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Tabelle / Challenge: Angst – kein Empfang (Päckchen 10, Superteam)
Team: Melpomene (alle)
Fandom: Bungou to Alchemist
Charaktere: Shiga Naoya, Mushanokouji Saneatsu, Mori Ougai
Pairings: Shiga/Musha
Kommentar: kann man evtl als alternative Fortsetzung zu der einen Anime-Folge sehen (in der Shiga am Ende stirbt), kann aber auch was ganz anderes sein ^^;
(und mein Kopf mag gerade eher angst oder so schreiben...)



Es war dunkel. Die Kälte überfiel ihn und dennoch hatte er das Gefühl, dass er den Blick seines Freundes vor sich sah.
Musha?
Shiga schluckte, als er beim Versuch keinen Ton über die Lippen bekam. Wieso konnte er nichts sagen?
Wieso sah er Musha die ganze Zeit vor sich, konnte ihn aber nicht ansprechen oder ihn berühren, wenn er seine Arme ausstreckte?
Wo war er hier?
„Warum ...? Warum, Shiga?“
Er hörte Mushas Stimme, die von einigen Schluchzern unterbrochen wurde. Wieso konnte er ihm nicht sagen, dass er hier war? Wieso konnte er ihn nicht berühren?
Ich bin hier. Ich bin hier, Musha ...
Er wollte es sagen, aber er konnte nicht. Es kam einfach kein Ton über seine Lippen.
Er streckte seinen Arm aus, wollte die Wange des anderen berühren und ihm eine der Tränen wegwischen, allerdings bemerkte er nur, dass er Musha nicht einmal erreichte.
„Wir wissen nicht, wann er wieder zu sich kommt“, drang eine weitere Stimme zu Shiga durch, auch, wenn er wusste, dass es eher zu Musha gesprochen war.
Er erkannte Moris Gesicht, während er Musha besorgt ansah. „Du solltest etwas schlafen.“
„Ich ... ich kann nicht“, schüttelte Musha schluchzend den Kopf, drückte sich dann gegen Shigas Oberkörper, worauf er das Gesicht seines Freundes nur noch deutlicher erkannte, obwohl Musha so weit von ihm weg schien. „Was– was, wenn Shiga aufwacht, wenn ich nicht hier bin? Ich muss–“,
Musha.
Er wünschte, er könnte ihm sagen, dass er genauso wollte, dass er schlief. Er wusste momentan ja nicht einmal, wie er aufwachen sollte. Was genau war das eigentlich, wo er war?
„Es bringt nichts“, flüsterte Mori ihm zu, „du musst dich auch ausruhen.“
„Aber–“, fing Musha an, schluckte und fuhr sich mit dem Ärmel über die Augen, „... Shiga?“
„Ruh dich wenigstens ein paar Stunden aus. Ich lasse dich wecken, wenn sich etwas bei ihm verändert“, sagte Mori und strich Musha kurz über den Rücken.
Es tut mir leid, Musha ... ich wünschte, ich könnte dich gerade festhalten, aber ...
Shiga schluckte und schüttelte den Kopf, beobachtete, wie sich Musha ein wenig aufrichtete. Seine Augen wirkten zu müde und er sah wirklich so aus, als hätte er schon eine ganze Weile nicht mehr ordentlich geschlafen.
Es sorgte dafür, dass er sich nur noch miserabler fühlte. Es war seine Schuld, dass Musha sich nicht erholen konnte. Wieso konnte er nicht endlich auf ihn reagieren? Wieso konnte er seinen Freund nicht endlich in die Arme schließen?
Er wollte seinen Freund endlich wieder berühren, mit ihm sprechen, ihn bei sich fühlen, aber er konnte einfach nicht zu ihm durchkommen. Was hinderte ihn nur daran? Wieso konnte er nicht endlich aufwachen? Was war nur passiert, dass er sich so fühlte, als wenn er nichts tun konnte, außer zusehen, was dort passierte? Zusehen konnte, wie sein Freund gerade litt?

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