Chlortränen
Mar. 27th, 2008 11:32 pmFandom: Evangelion
Pairing: KenAsu +Touji, der Random rumliegt XD
Wörter: 988
Challenge: #3 5 Dinge, die ich besser gelassen hätte...
Kommentar: Ich weiß nicht, was das ist. Außer Kitsch. Und Kitsch.
Sie lümmelten faul am Swimming Pool der Schule herum. Die weißen Wattewolken spiegelten sich im chlorklaren Wasser, der blaue Himmel war ganz darin versunken und die Libellen, die hin und wieder vorbeigeschwebt kamen, sahen aus wie im Himmel stehende Hubschrauber.
Asuka und Kensuke lagen halb ausgezogen, halb eingepackt in Sonnencreme am Rand. Das Mädchen ließ die Beine ins Wasser baumeln und zeichnete Kreise und Wellchen in den Pool. Der Junge hatte seine rechte Hand eingetaucht, auf dem Bauch liegend und verträumt die Gedanken verloren habend.
Ihre blauen und gelb verblichenen Hämatome schillerten ein bisschen wie Ölflecken auf ihrer Haut.
„Ihr seid ja so die Härte!“, grunzte Suzuhara amüsiert von der gegenüberliegenden Seite des Pools und schob seine Sonnenbrille höher.
„Ich hab doch genau gewusst, dass ihr euch gegenseitig verprügelt, wenn ihr´s miteinander treibt!“
Asuka warf instinktiv die Sonnencreme nach ihm, doch er feixte nur und legte sich genießerisch auf den Rücken um sich weiterzusonnen.
„Lass ihn doch lachen.“, flüsterte Kensuke mit flauschigweicher Stimme.
„Er ist vom anderen Ufer.“
Asuka konnte sich nicht beherrschen und grinste.
Wenn sie sich auf die Seite drehte, schmerzte der blaue Fleck an ihrer Schulter. Und als sie vorhin Kensukes Rücken eingecremt hatte, hatte sie langsam und unauffällig seine Badehose etwas tiefer gezogen. Da hatte er gelegen- der violette Fleck, mitten auf der linken Pobacke, wie von einem Künstler draufgeschmiert.
Das Mädchen erinnerte sich an gestern Abend. An den viel zu süßen Wein, an Kensuke mit glasigen Augen, an seine Haut, die sich angefühlt hatte, als würde sie brennen.
„Der Leibhaftige!“, hatte sie gezischelt und ihn spielerisch von sich gestoßen, dann aber wieder an sich gezogen.
„Nicht ganz!“, hatte er geantwortet und gegrinst.
„Du bist der Teufel und ich liege doch schon längst im Pakt mit dir!“
Und dann hatte er unterwürfig gefiept.
„Fünf Dinge, die ich besser gelassen hätte!“, sagte Asuka und richtete sich auf bis sie saß und mit vor Sonne fiebrigem Blick in das Wasser des Pools starrte.
„Doppelpunkt!“
Suzuhara gähnte demonstrativ.
„Erstens: Den Kerl vom anderen Ufer nicht umbringen. Es gibt schließlich viel zuviel hohle Nüsse auf dieser Erde- jede weniger macht diesen Planeten zu einem besseren Ort!“
Sie fuhr sich durch die Haare.
Auf der anderen Seite hatte der liegende Junge lautlos den Arm herumgedreht, erhoben und präsentierte Asuka seinen braungebrannten Mittelfinger.
„Zweitens!“, fuhr sie unbeirrt fort.
„Bei Misato einziehen. Kaji-san hätte sicherlich noch Platz für mich gehabt und ich müsste Shinji nicht rund um die Uhr ertragen!“
Sie seufzte und Kensuke grunzte unwillig wie ein Erdferkel.
„Drittens! Nach Japan gehen. Viertens! Nach Japan gehen. Fünftens! Nach Japan gehen!“
„Ich wusste nicht, dass das ein so große Fehler für dich war.“, sagte Kensuke und klang nun wahrhaft aufrichtig verletzt.
Immerhin würde Asuka ihn so nicht kennen und nicht lieben...wobei er ja gar nicht sagen konnte, dass sie ihn liebte. Er wusste es bis heute nicht, trotzdem sie es immerhin schon seit fast vier Jahren an seiner Seite aushielt. Gut, manchmal stieß sie ihn auch weg von ihrer Seite und manchmal las sie ihn wieder auf vom Straßenrand, wo sie ihn hatte fallen lassen wie eine heiße Kartoffel und wo er die Bruchstücke seines zersprungenen Soldatenherzen versuchte, wieder aufzusammeln und zu kitten.
Manchmal lachte sie ihn ehrlich an, manchmal betrachtete sie ihn morgens wortlos stundenlang, wenn sie mit der Kaffeetasse in der Hand auf dem Stuhl in seinem Zimmer saß und Kensuke, der noch todmüde im Bett lag, dazu aufforderte, sich nackt zu machen. Dann zog er im Halbschlaf die Decke herunter und ließ sich betrachten und spürte das Kribbeln von Erotik und Schlummer in einem in seinem Körper hoch- und runterfließen. Manchmal lag sie in seinen Armen und schaute sich mit ihm zusammen „Apocalypse now!“ an. Manchmal hörte sie zu, wenn er von seiner Mutter erzählte und zwinkerte aufmerksam, als wollten ihre Augen jedes seiner Worte einfangen.
Ja, vielleicht liebte sie ihn ganz klein wenig.
Wenn sie ihn nur nicht so sehr mit Füßen treten würde!
„Dann hätte ich dich nie kennengelernt.“, murmelte Asuka missmutig und leise als sie sich neben Kensuke auf den Bauch legte.
„Und du wärst nie auf diese beschissene Ideen gestern Abend gekommen, in der Dusche Sex haben zu wollen.“
Der Junge spürte sich erröten.
Ach deswegen!
Gestern Abend.
„Lass es uns versuchen.“, hatte er gefleht.
„Wie in den Filmen. Nur einmal!“
„Möchte wissen, was du so für Filme guckst!“, hatte Asuka erwiedert und es dennoch versucht.
Zuerst war ihm die Seife durch die Finger geflutscht und quer durch das Bad geschossen. Dann hatte Asuka sich den Steiß an der herumliegenden Brause gestoßen. Danach war Kensuke der Wasserstrahl durchgegangen und hatte das Bad überschwemmt. Und dann, als sie es gerade geschafft hatten, irgendwie Stimmung und andere gewisse Dinge aufkommen zu lassen, waren sie ineinander verkeilt gemeinsam ausgerutscht.
Kensuke hatte die Kontrolle verloren, hatte sich überfordert gefühlt. Eine heftige Bewegung zuviel und Asuka hatte sich nicht halten können, war ausgeglitten und hatte ihn, der versucht hatte, sie festzuhalten, mitgerissen.
Der Wasserstrahl hatte im hohen Bogen an den Spiegel über dem Waschbecken gespritzt, Kensuke hatte neben und in seiner vor Schmerz keuchenden Freundin gelegen.
Asuka hatte ihm eine geklebt.
„Es sieht immer so einfach aus im Fernsehen.“, flüsterte er reuig.
„In Softpornos, meinst du!“, grummelte das Mädchen.
„Aber da gibt es auch immer willige Frauen ohne Cellulite und Kerle, die vier Liter abspritzen, du Traumtänzer!“
Suzuhara schob sich, da er die letzten beiden Sätze ansatzweise gehört haben musste, die Ohrstöpsel seines mp3-Players in die Ohren.
Kensuke berührte Asuka leicht wie eine Feder mit den Fingerkuppen an der Schulter.
Ihre Haut sah aus wie Honig, ihre Haare wie Bronze.
Sie war die schönste und stärkste Frau auf der Welt.
„Es tut mir wirklich Leid.“, murmelte er sachte.
Und sah, wie das Mädchen bei jedem seiner Worte schwach geblinzelt hatte.
Sie tauchte die Hand ins Wasser. Ihre Finger schwebten über seinem Gesicht und Chlorwassertropfen blieben auf seinen Wangen hängen.
„Kein Grund zum Heulen.“, sagte Asuka.
Dann küsste sie ihn.
Pairing: KenAsu +Touji, der Random rumliegt XD
Wörter: 988
Challenge: #3 5 Dinge, die ich besser gelassen hätte...
Kommentar: Ich weiß nicht, was das ist. Außer Kitsch. Und Kitsch.
Sie lümmelten faul am Swimming Pool der Schule herum. Die weißen Wattewolken spiegelten sich im chlorklaren Wasser, der blaue Himmel war ganz darin versunken und die Libellen, die hin und wieder vorbeigeschwebt kamen, sahen aus wie im Himmel stehende Hubschrauber.
Asuka und Kensuke lagen halb ausgezogen, halb eingepackt in Sonnencreme am Rand. Das Mädchen ließ die Beine ins Wasser baumeln und zeichnete Kreise und Wellchen in den Pool. Der Junge hatte seine rechte Hand eingetaucht, auf dem Bauch liegend und verträumt die Gedanken verloren habend.
Ihre blauen und gelb verblichenen Hämatome schillerten ein bisschen wie Ölflecken auf ihrer Haut.
„Ihr seid ja so die Härte!“, grunzte Suzuhara amüsiert von der gegenüberliegenden Seite des Pools und schob seine Sonnenbrille höher.
„Ich hab doch genau gewusst, dass ihr euch gegenseitig verprügelt, wenn ihr´s miteinander treibt!“
Asuka warf instinktiv die Sonnencreme nach ihm, doch er feixte nur und legte sich genießerisch auf den Rücken um sich weiterzusonnen.
„Lass ihn doch lachen.“, flüsterte Kensuke mit flauschigweicher Stimme.
„Er ist vom anderen Ufer.“
Asuka konnte sich nicht beherrschen und grinste.
Wenn sie sich auf die Seite drehte, schmerzte der blaue Fleck an ihrer Schulter. Und als sie vorhin Kensukes Rücken eingecremt hatte, hatte sie langsam und unauffällig seine Badehose etwas tiefer gezogen. Da hatte er gelegen- der violette Fleck, mitten auf der linken Pobacke, wie von einem Künstler draufgeschmiert.
Das Mädchen erinnerte sich an gestern Abend. An den viel zu süßen Wein, an Kensuke mit glasigen Augen, an seine Haut, die sich angefühlt hatte, als würde sie brennen.
„Der Leibhaftige!“, hatte sie gezischelt und ihn spielerisch von sich gestoßen, dann aber wieder an sich gezogen.
„Nicht ganz!“, hatte er geantwortet und gegrinst.
„Du bist der Teufel und ich liege doch schon längst im Pakt mit dir!“
Und dann hatte er unterwürfig gefiept.
„Fünf Dinge, die ich besser gelassen hätte!“, sagte Asuka und richtete sich auf bis sie saß und mit vor Sonne fiebrigem Blick in das Wasser des Pools starrte.
„Doppelpunkt!“
Suzuhara gähnte demonstrativ.
„Erstens: Den Kerl vom anderen Ufer nicht umbringen. Es gibt schließlich viel zuviel hohle Nüsse auf dieser Erde- jede weniger macht diesen Planeten zu einem besseren Ort!“
Sie fuhr sich durch die Haare.
Auf der anderen Seite hatte der liegende Junge lautlos den Arm herumgedreht, erhoben und präsentierte Asuka seinen braungebrannten Mittelfinger.
„Zweitens!“, fuhr sie unbeirrt fort.
„Bei Misato einziehen. Kaji-san hätte sicherlich noch Platz für mich gehabt und ich müsste Shinji nicht rund um die Uhr ertragen!“
Sie seufzte und Kensuke grunzte unwillig wie ein Erdferkel.
„Drittens! Nach Japan gehen. Viertens! Nach Japan gehen. Fünftens! Nach Japan gehen!“
„Ich wusste nicht, dass das ein so große Fehler für dich war.“, sagte Kensuke und klang nun wahrhaft aufrichtig verletzt.
Immerhin würde Asuka ihn so nicht kennen und nicht lieben...wobei er ja gar nicht sagen konnte, dass sie ihn liebte. Er wusste es bis heute nicht, trotzdem sie es immerhin schon seit fast vier Jahren an seiner Seite aushielt. Gut, manchmal stieß sie ihn auch weg von ihrer Seite und manchmal las sie ihn wieder auf vom Straßenrand, wo sie ihn hatte fallen lassen wie eine heiße Kartoffel und wo er die Bruchstücke seines zersprungenen Soldatenherzen versuchte, wieder aufzusammeln und zu kitten.
Manchmal lachte sie ihn ehrlich an, manchmal betrachtete sie ihn morgens wortlos stundenlang, wenn sie mit der Kaffeetasse in der Hand auf dem Stuhl in seinem Zimmer saß und Kensuke, der noch todmüde im Bett lag, dazu aufforderte, sich nackt zu machen. Dann zog er im Halbschlaf die Decke herunter und ließ sich betrachten und spürte das Kribbeln von Erotik und Schlummer in einem in seinem Körper hoch- und runterfließen. Manchmal lag sie in seinen Armen und schaute sich mit ihm zusammen „Apocalypse now!“ an. Manchmal hörte sie zu, wenn er von seiner Mutter erzählte und zwinkerte aufmerksam, als wollten ihre Augen jedes seiner Worte einfangen.
Ja, vielleicht liebte sie ihn ganz klein wenig.
Wenn sie ihn nur nicht so sehr mit Füßen treten würde!
„Dann hätte ich dich nie kennengelernt.“, murmelte Asuka missmutig und leise als sie sich neben Kensuke auf den Bauch legte.
„Und du wärst nie auf diese beschissene Ideen gestern Abend gekommen, in der Dusche Sex haben zu wollen.“
Der Junge spürte sich erröten.
Ach deswegen!
Gestern Abend.
„Lass es uns versuchen.“, hatte er gefleht.
„Wie in den Filmen. Nur einmal!“
„Möchte wissen, was du so für Filme guckst!“, hatte Asuka erwiedert und es dennoch versucht.
Zuerst war ihm die Seife durch die Finger geflutscht und quer durch das Bad geschossen. Dann hatte Asuka sich den Steiß an der herumliegenden Brause gestoßen. Danach war Kensuke der Wasserstrahl durchgegangen und hatte das Bad überschwemmt. Und dann, als sie es gerade geschafft hatten, irgendwie Stimmung und andere gewisse Dinge aufkommen zu lassen, waren sie ineinander verkeilt gemeinsam ausgerutscht.
Kensuke hatte die Kontrolle verloren, hatte sich überfordert gefühlt. Eine heftige Bewegung zuviel und Asuka hatte sich nicht halten können, war ausgeglitten und hatte ihn, der versucht hatte, sie festzuhalten, mitgerissen.
Der Wasserstrahl hatte im hohen Bogen an den Spiegel über dem Waschbecken gespritzt, Kensuke hatte neben und in seiner vor Schmerz keuchenden Freundin gelegen.
Asuka hatte ihm eine geklebt.
„Es sieht immer so einfach aus im Fernsehen.“, flüsterte er reuig.
„In Softpornos, meinst du!“, grummelte das Mädchen.
„Aber da gibt es auch immer willige Frauen ohne Cellulite und Kerle, die vier Liter abspritzen, du Traumtänzer!“
Suzuhara schob sich, da er die letzten beiden Sätze ansatzweise gehört haben musste, die Ohrstöpsel seines mp3-Players in die Ohren.
Kensuke berührte Asuka leicht wie eine Feder mit den Fingerkuppen an der Schulter.
Ihre Haut sah aus wie Honig, ihre Haare wie Bronze.
Sie war die schönste und stärkste Frau auf der Welt.
„Es tut mir wirklich Leid.“, murmelte er sachte.
Und sah, wie das Mädchen bei jedem seiner Worte schwach geblinzelt hatte.
Sie tauchte die Hand ins Wasser. Ihre Finger schwebten über seinem Gesicht und Chlorwassertropfen blieben auf seinen Wangen hängen.
„Kein Grund zum Heulen.“, sagte Asuka.
Dann küsste sie ihn.
no subject
Date: 2008-03-28 05:45 pm (UTC)Und genau zwei Tage nachdem ich mich darüber beschwert habe, dass ich noch nie eine Fanfic über schlechten Sex gelesen hab. Oder wie in diesem Fall ein schlechter Versuch überhaupt soweit zukommen.
Echt schön geschrieben, vielen Dank ^_^ (manchmal macht es einen doch fröhlicher, so ein bißchen Kitch...)
no subject
Date: 2008-03-29 05:55 pm (UTC)Man gesteht es sich selten ein, wenn man ein bisschen Kitsch braucht, oder? XD
Und danke für die Blumen *-*