Crack - Poesiealbum
Sep. 30th, 2019 08:31 amTeam: Schwarz
Challenge: Crack/Humor – Poesiealbum (fürs Team)
Fandom: How to sell drugs online (fast)
Charaktere: Moritz, Lenny
Anmerkung: Äääh… I tried. Sorte Geistesblitz, die nach einer wahnsinnig guten Idee klingt, wenn du noch zu müde zum Denken bist.
Bewaffnet mit einem schwarzen Edding stand Moritz nachdenklich da und starrte die Wand an. Angestrengt dachte er über all die blumigen Worte nach, die ihm gestern Abend nach dem Skypecall mit Lisa einfielen. Erst tippte er mit dem Stift gegen das Kinn und drehte sich langsam im Raum um, betrachtete aufmerksam alle anderen potenziellen Flächen. Dann holte er als Gedankenstütze ein gefaltetes Blatt heraus. Wenn er sich seine hohe Kunst nochmal durchlas, wirkte das alles nicht mehr ganz so auf dem Niveau wie Goethe oder Shakespear. Aber einige Phrasen ließen sich sicherlich recyclen. Klassiker wie Umschreibungen von Lisas Haar, ob nun als „flachsfarbener Glanzteppich in der sommerlichen Briese“ oder „Wasserfall wie Gold und Geschmeide“. Ok, der Teppich könnte missverstanden werden. Andere Passagen würden sicherlich auch gut ankommen, wie „rot und weich, süß und reich“, um ihre Lippen zu beschreiben. Wer sich darüber beschwerte, dass das nicht viel Sinn ergab, sollte sich zum einen über künstlerische Freiheit belesen und zum anderen selber versuchen reimende Gedichte zu schreiben. Je länger er all seine lyrischen, triefenden Zeilen ansah, um so mehr fühlte er sich wie ein Stümper. Dann war das eben nicht seine Stärke – er hat es versucht! Es war mit Liebe geschrieben! Verärgert stopfte er den Zettel in die Hosentasche, um keine Beweise im Müllkorb zu hinterlassen. Er mochte nicht gut in Reimen sein, aber ganz blöd war er auch nicht, wenn er schon Sachschaden plante – im Namen der Liebe! Für ganze drei Sekunden war irgendein Symbol mit Lisas Namen oder ähnliches eine Option, aber es sollte Minne und keine Verhöhnung werden. Wenn also nichts half, half das Internet. Aus der anderen Hosentasche zog er sein Handy heraus und begann nach Aphorismen und kurzen Liebesgedichten zu suchen. Hier und da gab es einige gute Sachen, mal reimend, mal nur sehr schnulzig-nett. Sich da zu entscheiden, war nicht leicht, wenn er wusste, dass es mit dem Edding zumindest eine Weile an der Wand stehen würde. Moritz ärgerte sich über sich selbst, dass er das nicht bedacht hatte, aber vielleicht war er einfach zu berauscht von seinen eigenen Hormonen am Vorabend gewesen.
Plötzlich schwang neben ihm die Tür auf. Erschrocken sah Moritz vom Handy auf und versuchte wie beiläufig den Stift in die Hosentasche zu stopfen.
Mit einem verzogenen Gesicht rollte Lenny rein und zischte entnervt: „Alter, was brauchst du so lange für ein paar Schmierereien?! Denkst du, ich kann da draußen ewig Schmiere stehen? Mir gehen die Ausreden aus und ich wurde zwei Mal fast gegen meinen Will weggekarrt von bescheuerter Gutwilligkeit!“
„Sorry!“ Mit den Augen schaute Moritz wie ein geprügeltes Tier, aber sein Mund enttarnte den schief grinsenden Liebesidioten.
Lenny verdrehte die Augen, hart. „Lisa wird das hier niemals sehen!“
„Aber es soll jeder wissen, wie toll sie ist!“
„Moritz, das ist das Jungenklo und kein gottverdammtes Poesiealbum!“
Challenge: Crack/Humor – Poesiealbum (fürs Team)
Fandom: How to sell drugs online (fast)
Charaktere: Moritz, Lenny
Anmerkung: Äääh… I tried. Sorte Geistesblitz, die nach einer wahnsinnig guten Idee klingt, wenn du noch zu müde zum Denken bist.
Bewaffnet mit einem schwarzen Edding stand Moritz nachdenklich da und starrte die Wand an. Angestrengt dachte er über all die blumigen Worte nach, die ihm gestern Abend nach dem Skypecall mit Lisa einfielen. Erst tippte er mit dem Stift gegen das Kinn und drehte sich langsam im Raum um, betrachtete aufmerksam alle anderen potenziellen Flächen. Dann holte er als Gedankenstütze ein gefaltetes Blatt heraus. Wenn er sich seine hohe Kunst nochmal durchlas, wirkte das alles nicht mehr ganz so auf dem Niveau wie Goethe oder Shakespear. Aber einige Phrasen ließen sich sicherlich recyclen. Klassiker wie Umschreibungen von Lisas Haar, ob nun als „flachsfarbener Glanzteppich in der sommerlichen Briese“ oder „Wasserfall wie Gold und Geschmeide“. Ok, der Teppich könnte missverstanden werden. Andere Passagen würden sicherlich auch gut ankommen, wie „rot und weich, süß und reich“, um ihre Lippen zu beschreiben. Wer sich darüber beschwerte, dass das nicht viel Sinn ergab, sollte sich zum einen über künstlerische Freiheit belesen und zum anderen selber versuchen reimende Gedichte zu schreiben. Je länger er all seine lyrischen, triefenden Zeilen ansah, um so mehr fühlte er sich wie ein Stümper. Dann war das eben nicht seine Stärke – er hat es versucht! Es war mit Liebe geschrieben! Verärgert stopfte er den Zettel in die Hosentasche, um keine Beweise im Müllkorb zu hinterlassen. Er mochte nicht gut in Reimen sein, aber ganz blöd war er auch nicht, wenn er schon Sachschaden plante – im Namen der Liebe! Für ganze drei Sekunden war irgendein Symbol mit Lisas Namen oder ähnliches eine Option, aber es sollte Minne und keine Verhöhnung werden. Wenn also nichts half, half das Internet. Aus der anderen Hosentasche zog er sein Handy heraus und begann nach Aphorismen und kurzen Liebesgedichten zu suchen. Hier und da gab es einige gute Sachen, mal reimend, mal nur sehr schnulzig-nett. Sich da zu entscheiden, war nicht leicht, wenn er wusste, dass es mit dem Edding zumindest eine Weile an der Wand stehen würde. Moritz ärgerte sich über sich selbst, dass er das nicht bedacht hatte, aber vielleicht war er einfach zu berauscht von seinen eigenen Hormonen am Vorabend gewesen.
Plötzlich schwang neben ihm die Tür auf. Erschrocken sah Moritz vom Handy auf und versuchte wie beiläufig den Stift in die Hosentasche zu stopfen.
Mit einem verzogenen Gesicht rollte Lenny rein und zischte entnervt: „Alter, was brauchst du so lange für ein paar Schmierereien?! Denkst du, ich kann da draußen ewig Schmiere stehen? Mir gehen die Ausreden aus und ich wurde zwei Mal fast gegen meinen Will weggekarrt von bescheuerter Gutwilligkeit!“
„Sorry!“ Mit den Augen schaute Moritz wie ein geprügeltes Tier, aber sein Mund enttarnte den schief grinsenden Liebesidioten.
Lenny verdrehte die Augen, hart. „Lisa wird das hier niemals sehen!“
„Aber es soll jeder wissen, wie toll sie ist!“
„Moritz, das ist das Jungenklo und kein gottverdammtes Poesiealbum!“