Challenge: "Das hast du schon das letzte Mal gesagt" (etwas abgewandelt, damit es zum Charakter passt)
Fandom: Original, Nocturne Whispers
Charaktere: Chikara, Yann
Wörter: ~1300
Noch immer glaubte sie halb an einen schlechten Scherz, aber dann war jemand kaum so hartnäckig, oder? „Nur ein Kaffee. Oder Milchshake. Oder Eis. Ehrlich!”
„Das hast du letztes Mal auch schon gesagt.” Letztes Mal war vorgestern gewesen. Da musste man zu ihrer Ehrenrettung sagen, dass sie wirklich keine Zeit gehabt hatte. Sie war eine schlechte Lügnerin, schon immer gewesen. Dass Yann dagegen zwischendurch die Rolle wechselte, war ihr durchaus aufgefallen. Das machte es nicht gerade einfacher, ihm zu vertrauen. Auch wenn sich wohl sonst keiner die Mühe gemacht hätte, ihr im Museum zu helfen, selbst wenn man nach ihr gesucht hätte.
„Ich sage es auch morgen und übermorgen und danach nochmal. Bis du mir eine klare Antwort gibtst.”
„Du meinst, bis ich ja sage.” Sie war eher selten das Opfer von solchen Typen, aber hatte auch schon ihre Erfahrungen gemacht. Weil sie Asiatin war. Aber Yann schüttelte den Kopf und wirkte ehrlich erschrocken. „So habe ich das nicht gemeint! Ich würde nie… Fuck…” Er sah sich um, als suche er nach einem Fluchtweg. „Wenn du nicht willst, dann wärs schade. Aber ich kann mit nem Nein leben. Auch wenns schade wäre…” Seine Stimme wurde leiser und das letzte Wort war kaum mehr zu verstehen.
„Okay.”
Sein Blick wurde vorsichtig. „Okay zu was?”
„Ich habe morgen nachmittag Zeit. Halb vier?” Vorher hatte sie noch Training, das traute sie sich aber nicht zuzugeben. Ihr war klar, dass Karate nicht zu ihr passte. Darum sprach sie auch nicht darüber. Es interessierte sowieso keinen.
„Perfekt. Dann bin ich garantiert wach.”
„Was?”, fragte sie verwirrt. Auch wenn dann Samstag war, wie konnte jemand so lange schlafen? Yann zuckte mit den Schultern und grinste. Es wirkte nur halb verlegen. „Ich häng wohl die ganze Nacht am Computer und zocke.”
„Ah…” Was sollte sie dazu sagen? Sie wusste dank ihres ersten richtigen (wenn auch etwas einseitigen) Gesprächs, dass er Manga mochte. Und er redete mit seinen Freunden öfter über LARP. Sie hatte googlen müssen, was das war und fand das immer noch merkwürdig. Dass er Nächte durchzockte passte irgendwie ins Bild. Ein Grund mehr sich zu fragen, was er ausgerechnet an ihr fand. Ob er es wirklich ernst meinte. Aber er wirkte einfach nicht wie einer von denen, die sich einen Spaß daraus machten, Mädchen zu verarschen.
„Was hast du denn heute Nachmittag vor?”, fragte Yann, bevor die Stille unangenehm werden konnte.
„Sprachkurs… dreimal die Woche hab ich einem Japanischkurs. Meinen Eltern ist es wichtig, dass ich lesen und schreiben kann.” Sprechen konnte sie Japanisch natürlich, aber für Japaner würde sie wohl fast als Analphabetin durchgehen.
„Warum? Ihr lebt doch hier.”
„Es ist meiner Familie wichtig. Und es kann ja immer noch sein, dass wir irgendwann wieder nach Japan zurückgehen. Oder ich...” Sie rechnete nicht damit. Und sie wusste, dass es für ihre Eltern auch eine Sache des Prinzips war. Sie waren nunmal Japaner, die zufällig in den USA lebten. Da sollte sie ihr Erbe kennen. Außerdem… wer wusste schon, ob sie wirklich für immer bleiben konnten? Ihre Eltern hatten sich nie um die amerikanische Staatsbürgerschaft bemüht, warum auch?
„Also von mir aus könnt ihr für immer hier bleiben.”
Chikara lächelte vorsichtig. „Von mir aus auch.” Sie kannte Japan schließlich kaum. „Ich muss langsam los, sonst komme ich zu spät. Wo treffen wir uns?”
Für einen Moment wirkte Yann etwas überfahren. „Äh… Kennst du den Starbucks die Straße runter?”
„Klar.” Man konnte hier nicht zur Schule gehen und ihn nicht kennen.
„Davor?”
„Okay.”
Sie wäre beinahe zu spät gekommen, ihr Trainer hatte noch mit ihr über das bevorstehende Turnier sprechen wollen. Eigentlich hatte Chikara kein Problem damit, an Turnieren teilzunehmen, aber in der letzten Zeit war sie nicht auf der Höhe gewesen. Zu unkonzentriert. Trotzdem sollte sie teilnehmen… sie war sich nicht sicher, ob das so eine gute Idee war. Ihren Eltern würde es nicht gefallen, wenn sie da nicht ihr bestes geben konnte. Zwar würde ihre Mutter das nicht beurteilen können, ihr Vater dagegen schon. Und sie wollte ihn nicht enttäuschen.
Die Bedenken waren erstmal vergessen, als sie feststellte, dass Yann schon da war. „Entschuldige”, murmelte sie, obwohl sie gerade noch pünktlich war. „Wartest du schon lange?”
Als er sie ansah, wirkte er so erleichtert, dass selbst ihr klarwurde, dass er nicht mit ihrem Auftauchen gerechnet hatte. Das schlechte Gewissen meldete sich mit dem gemeinen Hinweis, dass sie wirklich überlegt hatte, abzusagen. Per SMS war es deutlich einfacher, eine Ausrede zu finden.
„Nein, ich war einfach viel zu früh.”
Sie wies ihn nicht darauf hin, dass er sich gerade selbst widersprach. Sein Blick fiel jetzt ohnehin auf ihre Sporttasche und er fragte neugierig: „Wo kommst du her?”
„Vom Sport.” Ein mieserabler Versuch, auszuweichen.
„Ja, das habe ich mir gedacht. Was machst du für Sport?”
Es geschah vollkommen automatisch, dass sie den Kopf senkte, bis ihre langen Haare ihr Gesicht verdeckten. „Karate.”
Für einen Moment herrschte Stille. Dann: „Cool! Bist du gut? Wie weit bist du?” Überrascht sah Chikara wieder auf und stellte fest, dass Yann wirklich fasziniert wirkte.
„Ich bin nicht sehr gut. Ich muss noch eine Menge lernen.” Das war eine so japanische Antwort, dass es ihr fast peinlich war. Sie sprach schließlich nicht mit japanischen Freunden ihrer Familie, denen ihr Vater dann erklärte, dass ihre Leistungen natürlich der Verdienst ihres Lehrers war. Ihr Understatement war ihr mit einem Mal unangenehm. „Gehen wir rein?” Hier rumzustehen sorgte nicht dafür, dass sie sich wohler fühlte.
„Äh… nein. Ich wollte woanders mit dir hin. Ist nicht weit, versprochen.” Yann deutete die Querstraße entlang und Chikara nickte kurz. „Okay.” Anscheinend kannte er sich hier gut aus. Sie selbst dagegen hatte sich bisher nur für den Schulweg interessiert. Dabei waren es nur gut 200 Meter, die sie von ihrem bekannten Weg abwichen, bis sie einen Coffee Shop erreichten, der ziemlich offensichtlich nicht zu einer der großen Ketten gehörte. Yann war dort eindeutig bekannt, während Chikara sich am liebsten unsichtbar gemacht hätte. Nur fünf Minuten später hielt sie sich an ihrem Schokomilchshake fest, den Yann ihr aufgeschwatzt hatte. Besonders gewehrt hatte sie sich aber nicht, sie stand heimlich ziemlich auf Schokolade und der Milchshake hatte zu gut geklungen um wahr zu sein. Außerdem hatte Yann dasselbe genommen, er musste also wissen, wovon er redete.
„Also. Karate. Du hast mir noch nicht verraten, welchen Grad du hast.”
Damit überraschte er Chikara. Normalerweise fragten alle als erstes nach der Farbe des Gurts und konnten mit der Antwort dann nichts anfangen. „Vierter Kyu”, antwortete sie und war gespannt, ob die Information ihm etwas sagte. Für einen Moment arbeitete es merklich in seinem Kopf, dann sah er sie mit einer Mischung aus Erstaunen und Respekt an. „Im Ernst? Wow! Und da sagst du, dass du nicht gut bist?”
„Da hat sich meine Erziehung gemeldet…” Sie spürte, wie ein Mundwinkel sich hob.
Er nickte langsam und diesmal war Chikara sich sicher, dass er es nicht wirklich verstand. Wie konnte er auch? Nach einer Weile meinte er: „Muss komisch sein, in zwei Welten aufzuwachsen.”
„Ja…” Sie gehörte nirgendwo wirklich dazu. Dann wurde es still zwischen ihnen. Chikara überbrückte die Zeit, um sich ihrem Milchshake zu widmen, der so gut war wie er aussah. Als sie Yanns erwartungsvollen Blick bemerkte, murmelte sie: „Was ist?”
„Schmeckt er?”
„Ja, sehr. Ich werde danach für drei Tage keine Schokolade mehr brauchen… oder eher zwei.” Sie lächelte verlegen und fragte sich, warum Yann plötzlich so grinste. Als hätte ihm jemand ein ganz tolles Geschenk gemacht. Als er ihre Verwirrung bemerkte, versuchte er wenigstens, sich zusammenzureißen, das gelang aber nicht besonders gut. Als er rot wurde, war es irgendwie… niedlich. „Sorry. Ich freu mich einfach so, dass du hier bist. Und es dir schmeckt. Ich wollte eigentlich schon lange… naja. Aber hab mich nie getraut.”
„Warum?” Von ihnen beiden war doch eher sie diejenige, die zu schüchtern für alles war.
„Darum.” Das Grinsen war wieder da und diesmal war klar, dass er sie herausforderte, die Antwort selbst herauszufinden.
Fandom: Original, Nocturne Whispers
Charaktere: Chikara, Yann
Wörter: ~1300
Noch immer glaubte sie halb an einen schlechten Scherz, aber dann war jemand kaum so hartnäckig, oder? „Nur ein Kaffee. Oder Milchshake. Oder Eis. Ehrlich!”
„Das hast du letztes Mal auch schon gesagt.” Letztes Mal war vorgestern gewesen. Da musste man zu ihrer Ehrenrettung sagen, dass sie wirklich keine Zeit gehabt hatte. Sie war eine schlechte Lügnerin, schon immer gewesen. Dass Yann dagegen zwischendurch die Rolle wechselte, war ihr durchaus aufgefallen. Das machte es nicht gerade einfacher, ihm zu vertrauen. Auch wenn sich wohl sonst keiner die Mühe gemacht hätte, ihr im Museum zu helfen, selbst wenn man nach ihr gesucht hätte.
„Ich sage es auch morgen und übermorgen und danach nochmal. Bis du mir eine klare Antwort gibtst.”
„Du meinst, bis ich ja sage.” Sie war eher selten das Opfer von solchen Typen, aber hatte auch schon ihre Erfahrungen gemacht. Weil sie Asiatin war. Aber Yann schüttelte den Kopf und wirkte ehrlich erschrocken. „So habe ich das nicht gemeint! Ich würde nie… Fuck…” Er sah sich um, als suche er nach einem Fluchtweg. „Wenn du nicht willst, dann wärs schade. Aber ich kann mit nem Nein leben. Auch wenns schade wäre…” Seine Stimme wurde leiser und das letzte Wort war kaum mehr zu verstehen.
„Okay.”
Sein Blick wurde vorsichtig. „Okay zu was?”
„Ich habe morgen nachmittag Zeit. Halb vier?” Vorher hatte sie noch Training, das traute sie sich aber nicht zuzugeben. Ihr war klar, dass Karate nicht zu ihr passte. Darum sprach sie auch nicht darüber. Es interessierte sowieso keinen.
„Perfekt. Dann bin ich garantiert wach.”
„Was?”, fragte sie verwirrt. Auch wenn dann Samstag war, wie konnte jemand so lange schlafen? Yann zuckte mit den Schultern und grinste. Es wirkte nur halb verlegen. „Ich häng wohl die ganze Nacht am Computer und zocke.”
„Ah…” Was sollte sie dazu sagen? Sie wusste dank ihres ersten richtigen (wenn auch etwas einseitigen) Gesprächs, dass er Manga mochte. Und er redete mit seinen Freunden öfter über LARP. Sie hatte googlen müssen, was das war und fand das immer noch merkwürdig. Dass er Nächte durchzockte passte irgendwie ins Bild. Ein Grund mehr sich zu fragen, was er ausgerechnet an ihr fand. Ob er es wirklich ernst meinte. Aber er wirkte einfach nicht wie einer von denen, die sich einen Spaß daraus machten, Mädchen zu verarschen.
„Was hast du denn heute Nachmittag vor?”, fragte Yann, bevor die Stille unangenehm werden konnte.
„Sprachkurs… dreimal die Woche hab ich einem Japanischkurs. Meinen Eltern ist es wichtig, dass ich lesen und schreiben kann.” Sprechen konnte sie Japanisch natürlich, aber für Japaner würde sie wohl fast als Analphabetin durchgehen.
„Warum? Ihr lebt doch hier.”
„Es ist meiner Familie wichtig. Und es kann ja immer noch sein, dass wir irgendwann wieder nach Japan zurückgehen. Oder ich...” Sie rechnete nicht damit. Und sie wusste, dass es für ihre Eltern auch eine Sache des Prinzips war. Sie waren nunmal Japaner, die zufällig in den USA lebten. Da sollte sie ihr Erbe kennen. Außerdem… wer wusste schon, ob sie wirklich für immer bleiben konnten? Ihre Eltern hatten sich nie um die amerikanische Staatsbürgerschaft bemüht, warum auch?
„Also von mir aus könnt ihr für immer hier bleiben.”
Chikara lächelte vorsichtig. „Von mir aus auch.” Sie kannte Japan schließlich kaum. „Ich muss langsam los, sonst komme ich zu spät. Wo treffen wir uns?”
Für einen Moment wirkte Yann etwas überfahren. „Äh… Kennst du den Starbucks die Straße runter?”
„Klar.” Man konnte hier nicht zur Schule gehen und ihn nicht kennen.
„Davor?”
„Okay.”
Sie wäre beinahe zu spät gekommen, ihr Trainer hatte noch mit ihr über das bevorstehende Turnier sprechen wollen. Eigentlich hatte Chikara kein Problem damit, an Turnieren teilzunehmen, aber in der letzten Zeit war sie nicht auf der Höhe gewesen. Zu unkonzentriert. Trotzdem sollte sie teilnehmen… sie war sich nicht sicher, ob das so eine gute Idee war. Ihren Eltern würde es nicht gefallen, wenn sie da nicht ihr bestes geben konnte. Zwar würde ihre Mutter das nicht beurteilen können, ihr Vater dagegen schon. Und sie wollte ihn nicht enttäuschen.
Die Bedenken waren erstmal vergessen, als sie feststellte, dass Yann schon da war. „Entschuldige”, murmelte sie, obwohl sie gerade noch pünktlich war. „Wartest du schon lange?”
Als er sie ansah, wirkte er so erleichtert, dass selbst ihr klarwurde, dass er nicht mit ihrem Auftauchen gerechnet hatte. Das schlechte Gewissen meldete sich mit dem gemeinen Hinweis, dass sie wirklich überlegt hatte, abzusagen. Per SMS war es deutlich einfacher, eine Ausrede zu finden.
„Nein, ich war einfach viel zu früh.”
Sie wies ihn nicht darauf hin, dass er sich gerade selbst widersprach. Sein Blick fiel jetzt ohnehin auf ihre Sporttasche und er fragte neugierig: „Wo kommst du her?”
„Vom Sport.” Ein mieserabler Versuch, auszuweichen.
„Ja, das habe ich mir gedacht. Was machst du für Sport?”
Es geschah vollkommen automatisch, dass sie den Kopf senkte, bis ihre langen Haare ihr Gesicht verdeckten. „Karate.”
Für einen Moment herrschte Stille. Dann: „Cool! Bist du gut? Wie weit bist du?” Überrascht sah Chikara wieder auf und stellte fest, dass Yann wirklich fasziniert wirkte.
„Ich bin nicht sehr gut. Ich muss noch eine Menge lernen.” Das war eine so japanische Antwort, dass es ihr fast peinlich war. Sie sprach schließlich nicht mit japanischen Freunden ihrer Familie, denen ihr Vater dann erklärte, dass ihre Leistungen natürlich der Verdienst ihres Lehrers war. Ihr Understatement war ihr mit einem Mal unangenehm. „Gehen wir rein?” Hier rumzustehen sorgte nicht dafür, dass sie sich wohler fühlte.
„Äh… nein. Ich wollte woanders mit dir hin. Ist nicht weit, versprochen.” Yann deutete die Querstraße entlang und Chikara nickte kurz. „Okay.” Anscheinend kannte er sich hier gut aus. Sie selbst dagegen hatte sich bisher nur für den Schulweg interessiert. Dabei waren es nur gut 200 Meter, die sie von ihrem bekannten Weg abwichen, bis sie einen Coffee Shop erreichten, der ziemlich offensichtlich nicht zu einer der großen Ketten gehörte. Yann war dort eindeutig bekannt, während Chikara sich am liebsten unsichtbar gemacht hätte. Nur fünf Minuten später hielt sie sich an ihrem Schokomilchshake fest, den Yann ihr aufgeschwatzt hatte. Besonders gewehrt hatte sie sich aber nicht, sie stand heimlich ziemlich auf Schokolade und der Milchshake hatte zu gut geklungen um wahr zu sein. Außerdem hatte Yann dasselbe genommen, er musste also wissen, wovon er redete.
„Also. Karate. Du hast mir noch nicht verraten, welchen Grad du hast.”
Damit überraschte er Chikara. Normalerweise fragten alle als erstes nach der Farbe des Gurts und konnten mit der Antwort dann nichts anfangen. „Vierter Kyu”, antwortete sie und war gespannt, ob die Information ihm etwas sagte. Für einen Moment arbeitete es merklich in seinem Kopf, dann sah er sie mit einer Mischung aus Erstaunen und Respekt an. „Im Ernst? Wow! Und da sagst du, dass du nicht gut bist?”
„Da hat sich meine Erziehung gemeldet…” Sie spürte, wie ein Mundwinkel sich hob.
Er nickte langsam und diesmal war Chikara sich sicher, dass er es nicht wirklich verstand. Wie konnte er auch? Nach einer Weile meinte er: „Muss komisch sein, in zwei Welten aufzuwachsen.”
„Ja…” Sie gehörte nirgendwo wirklich dazu. Dann wurde es still zwischen ihnen. Chikara überbrückte die Zeit, um sich ihrem Milchshake zu widmen, der so gut war wie er aussah. Als sie Yanns erwartungsvollen Blick bemerkte, murmelte sie: „Was ist?”
„Schmeckt er?”
„Ja, sehr. Ich werde danach für drei Tage keine Schokolade mehr brauchen… oder eher zwei.” Sie lächelte verlegen und fragte sich, warum Yann plötzlich so grinste. Als hätte ihm jemand ein ganz tolles Geschenk gemacht. Als er ihre Verwirrung bemerkte, versuchte er wenigstens, sich zusammenzureißen, das gelang aber nicht besonders gut. Als er rot wurde, war es irgendwie… niedlich. „Sorry. Ich freu mich einfach so, dass du hier bist. Und es dir schmeckt. Ich wollte eigentlich schon lange… naja. Aber hab mich nie getraut.”
„Warum?” Von ihnen beiden war doch eher sie diejenige, die zu schüchtern für alles war.
„Darum.” Das Grinsen war wieder da und diesmal war klar, dass er sie herausforderte, die Antwort selbst herauszufinden.
no subject
Date: 2020-05-31 06:56 pm (UTC)Soo wahr! Und überhaupt, wie sie beide ihre Drahtseiltänzchen tanzen! Süß wie ein McDonald's-Schokomilchshake. (Du weißt schon, die großen mit Schokosahne und Schokosirup und Schokostreuseln drauf, die als vollwertige Mahlzeit taugen.) Der Kanon wächst. Danke hierfür!