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[identity profile] nyx-chan.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Schwarz
Challenge: AU – Seelenverwandte (fürs Team)
Fandom: Sailor Moon (Seelenverwandten-AU)
Charaktere: Inner Senshi


„Kann ich euch was fragen?“
Alle Augen am Tisch richteten sich auf Makoto, die ihren gleich wieder senkte und sich auf die Unterlippe biss.
„Klar, immer“, ermutigte sie Usagi mit einem warmen Lächeln und schmiegte sich näher an ihre Freundin. Dankbar hob Makoto wieder ihren Blick und sah schüchtern in die Runde.
„Um was geht‘s?“, fragte Rei.
Lange hatte Makoto hin und her überlegt, wie sie am besten das Thema ansprechen sollte, und hatte sich dafür entschieden, dass der direkte Weg der einfachste war. „Es geht um SoleMate.“
Sofort hatte sie Minakos ungeteilte Aufmerksamkeit. „Ooooh! Brauchst du Beziehungstipps mit Kosuke? Erzähl uns alles!“
„Äh, nein- jein. Ich meinte tatsächlich die App.“
„Hast du einen Bug?“, erkundigte sich Ami und wollte schon die ihre Handfläche anbieten, in die Makoto ihr Smartphone hätte legen können.
„Nein, nein“, sagte Makoto eilig. „Ich frage mich nur- Die Erfolgschancen sind ja enorm.“
„Statistisch gesehen ist jede vierte Beziehung, die aus einem ersten Match sich ergab, glücklich seit Einführung des Systems vor fünf Jahren. Nur bei jedem zehnten Nutzer dauert es länger als drei Matches, um eine Beziehung zu finden, die länger als 3 Jahre anhält bzw. noch immer intakt ist. Es ist ja insgesamt noch recht neu, aber die bisherigen Zahlen sind sehr vielversprechend.“ Ami ratterte die Angaben herab und alle ihre Freundinnen hatten inzwischen aufgegeben zu fragen, woher sie immer solche Details, besonders in Form von Zahlen, wusste.
„Also Mamo-chan und ich sind seeeehr glücklich!“, tschirpte Usagi und strahlte mit einem breiten Grinsen und einem tiefen Seufzen ihr Glück in die Welt.
Fast schon genervt raunte Rei: „Ja, das haben wir mitbekommen...“ Ihr bekam das Geturtel nicht ganz so gut, da es ihrer Meinung nach manchmal zu viel in ihrer Umgebung stattfand und sie keinerlei Interesse daran hatte, den beiden dabei zuzuhören, wie sie Süßholz raspelten.
„Der Erfolg ist auch schnell erklärt, wenn man bedenkt, dass das ein durchaus komplexes Programm ist, welches extrem viele Daten all seiner Nutzer beinhaltet. Nicht nur das, was ohnehin durch Verwaltungen und andere Ämter gespeichert wurde, sondern nach der Einverständniserklärung auch eine umfangreiches Aufzeichnen und Analyse unseres Alltags anhand der Nutzung unseres Smartphones, der GPS-Koordinaten und den weiteren Angaben, die die Nutzer bereitstellen können, wie Lieblingsfilme oder Lieblingsgerichte, besondere Anekdoten und Erinnerungen. Daraus kann das Programm für jeden ein so komplexes und akkurates Profil erstellen und basierend auf den Erfahrungen mit Algorithmen verschiedener Dating-Portale, konnte SoleMate das alles nutzen, verarbeiten und weiterentwickeln. Es ist wirklich sehr faszinierend! Besonders die bisherige Erfolgsquote ist beachtlich, wenn man bedenkt, wie hoch eigentlich die Fehlerquote angesetzt werden muss, weil selbst mit den eingepflegten medizinischen Daten der Personen nicht eine Kompatibilität auf biochemischer und psychologischer Ebene berechnet werden kann. Dafür ist der Mensch dann noch immer zu komplex.“
Die anderen vier starrten Ami mit einem gewissen Horror an.
„Wenn du es so formulierst und alles aufzählst, klingt das gruselig“, sagte Minako dünn und klammerte sich an ihren Milchshake.
Ami zuckte mit den Schultern. „Wenn man sich um die Integrität und die Bestimmungshochheit seiner Personendaten sorgt, dann absolut. Aber dafür gibt es die sehr, sehr langen AGB. Habt ihr sie etwa nie durchgelesen?“
„Ami, keiner liest AGB“, erklärte Rei trocken.
„Aber das solltet ihr!“
„Ich werde daran denken, wenn ich das nächste Mal Schlafprobleme bekomme, weil ich darüber nachdenke, wie der Staat versucht mich mit einem Mann zu verkuppeln, um deren Problem mit der Geburtenrat in den Griff zu kriegen.“ Als betretenes Schweigen eintrat trank Rei genüsslich durch den Strohhalm.
„Es ist auch möglich sich einen gleichgeschlechtlichen Partner zu suchen beziehungsweise allgemein queer-offene Optionen anzuklicken“, ergänzte Ami.
„Ändert nichts daran, dass ich damit nichts zu tun haben will.“
„Musst du auch nicht.“
„Und- und was, wenn ich es zwar nutze und einen Match habe, aber jemand anderes getroffen habe?“, fragte Makoto kleinlaut, auch um möglichst zu vermeiden, dass Rei sich hochschaukelte. Wieder fixierten sie alle Blicke.
„Wen anderes über SoleMate getroffen?“, hakte Minako nach und sah skeptisch zu Ami: „Ist das überhaupt möglich, dass man einen zweiten Match kriegt, obwohl man schon einen hat?“
„Nicht das ich wüsste.“
„Nein“, bestätigte Makoto.
Usagi drückte sich noch etwas an sie. „Wen hast du getroffen? Wie heißt er?“
„Setsuna.“
„Oh, das ist ein schöner Name!“
„Und sie ist Physikerin und eine unserer Kundinnen.“
Sprachlosigkeit war nicht nur zu hören, sondern auch auf den Gesichtern aller zu sehen, ehe ein Schwall von Fragen über Makoto hereinbrach.

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