Das Geschäftsessen
Jul. 4th, 2020 02:32 pmTeam: Metaphermorphose
Challenge: Crack/Humor: Schunkelmusik (Päckchen 8)
Fandom: Youtuber (Berliner Cluster)
Wörter: 1221
Pairing/Personen: Frodo/Flo, Olli +OCs
Anmerkung: Die Bodenbelägefirma-AU entwickelt gerade ihr volles Konfliktpotenzial. Und nein, ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich jemals so einen Satz schreiben würde.
Fortsetzung von Im Hobbykeller
„Das ist mir wirklich sehr, sehr peinlich“, sagt Dombrowski. Er sieht so zerknirscht aus, dass sich sogar seine gegelten Haare beschämt etwas gen Erde neigen, dann startet er kurz den Versuch, sich hinter seiner leicht fleckigen Speisekarte zu verstecken, deren Aufschrift ZUM LACHENDEN EBER alle Anwesenden erneut erinnert, wo sie sich befinden.
Seine Firma hat zum Essen eingeladen. Feinste italienische Küche sollte es geben. Hätte Dombrowski nicht die Reservierung vergessen, wäre das vielleicht sogar ganz cool geworden.
Jetzt quetschen er, sein Vorgesetzter, Stefan, Herr Gerhardt und Max sich an diesen Tisch im deutschesten Restaurant, welches man sich denken kann.
An den Wänden hängen ausgestopfte Rehköpfe mitsamt Geweihen, Pseudo-Gemälde von Bergen und Jagdmotiven und die Würde aller Gäste, die eigentlich woanders essen gehen wollten.
Max schiebt sein Besteck etwas weiter weg, um seine eigene Karte besser studieren zu können und bleibt mit der Hand fast auf der plastikartigen Tischdecke kleben.
„Hallo!“, ruft Dombrowski einem der lustlos dreinblickenden Kellner hinterher.
„Bei uns kommt noch jemand dazu, könnten wir wohl noch einen Stuhl bekommen?“
Der Kellner beachtet ihn gar nicht, sondern lässt sich von einer unfassbar lauten Spaßgesellschaft verschlucken, welche die gesamte Ecke des Raumes gegenüber in Beschlag genommen hat. Jemand hat ein mit Wachsmalstiften beschriebenes Stück Papier an die Garderobe daneben gehängt: Vereinsfeier d. Kleingartenverein Stiefmütterchen.
„Es tut mir so leid“, nuschelt Dombrowski.
„Jetzt hör’nse doch auf“, brummt Herr Gerhardt, befeuchtet seine Fingerspitze mit der Zunge und blättert in seiner Karte um. „Das kann doch jedem mal passieren. Außerdem isst doch jeder mal gerne gutbürgerlich, oder?“
„Lieber einmal öfter als zu wenig, oder?“, stimmt Stefan zu, beugt sich vor und grinst seinen Chef beifallheischend an.
Max verkneift sich einen Kommentar.
Als der Kellner den feiernden Kleingartenpulk wieder verlässt und zu ihnen herübergeschlurft kommt, um die Getränkebestellung aufzunehmen, steht er plötzlich hinter Max‘ Stuhl: Der smarte, sonnengebräunte Techniker des Zulieferers: Flo.
„Wat is' dit denn hier?“, ruft er übertrieben empört. „Olli, wieso muss ick stehen?“
Er hebt die Hand und grüßt in die Runde, was die Zeit perfekt überbrückt, die er sonst vielleicht awkward in der Gegend herumgestanden hätte, in welcher der lahmarschige Kellner einen weiteren Stuhl neben Max ranzieht. Unter allgemeinem Lachen lässt sich der Neuankömmling also neben ihm nieder.
Das Gespräch schweift ab in Richtung Business Talk. Zumindest versucht Dombrowskis und Flos Chef das, es gestaltet sich nur schwierig, weil über der Erwähnung des Bestellvolumens und der Wahl auf der speckigen Speisekarte mit einem Mal Schlagerschlunkelmusik in Fußballfeldlautstärke aufbrandet. Die Körperschaft des Kleingartenvereins grölt laut und hebt volle Biergläser.
Max legt sich fest auf Beilagensalat und Pommes Frites.
Herr Gerhardt bringt einen unnötigen Witz über vom-Fleisch-Fallen und bestellt sich aus Prinzip ein Wiener Schnitzel, nur um sich umzudrehen und lückenlos in eine Beschwerde über die viel zu häufigen Reklamationen zu fallen.
„Wir sollte darüber vielleicht noch einmal einen gesonderten Termin machen“, schlägt Dombrowski vor. Er muss schreien, um Er gehört zu mir zu übertönen.
„Termin wofür“, ruft Herr Gerhardt. „Eure Jungs in der Produktion müssen doch einfach nur einwandfreies Material herstellen. Wie schwer kann es sein, Paneele gerade zuzuschneiden? Ich bin schon so genervt davon, wenn Krüger wieder mal mit einer Reklamation in meinem Büro steht, ich will den Jungen schon gar nicht mehr sehen.“ Er lacht bissig und zeigt auf Max. „Ich kann ihn auch jetzt nicht sehen – mein Reklamationsreflex schlägt aus.“
Stefan kichert prustend in sein Weizen.
Eventuell schafft Max es nicht rechtzeitig, das Rollen seiner Augen aufzuhalten. Sein Blick streift Dombrowski und er sieht, wie dieser mit einem verwirrten Blick blinzelt.
„Na, wir sollten da mal nichts überstürzen“, schaltet Flo sich ein. „Sie tun ja gerade so, als gäbe es sowas wie Verlegefehler gar nich'.“
Seit dem letzten Mal ist er noch ein wenig sonnengebräunter geworden und er hat sich einen kleinen Bart stehen lassen, der ihn ein wenig aussehen lässt wie seinen eigenen bösen Zwilling. Obwohl das hier ein Geschäftstreffen ist, trägt er ein schwarzes Shirt mit ausgewaschenem Motiv.
Überhaupt ist er schwer als das zu erkennen, was er arbeitet. Sein Vorgänger trug immer Polohemden und sein Handy in so einem albernen Täschchen am Gürtel. Außerdem war er ein arroganter Schnösel, aber das klingt weniger nach Verbrechen als die Gürteltäschchensache.
Das Essen kommt und sieht wenig überraschend aus wie vom Imbiss um die Ecke. Traurig welke Salatblättchen, plattgeklopfte Steaks, die halb über Tellerränder fließen. Stefan beginnt, in seinem herumzusäbeln. Flo schaut auf sein Fleisch hinab, als wäre dieses der größtmögliche Akt von Gotteslästerung.
„Sie wollen mir doch nicht weismachen“, brüllt Herr Gerhard (im Hintergrund wird zu den Puhdys gewechselt), „dass unsere Kunden nicht imstande sind, Boden zu verlegen!“, während er Kartoffeln aufspießt.
Flo hebt grinsend in einer abwehrenden Geste die Hände;
„Das sind keine Vorwürfe. Aber realistisch ist es schon, dass nicht immer dieselben Menschen Fehler machen, oder?“
Damit tut er irgendetwas, dessen Dynamik Max nicht versteht. Dombrowskis Mund geht auf. Sein Chef sieht plötzlich aus wie ein Reh im Scheinwerferlicht eines heranrasenden Autos.
Die Sache ist die: Diese Firma ist auf Herrn Gerhardts Aufträge angewiesen und so schnöselig Flos Vorgänger auch war – er hätte niemals auch nur im Entferntesten so etwas gesagt. Es gab Tage, an denen er Max' Vorgesetzten allein abends in Bars einlud. Weiß der Teufel, was es da an Gemauschel gab. Jedenfalls ist es undenkbar, dass der Zulieferer eine Reklamation jemals zurückweisen könnte.
Und nun sitzt dieser Techniker hier und schaut herausfordernd, während im Hintergrund ein Chor aus Mittsechziger Kleingartenfuzzis zum letzten Refrain von Alt wie ein Baum hin- und herschunkelt.
Herr Gerhardt lässt seine Kartoffel sinken. Etwas blitzt angriffslustig in seinen Augen.
„Ich wüsste nicht, womit wir diese Anschuldigungen verdient haben!“, sagt er beißend.
„Herr Gerhardt, das war doch jetzt nur so eine generelle Aussage“, versucht Dombrowski mit gutmütigem Lachen. „Natürlich werden wir alles dafür tun, die Qualität zu verbessern!“
„Gut“, blafft Max' Chef. „Also, Herr Mundt, dann werde ich Ihnen mal dabei unter die Schultern greifen. Von jetzt an werde ich Sie bei jedem Materialmangel kommen lassen, damit Sie sich das mal ansehen können, was Ihr Laden da fabriziert.“ Er hebt den Zeigefinger. Im Hintergrund steigt eine Kleingärtnerin auf einen der wackeligen Tische und schwingt ihre Hüften. Luftschlangen fliegen. Geschirr fliegt scheppernd zu Boden.
Es ist die perfekte Untermalung für eine dramatische Entwicklung, die Max absolut nicht hat kommen sehen.
„Krüger!“, ruft Herr Gerhardt und Max zuckt kurz zusammen.
„Von jetzt an werden Sie ihn bei jeder kleinsten Beanstandung anrufen. Bei jeder! Es werden keine Ausnahmen mehr gemacht! Gewähren Sie den Herren die beste Unterstützung, die Qualität ihrer Ware zu verbessern.“
„Auf jeden Fall“, entgegnet Flo, fast schon angriffslustig. Es ist nur zu erahnen, welch Vorgeschichte hinter dieser Sache steckt. „Keine falsche Scheu!“
„Bestens!“
„Wunderbar!“ Flo wendet sich herausfordernd Max zu: „Dann sehen wir uns von jetzt an wohl öfter!“
In dem Moment springt von der Kleingartenvereinsfeier eine weitere Frau hinzu und setzt ihm gut gelaunt ein buntes Partyhütchen auf, dessen glitzerndes Muster mit seinen großen Augen um die Wette funkelt.
Der Kleingartenvereinschor singt lautstark: „Geh zu ihr und lass deinen Drachen steigen.“
Max würde gerne sagen, dass es durchaus schon mal eine ähnlich skurrile Situation gegeben hat, die ihn weirdly angeturnt hätte.
Aber dann würde er lügen.
Challenge: Crack/Humor: Schunkelmusik (Päckchen 8)
Fandom: Youtuber (Berliner Cluster)
Wörter: 1221
Pairing/Personen: Frodo/Flo, Olli +OCs
Anmerkung: Die Bodenbelägefirma-AU entwickelt gerade ihr volles Konfliktpotenzial. Und nein, ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich jemals so einen Satz schreiben würde.
Fortsetzung von Im Hobbykeller
„Das ist mir wirklich sehr, sehr peinlich“, sagt Dombrowski. Er sieht so zerknirscht aus, dass sich sogar seine gegelten Haare beschämt etwas gen Erde neigen, dann startet er kurz den Versuch, sich hinter seiner leicht fleckigen Speisekarte zu verstecken, deren Aufschrift ZUM LACHENDEN EBER alle Anwesenden erneut erinnert, wo sie sich befinden.
Seine Firma hat zum Essen eingeladen. Feinste italienische Küche sollte es geben. Hätte Dombrowski nicht die Reservierung vergessen, wäre das vielleicht sogar ganz cool geworden.
Jetzt quetschen er, sein Vorgesetzter, Stefan, Herr Gerhardt und Max sich an diesen Tisch im deutschesten Restaurant, welches man sich denken kann.
An den Wänden hängen ausgestopfte Rehköpfe mitsamt Geweihen, Pseudo-Gemälde von Bergen und Jagdmotiven und die Würde aller Gäste, die eigentlich woanders essen gehen wollten.
Max schiebt sein Besteck etwas weiter weg, um seine eigene Karte besser studieren zu können und bleibt mit der Hand fast auf der plastikartigen Tischdecke kleben.
„Hallo!“, ruft Dombrowski einem der lustlos dreinblickenden Kellner hinterher.
„Bei uns kommt noch jemand dazu, könnten wir wohl noch einen Stuhl bekommen?“
Der Kellner beachtet ihn gar nicht, sondern lässt sich von einer unfassbar lauten Spaßgesellschaft verschlucken, welche die gesamte Ecke des Raumes gegenüber in Beschlag genommen hat. Jemand hat ein mit Wachsmalstiften beschriebenes Stück Papier an die Garderobe daneben gehängt: Vereinsfeier d. Kleingartenverein Stiefmütterchen.
„Es tut mir so leid“, nuschelt Dombrowski.
„Jetzt hör’nse doch auf“, brummt Herr Gerhardt, befeuchtet seine Fingerspitze mit der Zunge und blättert in seiner Karte um. „Das kann doch jedem mal passieren. Außerdem isst doch jeder mal gerne gutbürgerlich, oder?“
„Lieber einmal öfter als zu wenig, oder?“, stimmt Stefan zu, beugt sich vor und grinst seinen Chef beifallheischend an.
Max verkneift sich einen Kommentar.
Als der Kellner den feiernden Kleingartenpulk wieder verlässt und zu ihnen herübergeschlurft kommt, um die Getränkebestellung aufzunehmen, steht er plötzlich hinter Max‘ Stuhl: Der smarte, sonnengebräunte Techniker des Zulieferers: Flo.
„Wat is' dit denn hier?“, ruft er übertrieben empört. „Olli, wieso muss ick stehen?“
Er hebt die Hand und grüßt in die Runde, was die Zeit perfekt überbrückt, die er sonst vielleicht awkward in der Gegend herumgestanden hätte, in welcher der lahmarschige Kellner einen weiteren Stuhl neben Max ranzieht. Unter allgemeinem Lachen lässt sich der Neuankömmling also neben ihm nieder.
Das Gespräch schweift ab in Richtung Business Talk. Zumindest versucht Dombrowskis und Flos Chef das, es gestaltet sich nur schwierig, weil über der Erwähnung des Bestellvolumens und der Wahl auf der speckigen Speisekarte mit einem Mal Schlagerschlunkelmusik in Fußballfeldlautstärke aufbrandet. Die Körperschaft des Kleingartenvereins grölt laut und hebt volle Biergläser.
Max legt sich fest auf Beilagensalat und Pommes Frites.
Herr Gerhardt bringt einen unnötigen Witz über vom-Fleisch-Fallen und bestellt sich aus Prinzip ein Wiener Schnitzel, nur um sich umzudrehen und lückenlos in eine Beschwerde über die viel zu häufigen Reklamationen zu fallen.
„Wir sollte darüber vielleicht noch einmal einen gesonderten Termin machen“, schlägt Dombrowski vor. Er muss schreien, um Er gehört zu mir zu übertönen.
„Termin wofür“, ruft Herr Gerhardt. „Eure Jungs in der Produktion müssen doch einfach nur einwandfreies Material herstellen. Wie schwer kann es sein, Paneele gerade zuzuschneiden? Ich bin schon so genervt davon, wenn Krüger wieder mal mit einer Reklamation in meinem Büro steht, ich will den Jungen schon gar nicht mehr sehen.“ Er lacht bissig und zeigt auf Max. „Ich kann ihn auch jetzt nicht sehen – mein Reklamationsreflex schlägt aus.“
Stefan kichert prustend in sein Weizen.
Eventuell schafft Max es nicht rechtzeitig, das Rollen seiner Augen aufzuhalten. Sein Blick streift Dombrowski und er sieht, wie dieser mit einem verwirrten Blick blinzelt.
„Na, wir sollten da mal nichts überstürzen“, schaltet Flo sich ein. „Sie tun ja gerade so, als gäbe es sowas wie Verlegefehler gar nich'.“
Seit dem letzten Mal ist er noch ein wenig sonnengebräunter geworden und er hat sich einen kleinen Bart stehen lassen, der ihn ein wenig aussehen lässt wie seinen eigenen bösen Zwilling. Obwohl das hier ein Geschäftstreffen ist, trägt er ein schwarzes Shirt mit ausgewaschenem Motiv.
Überhaupt ist er schwer als das zu erkennen, was er arbeitet. Sein Vorgänger trug immer Polohemden und sein Handy in so einem albernen Täschchen am Gürtel. Außerdem war er ein arroganter Schnösel, aber das klingt weniger nach Verbrechen als die Gürteltäschchensache.
Das Essen kommt und sieht wenig überraschend aus wie vom Imbiss um die Ecke. Traurig welke Salatblättchen, plattgeklopfte Steaks, die halb über Tellerränder fließen. Stefan beginnt, in seinem herumzusäbeln. Flo schaut auf sein Fleisch hinab, als wäre dieses der größtmögliche Akt von Gotteslästerung.
„Sie wollen mir doch nicht weismachen“, brüllt Herr Gerhard (im Hintergrund wird zu den Puhdys gewechselt), „dass unsere Kunden nicht imstande sind, Boden zu verlegen!“, während er Kartoffeln aufspießt.
Flo hebt grinsend in einer abwehrenden Geste die Hände;
„Das sind keine Vorwürfe. Aber realistisch ist es schon, dass nicht immer dieselben Menschen Fehler machen, oder?“
Damit tut er irgendetwas, dessen Dynamik Max nicht versteht. Dombrowskis Mund geht auf. Sein Chef sieht plötzlich aus wie ein Reh im Scheinwerferlicht eines heranrasenden Autos.
Die Sache ist die: Diese Firma ist auf Herrn Gerhardts Aufträge angewiesen und so schnöselig Flos Vorgänger auch war – er hätte niemals auch nur im Entferntesten so etwas gesagt. Es gab Tage, an denen er Max' Vorgesetzten allein abends in Bars einlud. Weiß der Teufel, was es da an Gemauschel gab. Jedenfalls ist es undenkbar, dass der Zulieferer eine Reklamation jemals zurückweisen könnte.
Und nun sitzt dieser Techniker hier und schaut herausfordernd, während im Hintergrund ein Chor aus Mittsechziger Kleingartenfuzzis zum letzten Refrain von Alt wie ein Baum hin- und herschunkelt.
Herr Gerhardt lässt seine Kartoffel sinken. Etwas blitzt angriffslustig in seinen Augen.
„Ich wüsste nicht, womit wir diese Anschuldigungen verdient haben!“, sagt er beißend.
„Herr Gerhardt, das war doch jetzt nur so eine generelle Aussage“, versucht Dombrowski mit gutmütigem Lachen. „Natürlich werden wir alles dafür tun, die Qualität zu verbessern!“
„Gut“, blafft Max' Chef. „Also, Herr Mundt, dann werde ich Ihnen mal dabei unter die Schultern greifen. Von jetzt an werde ich Sie bei jedem Materialmangel kommen lassen, damit Sie sich das mal ansehen können, was Ihr Laden da fabriziert.“ Er hebt den Zeigefinger. Im Hintergrund steigt eine Kleingärtnerin auf einen der wackeligen Tische und schwingt ihre Hüften. Luftschlangen fliegen. Geschirr fliegt scheppernd zu Boden.
Es ist die perfekte Untermalung für eine dramatische Entwicklung, die Max absolut nicht hat kommen sehen.
„Krüger!“, ruft Herr Gerhardt und Max zuckt kurz zusammen.
„Von jetzt an werden Sie ihn bei jeder kleinsten Beanstandung anrufen. Bei jeder! Es werden keine Ausnahmen mehr gemacht! Gewähren Sie den Herren die beste Unterstützung, die Qualität ihrer Ware zu verbessern.“
„Auf jeden Fall“, entgegnet Flo, fast schon angriffslustig. Es ist nur zu erahnen, welch Vorgeschichte hinter dieser Sache steckt. „Keine falsche Scheu!“
„Bestens!“
„Wunderbar!“ Flo wendet sich herausfordernd Max zu: „Dann sehen wir uns von jetzt an wohl öfter!“
In dem Moment springt von der Kleingartenvereinsfeier eine weitere Frau hinzu und setzt ihm gut gelaunt ein buntes Partyhütchen auf, dessen glitzerndes Muster mit seinen großen Augen um die Wette funkelt.
Der Kleingartenvereinschor singt lautstark: „Geh zu ihr und lass deinen Drachen steigen.“
Max würde gerne sagen, dass es durchaus schon mal eine ähnlich skurrile Situation gegeben hat, die ihn weirdly angeturnt hätte.
Aber dann würde er lügen.
no subject
Date: 2020-07-04 07:11 pm (UTC)Nachschlag, bitte! Und wehe, du hast die Bodenbelagsverschwörung nicht ausgeplottet. Ich brauch da jetzt ne Auflösung und meine knarzenden Dielen weigern sich, mir Hinweise zu geben.
no subject
Date: 2020-07-06 04:50 pm (UTC)Ich werde jetzt mal für mich behalten, was davon alles rein aus meiner Fantasie entsprungen ist und was aus dem echten Lebens inspiriert hineingerutscht ist.
Die Bodenbelagsverschwörung... uhm, ich glaube, da muss ich nochmal am Laminat horchen gehen.
Aber schön, dass es es dir gefallen hat :D
no subject
Date: 2020-07-04 09:45 pm (UTC)Es ist phantasisch. Das pure, pure Drama und die Inneinerichtung und der Kleingartenverein und ich wolle Dinge über " Außerdem war er ein arroganter Schnösel, aber das klingt weniger nach Verbrechen als die Gürteltäschchensache." und wie sehr ich das nachfühlen kann, sagen, aber... Oh mein Gott. Das Ende. <3 Das konnte man gradezu mitfühlen.
...Ich wusste nicht, dass ich invested in Bodenbeläge sein kann, aber... jupp. More, please?
no subject
Date: 2020-07-06 04:55 pm (UTC)Ich bezweifle, dass Stoff für die gesamte Dauer der Sommer-Challenge habe, aber ich verspreche, dass ich es so unterhaltsam wie möglich gestalten werde?
Ich hätte auch nicht gedacht, dass Bodenbeläge so spannend sein können. Ich brauchte einfach nur ein Produkt, mit dem sich in der Fic beschäftigt wird. XD
no subject
Date: 2020-07-10 08:59 am (UTC)no subject
Date: 2020-07-10 03:34 pm (UTC)Jap, genau das war das Ziel: Das (ost)deutscheste Setting, das überhaupt nur möglich ist!
Hat jedenfalls Spaß gemacht, schön, wenn es auch beim Lesen unterhaltsam war <3