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Tabelle / Challenge: Krimi / Thriller / Horror – „Das passt mir nicht“ (Päckchen 5)
Team: Melpomene
Fandom: Bungou to Alchemist
Charaktere: Nakahara Chuuya, Dazai Osamu
Pairings: Nakahara Chuuya/Dazai Osamu
Kommentar: so irgendwas wie eine kleine Art Fortsetzung zu dem vorherigen? ^^;



Chuuya war sich nicht sicher, wie er fühlen sollte, als er seine Waffe auf Akutagawa richtete.
Er wusste, dass es nicht wirklich Akutagawa war, aber er wusste auch, dass es dennoch der Akutagawa war, der ihnen die ganze Zeit geholfen hatte. Derjenige, mit dem sich Dazai so gut verstand und mit dem Pfirsichblütenbastard die letzte Zeit so gut reden konnte.
Es war nicht so, dass Chuuya ein Gefühl der Eifersucht hatte, dass Dazai so viel mit Akutagawa-sensei zusammen gewesen war, obwohl sie eigentlich so etwas wie Freunde waren.
Er war doch sowieso ein Einzelgänger. Ango hatte doch damals recht gehabt, dass er nicht zu ihrer Clique gehörte.
Er fixierte Akutagawa mehr, drückte ein paar Mal ab, auch, wenn er bemerkte, dass er ihn nicht traf, bevor er merkte, wie er nach hinten gezogen wurde und erschrocken die Luft einsog.
Bevor er allerdings etwas sagen konnte, wurde ihm eine Hand auf den Mund gedrückt, während sich gelbe Augen auf ihn legten. Was machte Dazai hier? War er nicht, so wie Odasaku, Ango und Dan, getötet worden, als sie Kikuchi und den anderen gefolgt waren?
Noch viel mehr irritierte es ihn allerdings, dass Dazais Blick so ernst und eindringlich war, während er ihn nicht losließ.
Dazai hatte ihn noch nie so angesehen. Im Gegenteil. Meistens war der Pfirsichblütenbastard eher vor ihm zurückgewichen. Oder Dan hatte sich vor ihn gestellt, um ihn zu schützen.
Dennoch machte Chuuya keinerlei Anstalten, den Arm des anderen von sich zu schieben. Dazai hielt ihn nicht so fest, dass er sich nicht bewegen konnte, aber irgendetwas hielt Chuuya davon ab, sich aus dem Griff zu befreien oder Dazais Hand von seinem Mund zu nehmen.
Stattdessen blickte er einfach nur still in diese gelben Augen vor sich.
Es dauerte noch eine Weile, Chuuya wusste nicht, wie lange wirklich, bis Dazai sich ein Stück zurückbewegte und schließlich seufzte. „Sorry Chuuya-san“, entgegnete er schließlich, drehte etwas seinen Kopf zur Seite.
„Was war das, Pfirsichblütenbastard?“, fragte Chuuya mit erhobener Augenbraue nach, „... was tust du überhaupt hier?“
„... Töte mich, Chuuya“, sagte Dazai mit einem so ernsten Ton, dass Chuuya nicht anders konnte, als ihn mehrere Sekunden anzublicken.
Entsetzt und verwirrt. „Was?“, fragte er schließlich nach, umklammerte zwar seine Pistole, hielt den Arm damit aber nach unten gerichtet, „ich werde dir bestimmt nicht helfen, zu sterben, während wir mitten in einem Kampf sind, Pfirsichblütenbastard!“
„Chuuya“, sagte Dazai so ernst, dass Chuuya ihn wieder nur anblicken konnte, „diese Macht ... wenn du es nicht tust, werde ich mich nicht zurückhalten können ...“
Chuuya blickte ihn an, blinzelte einen Moment in diese gelben Augen, die ihn mit einer Traurigkeit ansahen, dass es nicht lange dauerte, bis es ihm dämmerte. Irgendwas war in diesem anderen Buch passiert. Zwischen Akutagawa und Dazai. Weswegen Dazai nicht von Akutagawa getötet wurde. So wie Odasaku, Ango und Dan. Chuuya wusste nicht, wieso er den anderen so gut lesen konnte oder wann es angefangen hatte, dass er Dazai so gut lesen konnte. Er hatte eher das Gefühl, dass er ihn von dem ersten Moment, als sie sich das erste Mal begegnet waren, gut lesen konnte. Diese Schatten waren nicht nur in Akutagawa, sondern auch in Dazai. Deswegen wollte er das alles.
Chuuya lächelte ihn schwach an. „Verstehe“, erwiderte er langsam, „aber das passt mir nicht, Dazai.“
Dazai weitete seine Augen einfach nur, umklammerte den Griff seiner Sense etwas mehr. „Chuuya-san ... bitte ...“
„Du erwartest allen Ernstes, dass ich dich hier umbringe?“, entgegnete Chuuya weiter, legte den Kopf zur Seite und griff mit seiner freien Hand nach Dazais Krawatte, zog ihn zu sich, „das du hier bist ... und mich vor seinem Angriff gerettet hast ... beweist doch, dass du noch kämpfen kannst. Gegen sie.“
„Chuuya“, flüsterte Dazai ihm entgegen, starrte ihn einfach nur ruhig an, während immer noch etwas Flehentliches darin lag, „... bitte.“
Chuuya grinste nur, beugte sich etwas vor und drückte Dazai einen kurzen Kuss auf die Lippen, bevor er sich von ihm abdrehte und den Arm, wo er die Pistole noch festhielt, anhob. „Es wird Zeit, dass ich ‚Akutagawa-sensei‘ zeige, wem du gehörst, Pfirsichblütenbastard.“

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