Romantik/Intimität: verkuppelt
Jul. 17th, 2020 09:53 pmChallenge: Romantik/Intimität: verkuppelt (Okay, eigentlich eher Crack, aber das muss sich ja nicht ausschließen.)
Zuordnung: Fürs Team, Päckchen 1.
Team: Pluto
Fandom: Wolfs Horst und Horst sein Wolf (Teil 1, 2 und 3 und einmal außerhalb der Reihenfolge)
Charaktere: Horst (ein Biker), Wolfgang (ein Spießer)
Anmerkung: Fortsetzung. Sollte aber auch so funktionieren, solag man weiß, dass sie sich auf einer beschissenen Hochzeit getrofffen und einen Deal bezüglich Horsts Motorrad gemacht haben. Wie immer für
nyx_chan, die wollte, dass die beiden existieren.
An der roten Ampel trafen sie sich wieder. Zu diesem Zeitpunkt waren Horst und der Taxifahrer bereits beste Freunde geworden. Jedenfalls hatte Horst das beschlossen, als dieser einen Blick auf seine abgenutzte Lederjacke geworfen und daraufhin ein Mixtape mit der Aufschrift „Offroad Traxx Vol. 10“ gezückt hatte.
Feiner Kerl, ganz klar. Fast so fein wie Wolfgang, der ihm sein Motorrad für den Abend abnahm. Folgerichtig nun doch sturzbetrunken, wippte Horst im Takt von AC/DC mit dem Kopf und griente zum Fenster raus. Schöne Aussicht. Sicher, seine Suzuki war etwas klein für den langen Riesen, aber die Art, wie er abfahrbereit über ihr thronte, die machte ihm Freude. Perfekt ausbalanciert, je zwei Finger pro Griff abgespreizt, um jederzeit kuppel- und bremsbereit zu sein und das Baby trotzdem im Griff zu haben. Einfch vorbildlich. Da war ein Profi am Werk.
So machte es ihm dann auch nichts aus, dass die Maschine einen kleinen Satz machte, als die Ampel auf Gelb umsprang. Im Gegenteil, er fand es herzallerliebst.
„Hehe, verkuppelt“, gluckste er vergnügt.
Der Taxifahrer ließ ein zustimmendes Schnalzen hören und legte demonstrativ den ersten Gang ein.
„Guck dir die Tucke an. Sportmaschine fahren, aber zu fein, sich ne ordentliche Jacke zu kaufen. Und dann die Fingerchen. Heiteitei, die Küche brennt!“
Horst runzelte die Stirn.
'Cause I'm T.N.T. I'm dynamite, röhrte es aus dem Kassettendeck, (T.N.T.) and I'll win the fight.
Horst hätte seinem neuen Freund sagen können, dass das gar nicht Wolfgangs Motorrad war und dass deswegen die Dinge nicht so schön zusammenpassten. Er hätte ihm auch sagen können, dass Wolfgang nur deshalb gerade so albern aussah, weil er sich sicherheitshalber die Mantelschöße untergeklemmt hatte, damit sich nichts verfing und dass Horst das sehr befürwortete. Der nüchterne Horst hätte genau das getan. Und dann hätte er sich den Spaß gemacht und den Taxifahrer die ganze Fahrt nach Porz mit der Geschichte unterhalten, wie es dazu gekommen war. Schließlich waren sie Freunde und unter Freunden konnte schon mal ein Ausrutscher passieren.
Aber Horst war gerade nicht nüchtern.
(T.N.T.) I'm a power load
„Halt mal, Kumpel“, verlangte er. „Hab was vergessen.“
Er riss die Tür auf, ohne abzuwarten. So weit ab vom Schuss und um diese Uhrzeit war die Straße praktisch leer und so richtig rollten sie eh noch nicht. Warum also Zeit dabei verlieren, aus der schwerfälligen Karre rauszukommen? Okay, zugegeben, er hatte den Mittelstreifen irgendwie gerader in Erinnerung, aber Susi, sein Baby, das fand er auch so.
Über ihrem Lenker ragte sein Motorradhelm auf, mit einem Wolf drin, der ihn ansah als wollte er ihm die Gurgel durchbeißen. Vermutlich, weil er gerade eine Vollbremsung gemacht hatte, um ihn nicht über den Haufen zu fahren. Aber das würde Horst erst später rekonstruieren.
Er nutzte Wolfgangs Oberschenkel als Führungslinie nach hinten zum Soziussitz.
„HORST?!“, entrüstete sich der Helm zwei Stockwerke weiter oben.
„EY, DU PENNER!“, stimmte der Taxifahrer ein, der ebenfalls eine Vollbremsung hingelegt hatte und sich nun mit geöffnetem Fenster näherte. Rückwärtsfahren konnte der Mann wie ne Eins, das musste Horst ihm lassen, auch wenn sie keine Freunde mehr waren.
„Fahr! Ich schulde dem noch die Anfahrt!“
„BIST DU VERRÜCKT?! Du kannst doch nicht ein-“
„Er hat ‚Tucke‘ zu dir gesagt.“
Damit war alles geklärt, fand Horst. Mit seinem ganzen finalen Gewicht ließ er sich auf den Rücksitz fallen und legte Wolf einen Arm um die Taille. Vielleicht ein bisschen zärtlicher als nötig gewesen wäre. Am Ende des anderen Arms fuhr er den Mittelfinger aus und steckte ihn sich tief und genüsslich in den Mund.
Wolfgang starrte ihn über die Schulter hinweg an als wäre er ein Schnipsel Koriander auf einer Salzkartoffel, oder ein Stück Lachsaufschnitt, an dem schon was lebte. Später würde Horst diesen Moment als jenen wiedererkennen, in dem der arme Mann gegeneinander abwog, was sie beide eher umbringen würde: die glatte Straße und die fehlende Schutzausrüstung, oder der Taxifahrer und die geprellte Zeche.
Im Augenblick aber erkannte er nur das Vibrieren zwischen seinen Beinen als jenes eines glücklichen Motorrads, dessen Fahrer das richtige Timing für Kupplung und Gas gefunden hatte. Was es ihm wiederum ermöglichte, mit ebenso perfektem Timing den klitschnassen Fickfinger rauszuhalten.
„Watch me EXPLODE!“, johlte er, als sie wie auf Schienen am Taxi vorüberzogen.
Zuordnung: Fürs Team, Päckchen 1.
Team: Pluto
Fandom: Wolfs Horst und Horst sein Wolf (Teil 1, 2 und 3 und einmal außerhalb der Reihenfolge)
Charaktere: Horst (ein Biker), Wolfgang (ein Spießer)
Anmerkung: Fortsetzung. Sollte aber auch so funktionieren, solag man weiß, dass sie sich auf einer beschissenen Hochzeit getrofffen und einen Deal bezüglich Horsts Motorrad gemacht haben. Wie immer für
An der roten Ampel trafen sie sich wieder. Zu diesem Zeitpunkt waren Horst und der Taxifahrer bereits beste Freunde geworden. Jedenfalls hatte Horst das beschlossen, als dieser einen Blick auf seine abgenutzte Lederjacke geworfen und daraufhin ein Mixtape mit der Aufschrift „Offroad Traxx Vol. 10“ gezückt hatte.
Feiner Kerl, ganz klar. Fast so fein wie Wolfgang, der ihm sein Motorrad für den Abend abnahm. Folgerichtig nun doch sturzbetrunken, wippte Horst im Takt von AC/DC mit dem Kopf und griente zum Fenster raus. Schöne Aussicht. Sicher, seine Suzuki war etwas klein für den langen Riesen, aber die Art, wie er abfahrbereit über ihr thronte, die machte ihm Freude. Perfekt ausbalanciert, je zwei Finger pro Griff abgespreizt, um jederzeit kuppel- und bremsbereit zu sein und das Baby trotzdem im Griff zu haben. Einfch vorbildlich. Da war ein Profi am Werk.
So machte es ihm dann auch nichts aus, dass die Maschine einen kleinen Satz machte, als die Ampel auf Gelb umsprang. Im Gegenteil, er fand es herzallerliebst.
„Hehe, verkuppelt“, gluckste er vergnügt.
Der Taxifahrer ließ ein zustimmendes Schnalzen hören und legte demonstrativ den ersten Gang ein.
„Guck dir die Tucke an. Sportmaschine fahren, aber zu fein, sich ne ordentliche Jacke zu kaufen. Und dann die Fingerchen. Heiteitei, die Küche brennt!“
Horst runzelte die Stirn.
'Cause I'm T.N.T. I'm dynamite, röhrte es aus dem Kassettendeck, (T.N.T.) and I'll win the fight.
Horst hätte seinem neuen Freund sagen können, dass das gar nicht Wolfgangs Motorrad war und dass deswegen die Dinge nicht so schön zusammenpassten. Er hätte ihm auch sagen können, dass Wolfgang nur deshalb gerade so albern aussah, weil er sich sicherheitshalber die Mantelschöße untergeklemmt hatte, damit sich nichts verfing und dass Horst das sehr befürwortete. Der nüchterne Horst hätte genau das getan. Und dann hätte er sich den Spaß gemacht und den Taxifahrer die ganze Fahrt nach Porz mit der Geschichte unterhalten, wie es dazu gekommen war. Schließlich waren sie Freunde und unter Freunden konnte schon mal ein Ausrutscher passieren.
Aber Horst war gerade nicht nüchtern.
(T.N.T.) I'm a power load
„Halt mal, Kumpel“, verlangte er. „Hab was vergessen.“
Er riss die Tür auf, ohne abzuwarten. So weit ab vom Schuss und um diese Uhrzeit war die Straße praktisch leer und so richtig rollten sie eh noch nicht. Warum also Zeit dabei verlieren, aus der schwerfälligen Karre rauszukommen? Okay, zugegeben, er hatte den Mittelstreifen irgendwie gerader in Erinnerung, aber Susi, sein Baby, das fand er auch so.
Über ihrem Lenker ragte sein Motorradhelm auf, mit einem Wolf drin, der ihn ansah als wollte er ihm die Gurgel durchbeißen. Vermutlich, weil er gerade eine Vollbremsung gemacht hatte, um ihn nicht über den Haufen zu fahren. Aber das würde Horst erst später rekonstruieren.
Er nutzte Wolfgangs Oberschenkel als Führungslinie nach hinten zum Soziussitz.
„HORST?!“, entrüstete sich der Helm zwei Stockwerke weiter oben.
„EY, DU PENNER!“, stimmte der Taxifahrer ein, der ebenfalls eine Vollbremsung hingelegt hatte und sich nun mit geöffnetem Fenster näherte. Rückwärtsfahren konnte der Mann wie ne Eins, das musste Horst ihm lassen, auch wenn sie keine Freunde mehr waren.
„Fahr! Ich schulde dem noch die Anfahrt!“
„BIST DU VERRÜCKT?! Du kannst doch nicht ein-“
„Er hat ‚Tucke‘ zu dir gesagt.“
Damit war alles geklärt, fand Horst. Mit seinem ganzen finalen Gewicht ließ er sich auf den Rücksitz fallen und legte Wolf einen Arm um die Taille. Vielleicht ein bisschen zärtlicher als nötig gewesen wäre. Am Ende des anderen Arms fuhr er den Mittelfinger aus und steckte ihn sich tief und genüsslich in den Mund.
Wolfgang starrte ihn über die Schulter hinweg an als wäre er ein Schnipsel Koriander auf einer Salzkartoffel, oder ein Stück Lachsaufschnitt, an dem schon was lebte. Später würde Horst diesen Moment als jenen wiedererkennen, in dem der arme Mann gegeneinander abwog, was sie beide eher umbringen würde: die glatte Straße und die fehlende Schutzausrüstung, oder der Taxifahrer und die geprellte Zeche.
Im Augenblick aber erkannte er nur das Vibrieren zwischen seinen Beinen als jenes eines glücklichen Motorrads, dessen Fahrer das richtige Timing für Kupplung und Gas gefunden hatte. Was es ihm wiederum ermöglichte, mit ebenso perfektem Timing den klitschnassen Fickfinger rauszuhalten.
„Watch me EXPLODE!“, johlte er, als sie wie auf Schienen am Taxi vorüberzogen.
no subject
Date: 2020-07-19 09:22 am (UTC)Du hast Recht, es ist sehr crackig, aber genau das macht es ja so gut.
Ich würde ein ganzes Buch um diese beiden Typen verschlingen, ganz ehrlich. Da merkt man mal wieder, wie sehr ich crack und protectiveness liebe <3