Auf den Fliesen
Jul. 19th, 2020 08:38 pmTeam: Metaphermorphose
Challenge: Orte: Auf den Fliesen (Päckchen 8)
Fandom: Youtuber (Berliner Cluster)
Wörter: ~1500
Pairing/Personen: Frodo/Flo
Anmerkung: Sorry für den Double-Upload, ich bin im Urlaub und nuckel gerade an einem WLAN, das musste ich ausnutzen. Aber hier kommt nun endlich die Szene, die ich zuerst im Kopf hatte und auf der diese ganze Fic basiert. Meine "PWPs" haben eindeutig zu viel Plot.
Flo ist frustriert. Frodo möchte Abhilfe schaffen. Fortsetzung von Hunderte Augen
Flo, der smarte Techniker, hat einen Sonnenbrand.
Auf eine merkwürdig erhebende Weise stellt Max fest, dass selbst dieser Mann offensichtlich nicht davor gefeit ist.
„Hi Frodo“, sagt Flo und lehnt sich gegen den Türrahmen von Max' Büro.
„Hi Flo. Was'n mit dir passiert?“
„Was?“ Er folgt mit dem Blick der Richtung, in die Max nickt. „Ach so. Hab gestern 'n bisschen zu lange im Garten meiner Eltern rumgefuhrwerkt. Morgen is' dit wieder weg.“
Weil Max' Büro an einer Stelle liegt, an dem drei Viertel aller Mitarbeiter vorbei müssen, wenn sie zur Kaffeeküche wollen und schon die ersten beim Vorbeigehen neugierige Blicke auf den Gast werfen, geleitet Max seinen Besuch den Gang hinunter.
„Du musst mir denken helfen“, kündigt er an, öffnet die letzte Tür, auf der ein stilisiertes Männchen abgebildet ist, und winkt Flo hinein.
„Und das soll ich auf der Firmentoilette machen?“, erwidert dieser belustigt.
„Ich hab keinen Bock darauf, dass jemand zuhört“, sagt Max. „Und ich kann mein Büro nicht abschließen. Hier kann ich's halt.“ Demonstrativ dreht er das Schloss der Badtür herum.
„Wenn du meinst“, gibt Flo zurück. „In anderen Betrieben gibt’s für sowas Meeting-Räume.“
„Wir haben nur einen und der ist besetzt. Es sei denn, du willst gleich mit dem Gerhardt reden?“
„Passe.“
Im fahlen Neonröhrenlicht des weißen Badezimmers sieht seine Haut noch geröteter aus. Man erkennt den Übergang von Sonnenbrand zu intakter Haut an den Oberarmen. Je nachdem, wie er sich bewegt, verschwindet diese Linie unter den Ärmeln seines Shirts.
Heute trägt er wieder Basecap, vielleicht um von seiner leicht geröteten Nase abzulenken. Heute sieht er irgendwie klamm aus. Ein Hauch von Schweiß glitzert an seinem Hals, weil unmenschliche 35 Grad draußen sind. Max bleibt an all diesen Details hängen, jetzt, da Flo in diesem anderen Licht vor ihm steht. Die feinen Linien und vollen Flächen seiner Tattoos. Die dicke, leicht übergeschossene Narbe an seinem rechten Arm, zu der Max gerne die Geschichte kennen würde.
„Frodo“, sagt Flo. „Du starrst. Was is' denn jetz'e?“
Max blickt ihn zögernd an und das reicht schon, um ein wissendes Grinsen über das Gesicht seines Geschäftspartners zu wischen.
„Ick hab den Eindruck, du willst hier nich' über Claims reden.“
„Doch, wollte ich eigentlich.“
„Und uneigentlich? Du guckst nämlich, als würdest du mich gleich auffressen wollen.“
„Das wäre aber unprofessionell“, murmelt Max und grinst schwach mit. „Wo ick dich doch extra zum Termin herbestellt hab.“
Flo zuckt mit den Schultern; „Warum nicht die Arbeit mit dem Angenehmen verbinden?“
Dann ist er mit einem Mal sehr nah, zieht Max an sich und küsst ihn innig. Er ist tatsächlich ein bisschen angeschwitzt, er riecht nach Sonnencreme und Aftershave. Max greift nach seiner Cap und dreht den Schirm in Flos Nacken. Flo fasst ihn an den Hüften und dirigiert ihn gegen das Waschbecken, weil er es anscheinend wirklich mag, Leute gegen irgendetwas zu pressen. Sie verlieren sich kurz, umarmen sich, drücken sich gegeneinander, stoßen Atemzüge gegen die Wangen des jeweils anderen.
„Also“, murmelt Flo zwischen zwei Küssen. „Was wolltest du mir denn nun erzählen?“
Max muss seine Gedanken mit Gewalt zurücklenken. So richtig, merkt er, wird er das nicht schaffen.
„Können wir da nachher drüber reden?“, japst er.
„Nix da“, wispert Flo streng. „Spuck's aus!“
„Aber ich würd' gern vorher was anderes ausspucken.“
„Alter!“
Flo löst sich und schiebt sich, wie es aussieht, angestrengt von Max weg. Er unterdrückt ein Lachen.
„Oder gefällt's dir besser, wenn ich schlu-“
Er hält Max kurz den Mund zu, um ihn daran zu hindern, den Satz zu beenden.
„Was hat die Schneider gesagt?“
Erst dann gibt er den Mund wieder frei.
„Is' ja jut!“, murrt Max. „Viel hat'se ja gar nich' gesagt. Es war nur so kryptisch.“
„Inwiefern kryptisch?“
„Sie meinte, wenn die Schuld nicht bei denen als Verleger liegt und nicht bei euch als Supplier, solle ich mir doch ausrechnen, wer da übrig bliebe.“
Flo hebt eine Augenbraue.
„Sie hat also nichts Genaues gesagt, was wir irgendwie verwerten können?“
Max zögert kurz. „So gesehen nich', ne“, gibt er zu.
Flo guckt ihn halb konsterniert, halb entsetzt an:
„Und dafür hast du mich hier hergeholt? Das hättest du mir doch ooch schreiben können!“
„Deswegen hab' ich doch gesagt, du musst mir denken helfen, damit wir dahinterkommen, was sie gemeint haben könnte!“
„Da gib's doch nüscht zum Denken!“, knurrt Flo ihn an. „Die hat dir nur irgendwat an den Kopf geknallt, damit du sie in Ruhe lässt! Das is' weder 'ne heiße Spur noch 'ne Erleuchtung noch sonst irgendwas!“
„Sorry?“, sagt Frodo ohne das Fragezeichen zu betonen. „Ick muss dir bei deinem Scheiß nich' helfen, dit is' dir hoffentlich klar!“
„Ja, isses!“, faucht Flo ihn an. „Aber wir tappen seit fucking Wochen im Dunkeln und die Zeit läuft langsam ab und übermorgen is' dieses beschissene Meeting, in dem dein Chef meinem Chef die Pistole auf die Brust setzen wird und dann sind wir erledigt!“
Der Satz war so lang, dass Flo danach erstmal ordentlich Luft holen muss. Er steht da mit seinem Sonnenbrand und seinen feuchtgeküssten Lippen und Max überkommt ein Schwall Mitleid.
„Ich weiß“, sagt er und tritt näher. „Dann lass mich dich doch ein bisschen entspannen – wenn du das denn möchtest – , damit du mir danach beim Denken helfen kannst. Hm?“
Flo blinzelt ihn an. „Ich bin fasziniert davon, wie sehr das nach 'nem schlechten Porno klingt.“
Keine drei Minuten später findet Max sich auf seinen Knien auf den weißen Fliesen wieder und hat den Mund zu voll, um weitere Diskussion führen zu können. Es ist hastig und dezent unbequem und verdammt nochmal nicht angemessen, aber auf eine verquere Art heiß. Sehr heiß. Er ist in seinem Revier, er hat Flo in der Hand – nun ja, im Mund eigentlich – und er lauscht auf die angestrengten Atemstöße, die der Mann von sich gibt.
Von draußen klopft irgendjemand an und Flo muss sich räuspern, eher er „besetzt!“ rufen kann. Dann flucht er flüsternd und muss kurz den Kopf in den Nacken legen.
Max drückt ihn an den Hüften gegen das Waschbecken, so wie das mit ihm vorhin geschehen ist. Der ewige Tanz darum, wer wen subtil durch die Gegend dominiert, scheint sich zu beschleunigen.
„Is' das überhaupt okay für dich?“, hört er Flo über sich nuscheln. „Meine Knie tun schon weh, wenn ich dir nur zuseh' bei den harten Fliesen.“
Max lässt von ihm ab: „Mach dir keene Sorgen und kümmer dich lieber um was anderes Hartes.“
„Hm. Dit machst du ja schon.“
Er macht sich wieder an die Arbeit, erhöht seine Anstrengungen und Flo keucht verhalten auf. Finger streicheln Max' Schläfen.
„Oooh“, macht Flo. Zuerst hält Max es für ein recht nüchternes Stöhnen, doch dann sagt Flo: „Ich glaube, ich weiß, was die Schneider gemeint hat.“
Es ist, als würde irgendjemand einen Schallplatten-Scratch-Sound über die Szene spielen.
Max zieht seinen Kopf zurück;
„Bitte was?!“
„Von wegen, wer in der Rechnung übrig bleibt“, fährt Flo fort und er schaut mit überhaupt nicht mehr verklärtem Blick an seinem erigierten Penis vorbei Max an.
„Vielleicht steckt dein Chef dahinter, Frodo!“
„Okay. Wo~w!“ Max hebt in einer verzweifelten Geste die Hände.
„Wie kannst du in so 'ner Situation an die Schneider und meinen Chef denken? Ich meine, was zur Hölle, Flo!“
„Tut mir leid!“ Der Mann streicht ihm entschuldigend über den Kopf.
„Du hättest ooch sagen können, dass es nich' gut war.“
„Doch, doch, doch, Frodo, du bist fantastisch, es is' nur –ich konnte diese Geschichte nich' mehr aus'm Kopf kriegen“, beeilt Flo sich zu erklären. Er beugt sich vor und fasst nach Max' Schulter.
„Komm hoch“, murmelt er. „Ich mach das wieder gut, versprochen!“
Max seufzt leise und steht wieder auf. Er versucht, seinen Körper mit geballter Willenskraft dazu zu überreden, das Blut von einem jetzt ungünstig gelegenen Bereich zurück in sein Hirn zu pumpen, während Flo seine eigene Erektion wieder einpackt.
„Was meinst du überhaupt damit, mein Chef steckt dahinter?“, fragt Max. „Dit ergibt doch überhaupt keenen Sinn!“
„Vielleicht ja doch. Ich muss nochmal mit der Schneider sprechen. Alleine.“ Er betont das letzte Wort etwas mehr und scheint dann Max' irritierten Blick zu bemerken.
„Wenn meine Hypothese stimmt, erfahre ich vielleicht mehr als du“, erklärt er.
„Was denn für 'ne Hypothese?“, will Max wissen. Eventuell klingt er gerade nicht mehr wirklich geduldig.
Doch Flo ist schon halb an ihm vorbeigegangen und öffnet das Türschloss zum Bad wieder.
„Denk mal drüber nach, Frodo“, sagt er. „All die Reklamationen. Der Exklusivvertrag. Ich ruf dich an, sobald ich mehr weiß, okay?“
Er drückt Max einen flüchtigen Kuss auf die Lippen, bevor er die Tür öffnet und davon eilt.
Challenge: Orte: Auf den Fliesen (Päckchen 8)
Fandom: Youtuber (Berliner Cluster)
Wörter: ~1500
Pairing/Personen: Frodo/Flo
Anmerkung: Sorry für den Double-Upload, ich bin im Urlaub und nuckel gerade an einem WLAN, das musste ich ausnutzen. Aber hier kommt nun endlich die Szene, die ich zuerst im Kopf hatte und auf der diese ganze Fic basiert. Meine "PWPs" haben eindeutig zu viel Plot.
Flo ist frustriert. Frodo möchte Abhilfe schaffen. Fortsetzung von Hunderte Augen
Flo, der smarte Techniker, hat einen Sonnenbrand.
Auf eine merkwürdig erhebende Weise stellt Max fest, dass selbst dieser Mann offensichtlich nicht davor gefeit ist.
„Hi Frodo“, sagt Flo und lehnt sich gegen den Türrahmen von Max' Büro.
„Hi Flo. Was'n mit dir passiert?“
„Was?“ Er folgt mit dem Blick der Richtung, in die Max nickt. „Ach so. Hab gestern 'n bisschen zu lange im Garten meiner Eltern rumgefuhrwerkt. Morgen is' dit wieder weg.“
Weil Max' Büro an einer Stelle liegt, an dem drei Viertel aller Mitarbeiter vorbei müssen, wenn sie zur Kaffeeküche wollen und schon die ersten beim Vorbeigehen neugierige Blicke auf den Gast werfen, geleitet Max seinen Besuch den Gang hinunter.
„Du musst mir denken helfen“, kündigt er an, öffnet die letzte Tür, auf der ein stilisiertes Männchen abgebildet ist, und winkt Flo hinein.
„Und das soll ich auf der Firmentoilette machen?“, erwidert dieser belustigt.
„Ich hab keinen Bock darauf, dass jemand zuhört“, sagt Max. „Und ich kann mein Büro nicht abschließen. Hier kann ich's halt.“ Demonstrativ dreht er das Schloss der Badtür herum.
„Wenn du meinst“, gibt Flo zurück. „In anderen Betrieben gibt’s für sowas Meeting-Räume.“
„Wir haben nur einen und der ist besetzt. Es sei denn, du willst gleich mit dem Gerhardt reden?“
„Passe.“
Im fahlen Neonröhrenlicht des weißen Badezimmers sieht seine Haut noch geröteter aus. Man erkennt den Übergang von Sonnenbrand zu intakter Haut an den Oberarmen. Je nachdem, wie er sich bewegt, verschwindet diese Linie unter den Ärmeln seines Shirts.
Heute trägt er wieder Basecap, vielleicht um von seiner leicht geröteten Nase abzulenken. Heute sieht er irgendwie klamm aus. Ein Hauch von Schweiß glitzert an seinem Hals, weil unmenschliche 35 Grad draußen sind. Max bleibt an all diesen Details hängen, jetzt, da Flo in diesem anderen Licht vor ihm steht. Die feinen Linien und vollen Flächen seiner Tattoos. Die dicke, leicht übergeschossene Narbe an seinem rechten Arm, zu der Max gerne die Geschichte kennen würde.
„Frodo“, sagt Flo. „Du starrst. Was is' denn jetz'e?“
Max blickt ihn zögernd an und das reicht schon, um ein wissendes Grinsen über das Gesicht seines Geschäftspartners zu wischen.
„Ick hab den Eindruck, du willst hier nich' über Claims reden.“
„Doch, wollte ich eigentlich.“
„Und uneigentlich? Du guckst nämlich, als würdest du mich gleich auffressen wollen.“
„Das wäre aber unprofessionell“, murmelt Max und grinst schwach mit. „Wo ick dich doch extra zum Termin herbestellt hab.“
Flo zuckt mit den Schultern; „Warum nicht die Arbeit mit dem Angenehmen verbinden?“
Dann ist er mit einem Mal sehr nah, zieht Max an sich und küsst ihn innig. Er ist tatsächlich ein bisschen angeschwitzt, er riecht nach Sonnencreme und Aftershave. Max greift nach seiner Cap und dreht den Schirm in Flos Nacken. Flo fasst ihn an den Hüften und dirigiert ihn gegen das Waschbecken, weil er es anscheinend wirklich mag, Leute gegen irgendetwas zu pressen. Sie verlieren sich kurz, umarmen sich, drücken sich gegeneinander, stoßen Atemzüge gegen die Wangen des jeweils anderen.
„Also“, murmelt Flo zwischen zwei Küssen. „Was wolltest du mir denn nun erzählen?“
Max muss seine Gedanken mit Gewalt zurücklenken. So richtig, merkt er, wird er das nicht schaffen.
„Können wir da nachher drüber reden?“, japst er.
„Nix da“, wispert Flo streng. „Spuck's aus!“
„Aber ich würd' gern vorher was anderes ausspucken.“
„Alter!“
Flo löst sich und schiebt sich, wie es aussieht, angestrengt von Max weg. Er unterdrückt ein Lachen.
„Oder gefällt's dir besser, wenn ich schlu-“
Er hält Max kurz den Mund zu, um ihn daran zu hindern, den Satz zu beenden.
„Was hat die Schneider gesagt?“
Erst dann gibt er den Mund wieder frei.
„Is' ja jut!“, murrt Max. „Viel hat'se ja gar nich' gesagt. Es war nur so kryptisch.“
„Inwiefern kryptisch?“
„Sie meinte, wenn die Schuld nicht bei denen als Verleger liegt und nicht bei euch als Supplier, solle ich mir doch ausrechnen, wer da übrig bliebe.“
Flo hebt eine Augenbraue.
„Sie hat also nichts Genaues gesagt, was wir irgendwie verwerten können?“
Max zögert kurz. „So gesehen nich', ne“, gibt er zu.
Flo guckt ihn halb konsterniert, halb entsetzt an:
„Und dafür hast du mich hier hergeholt? Das hättest du mir doch ooch schreiben können!“
„Deswegen hab' ich doch gesagt, du musst mir denken helfen, damit wir dahinterkommen, was sie gemeint haben könnte!“
„Da gib's doch nüscht zum Denken!“, knurrt Flo ihn an. „Die hat dir nur irgendwat an den Kopf geknallt, damit du sie in Ruhe lässt! Das is' weder 'ne heiße Spur noch 'ne Erleuchtung noch sonst irgendwas!“
„Sorry?“, sagt Frodo ohne das Fragezeichen zu betonen. „Ick muss dir bei deinem Scheiß nich' helfen, dit is' dir hoffentlich klar!“
„Ja, isses!“, faucht Flo ihn an. „Aber wir tappen seit fucking Wochen im Dunkeln und die Zeit läuft langsam ab und übermorgen is' dieses beschissene Meeting, in dem dein Chef meinem Chef die Pistole auf die Brust setzen wird und dann sind wir erledigt!“
Der Satz war so lang, dass Flo danach erstmal ordentlich Luft holen muss. Er steht da mit seinem Sonnenbrand und seinen feuchtgeküssten Lippen und Max überkommt ein Schwall Mitleid.
„Ich weiß“, sagt er und tritt näher. „Dann lass mich dich doch ein bisschen entspannen – wenn du das denn möchtest – , damit du mir danach beim Denken helfen kannst. Hm?“
Flo blinzelt ihn an. „Ich bin fasziniert davon, wie sehr das nach 'nem schlechten Porno klingt.“
Keine drei Minuten später findet Max sich auf seinen Knien auf den weißen Fliesen wieder und hat den Mund zu voll, um weitere Diskussion führen zu können. Es ist hastig und dezent unbequem und verdammt nochmal nicht angemessen, aber auf eine verquere Art heiß. Sehr heiß. Er ist in seinem Revier, er hat Flo in der Hand – nun ja, im Mund eigentlich – und er lauscht auf die angestrengten Atemstöße, die der Mann von sich gibt.
Von draußen klopft irgendjemand an und Flo muss sich räuspern, eher er „besetzt!“ rufen kann. Dann flucht er flüsternd und muss kurz den Kopf in den Nacken legen.
Max drückt ihn an den Hüften gegen das Waschbecken, so wie das mit ihm vorhin geschehen ist. Der ewige Tanz darum, wer wen subtil durch die Gegend dominiert, scheint sich zu beschleunigen.
„Is' das überhaupt okay für dich?“, hört er Flo über sich nuscheln. „Meine Knie tun schon weh, wenn ich dir nur zuseh' bei den harten Fliesen.“
Max lässt von ihm ab: „Mach dir keene Sorgen und kümmer dich lieber um was anderes Hartes.“
„Hm. Dit machst du ja schon.“
Er macht sich wieder an die Arbeit, erhöht seine Anstrengungen und Flo keucht verhalten auf. Finger streicheln Max' Schläfen.
„Oooh“, macht Flo. Zuerst hält Max es für ein recht nüchternes Stöhnen, doch dann sagt Flo: „Ich glaube, ich weiß, was die Schneider gemeint hat.“
Es ist, als würde irgendjemand einen Schallplatten-Scratch-Sound über die Szene spielen.
Max zieht seinen Kopf zurück;
„Bitte was?!“
„Von wegen, wer in der Rechnung übrig bleibt“, fährt Flo fort und er schaut mit überhaupt nicht mehr verklärtem Blick an seinem erigierten Penis vorbei Max an.
„Vielleicht steckt dein Chef dahinter, Frodo!“
„Okay. Wo~w!“ Max hebt in einer verzweifelten Geste die Hände.
„Wie kannst du in so 'ner Situation an die Schneider und meinen Chef denken? Ich meine, was zur Hölle, Flo!“
„Tut mir leid!“ Der Mann streicht ihm entschuldigend über den Kopf.
„Du hättest ooch sagen können, dass es nich' gut war.“
„Doch, doch, doch, Frodo, du bist fantastisch, es is' nur –ich konnte diese Geschichte nich' mehr aus'm Kopf kriegen“, beeilt Flo sich zu erklären. Er beugt sich vor und fasst nach Max' Schulter.
„Komm hoch“, murmelt er. „Ich mach das wieder gut, versprochen!“
Max seufzt leise und steht wieder auf. Er versucht, seinen Körper mit geballter Willenskraft dazu zu überreden, das Blut von einem jetzt ungünstig gelegenen Bereich zurück in sein Hirn zu pumpen, während Flo seine eigene Erektion wieder einpackt.
„Was meinst du überhaupt damit, mein Chef steckt dahinter?“, fragt Max. „Dit ergibt doch überhaupt keenen Sinn!“
„Vielleicht ja doch. Ich muss nochmal mit der Schneider sprechen. Alleine.“ Er betont das letzte Wort etwas mehr und scheint dann Max' irritierten Blick zu bemerken.
„Wenn meine Hypothese stimmt, erfahre ich vielleicht mehr als du“, erklärt er.
„Was denn für 'ne Hypothese?“, will Max wissen. Eventuell klingt er gerade nicht mehr wirklich geduldig.
Doch Flo ist schon halb an ihm vorbeigegangen und öffnet das Türschloss zum Bad wieder.
„Denk mal drüber nach, Frodo“, sagt er. „All die Reklamationen. Der Exklusivvertrag. Ich ruf dich an, sobald ich mehr weiß, okay?“
Er drückt Max einen flüchtigen Kuss auf die Lippen, bevor er die Tür öffnet und davon eilt.
no subject
Date: 2020-07-20 11:52 am (UTC)Frodo tut mir hier aber Leid, dabei hat er sich *hust* solche Mühe gegeben!
Aber die Gelegenheit kommt bestimmt nochmal wieder :D
no subject
Date: 2020-07-21 01:59 pm (UTC)no subject
Date: 2020-07-21 11:18 am (UTC)no subject
Date: 2020-07-21 01:55 pm (UTC)Ja, Frodo tut mir auch echt leid, aber er wird Entschädigung bekommen. Das habe ich ihm schon versprochen.