h/c: "oder auch nicht..."
Sep. 18th, 2020 09:51 pmTeam: Superteam Melpopluto
Challenge: h/c - "oder auch nicht..." (Päckchen 4, fürs Team)
Fandom: Voltron
Charaktere: Keith, Lance, Shiro
Teil 1, Teil 2
Hunks Kontakt war am folgenden Abend nicht aufgetaucht, aber das war nicht weiter beunruhigend. Die Leute hatten ja auch ein Leben und oft sogar Familie. Da konnten sie sich nicht jeden Abend besaufen. Das jedenfalls war Keiths Meinung. Es gab vermutlich genug, die das anders sahen.
„Bist du sicher, dass das ne gute Idee ist?”, fragte Lance jetzt schon zum mindestens hundertsten Mal. Es begann wirklich zu nerven. Vielleicht hätte er ihn doch nicht fragen sollen. Aber dann hätte Hunk ihm hinterher eine Predigt gehalten und so masochistisch war Keith nun wirklich nicht.
„Nein. Immer noch nicht. Darum ertrage ich ja dich”, knurrte er und erntete nur ein Schnauben.
„Wer erträgt hier wen?”
„Verzieh dich und versteck dich irgendwo. Und sei vorsichtig.”
„Keine Sorge, mich bemerkt der nicht.” Lance Grinsen verriet deutlich, worauf er anspielte und Keith hätte ihm gerne eine reingehauen. Aber dazu hatte er keine Zeit mehr, die Sonne ging bereits unter und er wollte vor dem Paladin da sein. Selbst erstmal im Verborgenen um sicherzugehen, ob der wirklich alleine kam. Eine Weile tat sich aber nichts und es schien auch sonst keiner in der Nähe zu sein. Sollte der Paladin etwa wirklich Wort halten? Was lief denn bei dem bitte falsch? Oder richtig, das kam wohl immer auf die Perspektive an.
Erst als die Sonne verschwunden war und der Himmel sich zunehmend zu verdunkeln begann, hörte Keith Schritte. Von nur einer Person. Der Paladin? Aufmerksam sah er in die entsprechende Richtung bis er den Mann deutlich sehen konnte. Bei ihren bisherigen Begegnungen hatte er wenig Gelegenheit gehabt, ihn genauer zu mustern. Beim ersten Mal war er schon halb bewusstlos gewesen und vorgestern eher darauf bedacht, lebend aus der Sache herauszukommen. Der Paladin hatte nur einen Arm. Jedenfalls nur einen echten. Der andere war künstlich. So etwas hatte Keith noch nie gesehen und aus der Entfernung konnte er auch nichts genaueres erkennen. Wie war das möglich?
Erst nachdem der Paladin ein paar Momente auf der Lichtung stand und sich weiterhin niemand sonst zeigte oder sonstwie zu bemerken war, verließ Keith lautlos sein Versteck im Gebüsch, schlug einen Bogen und näherte sich dem Menschen dann von der Seite. Der wirkte eigentlich recht wachsam, zuckte aber zusammen, als er Keith bemerkte. Nach dem ersten Schreck lächelte er aber merklich erleichtert. „Da bist du ja. Ich hatte schon Angst, dass du gar nicht kommst.”
Keith zuckte mit den Schultern. „Hatte nichts besseres zu tun.” Zu seiner Überraschung wurde das Lächeln des Paladins etwas breiter. „Trotzdem. Du hattest eigentlich keinen Grund, mir zu vertrauen.”
„Wer sagt, dass ich das tue?” War der wirklich so naiv anzunehmen, dass er keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen hatte? Also bitte. Keith konnte sich bildlich vorstellen, wie Lance irgendwo in seinem Versteck grinste.
Der Paladin räusperte sich und wirkte für einen Augenblick wirklich verlegen. „Entschuldige. Ich habe mich auch noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Shiro.”
Das war im Leben nicht sein richtiger Name, aber Keith nahm ihn erstmal hin. „Keith. Also? Warum bin ich hier?” Er hatte nicht ewig Zeit.
„Weil du nichts besseres zu tun hattest.”
War das sein Ernst? Das war ganz sicher nicht, was Keith damit gemeint hatte, aber ging nicht auf die eindeutige Neckerei ein, sondern verdrehte nur die Augen und verschränkte die Arme. „Du bist ein Paladin. Ich bin Mischling. Was willst du von mir?”
„Nur mit dir reden. Dein Name… ist ist menschlich.”
„Gut erkannt.” Das begann langsam ermüdend zu werden. Als der Paladin, Shiro, dann einen Schritt in seine Richtung machte, wich er sofort zurück und Shiro blieb wieder stehen. „Entschuldige. Ich wollte dich nicht… erschrecken?”
„Hast du nicht.” Aber er würde ganz sicher nicht irgendeinen Fremden näher als nötig an sich heranzulassen. Besonders dann nicht, wenn es sich bei diesem Fremden um einen Paladin handelte. Er war nicht lebensmüde. Auch wenn Shiro ihm bisher nichts getan hatte. Wenn man von seinem kleinen magischen Trick absah, das war aber offenbar eher ein Versehen gewesen. Menschen spürten nur einen undurchdringlichen Widerstand, Dunkelelfen dagegen konnten durch einen Kontakt sogar komplett außer Gefecht gesetzt werden. Keith hoffte, dass seine gemischte Herkunft ihn wenigstens davor schützen konnte. Ausprobieren wollte er es aber eigentlich nicht.
„In Ordnung.” Shiro schien für einen Moment nach Worten zu suchen und wirkte, als würde er sich jetzt doch weit weg wünschen. „Ich dachte… ich weiß selbst nicht, was ich dachte. Dass ich vielleicht mehr über dich erfahren könnte.”
Was lief bei dem Typen bitte falsch? Etwas von seiner Skepsis musste in Keiths Gesicht zu sehen sein, Shiro wirkte mit einem Mal irgendwie enttäuscht. "Oder auch nicht...?”
„Wo ist der Haken?”, fragte Keith erstmal nur. Hatte der Kerl irgendwie nicht kapiert, dass sie im Grunde auf unterschiedlichen Seiten standen?
„Es gibt keinen. Ich bin nur neugierig. Du bist der erste Mischling, den ich sehe der so… menschlich aussieht.”
Keith war sich nicht sicher, ob das gerade eher in Kompliment oder vielleicht doch eine Beleidigung gewesen war. „Aha. Gut, mal angenommen, ich glaube dir. Was versprichst du dir davon?”
„Ich weiß es selbst nicht genau.” Shiro kratzte sich verlegen am Nacken. „Ich möchte einfach gerne mehr über dich erfahren.”
Das war die dämlichste Erklärung, die Keith jemals gehört hatte. Aber er blieb trotzdem stehen und sah den Paladin abwartend an. Ziemlich sicher machte er gerade einen Fehler, aber er war auch neugierig. „Von mir aus. Aber wehe du stellst dumme Fragen über meine Herkunft.” Er war keiner dieser exotischen Mischlinge die man im Bordell kaufen konnte oder die von reichen Pinkeln als Sklaven gehalten wurden.
„Ich denke, das ist machbar. Auch wenn ich zugeben muss, dass deine Geschichte mich interessiert.”
„Schön für dich.” Keith sah sich um. Der Himmel war inzwischen deutlich dunkler geworden, aber die phosporizierenden Pflanzen, die hier wuchsen tauchten die Lichtung in einen gespenstischen Schein. Nicht, dass er es nötig hätte, solange nur ein wenig Restlicht vorhanden war, konnte er hervorragend sehen. Er fragte sich, so Lance sich versteckte, aber selbst er konnte den Scharfschützen nicht entdecken. Darum war Lance auch besser, als Keith offen zugeben würde.
„Du solltest dich in Zukunft besser aus der Oberstadt fernhalten.”
„Hab ich vor.”
„Warum warst du überhaupt dort? Eine Ehebrecherin ist es kaum wert, sein Leben zu riskieren.”
„Die ist mir total egal. Aber man verdient dort besser.” Zum Beispiel um Ehebrecher hinzurichten. Auch wenn das wohl nur die beschönigte Ausdrucksweise war. Ziemlich sicher sogar.
„Ist Geld es wert, dafür sein Leben zu riskieren?”
„Man braucht Geld um zu überleben.” Gerade jemand wie er brauchte es dringend. Es gab niemanden, dem er wirklich vertraute. Wenn es hart auf hart kam, würde er sich nur auf sich selbst verlassen.
„Verstehe. Dein Leben muss hart gewesen sein.”
Daraufhin schnaubte Keith nur. Der Kerl hatte wirklich keine Ahnung. War vermutlich schon priveligiert geboren worden. Klar, arme Schlucker schafften es normalerweise nicht in einen so hohen Rang. Außer, sie waren unglaublich talentiert. Keith dagegen hatte die ersten Jahre seines Lebens praktisch alleine mit seinem Vater verbracht, der als Jäger und durch den Verkauf von Pelzen seinen Lebensunterhalt verdient hatte. Bis er gestorben und Keith alleine zurückgeblieben war. „Ich hab dir gesagt, dass meine Herkunft dich nichts angeht.”
„Ich weiß. Trotzdem kann ich nicht anders, als darüber nachzudenken. Was muss ich tun, um dich besser kennenzulernen?”
Das war doch vollkommen lächerlich. Keith verdrehte nur die Augen und sagte lieber gar nichts. Eine Weile wartete Shiro auf eine Antwort, dann seufzte er. „Okay. Was ist, wenn ich vielleicht einen Auftrag für dich habe?”
„Was für einen Auftrag?” Es war eine Falle, aber immerhin wohl keine, die ihn umbrungen wollte.
„Das muss ich erst mit einer Partnerin besprechen. Treffen wir uns Samstag nach der Segnung?”
Das war mitten am Tag. Keith hatte die Lichtempfindlichkeit der Dunkelelfen zwar nicht im vollen Ausmaß geerbt, aber wenn die Sonne hoch am Himmel stand, blieb er trotzdem lieber drin. Und es bestand keine Chance, dass er Shiro zu einem seiner Unterschlupfe lotste. „Vorher”, sagte er darum. Zwar war das sehr früh am Morgen aber damit konnte er eher leben. Shiro sah ihn erstmal verständnislos an, dann nickte er. „Einverstanden. Wir treffen uns wieder hier.”
„Von mir aus.” Er musste wirklich den Verstand verloren haben.
Challenge: h/c - "oder auch nicht..." (Päckchen 4, fürs Team)
Fandom: Voltron
Charaktere: Keith, Lance, Shiro
Teil 1, Teil 2
Hunks Kontakt war am folgenden Abend nicht aufgetaucht, aber das war nicht weiter beunruhigend. Die Leute hatten ja auch ein Leben und oft sogar Familie. Da konnten sie sich nicht jeden Abend besaufen. Das jedenfalls war Keiths Meinung. Es gab vermutlich genug, die das anders sahen.
„Bist du sicher, dass das ne gute Idee ist?”, fragte Lance jetzt schon zum mindestens hundertsten Mal. Es begann wirklich zu nerven. Vielleicht hätte er ihn doch nicht fragen sollen. Aber dann hätte Hunk ihm hinterher eine Predigt gehalten und so masochistisch war Keith nun wirklich nicht.
„Nein. Immer noch nicht. Darum ertrage ich ja dich”, knurrte er und erntete nur ein Schnauben.
„Wer erträgt hier wen?”
„Verzieh dich und versteck dich irgendwo. Und sei vorsichtig.”
„Keine Sorge, mich bemerkt der nicht.” Lance Grinsen verriet deutlich, worauf er anspielte und Keith hätte ihm gerne eine reingehauen. Aber dazu hatte er keine Zeit mehr, die Sonne ging bereits unter und er wollte vor dem Paladin da sein. Selbst erstmal im Verborgenen um sicherzugehen, ob der wirklich alleine kam. Eine Weile tat sich aber nichts und es schien auch sonst keiner in der Nähe zu sein. Sollte der Paladin etwa wirklich Wort halten? Was lief denn bei dem bitte falsch? Oder richtig, das kam wohl immer auf die Perspektive an.
Erst als die Sonne verschwunden war und der Himmel sich zunehmend zu verdunkeln begann, hörte Keith Schritte. Von nur einer Person. Der Paladin? Aufmerksam sah er in die entsprechende Richtung bis er den Mann deutlich sehen konnte. Bei ihren bisherigen Begegnungen hatte er wenig Gelegenheit gehabt, ihn genauer zu mustern. Beim ersten Mal war er schon halb bewusstlos gewesen und vorgestern eher darauf bedacht, lebend aus der Sache herauszukommen. Der Paladin hatte nur einen Arm. Jedenfalls nur einen echten. Der andere war künstlich. So etwas hatte Keith noch nie gesehen und aus der Entfernung konnte er auch nichts genaueres erkennen. Wie war das möglich?
Erst nachdem der Paladin ein paar Momente auf der Lichtung stand und sich weiterhin niemand sonst zeigte oder sonstwie zu bemerken war, verließ Keith lautlos sein Versteck im Gebüsch, schlug einen Bogen und näherte sich dem Menschen dann von der Seite. Der wirkte eigentlich recht wachsam, zuckte aber zusammen, als er Keith bemerkte. Nach dem ersten Schreck lächelte er aber merklich erleichtert. „Da bist du ja. Ich hatte schon Angst, dass du gar nicht kommst.”
Keith zuckte mit den Schultern. „Hatte nichts besseres zu tun.” Zu seiner Überraschung wurde das Lächeln des Paladins etwas breiter. „Trotzdem. Du hattest eigentlich keinen Grund, mir zu vertrauen.”
„Wer sagt, dass ich das tue?” War der wirklich so naiv anzunehmen, dass er keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen hatte? Also bitte. Keith konnte sich bildlich vorstellen, wie Lance irgendwo in seinem Versteck grinste.
Der Paladin räusperte sich und wirkte für einen Augenblick wirklich verlegen. „Entschuldige. Ich habe mich auch noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Shiro.”
Das war im Leben nicht sein richtiger Name, aber Keith nahm ihn erstmal hin. „Keith. Also? Warum bin ich hier?” Er hatte nicht ewig Zeit.
„Weil du nichts besseres zu tun hattest.”
War das sein Ernst? Das war ganz sicher nicht, was Keith damit gemeint hatte, aber ging nicht auf die eindeutige Neckerei ein, sondern verdrehte nur die Augen und verschränkte die Arme. „Du bist ein Paladin. Ich bin Mischling. Was willst du von mir?”
„Nur mit dir reden. Dein Name… ist ist menschlich.”
„Gut erkannt.” Das begann langsam ermüdend zu werden. Als der Paladin, Shiro, dann einen Schritt in seine Richtung machte, wich er sofort zurück und Shiro blieb wieder stehen. „Entschuldige. Ich wollte dich nicht… erschrecken?”
„Hast du nicht.” Aber er würde ganz sicher nicht irgendeinen Fremden näher als nötig an sich heranzulassen. Besonders dann nicht, wenn es sich bei diesem Fremden um einen Paladin handelte. Er war nicht lebensmüde. Auch wenn Shiro ihm bisher nichts getan hatte. Wenn man von seinem kleinen magischen Trick absah, das war aber offenbar eher ein Versehen gewesen. Menschen spürten nur einen undurchdringlichen Widerstand, Dunkelelfen dagegen konnten durch einen Kontakt sogar komplett außer Gefecht gesetzt werden. Keith hoffte, dass seine gemischte Herkunft ihn wenigstens davor schützen konnte. Ausprobieren wollte er es aber eigentlich nicht.
„In Ordnung.” Shiro schien für einen Moment nach Worten zu suchen und wirkte, als würde er sich jetzt doch weit weg wünschen. „Ich dachte… ich weiß selbst nicht, was ich dachte. Dass ich vielleicht mehr über dich erfahren könnte.”
Was lief bei dem Typen bitte falsch? Etwas von seiner Skepsis musste in Keiths Gesicht zu sehen sein, Shiro wirkte mit einem Mal irgendwie enttäuscht. "Oder auch nicht...?”
„Wo ist der Haken?”, fragte Keith erstmal nur. Hatte der Kerl irgendwie nicht kapiert, dass sie im Grunde auf unterschiedlichen Seiten standen?
„Es gibt keinen. Ich bin nur neugierig. Du bist der erste Mischling, den ich sehe der so… menschlich aussieht.”
Keith war sich nicht sicher, ob das gerade eher in Kompliment oder vielleicht doch eine Beleidigung gewesen war. „Aha. Gut, mal angenommen, ich glaube dir. Was versprichst du dir davon?”
„Ich weiß es selbst nicht genau.” Shiro kratzte sich verlegen am Nacken. „Ich möchte einfach gerne mehr über dich erfahren.”
Das war die dämlichste Erklärung, die Keith jemals gehört hatte. Aber er blieb trotzdem stehen und sah den Paladin abwartend an. Ziemlich sicher machte er gerade einen Fehler, aber er war auch neugierig. „Von mir aus. Aber wehe du stellst dumme Fragen über meine Herkunft.” Er war keiner dieser exotischen Mischlinge die man im Bordell kaufen konnte oder die von reichen Pinkeln als Sklaven gehalten wurden.
„Ich denke, das ist machbar. Auch wenn ich zugeben muss, dass deine Geschichte mich interessiert.”
„Schön für dich.” Keith sah sich um. Der Himmel war inzwischen deutlich dunkler geworden, aber die phosporizierenden Pflanzen, die hier wuchsen tauchten die Lichtung in einen gespenstischen Schein. Nicht, dass er es nötig hätte, solange nur ein wenig Restlicht vorhanden war, konnte er hervorragend sehen. Er fragte sich, so Lance sich versteckte, aber selbst er konnte den Scharfschützen nicht entdecken. Darum war Lance auch besser, als Keith offen zugeben würde.
„Du solltest dich in Zukunft besser aus der Oberstadt fernhalten.”
„Hab ich vor.”
„Warum warst du überhaupt dort? Eine Ehebrecherin ist es kaum wert, sein Leben zu riskieren.”
„Die ist mir total egal. Aber man verdient dort besser.” Zum Beispiel um Ehebrecher hinzurichten. Auch wenn das wohl nur die beschönigte Ausdrucksweise war. Ziemlich sicher sogar.
„Ist Geld es wert, dafür sein Leben zu riskieren?”
„Man braucht Geld um zu überleben.” Gerade jemand wie er brauchte es dringend. Es gab niemanden, dem er wirklich vertraute. Wenn es hart auf hart kam, würde er sich nur auf sich selbst verlassen.
„Verstehe. Dein Leben muss hart gewesen sein.”
Daraufhin schnaubte Keith nur. Der Kerl hatte wirklich keine Ahnung. War vermutlich schon priveligiert geboren worden. Klar, arme Schlucker schafften es normalerweise nicht in einen so hohen Rang. Außer, sie waren unglaublich talentiert. Keith dagegen hatte die ersten Jahre seines Lebens praktisch alleine mit seinem Vater verbracht, der als Jäger und durch den Verkauf von Pelzen seinen Lebensunterhalt verdient hatte. Bis er gestorben und Keith alleine zurückgeblieben war. „Ich hab dir gesagt, dass meine Herkunft dich nichts angeht.”
„Ich weiß. Trotzdem kann ich nicht anders, als darüber nachzudenken. Was muss ich tun, um dich besser kennenzulernen?”
Das war doch vollkommen lächerlich. Keith verdrehte nur die Augen und sagte lieber gar nichts. Eine Weile wartete Shiro auf eine Antwort, dann seufzte er. „Okay. Was ist, wenn ich vielleicht einen Auftrag für dich habe?”
„Was für einen Auftrag?” Es war eine Falle, aber immerhin wohl keine, die ihn umbrungen wollte.
„Das muss ich erst mit einer Partnerin besprechen. Treffen wir uns Samstag nach der Segnung?”
Das war mitten am Tag. Keith hatte die Lichtempfindlichkeit der Dunkelelfen zwar nicht im vollen Ausmaß geerbt, aber wenn die Sonne hoch am Himmel stand, blieb er trotzdem lieber drin. Und es bestand keine Chance, dass er Shiro zu einem seiner Unterschlupfe lotste. „Vorher”, sagte er darum. Zwar war das sehr früh am Morgen aber damit konnte er eher leben. Shiro sah ihn erstmal verständnislos an, dann nickte er. „Einverstanden. Wir treffen uns wieder hier.”
„Von mir aus.” Er musste wirklich den Verstand verloren haben.