R/I - "Wenn es sonst nichts ist"
Sep. 30th, 2019 11:29 pmTeam: Schwarz
Challenge: Romantik/Intimität – „Wenn es sonst nichts ist...“ (fürs Team)
Fandom: Nocturne Whispers Harepocalypse Now!-AU
Charaktere: René, Kelsey Brooks
Solange es warm und trocken draußen war und keine Scheiß-Lagos versuchten einen aufzufressen, bemerkte man das Ende der Welt als Großstädter wohl am ehesten daran, dass man den Bürgersteig plötzlich für sich hatte und es nirgendwo mehr Wlan gab. Wenn aber ein schwerer Stürm über die Küste hinwegzog und es auch vom Wetter her nach Weltuntergang aussah, dann ernüchterte es den einen oder anderen ähnlich, wie in einen längst verlassenen Raum mit alten Kadavern zu kommen. Das fehlende Licht, die fehlende Heizungswärme, das Pfeifen durch die zerschlagenen Fenster und die erdrückende Stimmung, wenn die meisten der Gruppe sich im Lager zusammenpferchten. Einige hatten inzwischen Methoden entwickelt, den Teamgeist etwas zu heben. So hatte beispielsweise Kurt McKaulsky das morgendliche Vorlesen eingeführt, auch weil er beklagt hatte, dass das Fehlen des Internets und täglicher Zeitungen kein Gründe seien nicht mehr etwas zu lesen.
René schleppte sich komplett durchnässt von ihrer Patrouille in das Quartier. Flüchtig ließ sie ihren Blick über die anderen schweifen. Es war mehr eine Gewohnheit, das Bedürfnis zu wissen, dass ihr Rudel da war, wo es hingehörte, wo sie es sah, roch, spürte. Nie hatte sie ein so großes Rudel besessen und sie vermisste bei dem Gedanken das wichtigste Mitglied, ihre Mutter. Der traurige Gedanke umschlang die Kälte in ihren Knochen und wie ein geprügelter Hund (oh Ironie, dummes Wortspiel) schleppte sie sich nach kurzer Rückmeldung bei Willson in ihre Ecke, in der sie ihren Schlafplatz etabliert hatte. Sie zog das nötigste an nassen Klamotten aus und wollte sich nur in ihr mageres Bett verkriechen. Den nassen Mief würde sie schon später wieder rausbekommen. Ehe sie KO auf die alte Matratze hinabsank hörte sie, wie jemand ihr nachtapste, bis sie in all den vielen Gerüchen schließlich Kelsey Brooks ausmachen konnte. Müde schaute René über ihre Schulter. Sie hatte nicht die Energie für Vorträge von Blondie. Doch statt schon wie eine Sprungfeder gespannt im Startloch zu stehen, trat Kelsey auf einen respektablen Abstand an sie heran und reichte ihr ein frisches Handtuch.
„Du solltest dich ordentlich abtrocknen. Nicht, dass du krank wirst.“
„Danke“, murmelte René und nahm ihr das Handtuch ab.
„Kann ich dir etwas holen oder etwas für dich tun?“, fragte Kelsey vorsichtig.
„Die Scheißlagos ausrotten und Wlan wieder einschalten.“
Auch wenn René mürrisch klang, schien es Kelsey nicht falsch verstanden zu haben. Mit einem schiefen Lächeln und einem Schulterzucken antwortete sie: „Wenn es sonst nichts ist...“
Challenge: Romantik/Intimität – „Wenn es sonst nichts ist...“ (fürs Team)
Fandom: Nocturne Whispers Harepocalypse Now!-AU
Charaktere: René, Kelsey Brooks
Solange es warm und trocken draußen war und keine Scheiß-Lagos versuchten einen aufzufressen, bemerkte man das Ende der Welt als Großstädter wohl am ehesten daran, dass man den Bürgersteig plötzlich für sich hatte und es nirgendwo mehr Wlan gab. Wenn aber ein schwerer Stürm über die Küste hinwegzog und es auch vom Wetter her nach Weltuntergang aussah, dann ernüchterte es den einen oder anderen ähnlich, wie in einen längst verlassenen Raum mit alten Kadavern zu kommen. Das fehlende Licht, die fehlende Heizungswärme, das Pfeifen durch die zerschlagenen Fenster und die erdrückende Stimmung, wenn die meisten der Gruppe sich im Lager zusammenpferchten. Einige hatten inzwischen Methoden entwickelt, den Teamgeist etwas zu heben. So hatte beispielsweise Kurt McKaulsky das morgendliche Vorlesen eingeführt, auch weil er beklagt hatte, dass das Fehlen des Internets und täglicher Zeitungen kein Gründe seien nicht mehr etwas zu lesen.
René schleppte sich komplett durchnässt von ihrer Patrouille in das Quartier. Flüchtig ließ sie ihren Blick über die anderen schweifen. Es war mehr eine Gewohnheit, das Bedürfnis zu wissen, dass ihr Rudel da war, wo es hingehörte, wo sie es sah, roch, spürte. Nie hatte sie ein so großes Rudel besessen und sie vermisste bei dem Gedanken das wichtigste Mitglied, ihre Mutter. Der traurige Gedanke umschlang die Kälte in ihren Knochen und wie ein geprügelter Hund (oh Ironie, dummes Wortspiel) schleppte sie sich nach kurzer Rückmeldung bei Willson in ihre Ecke, in der sie ihren Schlafplatz etabliert hatte. Sie zog das nötigste an nassen Klamotten aus und wollte sich nur in ihr mageres Bett verkriechen. Den nassen Mief würde sie schon später wieder rausbekommen. Ehe sie KO auf die alte Matratze hinabsank hörte sie, wie jemand ihr nachtapste, bis sie in all den vielen Gerüchen schließlich Kelsey Brooks ausmachen konnte. Müde schaute René über ihre Schulter. Sie hatte nicht die Energie für Vorträge von Blondie. Doch statt schon wie eine Sprungfeder gespannt im Startloch zu stehen, trat Kelsey auf einen respektablen Abstand an sie heran und reichte ihr ein frisches Handtuch.
„Du solltest dich ordentlich abtrocknen. Nicht, dass du krank wirst.“
„Danke“, murmelte René und nahm ihr das Handtuch ab.
„Kann ich dir etwas holen oder etwas für dich tun?“, fragte Kelsey vorsichtig.
„Die Scheißlagos ausrotten und Wlan wieder einschalten.“
Auch wenn René mürrisch klang, schien es Kelsey nicht falsch verstanden zu haben. Mit einem schiefen Lächeln und einem Schulterzucken antwortete sie: „Wenn es sonst nichts ist...“
no subject
Date: 2019-10-03 03:57 pm (UTC)Anyway - BÜCHER. Sie müssten eigentlich einen ganzen Haufen guter Vorleser im Team haben. You know, schöne Stimmen, tausendfach telefonische Vertragsabschlüsse vorgelesen...
Danke für das harte, aber heimelige Kopfkino! <3 Ich habe diese Crew in den letzten Wochen so ins Herz geschlossen!
no subject
Date: 2019-10-03 04:45 pm (UTC)Bitte gerne - ich hab sie auch alle viel zu lieb und ich hab viel zu viele Gedanken zu ihnen >_<;