Sci-Fi/Fantasy: "Lauf doch weg!"
Sep. 10th, 2020 08:06 pmTeam: Pluto
Challenge: Sci-Fi/Fantasy - "Lauf doch weg!" (Päckchen 2, fürs Team)
Fandom: Original
Charaktere: Felix, Raiven
Teil 1, Teil 2
Felix konnte nicht sagen, wie lange er wie erstarrt diese… Dinger anstarrte. Vermutlich keine Sekunde, die fühlte sich aber verdammt lang an. „Was ist das?”, hörte er sich schließlich fragen. Insekten. Warum mussten es ausgerechnet Insekten sein?
„Stell keine blöden Fragen, lauf doch weg!” Sivas Stimme schien von weit entfernt zu kommen. Die Viecher klangen wie ein Wespenschwarm. Wenn es Insekten gab, vor denen er wirklich Angst hatte, dann waren es Wespen.
„Felix!” Die Ohrfeige tat weh, Siva hatte ziemlich viel Kraft. Für einen Moment rückte der Wespenschwarm in den Hintergrund.
„Das ist nicht echt. Und es wird immer schlimmer, je länger wir warten. Also verschwinde endlich!”
„Aber…”
„Klappe! Raus hier! Ich komme nach!” Sie gab ihm einen kräftigen Stoß Richtung Tür und Felix stolperte einen Schritt weiter. Damit schien der Bann gebrochen zu sein, sein Körper gehorchte ihm jedenfalls wieder. Trotzdem zögerte er nochmal, bevor auch die letzte Lähmung von ihm abfiel und er fluchtartig aus seinem Zimmer stürzte. Badezimmer hatte sie gesagt… aber nicht erklärt, wie die Sache mit dem Ring funktionierte. So wie bei dem anderen Übergang? Dem, den Raiven immer benutzte?
Hinter sich hörte er wieder das Summen des Wespenschwarms. Das sollte nicht echt sein? Es hörte sich verdammt echt an. Felix spürte, wie die gerade überwundene Panik wieder hochblubberte.
Thot fauchte und zischte an ihm vorbei wie ein geölter Blitz. Direkt in Lars‘ Zimmer. Vernünftig. Weg von hier. Er musste hier weg. Obwohl ihm das klar war, kostete es ihn ziemliche Überwindung, weiterzugehen und die letzten Schritte zum Bad zurückzulegen. Dort endlich angekommen blieb er erstmal ratlos stehen. Was sollte er jetzt tun? Und wie lange hatte er noch, bis dieser gruselige Insektenschwarm wieder an Einfluss über ihn gewann? Nochmal würde Thot ihn nicht unabsichtlich aus seiner Starre holen können. Und Siva… was war mit Siva? Wenn er diesen Ring hatte, der sie durch den Spiegel gehen ließ, wie kam sie dann hier weg?
Das Summen kam zurück und alle Zweifel rückten in den Hintergrund. Er wollte einfach nur hier weg. Idealerweise zu Raiven. Aber vor allem hier weg. Nur wie? So schwer konnte es nicht sein, sonst hätte Siva ihn wohl kaum einfach weggeschickt, oder? Wo blieb sie?
Er hielt den Ring so fest in der Hand, dass er unangenehm in seine Haut drückte. Es war ihm egal. Aber… er hob die Hand und berührte den Spiegel. Dann verlor er den Boden unter den Füßen und ihm wurde schwarz vor Augen.
„..ix… was… pa…rt…” Die Wortfetzen ergaben keinen Sinn. Aber von wem sie auch immer kamen, er ließ nicht locker. Trotzdem… er wollte jetzt nicht aufwachen. Er wollte einfach weiterschlafen. War der Übergang immer so schllimm gewesen? Moment. Übergang? Mit einem Ruck fuhr er hoch und krachte so heftig mit jemandem zusammen, dass er erstmal Sterne sah und wieder zurück ins Gras fiel. Neben ihm fluchte jemand. Jemand, der ihm bekannt vorkam.
Sehr vorsichtig öffnete Felix die Augen und sah sich um. Er war nicht mal überrascht, als Raiven neben ihm kauerte und sich die Stirn rieb. „Verdammte scheiße, kannst du nicht aufpassen?”
„Sorry… dein Kopf ist doch noch dran.” Und Felix eigener offenbar auch, auch wenn er sich sicher war, eine Beule zu ertasten. „Fuck…” Jetzt musste er sich erst nochmal sortieren. Sivas Auftauchen… die Insekten… mit einem Mal ergaben die Puzzleteile wieder ein Bild. „Fuck, Siva!”
„Siva?”
Klar, Raiven hatte noch keine Ahnung. „Sie ist bei mir aufgekreuzt… hat dich gesucht, glaub ich. Dann haben uns Wespen angegriffen. Keine Ahnung, es ging zu schnell.” Auch wenn er dabeigewesen war, irgendwie ergab das alles keinen Sinn. Außer: „Ich bin letztens abgefangen worden. Anscheinend hat sie mir nicht geglaubt, dass ich keine Ahnung hab, wovon sie redet.” Er zögerte und sah auf den Ring, den er immer noch in der Hand hielt. „Siva hat mir den Ring gegeben, damit ich abhauen kann. Keine Ahnung, was aus ihr geworfen ist.”
„Sie kann auf sich aufpassen.” Raivens Gesicht sprach aber eine ganz andere Sprache. Mit einem Mal hatte er alles Fremdartige verloren und wirkte nur unglaublich frustriert. Sicherheitshalber sagte Felix aber nichts dazu, sondern nickte nur. „Okay…”
Nochmal tastete er nach seiner Stirn und setzte sich auf. Diesmal ohne Zusammenstoß. Dabei bemerkte er, dass Raiven ihn genau beobachtete. Machte er sich Sorgen? Als er dessen kühle Hand an seiner Stirn spürte, wusste Felix erstmal nicht, wie er reagieren sollte. Was war mit dem Typen los? So hatte er ihn noch nie erlebt.
„Es tut mir Leid. Ich hätte nie… ich hätte dich niemals da reinziehen dürfen.” Raivens Hand glitt langsam tiefer und blieb an Felix Wange liegen.
„Passiert ist passiert, oder?”
„Ich weiß. Aber… verdammt, ich habe dir immer gesagt, dass ich mich fernhalten sollte und habe es nie getan. Und jetzt das. Das ist meine Schuld.”
Felix griff nach Raivens Hand und hielt sie fest. Irrte er sich, oder zitterte der Alb? „Wenn dir etwas passiert wäre… das alles hätte nie passieren dürfen, ich habe alle Spuren verwischt!” Raiven seufzte. „Dachte ich jedenfalls.”
„Was bedeutet das jetzt?”
„Du kannst nicht erstmal nicht zurück.”
Fuck. Für einen Moment herrschte tonnenschwere Stille zwischen ihnen. Zum erstem Mal nahm Raiven das Rauschen von Blättern in ihrer Nähe wahr. Aber er hatte nach wie vor keinen Blick für ihre Umgebung, sondern sah einfach nur Raiven an, der schwer schluckte. „Es tut mir Leid… ich… wir finden irgendwie eine Möglichkeit, dich aus der Schusslinie zu bringen.”
Na hoffentlich.
Challenge: Sci-Fi/Fantasy - "Lauf doch weg!" (Päckchen 2, fürs Team)
Fandom: Original
Charaktere: Felix, Raiven
Teil 1, Teil 2
Felix konnte nicht sagen, wie lange er wie erstarrt diese… Dinger anstarrte. Vermutlich keine Sekunde, die fühlte sich aber verdammt lang an. „Was ist das?”, hörte er sich schließlich fragen. Insekten. Warum mussten es ausgerechnet Insekten sein?
„Stell keine blöden Fragen, lauf doch weg!” Sivas Stimme schien von weit entfernt zu kommen. Die Viecher klangen wie ein Wespenschwarm. Wenn es Insekten gab, vor denen er wirklich Angst hatte, dann waren es Wespen.
„Felix!” Die Ohrfeige tat weh, Siva hatte ziemlich viel Kraft. Für einen Moment rückte der Wespenschwarm in den Hintergrund.
„Das ist nicht echt. Und es wird immer schlimmer, je länger wir warten. Also verschwinde endlich!”
„Aber…”
„Klappe! Raus hier! Ich komme nach!” Sie gab ihm einen kräftigen Stoß Richtung Tür und Felix stolperte einen Schritt weiter. Damit schien der Bann gebrochen zu sein, sein Körper gehorchte ihm jedenfalls wieder. Trotzdem zögerte er nochmal, bevor auch die letzte Lähmung von ihm abfiel und er fluchtartig aus seinem Zimmer stürzte. Badezimmer hatte sie gesagt… aber nicht erklärt, wie die Sache mit dem Ring funktionierte. So wie bei dem anderen Übergang? Dem, den Raiven immer benutzte?
Hinter sich hörte er wieder das Summen des Wespenschwarms. Das sollte nicht echt sein? Es hörte sich verdammt echt an. Felix spürte, wie die gerade überwundene Panik wieder hochblubberte.
Thot fauchte und zischte an ihm vorbei wie ein geölter Blitz. Direkt in Lars‘ Zimmer. Vernünftig. Weg von hier. Er musste hier weg. Obwohl ihm das klar war, kostete es ihn ziemliche Überwindung, weiterzugehen und die letzten Schritte zum Bad zurückzulegen. Dort endlich angekommen blieb er erstmal ratlos stehen. Was sollte er jetzt tun? Und wie lange hatte er noch, bis dieser gruselige Insektenschwarm wieder an Einfluss über ihn gewann? Nochmal würde Thot ihn nicht unabsichtlich aus seiner Starre holen können. Und Siva… was war mit Siva? Wenn er diesen Ring hatte, der sie durch den Spiegel gehen ließ, wie kam sie dann hier weg?
Das Summen kam zurück und alle Zweifel rückten in den Hintergrund. Er wollte einfach nur hier weg. Idealerweise zu Raiven. Aber vor allem hier weg. Nur wie? So schwer konnte es nicht sein, sonst hätte Siva ihn wohl kaum einfach weggeschickt, oder? Wo blieb sie?
Er hielt den Ring so fest in der Hand, dass er unangenehm in seine Haut drückte. Es war ihm egal. Aber… er hob die Hand und berührte den Spiegel. Dann verlor er den Boden unter den Füßen und ihm wurde schwarz vor Augen.
„..ix… was… pa…rt…” Die Wortfetzen ergaben keinen Sinn. Aber von wem sie auch immer kamen, er ließ nicht locker. Trotzdem… er wollte jetzt nicht aufwachen. Er wollte einfach weiterschlafen. War der Übergang immer so schllimm gewesen? Moment. Übergang? Mit einem Ruck fuhr er hoch und krachte so heftig mit jemandem zusammen, dass er erstmal Sterne sah und wieder zurück ins Gras fiel. Neben ihm fluchte jemand. Jemand, der ihm bekannt vorkam.
Sehr vorsichtig öffnete Felix die Augen und sah sich um. Er war nicht mal überrascht, als Raiven neben ihm kauerte und sich die Stirn rieb. „Verdammte scheiße, kannst du nicht aufpassen?”
„Sorry… dein Kopf ist doch noch dran.” Und Felix eigener offenbar auch, auch wenn er sich sicher war, eine Beule zu ertasten. „Fuck…” Jetzt musste er sich erst nochmal sortieren. Sivas Auftauchen… die Insekten… mit einem Mal ergaben die Puzzleteile wieder ein Bild. „Fuck, Siva!”
„Siva?”
Klar, Raiven hatte noch keine Ahnung. „Sie ist bei mir aufgekreuzt… hat dich gesucht, glaub ich. Dann haben uns Wespen angegriffen. Keine Ahnung, es ging zu schnell.” Auch wenn er dabeigewesen war, irgendwie ergab das alles keinen Sinn. Außer: „Ich bin letztens abgefangen worden. Anscheinend hat sie mir nicht geglaubt, dass ich keine Ahnung hab, wovon sie redet.” Er zögerte und sah auf den Ring, den er immer noch in der Hand hielt. „Siva hat mir den Ring gegeben, damit ich abhauen kann. Keine Ahnung, was aus ihr geworfen ist.”
„Sie kann auf sich aufpassen.” Raivens Gesicht sprach aber eine ganz andere Sprache. Mit einem Mal hatte er alles Fremdartige verloren und wirkte nur unglaublich frustriert. Sicherheitshalber sagte Felix aber nichts dazu, sondern nickte nur. „Okay…”
Nochmal tastete er nach seiner Stirn und setzte sich auf. Diesmal ohne Zusammenstoß. Dabei bemerkte er, dass Raiven ihn genau beobachtete. Machte er sich Sorgen? Als er dessen kühle Hand an seiner Stirn spürte, wusste Felix erstmal nicht, wie er reagieren sollte. Was war mit dem Typen los? So hatte er ihn noch nie erlebt.
„Es tut mir Leid. Ich hätte nie… ich hätte dich niemals da reinziehen dürfen.” Raivens Hand glitt langsam tiefer und blieb an Felix Wange liegen.
„Passiert ist passiert, oder?”
„Ich weiß. Aber… verdammt, ich habe dir immer gesagt, dass ich mich fernhalten sollte und habe es nie getan. Und jetzt das. Das ist meine Schuld.”
Felix griff nach Raivens Hand und hielt sie fest. Irrte er sich, oder zitterte der Alb? „Wenn dir etwas passiert wäre… das alles hätte nie passieren dürfen, ich habe alle Spuren verwischt!” Raiven seufzte. „Dachte ich jedenfalls.”
„Was bedeutet das jetzt?”
„Du kannst nicht erstmal nicht zurück.”
Fuck. Für einen Moment herrschte tonnenschwere Stille zwischen ihnen. Zum erstem Mal nahm Raiven das Rauschen von Blättern in ihrer Nähe wahr. Aber er hatte nach wie vor keinen Blick für ihre Umgebung, sondern sah einfach nur Raiven an, der schwer schluckte. „Es tut mir Leid… ich… wir finden irgendwie eine Möglichkeit, dich aus der Schusslinie zu bringen.”
Na hoffentlich.