Ein Fremder unter Freunden
Jul. 6th, 2020 12:46 amTitel: Ein Fremder unter Freunden
Team: Pluto
Challenge: Angst - Unter Freunden (Päckchen 1)
Fandom: Voltron
Charaktere: Shiro, Keith, die anderen Paladine
Anm: Pre-slash, Fortsetzung hiervon

Der Raum war unruhig wie immer wenn die Voltron Paladine versammelt waren. Es war ein ruhiger Abend, es gab keine Mission, nichts was sie tun konnten, außer sich die Zeit auf der Atlas vertreiben. Sie hatten zusammen gegessen, Hunk hatte das Spezialmenü seiner Mutter mitgebracht, von dem sie genug kochte, um sogar Lances Familie problemlos satt zu kriegen. Danach hatten sie eine Runde Monsters and Mana gespielt. Alles schien entspannt, gelöst wie immer.
Nur einer von ihnen war ruhig, noch ruhiger als sonst hieß das. Keith hatte sich an nichts beteiligt. Das Essen hatte er eher lustlos zu sich genommen. Als die anderen spielten, fühlte er sich noch mehr außen vor als all die Jahre zuvor. Er hatte sich in die hinterste Ecke der Couch gesetzt, die Beine angezogen und starrte mit leerem Blick auf etwas auf dem Tisch, das er nicht genau identifizieren konnte. Es war jedenfalls bunt. Wahrscheinlich Gummibärchen oder Ähnliches.
Keith hatte sich schon immer als nicht dazugehörige gefühlt. In der Schule wo ihn die anderen Schüler mieden und die Lehrer keinerlei Empathie für den Waisenjungen hegten. Natürlich sorgte diese Behandlung bei seinem Galrablut -wie er heute wusste - für Aggressionen. Er hatte nie Freunde gehabt, bis dieser komische Offizier von der Garrison aufgetaucht war, der sich für ihn interessiert hatte, obwohl er sein Auto gestohlen hatte. Dieser Offizier, der später zu seinem ersten echten Freund werden sollte. Seinem besten Freund. Der ihn immer ermutigt hatte mehr zu wollen, weiter zu gehen, höher zu streben, ein Anführer zu werden. Dinge, die Keith nie angestrebt hatte. Er wollte anerkannt werden, so etwas wie eine Familie haben. Freunde haben mit denen er auf einer Stufe stand, auch wenn er das Shiro nie erzählt hatte, zu groß die Angst nicht verstanden zu werden. Angst, das war etwas, das ihn sein halbes Leben begleitet hatte, das er aber stets unterdrückt hatte. Am allergrößten war die Angst, wieder alles zu verlieren, wieder allein zu sein.
Diese Angst war sein Hauptantrieb. Und selten war sie stärker als jetzt. Er war nutzlos geworden. Halb blind, nur noch in der Lage Schemen zu erkennen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das besserte, war gering. Wie lange würde es wohl noch dauern, bis die Menschen hier im Raum das erkannten und ihn auch verließen. Egal wie sehr sie jetzt versprachen, das nicht zu tun, jeder war nur geschätzt, solange er nützlich war, etwas beitragen konnte, aber das konnte er nur noch sehr bedingt. Er war zwar bei den Meetings dabei, aber verstand nur die Hälfte, weil er einfach die Karten nicht sehen konnte. Bald war er wieder allein. Und jetzt wo er wusste, was Freundschaft und Verbundenheit waren, tat dieser Gedanke nur noch mehr weh. Er kämpfte die Tränen runter und bemerkte nur am Rande dass es um ihn herum still geworden war.
Erst als sich die Couch neben ihm senkte, schreckte er auf.
"Ich bin‘s", hörte er Shiros Stimme. "Darf ich dich in den Arm nehmen? Du siehst so aus, als könntest du das gebrauchen."
"Lass mich... Am Ende bin ich dir eh zu viel!"
"Keith... Du wirst mir nicht zu viel!", versicherte Shiro und nahm Keith einfach in den Arm.
"Du wirst keinem von uns zu viel!", ertönte Lances Stimme und Keith spürte ein weiteres Paar Arme um sich.
"Du hängst an uns dran, ob du willst oder nicht!", grinste Hunk und schloss sich den anderen an.
"Du bist und bleibst der schwarze Paladin, Keith. Und unser Freund", kam auch Allura dazu.
Und da dem nichts mehr hinzuzufügen war, sprang Pidge nur mit einem "Gruppenkuscheln!!!" Dazu.
Und Keith konnte seine Tränen jetzt nicht zurückhalten. Aber er wusste auch, dass er diese Angst nicht mehr loswerden würde. Er war immer irgendwann verlassen worden. Wieso nicht auch jetzt?
Team: Pluto
Challenge: Angst - Unter Freunden (Päckchen 1)
Fandom: Voltron
Charaktere: Shiro, Keith, die anderen Paladine
Anm: Pre-slash, Fortsetzung hiervon

Der Raum war unruhig wie immer wenn die Voltron Paladine versammelt waren. Es war ein ruhiger Abend, es gab keine Mission, nichts was sie tun konnten, außer sich die Zeit auf der Atlas vertreiben. Sie hatten zusammen gegessen, Hunk hatte das Spezialmenü seiner Mutter mitgebracht, von dem sie genug kochte, um sogar Lances Familie problemlos satt zu kriegen. Danach hatten sie eine Runde Monsters and Mana gespielt. Alles schien entspannt, gelöst wie immer.
Nur einer von ihnen war ruhig, noch ruhiger als sonst hieß das. Keith hatte sich an nichts beteiligt. Das Essen hatte er eher lustlos zu sich genommen. Als die anderen spielten, fühlte er sich noch mehr außen vor als all die Jahre zuvor. Er hatte sich in die hinterste Ecke der Couch gesetzt, die Beine angezogen und starrte mit leerem Blick auf etwas auf dem Tisch, das er nicht genau identifizieren konnte. Es war jedenfalls bunt. Wahrscheinlich Gummibärchen oder Ähnliches.
Keith hatte sich schon immer als nicht dazugehörige gefühlt. In der Schule wo ihn die anderen Schüler mieden und die Lehrer keinerlei Empathie für den Waisenjungen hegten. Natürlich sorgte diese Behandlung bei seinem Galrablut -wie er heute wusste - für Aggressionen. Er hatte nie Freunde gehabt, bis dieser komische Offizier von der Garrison aufgetaucht war, der sich für ihn interessiert hatte, obwohl er sein Auto gestohlen hatte. Dieser Offizier, der später zu seinem ersten echten Freund werden sollte. Seinem besten Freund. Der ihn immer ermutigt hatte mehr zu wollen, weiter zu gehen, höher zu streben, ein Anführer zu werden. Dinge, die Keith nie angestrebt hatte. Er wollte anerkannt werden, so etwas wie eine Familie haben. Freunde haben mit denen er auf einer Stufe stand, auch wenn er das Shiro nie erzählt hatte, zu groß die Angst nicht verstanden zu werden. Angst, das war etwas, das ihn sein halbes Leben begleitet hatte, das er aber stets unterdrückt hatte. Am allergrößten war die Angst, wieder alles zu verlieren, wieder allein zu sein.
Diese Angst war sein Hauptantrieb. Und selten war sie stärker als jetzt. Er war nutzlos geworden. Halb blind, nur noch in der Lage Schemen zu erkennen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das besserte, war gering. Wie lange würde es wohl noch dauern, bis die Menschen hier im Raum das erkannten und ihn auch verließen. Egal wie sehr sie jetzt versprachen, das nicht zu tun, jeder war nur geschätzt, solange er nützlich war, etwas beitragen konnte, aber das konnte er nur noch sehr bedingt. Er war zwar bei den Meetings dabei, aber verstand nur die Hälfte, weil er einfach die Karten nicht sehen konnte. Bald war er wieder allein. Und jetzt wo er wusste, was Freundschaft und Verbundenheit waren, tat dieser Gedanke nur noch mehr weh. Er kämpfte die Tränen runter und bemerkte nur am Rande dass es um ihn herum still geworden war.
Erst als sich die Couch neben ihm senkte, schreckte er auf.
"Ich bin‘s", hörte er Shiros Stimme. "Darf ich dich in den Arm nehmen? Du siehst so aus, als könntest du das gebrauchen."
"Lass mich... Am Ende bin ich dir eh zu viel!"
"Keith... Du wirst mir nicht zu viel!", versicherte Shiro und nahm Keith einfach in den Arm.
"Du wirst keinem von uns zu viel!", ertönte Lances Stimme und Keith spürte ein weiteres Paar Arme um sich.
"Du hängst an uns dran, ob du willst oder nicht!", grinste Hunk und schloss sich den anderen an.
"Du bist und bleibst der schwarze Paladin, Keith. Und unser Freund", kam auch Allura dazu.
Und da dem nichts mehr hinzuzufügen war, sprang Pidge nur mit einem "Gruppenkuscheln!!!" Dazu.
Und Keith konnte seine Tränen jetzt nicht zurückhalten. Aber er wusste auch, dass er diese Angst nicht mehr loswerden würde. Er war immer irgendwann verlassen worden. Wieso nicht auch jetzt?