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[identity profile] nyx-chan.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Fandom: Sailor Moon
Charaktere: einige
Challenge: “He stepped down, trying not to look long at her, as if she were the sun, yet he saw her, like the sun, even without looking.” (vom 7.2.)
Wörter: ~640
Anmerkung: Da war mal was mit einem zu nähenden Kleid und das Kleid darf endlich auftauchen. / Schmalz.

Die im Hintergrund spielende Musik wurde ausgeblendet und das Licht im Saal wurde dunkler. Automatisch sahen die Gäste schon zur Wendeltreppe hinüber, über der das Licht am hellsten arrangiert war. Minako stand schon bereit und hatte das Mikrofon erhoben. Als sie die gebannten Blicke auf sich spürte wechselte sie wie beiläufig das Standbein und ließ ihr Kleid voller Strasssteinen aufblitzen.
„Liebes Paar, liebe Gäste“, begann Minako ihre nächste Ansage als Zeremonienmeisterin. Setsuna musste zugeben, dass sie das gut tat. „Wir kommen zum nächsten Höhepunkt unserer Feier! Zu Ehren des Paares haben die zukünftigen Brautjungern eine Performance vorbereitet. Ich bitte um Applaus!“
Wie befohlen begannen die Gäste zu klatschen, während Minako möglichst elegant die Treppe hocheilte.
Setsuna wusste nicht genau, was folgen sollte. Im Vorfeld hatte sich Makoto lang und breit ausgeklagt, dass nicht daran teilnehmen wollte und es nur Usagi und den anderen zu liebe tat. Ohne zu viel zu verraten, war sie vorgewarnt, dass es Musik, Perfomance und Minakos Regieanweisungen beinhaltete. Und viel zu viel Aufmerksamkeit und Chancen sich auf den Pfennigabsätzen das Genick zu brechen, wie Makoto meinte.
Das Murmeln verstummte als Musik erklang. Es stellte sich als eine beschwingte Pop-Ballade heraus und Setsuna hätte nicht sagen können, ob sie das jemals schon gehört hatte. Als erste erschien Ami, die etwas mechanisch in ihren einstudierten Schritten und Bewegungen wirkte, aber sich keinen Patzer erlaubte, als sie einige Stufen hinabstieg und mit dem einsetzenden Gesang ihre Lippen zu bewegen begann. Bald folgte ihr schon Rei, die schon wesentlich präsenter wirkte und Ami die Show stahl, die sie vermutlich nicht vermissen würde. Es war witzig, es war sentimental, es war liebenswert. Aber vieles rückte in den Hintergrund als Makoto auf der Treppe erschien, eine zur Zeile passenden tadelnden Geste machte und dann langsam drei Stufen hinabstieg. Sicherlich war sie nervös, wie sie es schon seit Wochen war, doch es haftete ihr eine ausgelassene Energie an. Zusammen mit den anderen führte die eingeübten Gesten, kleinen Bewegungen und gemimten Worte aus und strahlte für Setsuna. Es war nicht nur die Freude oder der Glanz des bronzefarbenen Satins, der er wie erwartet ihr gut stand. Mit jeder Bewegung schien ihr jede Kurve der anderen noch präsenter als bei den schweißtreibenden Anproben und Anpassungen. Setsuna wusste nicht wieso, denn sie hatte Makoto nun oft genug gesehen, auch in diesem Kleid, auch mit ihren Freundinnen, ausgelassen, schön, nervös, lebensfroh, aber etwas an diesem Moment ließ ihren Brustkorb zu eng für all das sein, das in Überfluss ausbrechen wollte.
Plötzlich wurde sie in die Seite gestoßen und verschluckte sich an sie wusste nicht mal was. „Atmen“, raunte Haruka ihr zu und musste sich sichtlich ein Lachen verkneifen, als um sie herum alle in Applaus ausbrachen. Setsuna rang kurz um Fassung, ehe sie wie alle anderen zu klatschen begann und Haruka einen bösen Blick zuwarf. Doch sie war des Ärgers nicht wert, wenn Setsuna stattdessen wieder zur Treppe schauen konnte, wo Usagi weinend ihren Freundinnen in den Armen lag, während Mamoru daneben stand und vermutlich verloren wirken würde, wenn er nicht schon so eine Übung darin hätte neben diesem Grüppchen zu stehen. Über all den Gefühlsausbrüchen sah Makoto auf, sah suchend in ihre Richtung, ehe sie Setsuna bemerkte und ihr schief zulächelte. Erst jetzt kam Setsuna der Gedanke, dass sie vielleicht gestarrt hatte.
„Schönes Kleid übrigens“, raunte Haruka wieder in ihre Richtung. „Hast du sie darin eigentlich eingenäht, damit es so gut sitzt?“
Verdattert musste Setsuna ihr Starren unterbrechen, um Haruka ungläubig anzusehen. „Nein.“
„Schade! Sonst hättest du nach der Feier ein schönes Geschenk zum Auspacken“, kommentierte ihre Freundin mit einem breiten Grinsen, das Michiru mit einem amüsierten Kichern neben ihr unterstrich und vielsagend zur Setsuna rübersah.
Für einen Moment abgelenkt von diesem mentalen Bild, schüttelte Setsuna leicht den Kopf und sah mit einem milden Lächeln und vielleicht warm werdenden Wangen weg. „Ihr seid unmöglich.“

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