Orte: Zwischen Tür und Angel
Jul. 3rd, 2020 10:44 pmTeam: Pluto
Challenge: Orte - Zwischen Tür und Angel
Fandom: Hibike! Euphonium (Tag bitte?)
Charaktere: Kumiko, Reina
Wörter: ~700
„Was soll das?” Kumiko schob in letzter Sekunde ihren Fuß in die Tür und bereute es sofort, als Reina eben diese mit voller Wuch zuschlug. Für einen Moment war sie sich sicher, dass jeder einzelne Knochen gebrochen war und ihr Schrei war wohl in der ganzen Schule zu hören. Reinas Augen weiteten sich erschrocken, verengten sich aber sofort wieder. „Lass mich in Ruhe.”
„Aber… nein!” Sie benahm sich sicher etwas kindisch, aber das tat Reina auch. Jedenfalls war das Kumikos Meinung. Und sie wollte wissen, warum. Warum sie von ihrer besten Freundin urplötzlich so zurückgestoßen wurde. Hatte sie sie mit einer unbedachten Bemerkung verletzt? Oder etwas getan? Wenn, konnte sie sich beim besten Willen nicht daran erinnern. Darum konnte sie ihren schmerzenden Fuß nicht einfach zurückziehen, auch wenn Reina inzwischen die Tür wieder weit genug geöffnet hatte, um ihr das zu ermöglichen. „Was ist los mit dir?”, fragte sie leiser, als Reina drauf und dran schien, die Tür wieder zuzuschieben. Ihr Gegenüber zögerte und schließlich machte sie ihr mit einem Seufzen Platz.
Für Kumiko war das Antwort genug, sie trat ein und schloss die Tür hinter sich.
Sie befanden sich in einem leeren Klassenzimmer, nur auf einem Tisch lag eine Notenmappe. „Meine Sektion übt hier normalerweise”, erklärte Reina und schaffte es dabei, vollkommen unbeteiligt zu klingen. Obwohl beide Hände zu Fäusten geballt waren. So fest, dass die Knöchel weiß hervortraten.
„Ich hätte wissen müssen, dass du heute auch übst.” Dabei fiel die Probe heute aus, was aber auch Kumiko nicht davon abgehalten hatte, ihr Instrument mitzubringen. Wenigstens vor dem Unterricht hatte sie noch üben wollen. Reina hatte natürlich auch die Mittagspause genutzt, wie es schien.
„Du doch auch”, meinte diese jetzt und entlockte Kumiko damit ein verlegenes Lachen. „Stimmt.” Anscheinend war Reina nicht wütend auf sie. Aber was war dann mit ihr los? „Ist etwas passiert?”, fragte sie darum und befürchtete schon, wieder zurückgestoßen zu werden.
Kurz flammte ihr Temperament in Reinas Gesicht auf. „Natürlich ist etwas passiert!”
Zum Glück kannte Kumiko diese Ausbrüche inzwischen sehr gut und ließ sich davon nicht mehr abschrecken. „Und was?”
„Taki-sensei hat eine Freundin. Ich habe sie vorhin zusammen gesehen.”
Oh. Eigentlich hatte Kumiko gedacht, Reina wäre inzwischen über ihn hinweg. Aber anscheinend hatte sie sich dabei geirrt. „Das… wusste ich nicht.” Aber wenn sie jetzt darüber nachdachte, erinnerte sie sich, dass ihr Lehrer in der letzten Zeit ziemlich gut gelaunt gewesen war. Nicht weniger streng als sonst, schließlich wollten sie dieses Jahr die Nationals gewinnen, aber seine Kritik war nicht mehr ganz so scharf wie sonst. Vermutlich war es das gewesen, was Reinas Aufmerksamkeit erregt hatte. Was bedeutete, das sie doch noch ziemlich auf Taki-sensei fixiert sein musste. Wie hatte sie das übersehen können? Sie hatten in den letzten zwei Monaten fast jeden Tag gesehen, da hätte es ihr doch auffallen müssen.
„Ich auch nicht.”
Mit der Antwort hatte Kumiko nicht gerechnet. „Nicht?”
„Natürlich nicht, warum hat es mich wohl so überrascht?” Reina verdrehte die Augen.
„Stimmt… aber er war letztens ziemlich gut gelaunt…”
„Ja… das habe ich auch gemerkt. Aber dass er eine Freundin hat…” Der genervte Blick wich für einen Augenblick einem verlegenen Lächeln. Dann zuckte Reina die Schultern. „Es hat mich einfach auf dem falschen Fuß erwischt.”
Darauf wusste Kumiko erstmal keine Antwort. Oder überhaupt, was sie mit dieser Information anfangen sollte. „Warum brichst du dann meinen Fuß?” Das war nicht die Frage, die sie hatte stellen wollen, aber die nächstbeste. Reinas Antwort war nicht überraschend: „Weil du ihn in die Tür gestellt hast.”
„Das meine ich nicht!” Was Reina wohl auch klar war, aber darum ging es hier nicht. Sie wollte Antworten. Und zwar jetzt. Innerlich stellte sie sich aber schon darauf ein, diese erst Abends an ihrem üblichen Platz zu bekommen. Als Reina seufzte und in ungewohnt nervöser Art mit einer Haarsträhne zu spielen begann, regte sich doch die Hoffnung, doch jetzt schon mehr zu erfahren. „Warum nimmt dich das so mit?”, hakte sie nach einer Weile nach.
Es dauerte trotzdem noch etwas, bis Reina ihre Hand sinken ließ und zum Fenster ging. Ohne Kumiko anzusehen, murmelte sie: „Weil es mir vollkommen egal ist.”
Verwirrt schwieg Kumiko. Sie verstand immer wieder, was hier das Problem war. Dann drehte Reina sich zu ihr um und sah ihr direkt in die Augen. Alles an ihr wirkte verwundbarer als sonst, als sie wiederholte: „Es ist mir total egal.”
Challenge: Orte - Zwischen Tür und Angel
Fandom: Hibike! Euphonium (Tag bitte?)
Charaktere: Kumiko, Reina
Wörter: ~700
„Was soll das?” Kumiko schob in letzter Sekunde ihren Fuß in die Tür und bereute es sofort, als Reina eben diese mit voller Wuch zuschlug. Für einen Moment war sie sich sicher, dass jeder einzelne Knochen gebrochen war und ihr Schrei war wohl in der ganzen Schule zu hören. Reinas Augen weiteten sich erschrocken, verengten sich aber sofort wieder. „Lass mich in Ruhe.”
„Aber… nein!” Sie benahm sich sicher etwas kindisch, aber das tat Reina auch. Jedenfalls war das Kumikos Meinung. Und sie wollte wissen, warum. Warum sie von ihrer besten Freundin urplötzlich so zurückgestoßen wurde. Hatte sie sie mit einer unbedachten Bemerkung verletzt? Oder etwas getan? Wenn, konnte sie sich beim besten Willen nicht daran erinnern. Darum konnte sie ihren schmerzenden Fuß nicht einfach zurückziehen, auch wenn Reina inzwischen die Tür wieder weit genug geöffnet hatte, um ihr das zu ermöglichen. „Was ist los mit dir?”, fragte sie leiser, als Reina drauf und dran schien, die Tür wieder zuzuschieben. Ihr Gegenüber zögerte und schließlich machte sie ihr mit einem Seufzen Platz.
Für Kumiko war das Antwort genug, sie trat ein und schloss die Tür hinter sich.
Sie befanden sich in einem leeren Klassenzimmer, nur auf einem Tisch lag eine Notenmappe. „Meine Sektion übt hier normalerweise”, erklärte Reina und schaffte es dabei, vollkommen unbeteiligt zu klingen. Obwohl beide Hände zu Fäusten geballt waren. So fest, dass die Knöchel weiß hervortraten.
„Ich hätte wissen müssen, dass du heute auch übst.” Dabei fiel die Probe heute aus, was aber auch Kumiko nicht davon abgehalten hatte, ihr Instrument mitzubringen. Wenigstens vor dem Unterricht hatte sie noch üben wollen. Reina hatte natürlich auch die Mittagspause genutzt, wie es schien.
„Du doch auch”, meinte diese jetzt und entlockte Kumiko damit ein verlegenes Lachen. „Stimmt.” Anscheinend war Reina nicht wütend auf sie. Aber was war dann mit ihr los? „Ist etwas passiert?”, fragte sie darum und befürchtete schon, wieder zurückgestoßen zu werden.
Kurz flammte ihr Temperament in Reinas Gesicht auf. „Natürlich ist etwas passiert!”
Zum Glück kannte Kumiko diese Ausbrüche inzwischen sehr gut und ließ sich davon nicht mehr abschrecken. „Und was?”
„Taki-sensei hat eine Freundin. Ich habe sie vorhin zusammen gesehen.”
Oh. Eigentlich hatte Kumiko gedacht, Reina wäre inzwischen über ihn hinweg. Aber anscheinend hatte sie sich dabei geirrt. „Das… wusste ich nicht.” Aber wenn sie jetzt darüber nachdachte, erinnerte sie sich, dass ihr Lehrer in der letzten Zeit ziemlich gut gelaunt gewesen war. Nicht weniger streng als sonst, schließlich wollten sie dieses Jahr die Nationals gewinnen, aber seine Kritik war nicht mehr ganz so scharf wie sonst. Vermutlich war es das gewesen, was Reinas Aufmerksamkeit erregt hatte. Was bedeutete, das sie doch noch ziemlich auf Taki-sensei fixiert sein musste. Wie hatte sie das übersehen können? Sie hatten in den letzten zwei Monaten fast jeden Tag gesehen, da hätte es ihr doch auffallen müssen.
„Ich auch nicht.”
Mit der Antwort hatte Kumiko nicht gerechnet. „Nicht?”
„Natürlich nicht, warum hat es mich wohl so überrascht?” Reina verdrehte die Augen.
„Stimmt… aber er war letztens ziemlich gut gelaunt…”
„Ja… das habe ich auch gemerkt. Aber dass er eine Freundin hat…” Der genervte Blick wich für einen Augenblick einem verlegenen Lächeln. Dann zuckte Reina die Schultern. „Es hat mich einfach auf dem falschen Fuß erwischt.”
Darauf wusste Kumiko erstmal keine Antwort. Oder überhaupt, was sie mit dieser Information anfangen sollte. „Warum brichst du dann meinen Fuß?” Das war nicht die Frage, die sie hatte stellen wollen, aber die nächstbeste. Reinas Antwort war nicht überraschend: „Weil du ihn in die Tür gestellt hast.”
„Das meine ich nicht!” Was Reina wohl auch klar war, aber darum ging es hier nicht. Sie wollte Antworten. Und zwar jetzt. Innerlich stellte sie sich aber schon darauf ein, diese erst Abends an ihrem üblichen Platz zu bekommen. Als Reina seufzte und in ungewohnt nervöser Art mit einer Haarsträhne zu spielen begann, regte sich doch die Hoffnung, doch jetzt schon mehr zu erfahren. „Warum nimmt dich das so mit?”, hakte sie nach einer Weile nach.
Es dauerte trotzdem noch etwas, bis Reina ihre Hand sinken ließ und zum Fenster ging. Ohne Kumiko anzusehen, murmelte sie: „Weil es mir vollkommen egal ist.”
Verwirrt schwieg Kumiko. Sie verstand immer wieder, was hier das Problem war. Dann drehte Reina sich zu ihr um und sah ihr direkt in die Augen. Alles an ihr wirkte verwundbarer als sonst, als sie wiederholte: „Es ist mir total egal.”
no subject
Date: 2020-07-03 08:52 pm (UTC)Dafür kriegst du auch n Tag! XD