Team: Metaphermorphose
Challenge: Crack/Humor: Urlaubsfotos (Päckchen 8)
Fandom: Youtuber (Berliner Cluster)
Wörter: ~1300
Pairing/Personen: Frodo/Flo
Anmerkung: Vorletzter Teil des Bodenbelagkrimis. Flo und Frodo begeben sich in den Showdown. Ob es Opfer geben wird? Fortsetzung von Geheime Treffen vor dem Baumarkt
Max klopft an die geschlossene Tür des Büros und wartet eine etwaige Antwort von drinnen gar nicht erst ab. Er markiert den Zaghaften, indem er zunächst nur den Kopf hineinsteckt.
„Chef?“
Herr Gerhardt scheint in Gedanken versunken gewesen zu sein. Zumindest zuckt er kurz zusammen, bevor er hochsieht.
„Krüger“, zischelt er. „Woll'n Sie mir 'nen Herzinfarkt bescheren oder was soll das?!“
„Tschull'jung“, murmelt Max. „Aber haben Sie vielleicht kurz Zeit? Es is' wegen der Reklamationen.“
„Reklamation, Reklamationen“, ereifert sich der Mann und rollt mit den Augen. „Ham'Se denn nichts anderes mehr im Kopf? Es ist kurz vor neun, Himmelherrgottnochmal!“
„Ich weiß gar nich', was Sie haben“, sagt Flo, als wäre das sein Zeichen gewesen, während Max die Tür weit öffnet und den smarten, braungebrannten Techniker vom Supplier damit in einer geradezu dramatischen Geste enthüllt.
„Ick finde, das is' die beste Zeit, sich mal grundlegend darüber zu unterhalten.“
Herr Gerhardt setzt sich kerzengerade auf. Seine Stirn legt sich in Falten und er beginnt zu pumpen wie ein Maikäfer, wie es üblich ist, wenn er kurz vor einem Tobsuchtsanfall steht. Selbst Atze und Aule haben erheblichen Respekt vor diesen Momenten. Max hat davor normalerweise auch Manschetten. Aber jetzt ist das etwas anderes. Es mag theatralisch klingen, aber mit Flo an seiner Seite und mit seiner Mission fühlt er sich weniger verwundbar.
„Was ist hier los?“, bellt der Mann hinterm Schreibtisch.
Er bleibt sitzen, verschränkt jedoch seine Arme. Eine Geste, die Flo – ob nun bewusst oder nicht – spiegelt, als er mit Max das Büro betritt.
Sie bleiben vor dem Tisch stehen, so dass man, wenn man wollte, die vielen eingerahmten Urlaubsfotos des Geschäftsführers betrachten könnte. Markus Gerhardt mit seiner Frau vor den Pyramiden von Gizeh, mit einem Sundowner-Drink vor dem Sonnenuntergang Namibias, Markus Gerhardt mit stolzem Blick und scheußlichem Hawaiihemd auf einem Elefanten in Thailand. Der Mann versucht nicht zu verstecken, wofür er sein vieles Geld am liebsten ausgibt.
„Ich mach's kurz“, kündigt Flo an. Er verhärtet seinen Ton wie üblich, wenn er in seinen let's get down to business-Modus wechselt.
„Sie haben die Firma Boden Waiss dazu gedrängt, absichtlich fehlerhafte Verlegearbeiten mit unseren Bodenbelägen durchzuführen, um die vermehrten Claims als Vorwand zu nutzen, den Exklusivvertrag mit unserem Unternehmen aufzulösen. Haben Sie dazu was zu sagen?“
Herr Gerhardt zieht seinen Mund in eine dünne, wütende Linie. Wahrscheinlich versucht er, gelassen auszusehen, doch sein Kopf beginn hochrot zu glühen.
„Was für ein ausgemachter Unsinn!“, knurrt er. „Hat Ihnen das diese Helene Fischer gesagt?“
„Ihr Name is' Schneider, Chef“, korrigiert Max ihn.
„Is' mir doch egal!“, erwidert der Mann beißend ohne ihn anzusehen. „Herr Mundt, Sie lassen sich also irgendwelchen Blödsinn von der jungen Dame erzählen ohne mit uns – Ihrem Vertragspartner – darüber zu sprechen? Ich bitte Sie!“
„Die Frau is' über dreißig Jahre alt, Chef! Junge Dame erscheint mir da 'n bisschen unpassend.“
„Halten Sie den Rand, Krüger!“
Max hat seinen Vorgesetzten schon lange nicht mehr so beherzt brüllen hören. Hinter ihm und Flo geht quietschend die Tür auf und Stefan tritt mit hochgezogenen Augenbrauen herein.
„Herr Gerhardt“, murmelt er. „Ist alles in Ordnung?!“
„Ah, gut, Sie sind noch hier!“, begrüßt Flo ihn und breitet kurz die Arme aus. „Sagen Sie, waren Sie derjenige, der Frau Schneider von Boden Waiss bedrängt hat, unsere Böden auszulegen wie umgefallene Dominosteine?“
Stefans Blick rutscht blitzschnell herüber zu Herrn Gerhardt. Im Gegensatz zu dem weicht ihm sämtliche Farbe aus dem Gesicht. „Ich ähm...bitte was?“, nuschelt er verspätet.
Flo seufzt.
„Okay, ich kann's ja irgendwo verstehen“, räumt er ein. „Wir hatten ein paar fehlerhafte Chargen in der Vergangenheit. Das muss ich zugeben und daran gibt’s nichts zu beschönigen. Davon kann Ihnen ihr Einkäufer ein Liedchen singen.“ Er zeigt mit dem Daumen auf Max.
„Wir können natürlich auch verstehen, dass damit Ihre Lust steigt, bei unserer Konkurrenz einkaufen zu gehen. Aber nichts rechtfertigt diese Aktion, lieber Herr Geschäftspartner. Vor allem auf diese grobschlächtige Art. Haben Sie auch nur mal kurz daran gedacht, wie das für Ihren Laden endet, sobald das vor Gericht kommt?“
Stefan macht ein kleines, atemloses Geräusch tief in seiner Kehle. Herr Gerhardt scheint seinem Gesicht nach zu urteilen nun wirklich kurz vor dem Herzinfarkt zu stehen.
„Entschädigungszahlungen an uns, an Boden Waiss, Ersatzkäufe auf Ihre Kosten“, zählt Flo auf und tippt sich dann elegant an sein Basecap. „Von Ihrem Ruf in der Branche mal ganz zu schweigen.“
„Jetzt hör'n Sie mal!“ Herr Gerhardt steht nun doch auf. Schwerfällig, langsam. „Ich lass mich doch nich' von Ihnen und von meinem eigenen Mitarbeiter bedrohen! Wo sind wir denn hier?“
„Ich bedroh Sie doch gar nich'“, beteuert Max. „Ick mach nur meine Arbeit. Sie haben doch selbst gesagt, dass ich die Reklamationen lösen soll. Und das hab ich getan!“
„Ach hör'n Sie doch auf!“, erwidert sein Chef zornig. „Sie stecken mit dem unter einer Decke!“
Würde ich ja gern, aber wir sind noch nicht dazu gekommen!, möchte Max ihm am liebsten zurufen, doch er zügelt sich.
„Herr Gerhardt“, setzt Flo erneut an. Zwischen seinen Augen hat sich eine winzige Zornesfalte gebildet. „Sie können weder mir noch Max vorwerfen, dass wir zusammengearbeitet haben. Wir sind Geschäftspartner. Wir sollten eigentlich alle hier dasselbe wollen. Wenn Sie den Exklusivvertrag auflösen wollen, tun Sie das bitte auf die legale Art und Weise. Ich erwarte, dass alle Reklamationen mit Verlegefehlern durch Boden Waiss fallen gelassen werden und dass sich das nicht wiederholt. Andernfalls werde ich die Sache mit meinem Vorgesetzten besprechen und wir sehen uns vor Gericht.“
Er startet einen Staring Contest mit Herrn Gerhardt, der die Luft im Raum unangenehm verdickt. Einen Augenblick sagt niemand etwas. Zwischen den beiden Männern fliegen fühlbare Blitze hin und her. Max muss ein klein wenig Erregung herunterschlucken, die während Flos Rede aufgewallt ist und hier nichts zu suchen hat.
„Also“, sagt der Techniker, als sich noch immer niemand äußert. „Wie hätten Sie's gern?“
Herr Gerhardt sieht ihn an und sackt dann merklich in sich zusammen.
„Krüger“, blafft er Max dann an und klingt plötzlich heiser, „Schließen Sie die Reklamationen morgen früh. Wir verzichten auf jegliche Gutschriftenforderungen. Und dann geben Sie die Reklamationen unserer Kunden an Stefan, damit er die Vorgänge so schnell wie möglich abarbeitet.“
Stefan sagt nichts, doch er lässt den Kopf sinken.
Yesss, jubelt Max innerlich. Er tauscht einen sekundenbruchteillangen Blick mit Flo aus, dessen Augen mit einem Mal hell und groß sind. Hell Yeah.
„Vielen Dank“, sagt Flo diplomatisch freundlich.
So fühlt es sich also an, wenn zwei Detektive einen Fall lösen. Flos Firma muss keine Insolvenz anmelden. Er und Dombrowski und alle anderen werden nicht in Schimpf und Schande untergehen, zumindest nicht wegen dieser Geschichte. Ende gut, alles gut und so weiter.
„Ich vertraue darauf, dass dieses Gespräch und alles, was dazu gehört, vertraulich behandelt wird?“, will Herr Gerhardt wissen.
„Wenn wir die Sache wie eben vereinbart abwickeln, natürlich“, sagt Flo.
„Na schön.“
„Danke. Schönen Abend noch!“
Herr Gerhardt geht gar nicht darauf ein. Er lässt sich wieder auf seinen Bürostuhl fallen, geschlagener Mann, der er ist. Stefan und Flo verlassen bereits das Zimmer und als Max sich umdreht, um dem Techniker zu folgen und auf dem Flur mit ihm the highest of five einzuschlagen, räuspert sein Chef sich. „Krüger, ganz kurz noch.“
Er macht mit dem rechten Zeigefinger eine Geste, die Max bedeutet, näherzukommen und als dieser nochmal herantritt, bis er die grässlichen Urlaubsfotos sehr genau betrachten kann, beugt sich Herr Gerhardt schwerfällig über den Tisch.
„Wenn Sie morgen mit den Reklamationen fertig sind, packen Sie ihre Siebensachen zusammen“, sagt er im Plauderton. „Ich will Sie ab morgen Nachmittag hier nich' mehr sehen.“
Challenge: Crack/Humor: Urlaubsfotos (Päckchen 8)
Fandom: Youtuber (Berliner Cluster)
Wörter: ~1300
Pairing/Personen: Frodo/Flo
Anmerkung: Vorletzter Teil des Bodenbelagkrimis. Flo und Frodo begeben sich in den Showdown. Ob es Opfer geben wird? Fortsetzung von Geheime Treffen vor dem Baumarkt
Max klopft an die geschlossene Tür des Büros und wartet eine etwaige Antwort von drinnen gar nicht erst ab. Er markiert den Zaghaften, indem er zunächst nur den Kopf hineinsteckt.
„Chef?“
Herr Gerhardt scheint in Gedanken versunken gewesen zu sein. Zumindest zuckt er kurz zusammen, bevor er hochsieht.
„Krüger“, zischelt er. „Woll'n Sie mir 'nen Herzinfarkt bescheren oder was soll das?!“
„Tschull'jung“, murmelt Max. „Aber haben Sie vielleicht kurz Zeit? Es is' wegen der Reklamationen.“
„Reklamation, Reklamationen“, ereifert sich der Mann und rollt mit den Augen. „Ham'Se denn nichts anderes mehr im Kopf? Es ist kurz vor neun, Himmelherrgottnochmal!“
„Ich weiß gar nich', was Sie haben“, sagt Flo, als wäre das sein Zeichen gewesen, während Max die Tür weit öffnet und den smarten, braungebrannten Techniker vom Supplier damit in einer geradezu dramatischen Geste enthüllt.
„Ick finde, das is' die beste Zeit, sich mal grundlegend darüber zu unterhalten.“
Herr Gerhardt setzt sich kerzengerade auf. Seine Stirn legt sich in Falten und er beginnt zu pumpen wie ein Maikäfer, wie es üblich ist, wenn er kurz vor einem Tobsuchtsanfall steht. Selbst Atze und Aule haben erheblichen Respekt vor diesen Momenten. Max hat davor normalerweise auch Manschetten. Aber jetzt ist das etwas anderes. Es mag theatralisch klingen, aber mit Flo an seiner Seite und mit seiner Mission fühlt er sich weniger verwundbar.
„Was ist hier los?“, bellt der Mann hinterm Schreibtisch.
Er bleibt sitzen, verschränkt jedoch seine Arme. Eine Geste, die Flo – ob nun bewusst oder nicht – spiegelt, als er mit Max das Büro betritt.
Sie bleiben vor dem Tisch stehen, so dass man, wenn man wollte, die vielen eingerahmten Urlaubsfotos des Geschäftsführers betrachten könnte. Markus Gerhardt mit seiner Frau vor den Pyramiden von Gizeh, mit einem Sundowner-Drink vor dem Sonnenuntergang Namibias, Markus Gerhardt mit stolzem Blick und scheußlichem Hawaiihemd auf einem Elefanten in Thailand. Der Mann versucht nicht zu verstecken, wofür er sein vieles Geld am liebsten ausgibt.
„Ich mach's kurz“, kündigt Flo an. Er verhärtet seinen Ton wie üblich, wenn er in seinen let's get down to business-Modus wechselt.
„Sie haben die Firma Boden Waiss dazu gedrängt, absichtlich fehlerhafte Verlegearbeiten mit unseren Bodenbelägen durchzuführen, um die vermehrten Claims als Vorwand zu nutzen, den Exklusivvertrag mit unserem Unternehmen aufzulösen. Haben Sie dazu was zu sagen?“
Herr Gerhardt zieht seinen Mund in eine dünne, wütende Linie. Wahrscheinlich versucht er, gelassen auszusehen, doch sein Kopf beginn hochrot zu glühen.
„Was für ein ausgemachter Unsinn!“, knurrt er. „Hat Ihnen das diese Helene Fischer gesagt?“
„Ihr Name is' Schneider, Chef“, korrigiert Max ihn.
„Is' mir doch egal!“, erwidert der Mann beißend ohne ihn anzusehen. „Herr Mundt, Sie lassen sich also irgendwelchen Blödsinn von der jungen Dame erzählen ohne mit uns – Ihrem Vertragspartner – darüber zu sprechen? Ich bitte Sie!“
„Die Frau is' über dreißig Jahre alt, Chef! Junge Dame erscheint mir da 'n bisschen unpassend.“
„Halten Sie den Rand, Krüger!“
Max hat seinen Vorgesetzten schon lange nicht mehr so beherzt brüllen hören. Hinter ihm und Flo geht quietschend die Tür auf und Stefan tritt mit hochgezogenen Augenbrauen herein.
„Herr Gerhardt“, murmelt er. „Ist alles in Ordnung?!“
„Ah, gut, Sie sind noch hier!“, begrüßt Flo ihn und breitet kurz die Arme aus. „Sagen Sie, waren Sie derjenige, der Frau Schneider von Boden Waiss bedrängt hat, unsere Böden auszulegen wie umgefallene Dominosteine?“
Stefans Blick rutscht blitzschnell herüber zu Herrn Gerhardt. Im Gegensatz zu dem weicht ihm sämtliche Farbe aus dem Gesicht. „Ich ähm...bitte was?“, nuschelt er verspätet.
Flo seufzt.
„Okay, ich kann's ja irgendwo verstehen“, räumt er ein. „Wir hatten ein paar fehlerhafte Chargen in der Vergangenheit. Das muss ich zugeben und daran gibt’s nichts zu beschönigen. Davon kann Ihnen ihr Einkäufer ein Liedchen singen.“ Er zeigt mit dem Daumen auf Max.
„Wir können natürlich auch verstehen, dass damit Ihre Lust steigt, bei unserer Konkurrenz einkaufen zu gehen. Aber nichts rechtfertigt diese Aktion, lieber Herr Geschäftspartner. Vor allem auf diese grobschlächtige Art. Haben Sie auch nur mal kurz daran gedacht, wie das für Ihren Laden endet, sobald das vor Gericht kommt?“
Stefan macht ein kleines, atemloses Geräusch tief in seiner Kehle. Herr Gerhardt scheint seinem Gesicht nach zu urteilen nun wirklich kurz vor dem Herzinfarkt zu stehen.
„Entschädigungszahlungen an uns, an Boden Waiss, Ersatzkäufe auf Ihre Kosten“, zählt Flo auf und tippt sich dann elegant an sein Basecap. „Von Ihrem Ruf in der Branche mal ganz zu schweigen.“
„Jetzt hör'n Sie mal!“ Herr Gerhardt steht nun doch auf. Schwerfällig, langsam. „Ich lass mich doch nich' von Ihnen und von meinem eigenen Mitarbeiter bedrohen! Wo sind wir denn hier?“
„Ich bedroh Sie doch gar nich'“, beteuert Max. „Ick mach nur meine Arbeit. Sie haben doch selbst gesagt, dass ich die Reklamationen lösen soll. Und das hab ich getan!“
„Ach hör'n Sie doch auf!“, erwidert sein Chef zornig. „Sie stecken mit dem unter einer Decke!“
Würde ich ja gern, aber wir sind noch nicht dazu gekommen!, möchte Max ihm am liebsten zurufen, doch er zügelt sich.
„Herr Gerhardt“, setzt Flo erneut an. Zwischen seinen Augen hat sich eine winzige Zornesfalte gebildet. „Sie können weder mir noch Max vorwerfen, dass wir zusammengearbeitet haben. Wir sind Geschäftspartner. Wir sollten eigentlich alle hier dasselbe wollen. Wenn Sie den Exklusivvertrag auflösen wollen, tun Sie das bitte auf die legale Art und Weise. Ich erwarte, dass alle Reklamationen mit Verlegefehlern durch Boden Waiss fallen gelassen werden und dass sich das nicht wiederholt. Andernfalls werde ich die Sache mit meinem Vorgesetzten besprechen und wir sehen uns vor Gericht.“
Er startet einen Staring Contest mit Herrn Gerhardt, der die Luft im Raum unangenehm verdickt. Einen Augenblick sagt niemand etwas. Zwischen den beiden Männern fliegen fühlbare Blitze hin und her. Max muss ein klein wenig Erregung herunterschlucken, die während Flos Rede aufgewallt ist und hier nichts zu suchen hat.
„Also“, sagt der Techniker, als sich noch immer niemand äußert. „Wie hätten Sie's gern?“
Herr Gerhardt sieht ihn an und sackt dann merklich in sich zusammen.
„Krüger“, blafft er Max dann an und klingt plötzlich heiser, „Schließen Sie die Reklamationen morgen früh. Wir verzichten auf jegliche Gutschriftenforderungen. Und dann geben Sie die Reklamationen unserer Kunden an Stefan, damit er die Vorgänge so schnell wie möglich abarbeitet.“
Stefan sagt nichts, doch er lässt den Kopf sinken.
Yesss, jubelt Max innerlich. Er tauscht einen sekundenbruchteillangen Blick mit Flo aus, dessen Augen mit einem Mal hell und groß sind. Hell Yeah.
„Vielen Dank“, sagt Flo diplomatisch freundlich.
So fühlt es sich also an, wenn zwei Detektive einen Fall lösen. Flos Firma muss keine Insolvenz anmelden. Er und Dombrowski und alle anderen werden nicht in Schimpf und Schande untergehen, zumindest nicht wegen dieser Geschichte. Ende gut, alles gut und so weiter.
„Ich vertraue darauf, dass dieses Gespräch und alles, was dazu gehört, vertraulich behandelt wird?“, will Herr Gerhardt wissen.
„Wenn wir die Sache wie eben vereinbart abwickeln, natürlich“, sagt Flo.
„Na schön.“
„Danke. Schönen Abend noch!“
Herr Gerhardt geht gar nicht darauf ein. Er lässt sich wieder auf seinen Bürostuhl fallen, geschlagener Mann, der er ist. Stefan und Flo verlassen bereits das Zimmer und als Max sich umdreht, um dem Techniker zu folgen und auf dem Flur mit ihm the highest of five einzuschlagen, räuspert sein Chef sich. „Krüger, ganz kurz noch.“
Er macht mit dem rechten Zeigefinger eine Geste, die Max bedeutet, näherzukommen und als dieser nochmal herantritt, bis er die grässlichen Urlaubsfotos sehr genau betrachten kann, beugt sich Herr Gerhardt schwerfällig über den Tisch.
„Wenn Sie morgen mit den Reklamationen fertig sind, packen Sie ihre Siebensachen zusammen“, sagt er im Plauderton. „Ich will Sie ab morgen Nachmittag hier nich' mehr sehen.“
no subject
Date: 2020-07-25 03:09 pm (UTC)Außerdem hat Flo hier doch das Heft in der Hand, wie kann der Chef es überhaupt wagen... *murmelmurmel* òó
no subject
Date: 2020-07-26 08:57 pm (UTC)Manchmal läuft es dann doch dreckig