ich meine Leute ans Messer liefern? Danke, ich verzichte.” Jede Höflichkeit war aus Aidans Stimme verschwunden und feine Ohren konnten deutlich das Knurren hören. Interessant. Waren alle Einzelgänger anderen gegenüber so loyal? Michael neigte aber nur höflich den Kopf. „Das ist bedauerlich. Denken Sie trotzdem darüber nach. Immer steht nicht nur Ihr Leben auf dem Spiel.” Die Provokation war beabsichtigt und erfolgreich. Jetzt knurrte der Wolf deutlich hörbar. Jemand, der eigentlich so vorsichtig im Hintergrund agierte ließ sich nicht gerne unter Druck setzen. Michael blieb natürlich vollkommen gelassen. „Denken Sie darüber nach, Mr. Harper. Ich komme bei Gelegenheit wieder auf Sie zu.”
„Sparen Sie sich die Mühe.”
Das würdigte er nicht einmal einer Antwort, sondern wandte sich einfach nur ab, und ging.
Challenge: Tag-Team - Tanzkurs (Päckchen 10, Megateam)
Fandom: Nocturne Whispers
Charaktere: Dr. Michael Turner, Aidan Harper
Inspiriert von Aleas Spiegelbild
Anmerkung: Bei Gefallen für
Der Werwolf wirkte erstaunlich ruhig, dafür dass er gerade einem Vampir gegenüberstand, den er noch nie im Leben gesehen hatte. Mitten in der Nacht nach seiner Spätschicht. „Für jemanden, der so wenig versucht, sich zu verstecken sind Sie recht schwer zu finden, Mr Harper.”
„Könnte der Allerweltsname sein.” Aidan verlagerte das Gewicht seines Rucksacks von einer Schulter auf die andere und wich Michaels Blick dabei keine Sekunde lang aus. Dahinter lag der Wolf, aber erstaunlich gut unter Kontrolle. Die Schwester war eine ganz andere Hausnummer. Eigentlich war es bedauerlich, dass die Tage der beiden gezählt waren. Geschwister waren unter den Wölfen schwer zu kriegen, normalerweise gehörten sie zu einem Rudel und waren entsprechend gut geschützt. Aber zwei Einzelgänger? Das war eine andere Angelegenheit. Wenn Jonathan wieder in der Stadt war, sollte er vielleicht versuchen, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Tot wären die Harpers am Ende trotzdem und damit eine alte Werwolfslinie Geschichte. Michael fand es nicht in sich, das zu bedauern. Seinen Teil dazu beigetragen zu haben dagegen war recht faszinierend. Bedauerlich war eher, dass wohl niemanden groß interessieren würde.
„Möglich”, antwortete er mit einem dünnen Lächeln. „Der schützt aber auch nur für eine begrenzte Zeit.”
„Dem kann ich wohl kaum widersprechen. Sonst wären Sie kaum hier. Wie kann ich Ihnen helfen? Mr…”
Michael ignorierte die unverholene Frage nach seinem Namen. Bei seinen Kontakten würde Aidan keine Schwierigkeiten haben, herauszufinden wer er war. Wenn der pelztragende Mechaniker wirklich so tief gesunken war, ihn auf ihn anzusetzen, hatte der Köter schon einiges über ihn gehört. Im Moment war er aber nicht bereit, seinen kleinen Vorteil aufzugeben.
„Ich dachte, vielleicht kann ich Ihnen helfen. Sie gelten als sehr gut informiert.”
„Möglich.” Aidan spiegelte sein Lächeln nur für einen kurzen Moment, dann war er wieder ernst und wachsam. Was nicht wirklich zu einem Typen in einem verwaschenen Pullover mit Che Guevara-Aufdruck und wirren zu langen Haaren passen wollte. Wäre da nicht weiterhin das Tier dicht unter der Oberfläche. Anscheinend waren sie beide gut in diesem Spiel. Am Ende würde aber die Erfahrung gewinnen und das hatte Michael dem Jungspund vor ihm eindeutig voraus.
„Es besteht kein Grund für Bescheidenheit. Und ich vermute, in Ihrer Lage sollten Sie etwas entgegenkommender sein. Ihr Leben könnte davon abhängen. Und das Ihrer Schwester.”
Da fletschte der Wolf kurz die Zähne, Michael konnte es deutlich sehen. Die Schwester war der Schwachpunkt. Natürlich. Geschwister waren in aller Regel eng verbunden, wenn sie dann auch noch zu rudelorientierten Tieren geworden waren, wohl umso mehr. Es wäre wirklich eine Verschwendung von Material, sollten sie einfach so sterben. Dann war das Raubtier wieder an der Leine. Ob es daran lag, dass sie hier in der Öffentlichkeit waren oder daran, dass er den Vertrag mehr achtete als andere seiner Art, würde wohl erstmal offen bleiben. Es stellte auf jeden Fall einen interessanten Kontrast zu der als… impulsiv geltenten Schwester dar. Stünde sie mit dem Rücken zur Wand, würde sie wohl eher zum Angriff übergehen. Aidan dagegen fragte nach einer ganzen Weile: „Das hängt davon ab, was sie als ‚entgegenkommender‘ betrachten.”
Er hätte auch einfach „Was wollen Sie?” fragen können, aber es war klar, dass der Werwölf sich diese Blöße nicht geben wollte. Dabei kam es am Ende auf dasselbe hinaus. Michael ließ sich noch etwas Zeit mit der Antwort. Er führte hier und das sollte Aidan besser klar werden. „Sie haben Kontakte zum Simmons-Rudel und den Wächtern.”
Das Raubtier war zurück. Gut. Es passte nicht zu einem Tier, so zu tun, als wäre es zivilisiert.
„Das gilt nicht nur für mich”, gab Aidan zurück, diesmal klang er aber deutlich defensiver.
„Ich weiß. Aber Sie stehen mit dem Rücken zur Wand. Mich interessiert Ihre kleine Fehde nicht. Aber ich könnte behilflich sein, wenn Sie im Gegenzug mir helfen.”
Natürlich war das eine Lüge. Aber gerade die Wächter wurden mehr und mehr zum Ärgernis. Wenn die ihm auf die Schliche kamen, war er erledigt. „Es gibt Mittel und Wege unterzutauchen. In Ihrem Fall müsste es ja nur für ein paar Jahrzehnte sein, dann hat die Natur sich der Sache angenommen.”
„Und im Gegenzug soll ich meine Leute ans Messer liefern? Danke, ich verzichte.” Jede Höflichkeit war aus Aidans Stimme verschwunden und feine Ohren konnten deutlich das Knurren hören. Interessant. Waren alle Einzelgänger anderen gegenüber so loyal? Michael neigte aber nur höflich den Kopf. „Das ist bedauerlich. Denken Sie trotzdem darüber nach. Immer steht nicht nur Ihr Leben auf dem Spiel.” Die Provokation war beabsichtigt und erfolgreich. Jetzt knurrte der Wolf deutlich hörbar. Jemand, der eigentlich so vorsichtig im Hintergrund agierte ließ sich nicht gerne unter Druck setzen. Michael blieb natürlich vollkommen gelassen. „Denken Sie darüber nach, Mr. Harper. Ich komme bei Gelegenheit wieder auf Sie zu.”
„Sparen Sie sich die Mühe.”
Das würdigte er nicht einmal einer Antwort, sondern wandte sich einfach nur ab, und ging.
no subject
Date: 2020-09-26 10:12 pm (UTC)