Fandom: Original
Challenge: #1 "Weil das alles ist, was ich jemals wollte" #3 "Das sollte mir wohl leid tun." (leider nicht wörtlich ^^°)
Warnungen: depri ^^°
Wordcount: 540
Widmung: Den Muffins, weil sie nichts dafür können! Petition zum Schutz der unschuldigen Muffins!
Hier standen sie also, in der Küche, wo es so beschissen gut nach Muffins roch, und schwiegen sich an.
Der letzte Abend war einfach zu viel gewesen, hatte die elektrisierte Luft zwischen ihnen zum explodieren gebracht, und jetzt? Jetzt standen sie an verschiedenen Enden der Küche und schwiegen sich an.
Anna wartete darauf, dass der Timer piepste und sie die Muffins aus dem Ofen nehmen und glasieren konnte, während Alex den Toaster und seine fragwürdige Eigenkreation darin anstarrte.
Er war wütend. Und wie. Irrational, verletzt und enttäuscht.
Vielleicht wäre Anna auch wütend auf ihn gewesen, wenn er eines Abends plötzlich aus heiterem Himmel verkündet hätte, dass er heiraten würde und nie wieder einen Fuß in die Uni zu setzen gedachte. Vielleicht hätte sie ihn auch angeschrien, mit diesem Entsetzen in den Augen und dem Unglauben in der Stimme. Vielleicht hätte sie auch gegen den Türrahmen getreten und ihre Faust so fest in die Wand geschmettert, dass die Bilder herunterfielen. Vielleicht hätte sie auch die ganze Nacht Pretty Hate Machine in ohrenbetäubender Lautstärke laufen lassen. Vielleicht hätte sie auch versucht, den Toaster mit Blicken zu erstechen.
Wer die Stille als erster brach, war der Verlierer, der Schwächling, dem die alten Tage, in denen sie sich um die Fernbedienung gezankt hatten, so sehr fehlten, dass er ein Friedensangebot machen musste. Keiner wollte schwach sein. Darum sprang der Toast aus dem Toaster, bevor auch nur ein Wort des Morgengrußes gefallen war und Alex machte den ganzen Weg zum Kühlschrank, um sich Ketchup herauszuholen, obwohl Anna viel näher dran war.
„Kannst du dich nicht einfach für mich freuen?“
Gut, sie hatte verloren, ja, sie war der Loser. Aber sie ertrug es nicht, hier zu stehen, die Muffins zu riechen, an ihrem Verlobungsring zu drehen und seine Wut in der Luft zu fühlen. Ihr Stolz war hier nebensächlich.
„Nein.“
Knapp und ohne sie anzusehen, zwischen zwei Bissen seines ekligen Toasts.
Anna war zum heulen zu Mute.
„Warum nicht?“
Sie flehte. Flehte um ein kleines Bisschen Verständnis; und endlich drehte er sich um, sah ihr direkt ins Gesicht. Keine Emotion. Oder doch? Schmerz?
„Du heiratest. Toll. Schön für dich. Tu, was du willst. Aber verlang nicht, dass ich meinen Segen dazugebe, wenn du dein Leben einfach so wegschmeißt.“
Doch keine Emotion. Nur harte Kälte.
„Ich schmeiß es nicht weg. Ich bin bloß schwanger.“
Kleinlaut und leise war ihre Stimme. Zu mehr war sie nicht in der Lage; nicht heute.
„Oh, ja und das heißt dann, dass du dieses Arschloch heiraten und für ihn bis ans Ende deiner Tage Abendessen kochen sollst? Warum würdest du das wollen? Ich versteh das nicht.“
„Weil das alles ist, was ich jemals wollte! Eine Familie, Kinder. Er ist kein Arschloch.“
Na toll, jetzt weinte sie also doch, spielte ganz ungewollt die „schwaches Weibchen“ Karte aus. Es war klar, dass er darauf nur mit Abscheu reagieren würde, wie immer, wenn er glaubte, sie versuche ihn zu manipulieren.
„Oh, Entschuldigung, das sollte mir dann wohl leid tun, was?“
Ohne ein weiteres Wort, stellte Alex seinen Teller in den Geschirrspüler und verließ die Küche. Das Ketchup blieb am Tisch stehen. Es stand noch immer da und gammelte vor sich hin, als Anna längst ausgezogen war und den Duft von Muffins mit sich genommen hatte.
Challenge: #1 "Weil das alles ist, was ich jemals wollte" #3 "Das sollte mir wohl leid tun." (leider nicht wörtlich ^^°)
Warnungen: depri ^^°
Wordcount: 540
Widmung: Den Muffins, weil sie nichts dafür können! Petition zum Schutz der unschuldigen Muffins!
Hier standen sie also, in der Küche, wo es so beschissen gut nach Muffins roch, und schwiegen sich an.
Der letzte Abend war einfach zu viel gewesen, hatte die elektrisierte Luft zwischen ihnen zum explodieren gebracht, und jetzt? Jetzt standen sie an verschiedenen Enden der Küche und schwiegen sich an.
Anna wartete darauf, dass der Timer piepste und sie die Muffins aus dem Ofen nehmen und glasieren konnte, während Alex den Toaster und seine fragwürdige Eigenkreation darin anstarrte.
Er war wütend. Und wie. Irrational, verletzt und enttäuscht.
Vielleicht wäre Anna auch wütend auf ihn gewesen, wenn er eines Abends plötzlich aus heiterem Himmel verkündet hätte, dass er heiraten würde und nie wieder einen Fuß in die Uni zu setzen gedachte. Vielleicht hätte sie ihn auch angeschrien, mit diesem Entsetzen in den Augen und dem Unglauben in der Stimme. Vielleicht hätte sie auch gegen den Türrahmen getreten und ihre Faust so fest in die Wand geschmettert, dass die Bilder herunterfielen. Vielleicht hätte sie auch die ganze Nacht Pretty Hate Machine in ohrenbetäubender Lautstärke laufen lassen. Vielleicht hätte sie auch versucht, den Toaster mit Blicken zu erstechen.
Wer die Stille als erster brach, war der Verlierer, der Schwächling, dem die alten Tage, in denen sie sich um die Fernbedienung gezankt hatten, so sehr fehlten, dass er ein Friedensangebot machen musste. Keiner wollte schwach sein. Darum sprang der Toast aus dem Toaster, bevor auch nur ein Wort des Morgengrußes gefallen war und Alex machte den ganzen Weg zum Kühlschrank, um sich Ketchup herauszuholen, obwohl Anna viel näher dran war.
„Kannst du dich nicht einfach für mich freuen?“
Gut, sie hatte verloren, ja, sie war der Loser. Aber sie ertrug es nicht, hier zu stehen, die Muffins zu riechen, an ihrem Verlobungsring zu drehen und seine Wut in der Luft zu fühlen. Ihr Stolz war hier nebensächlich.
„Nein.“
Knapp und ohne sie anzusehen, zwischen zwei Bissen seines ekligen Toasts.
Anna war zum heulen zu Mute.
„Warum nicht?“
Sie flehte. Flehte um ein kleines Bisschen Verständnis; und endlich drehte er sich um, sah ihr direkt ins Gesicht. Keine Emotion. Oder doch? Schmerz?
„Du heiratest. Toll. Schön für dich. Tu, was du willst. Aber verlang nicht, dass ich meinen Segen dazugebe, wenn du dein Leben einfach so wegschmeißt.“
Doch keine Emotion. Nur harte Kälte.
„Ich schmeiß es nicht weg. Ich bin bloß schwanger.“
Kleinlaut und leise war ihre Stimme. Zu mehr war sie nicht in der Lage; nicht heute.
„Oh, ja und das heißt dann, dass du dieses Arschloch heiraten und für ihn bis ans Ende deiner Tage Abendessen kochen sollst? Warum würdest du das wollen? Ich versteh das nicht.“
„Weil das alles ist, was ich jemals wollte! Eine Familie, Kinder. Er ist kein Arschloch.“
Na toll, jetzt weinte sie also doch, spielte ganz ungewollt die „schwaches Weibchen“ Karte aus. Es war klar, dass er darauf nur mit Abscheu reagieren würde, wie immer, wenn er glaubte, sie versuche ihn zu manipulieren.
„Oh, Entschuldigung, das sollte mir dann wohl leid tun, was?“
Ohne ein weiteres Wort, stellte Alex seinen Teller in den Geschirrspüler und verließ die Küche. Das Ketchup blieb am Tisch stehen. Es stand noch immer da und gammelte vor sich hin, als Anna längst ausgezogen war und den Duft von Muffins mit sich genommen hatte.
no subject
Date: 2008-03-17 07:14 pm (UTC)Ich kann ihn viel zu gut verstehen. Und sie auch... irgendwie, so ein bisschen, vielleicht. - Und irgendwie... tut das weh. Weil man sich auch ohne Uni, mit Kind und Ehemann eigentlich noch den einen oder anderen Streit um die Fernbedinung leisten können sollte... und wenn's nur auf nem gemeinsamen Fernsehabend ist. *seufz*
Also... autsch. Aber ein gutes Autsch.^^ - Schönes Ende.
no subject
Date: 2008-03-18 12:55 pm (UTC)RETTET DIE MUFFINS
no subject
Date: 2008-03-19 05:44 pm (UTC)Irgendwie mag ich es sehr, dass sie sich nicht vertragen. So ist es definitiv eindringlicher.^^
no subject
Date: 2008-03-19 05:49 pm (UTC)MUFFINS FOR PRESIDENTich glaube, dass ich im moment an Zuckerentzug leide. ^^°
Irgendwie mag ich es sehr, dass sie sich nicht vertragen. So ist es definitiv eindringlicher.
hm... hast wharscheinlich recht ^^° mich hat's nachher geärgert, dass immer alles depri werden muss, was ich schreibe.
no subject
Date: 2008-03-19 06:08 pm (UTC)*dir meine letzte Praline rüberreich*
Hm, wenn dich das ärgert... darf ich dir für morgen als Zusatschallenge auftragen, etwas fluffiges, komödiantisches und im besten Falle auch noch crackiges zu schreiben? ;)
no subject
Date: 2008-03-19 10:47 pm (UTC)O...okay? okay, me is gonna try ^^°
Muffins
Date: 2008-03-18 07:40 pm (UTC)Irgendwie tun mir beide Leid.
Sie, weil er ihr so wenig Verständniss entgenbringt.
Er, weil sie wohl nicht wirklich mitbekommt das sie ihn womöglich verletzt hat mit ihrer Entschedung.
Auch ist es schwer mit dem Verlust eines lieben Menschen klar zu kommen.
Ich sollt aber wohl besser aufhören mit schreiben, sonst wird dass hier noch ein halber Roman. (Ich kenn mich ja.)
War trotzdem eine Tolle Geschichte
LG
Psy
Re: Muffins
Date: 2008-03-18 09:58 pm (UTC)Ich hasse es Leute leiden zu lassen... *happyshinylifepromoterin*