Team: Weiß (Titanic)
Challenge: AUs: Musiker/Band [fürs Team] Die Weltherrschaft ist eingetütet >:D
Fandom: Haikyuu!!
Charaktere: Akaashi Kaiji, Bokuto Koutarou (er stellt sich nicht mal vor pffft)
Wörter: 666
Sprache: Deutsch
Warnungen: alles tame in diesem Teil
Inhalt: Keiji hat aufgegeben. Dann trifft er auf den seltsamsten Violinisten, den er je gesehen hat.
Anmerkungen: fghajsdfjklasdlsa DONE!
Keiji weiß, dass er von vielen als begnadeter Violonist angesehen wird. Wunderkind haben sie zu ihm gesagt, als er noch sehr jung war. Seine Lehrerin war zwar streng, aber er konnte schon damals sehen, wie stolz sie auf ihn war. Er weiß, dass sein Vater und seine Mutter mit ihm angegeben haben. Dass seine Lehrer von seinem Spiel wussten und von vornherein eine gute Meinung von ihm gebildet hatten.
Niemand von ihnen hat gewusst, wie ehrgeizig er wirklich war. Er wollte der Beste sein. Der beste von allen. Und er hatte es fast geschafft. Er war sogar eingeladen worden, in der Carnegie Hall zu spielen.
Und dann kam ihm ein Unfall dazwischen.
Zittern in den Händen. Schwacher Griff. Ein langer, steiler Weg der Physiotherapie. Und selbst dann ist ungewiss, ob er jemals wieder so gut spielen wird, wie vorher.
Es ist ein windiger, grauer Tag, an dem er beschließt, seine Wohnung für einen Spaziergang zu verlassen, durch Tokyo zu wandern und sich durch all die Menschen um ihn herum vorzumachen, er sei nicht allein.
Es ist ein windiger, grauer Tag, an dem er die Violinenklänge von The Last Rose of Summer hört. Im absolut ungewöhnlichsten Tempo, in dem er dieses Stück je gehört hat. Er folgt den Violinenklängen um eine Ecke und bleibt erstaunt stehen.
Es ist der seltsamste Violinenspieler, den er je gesehen hat. Angefangen bei seinem punkigen Aussehen - schwarz-weiß gefärbte Haare und Sportkleidung - bis hin zu seiner Manier. Er läuft umher, beansprucht so viel Raum, in den wundersamerweise niemand der Passanten eindringt. Er springt sogar, bewegt sich zur Musik, ohne dabei an Präzision zu verlieren.
Keiji ist sprachlos.
Es ist die ungewöhnlichste Interpretation dieses Stückes, die er je gehört hat, und doch, auf ihre Weise, die schönste. Die Finger des Violinisten bewegen sich schnell und präzise, selbstsicher und bestimmt. Als wäre die Violine bloß eine Erweiterung seiner Selbst.
Keijis eigene Finger jucken mit dem Wunsch, zu spielen.
Der Violinist kommt mit einem Mal näher, ohne die Augen zu öffnen. Er kann Keiji gar nicht gesehen haben, und doch kommt er so nah, dass Keiji nach ihm greifen könnte, nach seiner Violine, nach den wunderschönen Klängen, immer höher, bis sie an einer hohen Note kurz hängen bleiben.
Es reißt Keiji fast das Herz an einer Saite heraus.
Er bemerkt es nicht einmal, dass er das ganze Stück über stehen bleibt und bis zum Ende zuhört - mehr als zehn Minuten.
Der Violinist beendet sein Stück genau vor dem Violinenkoffer auf dem Boden, öffnet seine Augen, lächelt verschmitzt und verbeugt sich tief. Einige Passanten klatschen ihm zu, doch Keiji ist immer noch sprachlos. Seine Kehle ist immer noch zugeschnürt, er kriegt seine Emotionen nicht zu fassen, kann sie nicht bändigen.
Dann ist der Violinist plötzlich wieder vor ihm und lächelt ihn an. “Ich war gut, oder?”
Keiji kann nicht antworten, zu überrumpelt von der plötzlichen Interaktion.
“Hey, hey, hey, du siehst aus, als wärst du auch ein Geigenspieler!” Und mit diesen Worten drückt ihm der Violinist seine Violine in die Hände und lässt los, sodass Keiji gezwungen ist, sie festzuhalten, damit das kostbare Instrument nicht zu Boden fällt.
“Was?”
“Spiel was!” Der Violinist grinst ihn an. Keiji kann keinen Funken Falschheit dahinter erkennen. Es ist absolut ehrlich, begeistert. Seine beinahe goldenen Augen funkeln Keiji praktisch an.
“Ich… Ich kann nicht mehr spielen…”, gibt Keiji kleinlaut zu. Es tut ihm in der Seele weh, das zu sagen. Den Violinisten zurückzuweisen.
“Hmmm, aber deine Hände sagen mir, du willst!” Der Violinist deutet mit der Hand auf Keijis Brust. Oder viel mehr auf Keijis Hände, die seine Violine fest umschlungen halten und nicht danach aussehen, als würden sie diese wieder hergeben.
“Spiel etwas, auch wenn es nicht so gut klingt!”
Keiji starrt den Violinisten einen Moment lang an, sieht dann runter zur Violine, und wieder hoch in das strahlende Gesicht vor ihm. Der Violinist nickt ihm sogar aufmunternd zu.
Keiji holt tief Luft. Sammelt all die negativen Gedanken, Gefühle und den Schmerz.
Und atmet alles aus.
“Ich bin dabei.”