Tag-Team: unter einer Decke
Jul. 22nd, 2020 10:44 pmTeam: Pluto
Challenge: Tag-Team - unter einer Decke (Bezug auf diese Challenge
Fandom: Nocturne Whispers (Harepocalypse-AU) Masterpost
Charaktere: Chikara, drei Katzen
Anmerkung: Die neue Version von PwP: Points without Plot. Erwartet nichts, dann werdet ihr nicht enttäuscht. XD
Recht direkte Fortsetzung hiervon
Es war Chikara schwer gefallen, sich von Yann zu lösen und ihn gehen zu lassen. Aber die Nacht hatte sich dem Ende zugeneigt und er wirkte ebenso müde wie sie sich fühlte. Was einiges hieß, sie hätte sich am liebsten ins Bett gelegt und wäre nie wieder aufgewacht. Das kam leider nicht in Frage, auch wenn Yann ihr versichert hatte, dass sie sich ausruhen konnte (und auch sollte) solange es nötig war. Sie hätte ihn gerne gebeten, zu bleiben aber er war ihr mit der betretenen Erklärung zuvorgekommen, dass sie Chikaras Zimmer nicht genug abdunkeln konnten. Dem hatte Chikara wenig entgegensetzen können, schließlich war es mit Vampiren und Sonnenlicht so eine Sache. Und so gerne sie auch einfach bei ihm geschlafen hätte, das Bedürfnis nach Ruhe überwog einfach. Nach einem eigenen Zimmer, das hoffentlich eine längerfristigere Lösung werden würde, als die letzten Etappen.
Darum lag sie jetzt in dem viel zu großen Bett unter der Decke zusammengerollt und konnte nicht einschlafen. Das Zimmer hatte Vorhänge, die Chikara zugezogen hatte, als die Dämmerung hereingebrochen war. Es hatte eine Zeit gegeben, da hatte sie gerne den Sonnenaufgang beobachtet, jetzt wollte sie aber einfach nur schlafen. Irgendwie. Die Ereignisse dieser Nacht kreisten aber immer wieder in ihrem Kopf. Die unerwartete Begnung mit Nina, das Wiedersehen mit Yann… ihr Umzug. Der Umstand, dass ihre Nerven immer noch ziemlich blank lagen, half auch nicht unbedingt.
Irgendwann musste sie doch weggedämmert sein, jedenfalls schreckte sie hoch, als etwas auf ihr Bett sprang. Nur das deutlich hörbare Schnurren verhinderte eine ausgewachsene Panikattacke. Trotzdem hämmerte ihr Herz, als sie sich nach dem Störenfried umsah. Eine schlanke Silhouette stolzierte im Dümmerlicht über das Bett und erst als die Katze an ihrem Gesicht schnupperte, erkannte sie zweifelsfrei das schwarze Fell. Also Toulouse oder Marie. Dann schob sich etwas von der anderen Seite unter die Decke, ebenfalls schwarz. Vorsichtig hob Chikara die Bettdecke etwas an und der Gast kroch sofort darunter, gefolgt von der anderen Katze.
Die beiden brauchten zwar noch ein wenig, bis sie sich an Chikaras Seite zusammengerollt hatten, dann aber ließen sie sich sogar bereitwillig streicheln. Das Schnurren wurde für einen Moment lauter, also machte sie wohl etwas richtig. Oder das Tier war einfach sehr genügsam. Katzen wurden schließlich vor allem als Mäuse- und Rattenfänger gehalten und nicht mehr als Haustiere. Klar, man konnte ihnen auch nicht einfach Dosenfutter kaufen. Das aßen die Menschen im Zweifel lieber selbst. Bevor man verhungerte, nahm man eben das Tierfutter, das war schließlich im Grunde auch nur Konservenessen.
Mit der Zeit wurden die Katzen leiser, eine der beiden schnarchte ein wenig. Das störte Chikara aber merkwürdigerweise nicht, im Gegenteil. Die beiden Lebewesen in einer Welt wo sonst der Tod allgegenwärtig war, beruhigten sie sogar. Irgendwann gewann endlich die Müdigkeit und sie schlief ein.
Als sie aufwachte, waren die Katzen immer noch da, nur war eine umgezogen und lag jetzt auf ihrem Oberarm, im schwachen Licht das durch die Vorhänge drang, war ihre Schwanzspitze zu sehen. Vorsichtig bewegte Chikara sich und versuchte ihren Arm zurückzubekommen, was dafür sorgte, dass das Tier die Krallen ausfuhr, um sich festzuhalten. Sofort hielt Chikara inne. So schlecht war es auch nicht, einfach mal im Bett zu liegen und… ja, nichts zu tun. Wann hatte sie das letzte Mal Gelegenheit dazu gehabt? Nicht vor dem Weltuntergang. Irgendwann danach, als sie krank geworden war. Aber da hatte sie die Ruhe nicht würdigen können. Jetzt sah die Sache schon anders aus. Hier war sie ja dazu aufgefordert worden, sich auszuruhen. Ein komisches Gefühl.
Der Gast auf ihrem Arm regte sich jetzt wieder und etwas später sah sie in ein schwarz bepelztes Gesicht mit grüngelben Augen. Jedenfalls vermutete Chikara, dass es dieses grüngelb war, das man oft mit schwarzen Katzen verband. Die Ohren waren aufmerksam aufgestellt. „Hey”, murmelte sie und streichelte der Katze über das kurze Fell. Es fühlte sich glatt und weich an, anscheinend wurde sie gut gepflegt. Hin und wieder hatte sie Straßenkatzen gesehen, die hatten etwas struppig gewirkt. Dieses Exemplar gähnte jetzt ausgiebig, streckte sich und sprang dann vom Bett. Aus ihrer Perspektive konnte Chikara jetzt nur noch die erhobene Schwanzspitze sehen, die zur jetzt leicht geöffneten Tür wackelte. Hatten sie die Tür etwa nicht richtig zugemacht? Sie versuchte sich zu erinnern, konnte es aber einfach nicht. Dafür war sie einfach viel zu durch den Wind gewesen. Vermutlich wäre es besser, wenn sie sie wieder zumachte, aber dazu müsste sie aufstehen. Darauf hatte sie eigentlich noch keine Lust. Sie wusste nicht einmal, wie lange sie geschlafen hatte. Ihre klassische Armbanduhr trug sie zwar immer noch, die Batterien hatten aber vor ein paar Monaten schon den Geist aufgegeben.
Eine Bewegung an der Tür erregte wieder ihre Aufmerksamkeit. Der Schatten war deutlich zu hell um ihr Besuch zu sein und neugierig setzte Chikara sich auf. Gerade rechtzeitig, um eine schneeweiße langhaarige Katze zu sehen, die ins Zimmer gekommen war und sie für einen Moment irgendwie skeptisch ansah. Duchesse? Sie sah jedenfalls wie die Realversion der Zeichentrickkatze aus. Dann erregte irgendetwas draußen die Aufmerksamkeit des Tieres und es schlich wieder raus.
Etwas schob sich unter der Decke hervor und eine weitere schwarze Katze blinzelte sie an. „Verstehe gar nicht, was Yann gegen euch hat…” Chikara konnte nicht widerstehen und streichelte auch diese Katze, anfangs zögerlich, dann, als das Schnurren begann, etwas mutiger. Ihr war klar, dass Werwölfe ein Problem mit Katzen hatten. Aber Vampire? Immerhin lebten hier offenbar vier Katzen, da konnte der Geruch nach Untot doch nicht das Problem sein, oder? Mit der Zeit würde sie es wohl erfahren. „Meinst du, wir werden Freunde?”, fragte sie den Gast leise, der sie nur träge anblinzelte. Immerhin war das kein Nein.
Challenge: Tag-Team - unter einer Decke (Bezug auf diese Challenge
Fandom: Nocturne Whispers (Harepocalypse-AU) Masterpost
Charaktere: Chikara, drei Katzen
Anmerkung: Die neue Version von PwP: Points without Plot. Erwartet nichts, dann werdet ihr nicht enttäuscht. XD
Recht direkte Fortsetzung hiervon
Es war Chikara schwer gefallen, sich von Yann zu lösen und ihn gehen zu lassen. Aber die Nacht hatte sich dem Ende zugeneigt und er wirkte ebenso müde wie sie sich fühlte. Was einiges hieß, sie hätte sich am liebsten ins Bett gelegt und wäre nie wieder aufgewacht. Das kam leider nicht in Frage, auch wenn Yann ihr versichert hatte, dass sie sich ausruhen konnte (und auch sollte) solange es nötig war. Sie hätte ihn gerne gebeten, zu bleiben aber er war ihr mit der betretenen Erklärung zuvorgekommen, dass sie Chikaras Zimmer nicht genug abdunkeln konnten. Dem hatte Chikara wenig entgegensetzen können, schließlich war es mit Vampiren und Sonnenlicht so eine Sache. Und so gerne sie auch einfach bei ihm geschlafen hätte, das Bedürfnis nach Ruhe überwog einfach. Nach einem eigenen Zimmer, das hoffentlich eine längerfristigere Lösung werden würde, als die letzten Etappen.
Darum lag sie jetzt in dem viel zu großen Bett unter der Decke zusammengerollt und konnte nicht einschlafen. Das Zimmer hatte Vorhänge, die Chikara zugezogen hatte, als die Dämmerung hereingebrochen war. Es hatte eine Zeit gegeben, da hatte sie gerne den Sonnenaufgang beobachtet, jetzt wollte sie aber einfach nur schlafen. Irgendwie. Die Ereignisse dieser Nacht kreisten aber immer wieder in ihrem Kopf. Die unerwartete Begnung mit Nina, das Wiedersehen mit Yann… ihr Umzug. Der Umstand, dass ihre Nerven immer noch ziemlich blank lagen, half auch nicht unbedingt.
Irgendwann musste sie doch weggedämmert sein, jedenfalls schreckte sie hoch, als etwas auf ihr Bett sprang. Nur das deutlich hörbare Schnurren verhinderte eine ausgewachsene Panikattacke. Trotzdem hämmerte ihr Herz, als sie sich nach dem Störenfried umsah. Eine schlanke Silhouette stolzierte im Dümmerlicht über das Bett und erst als die Katze an ihrem Gesicht schnupperte, erkannte sie zweifelsfrei das schwarze Fell. Also Toulouse oder Marie. Dann schob sich etwas von der anderen Seite unter die Decke, ebenfalls schwarz. Vorsichtig hob Chikara die Bettdecke etwas an und der Gast kroch sofort darunter, gefolgt von der anderen Katze.
Die beiden brauchten zwar noch ein wenig, bis sie sich an Chikaras Seite zusammengerollt hatten, dann aber ließen sie sich sogar bereitwillig streicheln. Das Schnurren wurde für einen Moment lauter, also machte sie wohl etwas richtig. Oder das Tier war einfach sehr genügsam. Katzen wurden schließlich vor allem als Mäuse- und Rattenfänger gehalten und nicht mehr als Haustiere. Klar, man konnte ihnen auch nicht einfach Dosenfutter kaufen. Das aßen die Menschen im Zweifel lieber selbst. Bevor man verhungerte, nahm man eben das Tierfutter, das war schließlich im Grunde auch nur Konservenessen.
Mit der Zeit wurden die Katzen leiser, eine der beiden schnarchte ein wenig. Das störte Chikara aber merkwürdigerweise nicht, im Gegenteil. Die beiden Lebewesen in einer Welt wo sonst der Tod allgegenwärtig war, beruhigten sie sogar. Irgendwann gewann endlich die Müdigkeit und sie schlief ein.
Als sie aufwachte, waren die Katzen immer noch da, nur war eine umgezogen und lag jetzt auf ihrem Oberarm, im schwachen Licht das durch die Vorhänge drang, war ihre Schwanzspitze zu sehen. Vorsichtig bewegte Chikara sich und versuchte ihren Arm zurückzubekommen, was dafür sorgte, dass das Tier die Krallen ausfuhr, um sich festzuhalten. Sofort hielt Chikara inne. So schlecht war es auch nicht, einfach mal im Bett zu liegen und… ja, nichts zu tun. Wann hatte sie das letzte Mal Gelegenheit dazu gehabt? Nicht vor dem Weltuntergang. Irgendwann danach, als sie krank geworden war. Aber da hatte sie die Ruhe nicht würdigen können. Jetzt sah die Sache schon anders aus. Hier war sie ja dazu aufgefordert worden, sich auszuruhen. Ein komisches Gefühl.
Der Gast auf ihrem Arm regte sich jetzt wieder und etwas später sah sie in ein schwarz bepelztes Gesicht mit grüngelben Augen. Jedenfalls vermutete Chikara, dass es dieses grüngelb war, das man oft mit schwarzen Katzen verband. Die Ohren waren aufmerksam aufgestellt. „Hey”, murmelte sie und streichelte der Katze über das kurze Fell. Es fühlte sich glatt und weich an, anscheinend wurde sie gut gepflegt. Hin und wieder hatte sie Straßenkatzen gesehen, die hatten etwas struppig gewirkt. Dieses Exemplar gähnte jetzt ausgiebig, streckte sich und sprang dann vom Bett. Aus ihrer Perspektive konnte Chikara jetzt nur noch die erhobene Schwanzspitze sehen, die zur jetzt leicht geöffneten Tür wackelte. Hatten sie die Tür etwa nicht richtig zugemacht? Sie versuchte sich zu erinnern, konnte es aber einfach nicht. Dafür war sie einfach viel zu durch den Wind gewesen. Vermutlich wäre es besser, wenn sie sie wieder zumachte, aber dazu müsste sie aufstehen. Darauf hatte sie eigentlich noch keine Lust. Sie wusste nicht einmal, wie lange sie geschlafen hatte. Ihre klassische Armbanduhr trug sie zwar immer noch, die Batterien hatten aber vor ein paar Monaten schon den Geist aufgegeben.
Eine Bewegung an der Tür erregte wieder ihre Aufmerksamkeit. Der Schatten war deutlich zu hell um ihr Besuch zu sein und neugierig setzte Chikara sich auf. Gerade rechtzeitig, um eine schneeweiße langhaarige Katze zu sehen, die ins Zimmer gekommen war und sie für einen Moment irgendwie skeptisch ansah. Duchesse? Sie sah jedenfalls wie die Realversion der Zeichentrickkatze aus. Dann erregte irgendetwas draußen die Aufmerksamkeit des Tieres und es schlich wieder raus.
Etwas schob sich unter der Decke hervor und eine weitere schwarze Katze blinzelte sie an. „Verstehe gar nicht, was Yann gegen euch hat…” Chikara konnte nicht widerstehen und streichelte auch diese Katze, anfangs zögerlich, dann, als das Schnurren begann, etwas mutiger. Ihr war klar, dass Werwölfe ein Problem mit Katzen hatten. Aber Vampire? Immerhin lebten hier offenbar vier Katzen, da konnte der Geruch nach Untot doch nicht das Problem sein, oder? Mit der Zeit würde sie es wohl erfahren. „Meinst du, wir werden Freunde?”, fragte sie den Gast leise, der sie nur träge anblinzelte. Immerhin war das kein Nein.