h/c - schwänzen
Jul. 10th, 2020 09:44 pmTeam: Pluto
Challenge: h/c - schwänzen (Päckchen 1, fürs Team)
Fandom: She-Ra and the Princesses of Power (krieg ich nen Tag? °-°)
Charaktere: Catra, Adora
Warnung: Spielt nach der Serie, daher Spoilergefahr
Kühles Zwielicht legte sich über Bright Moon, das bedeutete aber nicht, dass es irgendwie stiller wurde. Für die Dauer der Dämmerung schien sogar das Gegenteil der Fall zu sein. Catras Schwanz zuckte nervös hin und her, nicht wegen der Raubtiere, die gerade jetzt aktiver wurden. Sie saß zu weit oben im Baum als das sie sich deswegen Sorgen machen müsste. Und selbst wenn nicht, über ein Jahr Frieden bedeutete nicht, dass sie nachlässig wurde. Sie konnte immer noch Hintern versohlen, erst gestern hatte Netossa es zu spüren bekommen weswegen Spinnerella nach einer sehr klaren Ansage kein Wort mehr mit ihr gesprochen hatte.
Adoras Meinung war gewesen, dass Spinnerella sich nur über die verlorene Wette ärgerte, Catra dagegen war sich da nicht so sicher. Sie wäre auch wütend auf jeden, der Adora auch nur einen blauen Fleck verpasste. Also abgesehen von ihr selbst. Und Netossa hatte nicht nur eine ganze Sammlung davongetragen, sondern am Ende eine ausgerenkte Schulter gehabt. Inzwischen ging es ihr sicher wieder gut, auch wenn sie noch ein paar Tage kürzer treten müsste.
Vielleicht sah Catra wirklich Gespenster, aber sie hatte es nicht über sich gebracht, am Meeting der Prinzessinnen teilzunehmen. Sie hatte da sowieso nichts verloren. Schließlich war sie keine Prinzessin. Und hatte absolut keine Ambitionen, eine zu werden. Niemand hier schien das zu sehen oder gar verstehen zu können. Okay, fast niemand. Adora konnte auf das ganze Theater auch gut verzichten, aber sie war auch nicht als Prinzessin geboren worden. She-Ra zu sein hatte den Titel leider mit sich gebracht.
Einem Teil von ihr war klar, dass sie trotzdem bei diesem Meeting dabei sein sollte. Sie war Adoras Freundin. Was ein weiterer Grund war, warum sich gerade alles in ihr dagegen sträubte. Auch wenn Adora gar nicht in den Sinn kommen würde, sie als Anhängsel zu betrachten, andere taten es. Das kleine Haustier aus der Horde. Krallen bohrten sich in die dunkle Baumrinde und Catra zog sie schnell wieder ein. Sie war aus der Phase raus, wo sie einfach nur etwas hatte zerstören wollen.
Die Frage war nur: in welcher Phase befand sie sich jetzt?
Alles war so einfach gewesen, als sie mit Adora, Glimmer, Entrapta und Bow einfach nur unterwegs gewesen war, um diese neue Dimension kennenzulernen. Die Sterne und Planeten, die ihnen nun zugänglich waren. Viele der Planeten die laut Bow wohl mal bewohnbar gewesen sein mussten, waren zerstört gewesen. Aber es hatte immer wieder Überlebende gegeben. Widerstandskämpfer aber auch Mitläufer und solche die einfach nur nicht sterben wollten. Dass Hordak Prime tot war, war für sie schwer zu glauben gewesen.
Es war merkwürdig erfüllend gewesen, neue Abenteuer zu erleben. Die unendlich große Welt zu sehen. Eine Welt, wo niemand ihre Vergangenheit kannte. Wo sie nicht für viele noch die Irre war, die versucht hatte, alle zu unterwerfen, ohne Rücksicht auf Verluste. Trotzdem. Als sie wieder auf Etheria gelandet waren, war sie erleichtert gewesen. Hier war immer noch ihre Heimat. Egal was sie hier erwartete.
Mit einem schweren Seufzen ließ sie sich rücklings auf den Ast fallen. Über ihr gab es nicht viel zu sehen, nur ein paar Blätter und dazwischen die ersten Sterne. Sterne, die ihr diesmal nur zeigten, wie spät es inzwischen war. Sie hatte sich schon am Nachmittag vor den Prinzessinnen hier versteckt. Langsam würde wohl wenigstens Adora unruhig werden. Falls sie sie überhaupt… nein. Das war ein Gedankengang, dem Catra gar nicht weiter folgen wollte. Oder sollte. Sie waren jetzt seit einem Jahr und vier Monaten zusammen, oder nicht? Es konnte aber auch sein, dass sie ihr einfach ihre Ruhe lassen wollte. Dabei war Catra sich gerade selbst nicht sicher, ob das ihr Wunsch war. Wollte sie, dass ihr jemand folgte? Dass Adora ihr folgte? Oder war das hier eine bitter nötige Auszeit? Sie wünschte, sie wüsste es.
Mit einem entnervten Seufzen schloss sie die Augen und damit die Sterne aus. Heute war wirklich einer dieser Tage. Wo alles einfach falsch war. Ihr Leben. Sie selbst. Es ging ihr einfach auf die Nerven. „Verdammt”, murmelte sie.
„Catra?” Die Stimme war noch weit weg. Vermutlich aus Richtung des Schlosses. Anscheinend hatte Adora genug davon, auf sie zu warten. Wenigstens für einen Moment überlegte Catra, sich bemerkbar zu machen. Dann beschloss sie aber doch, abzuwarten. Mal sehen, wie gut Adora noch im Spurenlesen war.
Als sie das nächste Mal hörte, wie ihr Name gerufen wurde, war es schon deutlich näher und es klang… besorgt? Dabei sollte Adora nun wirklich wissen, dass sie selbst auf sich aufpassen konnte. Wenn man von gewissen Borderlinetendenzen mal absah. Lautlos kletterte Catra etwas tiefer und beobachtete, wie Adora in einiger Entfernung an dem Baum vorbeiging, ohne auch nur darauf zu achten, ob auf dem Boden Spuren waren. Also wirklich. Das sollte sie besser können.
Aber Catra konnte warten. Bäuchlings legte sie sich auf den Ast und wartete, bis Adora wieder außer Sichtweite war. Dabei wusste sie selbst nicht so recht, warum sie sich nicht bemerkbar machte. Unwillkürlich musste sie an ihre Kindheit denken, wo sie sich häufiger vor allen versteckt hatte. Da hatte es aber daran gelegen, dass sie entweder irgendetwas verbockt hatte oder Shadow Weaver sie wieder einmal bloßgestellt hatte. Das hier war eigentlich etwas ganz anderes. Wenn man davon absah, dass sie immer eine Außenseiterin bleiben würde, die es höchstens wert wäre, vom Rand aus zu beobachten. Sie hatte so viel falsch gemacht… wie hatte Netossa nur lachen können, als ihr die Schulter wieder eingerenkt worden war? Spinnerellas Reaktion war sehr viel vernünftiger gewesen. „Wehe, du kommst ihr noch einmal nahe!”
Netossa hatte nur gegrinst, Catra einen Klaps auf die Schulter gegeben, die Augen verdreht und war zu ihrer Frau gegangen. Es war eindeutig, dass sie das nicht so ernst genommen hatte. Genau wie Adora. Leider lag die Sache für Catra etwas anders.
„Catra!?” Adoras Stimme war jetzt so nah, dass Catra mit einem erschrockenen Fauchen aufsprang, sie spürte wie ihr Fell sich sträubte. Ihr Schwanz sah vermutlich gerade wie ein Staubwedel aus. Aber sie sah sich lieber nach Adora um, die fast direkt unter dem Baum stand und jetzt hochsah. Catra rettete sich in ein vermutlich wenig überzeugendes neckendes Grinsen. „Hi, Adora…” Normalerweise bekam sie dafür immer irgendeine Reaktion von ihrer Freundin, jetzt stemmte die nur die Hände in die Seiten und rief: „Hier steckst du… ich suche dich schon seit Stunden!”
„Bezweifle ich. Eure Meetings dauern doch immer ewig.” Das war vermutlich nicht ganz fair. Sie waren erst seit einem Monat wieder auf dem Planeten und hatten seitdem erst an zwei teilgenommen. Eins hatte nur eine halbe Stunde gedauert (weil Swift Wind dann von einer Wespe gestochen worden war und das komplette Inventar zerlegt hatte), das andere dafür mindestens zwei. Deutlich zu lange für Catras Geschmack.
„Ich war nicht da. Glaubst du wirklich, ich kann mir anhören, wie die über Politik diskutieren, während du verschwunden bist?” Adora klang so empört, dass es beinahe niedlich war. Wäre da nicht das schlechte Gewissen weil… ja, genau das hatte sie geglaubt. Trotzdem meinte Catra betont gelassen: „Ich kann auf mich selbst aufpassen.” Ehrlich, hätte sie sich Gedanken gemacht, dass sie hier von einem wilden Tier gefressen wurde, hätte sie Melog mitgenommen.
„Das weiß ich!”
Aha? Der Tonfall sagte etwas ganz anderes. „Warum regst du dich dann so auf?”, fragte Catra und hätte am liebsten eine Mütze aufgesetzt um zu verbergen, dass ihre verräterischen Ohren sich etwas anlegten. Adora hatte natürlich Recht, sich aufzuregen. Sogar, sich Sorgen zu machen. Aber das bedeutete nicht, dass es Catra gefiel!
Ohne eine Vorwarnung sprang sie vom Ast und landete direkt vor Adora auf dem Boden. Noch während ihre Freundin sich von dem Schreck erholte, richtete Catra sich auf und sah sie an, der Schwanz peitschte nervös hin und her. Adora lehnte erstmal nur ihre Stirn gegen Catras und seufzte, während sie ihre Hand nahm. Die Berührungen fühlten sich warm und richtig an… „Ist es noch wegen gestern? Spinnerella hat es nicht so gemeint. Sie war nur… sie hat sich nur erschrocken.”
„Sie sollte es ernst meinen. Ich…”
„Red keinen Blödsinn. Es war ein Unfall. Sowas passiert beim Training.”
Darum ging es doch gar nicht. Aber Adora war manchmal eben schwer von Begriff. Eigentlich sehr oft.
„Du gehörst zu uns. Zu mir.”
Okay, vielleicht hatte sie es doch kapiert. Das eigentlich Problem war dadurch noch nicht gelöst aber wenigstens etwas in den Hintergrund gerückt. Adora war hier. Sie hatte sie gesucht. Und gefunden. Wieder einmal. Mit dem Rest konnte sie sich später befassen.
Challenge: h/c - schwänzen (Päckchen 1, fürs Team)
Fandom: She-Ra and the Princesses of Power (krieg ich nen Tag? °-°)
Charaktere: Catra, Adora
Warnung: Spielt nach der Serie, daher Spoilergefahr
Kühles Zwielicht legte sich über Bright Moon, das bedeutete aber nicht, dass es irgendwie stiller wurde. Für die Dauer der Dämmerung schien sogar das Gegenteil der Fall zu sein. Catras Schwanz zuckte nervös hin und her, nicht wegen der Raubtiere, die gerade jetzt aktiver wurden. Sie saß zu weit oben im Baum als das sie sich deswegen Sorgen machen müsste. Und selbst wenn nicht, über ein Jahr Frieden bedeutete nicht, dass sie nachlässig wurde. Sie konnte immer noch Hintern versohlen, erst gestern hatte Netossa es zu spüren bekommen weswegen Spinnerella nach einer sehr klaren Ansage kein Wort mehr mit ihr gesprochen hatte.
Adoras Meinung war gewesen, dass Spinnerella sich nur über die verlorene Wette ärgerte, Catra dagegen war sich da nicht so sicher. Sie wäre auch wütend auf jeden, der Adora auch nur einen blauen Fleck verpasste. Also abgesehen von ihr selbst. Und Netossa hatte nicht nur eine ganze Sammlung davongetragen, sondern am Ende eine ausgerenkte Schulter gehabt. Inzwischen ging es ihr sicher wieder gut, auch wenn sie noch ein paar Tage kürzer treten müsste.
Vielleicht sah Catra wirklich Gespenster, aber sie hatte es nicht über sich gebracht, am Meeting der Prinzessinnen teilzunehmen. Sie hatte da sowieso nichts verloren. Schließlich war sie keine Prinzessin. Und hatte absolut keine Ambitionen, eine zu werden. Niemand hier schien das zu sehen oder gar verstehen zu können. Okay, fast niemand. Adora konnte auf das ganze Theater auch gut verzichten, aber sie war auch nicht als Prinzessin geboren worden. She-Ra zu sein hatte den Titel leider mit sich gebracht.
Einem Teil von ihr war klar, dass sie trotzdem bei diesem Meeting dabei sein sollte. Sie war Adoras Freundin. Was ein weiterer Grund war, warum sich gerade alles in ihr dagegen sträubte. Auch wenn Adora gar nicht in den Sinn kommen würde, sie als Anhängsel zu betrachten, andere taten es. Das kleine Haustier aus der Horde. Krallen bohrten sich in die dunkle Baumrinde und Catra zog sie schnell wieder ein. Sie war aus der Phase raus, wo sie einfach nur etwas hatte zerstören wollen.
Die Frage war nur: in welcher Phase befand sie sich jetzt?
Alles war so einfach gewesen, als sie mit Adora, Glimmer, Entrapta und Bow einfach nur unterwegs gewesen war, um diese neue Dimension kennenzulernen. Die Sterne und Planeten, die ihnen nun zugänglich waren. Viele der Planeten die laut Bow wohl mal bewohnbar gewesen sein mussten, waren zerstört gewesen. Aber es hatte immer wieder Überlebende gegeben. Widerstandskämpfer aber auch Mitläufer und solche die einfach nur nicht sterben wollten. Dass Hordak Prime tot war, war für sie schwer zu glauben gewesen.
Es war merkwürdig erfüllend gewesen, neue Abenteuer zu erleben. Die unendlich große Welt zu sehen. Eine Welt, wo niemand ihre Vergangenheit kannte. Wo sie nicht für viele noch die Irre war, die versucht hatte, alle zu unterwerfen, ohne Rücksicht auf Verluste. Trotzdem. Als sie wieder auf Etheria gelandet waren, war sie erleichtert gewesen. Hier war immer noch ihre Heimat. Egal was sie hier erwartete.
Mit einem schweren Seufzen ließ sie sich rücklings auf den Ast fallen. Über ihr gab es nicht viel zu sehen, nur ein paar Blätter und dazwischen die ersten Sterne. Sterne, die ihr diesmal nur zeigten, wie spät es inzwischen war. Sie hatte sich schon am Nachmittag vor den Prinzessinnen hier versteckt. Langsam würde wohl wenigstens Adora unruhig werden. Falls sie sie überhaupt… nein. Das war ein Gedankengang, dem Catra gar nicht weiter folgen wollte. Oder sollte. Sie waren jetzt seit einem Jahr und vier Monaten zusammen, oder nicht? Es konnte aber auch sein, dass sie ihr einfach ihre Ruhe lassen wollte. Dabei war Catra sich gerade selbst nicht sicher, ob das ihr Wunsch war. Wollte sie, dass ihr jemand folgte? Dass Adora ihr folgte? Oder war das hier eine bitter nötige Auszeit? Sie wünschte, sie wüsste es.
Mit einem entnervten Seufzen schloss sie die Augen und damit die Sterne aus. Heute war wirklich einer dieser Tage. Wo alles einfach falsch war. Ihr Leben. Sie selbst. Es ging ihr einfach auf die Nerven. „Verdammt”, murmelte sie.
„Catra?” Die Stimme war noch weit weg. Vermutlich aus Richtung des Schlosses. Anscheinend hatte Adora genug davon, auf sie zu warten. Wenigstens für einen Moment überlegte Catra, sich bemerkbar zu machen. Dann beschloss sie aber doch, abzuwarten. Mal sehen, wie gut Adora noch im Spurenlesen war.
Als sie das nächste Mal hörte, wie ihr Name gerufen wurde, war es schon deutlich näher und es klang… besorgt? Dabei sollte Adora nun wirklich wissen, dass sie selbst auf sich aufpassen konnte. Wenn man von gewissen Borderlinetendenzen mal absah. Lautlos kletterte Catra etwas tiefer und beobachtete, wie Adora in einiger Entfernung an dem Baum vorbeiging, ohne auch nur darauf zu achten, ob auf dem Boden Spuren waren. Also wirklich. Das sollte sie besser können.
Aber Catra konnte warten. Bäuchlings legte sie sich auf den Ast und wartete, bis Adora wieder außer Sichtweite war. Dabei wusste sie selbst nicht so recht, warum sie sich nicht bemerkbar machte. Unwillkürlich musste sie an ihre Kindheit denken, wo sie sich häufiger vor allen versteckt hatte. Da hatte es aber daran gelegen, dass sie entweder irgendetwas verbockt hatte oder Shadow Weaver sie wieder einmal bloßgestellt hatte. Das hier war eigentlich etwas ganz anderes. Wenn man davon absah, dass sie immer eine Außenseiterin bleiben würde, die es höchstens wert wäre, vom Rand aus zu beobachten. Sie hatte so viel falsch gemacht… wie hatte Netossa nur lachen können, als ihr die Schulter wieder eingerenkt worden war? Spinnerellas Reaktion war sehr viel vernünftiger gewesen. „Wehe, du kommst ihr noch einmal nahe!”
Netossa hatte nur gegrinst, Catra einen Klaps auf die Schulter gegeben, die Augen verdreht und war zu ihrer Frau gegangen. Es war eindeutig, dass sie das nicht so ernst genommen hatte. Genau wie Adora. Leider lag die Sache für Catra etwas anders.
„Catra!?” Adoras Stimme war jetzt so nah, dass Catra mit einem erschrockenen Fauchen aufsprang, sie spürte wie ihr Fell sich sträubte. Ihr Schwanz sah vermutlich gerade wie ein Staubwedel aus. Aber sie sah sich lieber nach Adora um, die fast direkt unter dem Baum stand und jetzt hochsah. Catra rettete sich in ein vermutlich wenig überzeugendes neckendes Grinsen. „Hi, Adora…” Normalerweise bekam sie dafür immer irgendeine Reaktion von ihrer Freundin, jetzt stemmte die nur die Hände in die Seiten und rief: „Hier steckst du… ich suche dich schon seit Stunden!”
„Bezweifle ich. Eure Meetings dauern doch immer ewig.” Das war vermutlich nicht ganz fair. Sie waren erst seit einem Monat wieder auf dem Planeten und hatten seitdem erst an zwei teilgenommen. Eins hatte nur eine halbe Stunde gedauert (weil Swift Wind dann von einer Wespe gestochen worden war und das komplette Inventar zerlegt hatte), das andere dafür mindestens zwei. Deutlich zu lange für Catras Geschmack.
„Ich war nicht da. Glaubst du wirklich, ich kann mir anhören, wie die über Politik diskutieren, während du verschwunden bist?” Adora klang so empört, dass es beinahe niedlich war. Wäre da nicht das schlechte Gewissen weil… ja, genau das hatte sie geglaubt. Trotzdem meinte Catra betont gelassen: „Ich kann auf mich selbst aufpassen.” Ehrlich, hätte sie sich Gedanken gemacht, dass sie hier von einem wilden Tier gefressen wurde, hätte sie Melog mitgenommen.
„Das weiß ich!”
Aha? Der Tonfall sagte etwas ganz anderes. „Warum regst du dich dann so auf?”, fragte Catra und hätte am liebsten eine Mütze aufgesetzt um zu verbergen, dass ihre verräterischen Ohren sich etwas anlegten. Adora hatte natürlich Recht, sich aufzuregen. Sogar, sich Sorgen zu machen. Aber das bedeutete nicht, dass es Catra gefiel!
Ohne eine Vorwarnung sprang sie vom Ast und landete direkt vor Adora auf dem Boden. Noch während ihre Freundin sich von dem Schreck erholte, richtete Catra sich auf und sah sie an, der Schwanz peitschte nervös hin und her. Adora lehnte erstmal nur ihre Stirn gegen Catras und seufzte, während sie ihre Hand nahm. Die Berührungen fühlten sich warm und richtig an… „Ist es noch wegen gestern? Spinnerella hat es nicht so gemeint. Sie war nur… sie hat sich nur erschrocken.”
„Sie sollte es ernst meinen. Ich…”
„Red keinen Blödsinn. Es war ein Unfall. Sowas passiert beim Training.”
Darum ging es doch gar nicht. Aber Adora war manchmal eben schwer von Begriff. Eigentlich sehr oft.
„Du gehörst zu uns. Zu mir.”
Okay, vielleicht hatte sie es doch kapiert. Das eigentlich Problem war dadurch noch nicht gelöst aber wenigstens etwas in den Hintergrund gerückt. Adora war hier. Sie hatte sie gesucht. Und gefunden. Wieder einmal. Mit dem Rest konnte sie sich später befassen.
no subject
Date: 2020-07-11 01:53 pm (UTC)Mir hat Catras Komplex, dauernd und von jedem abgelehnt zu werden, ja das Herz gebrochen D: Und hier kriegt man das nochmal so richtig schön reingewürgt, dass diese Angst noch immer da ist, selbst bei etwas so Kleinem wie einem Unfall beim Training. ;_;
no subject
Date: 2020-07-12 08:42 pm (UTC)Ich freue mich jedenfalls wie blöde, dass dir mein erster Versuch gefällt! Da ist noch mehr geplant, ich hoffe, das klappt auch. *hust*