AU - New Earth
Sep. 26th, 2019 11:14 pmTeam: Schwarz
Challenge: AU – New Earth (für mich)
Fandom: Shôjo Kakumei Utena
Charaktere: Utena Tenjou, Anthy Himemiya
Zögerlich betrat Anthy den Besprechungsraum, dessen einzige Lichtquelle eine Projektion war. Über dem großen ovalen Tisch schwebte das leuchtende Bild eines Planeten. Er war überzogen von blauen, grünen und bräunlichen Flächen, darüber wie zerstreute Fetzen von Spitze weiße Wolkenbänder. Am Kopfende des Tisches saß eine Gestalt tief versunken im Sessel. Das kühle Licht der Projektion ließ sie geradezu geisterhaft erscheinen. Sobald Anthy vollständig im Raum war, schloss sich die Tür mit einem leisen Zischgeräusch hinter ihr.
„Hier bist du. Ich hab dich schon überall gesucht“, begann sie und merkte beim Sprechen, dass sie nicht wusste, wie sie ihre Stimme richtig modulieren sollte. Nach den Ereignissen der letzten Tage, Wochen, Monate – oder waren es wirklich schon Jahre? - musste sie sich selber tatsächlich wieder finden.
Die junge Frau im Sessel hob leicht die Arme, die Handflächen nach oben gedreht. „Ta-dah.“
Anthy trat zu ihrer Freundin Utena herüber und überlegte, ob sie sich neben sie setzen sollte. Verloren blieb sie neben ihr stehen und sah zu erst sie, dann die Projektion an. „Es ist wunderschön.“
„Und fast wären wir da nie angekommen. Kaum zu glauben...“ Utena schien noch ein kleines Stück tiefer in ihrem Sessel zu versinken. Aus der Nähe konnte Anthy gut sehen, wie erschöpft Utena aussah – ausgelaugt, aber auch etwas weniger verspannt, verglichen zu den letzten Tagen. Die Meuterei der Crew hat zwar dafür gesorgt, dass das Schiff wieder auf Kurs war, um endlich ihre neue Heimat, ihren neuen Planeten wirklich zu erreichen. Gleichzeitig hatte es alles an Kraft aus Utena gesaugt, wovon zuvor die junge Frau scheinbar unendliche Vorräte gehabt hatte. Anthy beschlossen sich hinter Utenas Sessel zu stellen und ihre Hände auf ihre Schultern zu legen. Unter der Berührung richtete sich Utena wieder etwas auf, entspannte sich gleichzeitig mehr. Es ermutigte Anthy ihr sanft über die Schultern und die Oberarme zu streicheln.
Utena schnaufte ein kurzes Lachen. „Das Schiff macht seinem Namen echt alle Ehre. Revolution - das dürften wir jetzt auch geklärt haben.“ Nach einem Moment sah sie zu Anthy auf. „Verhandeln sie immer noch?“
„Ich glaube schon. Zumindest wurde über das Kommunikationssystem noch nichts anderes gemeldet.“
„Hoffentlich ernennen sie wen anderes. Ich könnte damit leben, wenn Juri übernimmt.“
„Mal schauen, ob sie mich am Leben lassen danach.“
Sofort packte Utena mit beiden Händen nach Anthys Handgelenken. „Hör auf! Sag nicht sowas! Das ist Quatsch!“
Ohne eine Möglichkeit zurückzuweichen, blinzelte Anthy zu Utena herunter und spürte, wie sie automatisch ihr fatalistisches Lächeln hervorholte. „Sie hätten allen Grund.“
„Nur über meine Leiche!“, knurrte Utena förmlich. „Ich hab nicht all das auf mich genommen, damit sie dich durch die nächste Luftschleuse herausbefördern.“
„Oder mich einfach erschießen.“
„Anthy!“
Sie beugte sich herab und hauchte ihrer Freundin einen Kuss auf, der merklich etwas Kampfgeist aus Utena weichen ließ. Sobald sie sich wieder aufrichtete, ließ Utena ihre Arme los. Dankbar strich Anthy über Utenas Hals und Gesicht. „Danke.“
„Nicht dafür.“
Challenge: AU – New Earth (für mich)
Fandom: Shôjo Kakumei Utena
Charaktere: Utena Tenjou, Anthy Himemiya
Zögerlich betrat Anthy den Besprechungsraum, dessen einzige Lichtquelle eine Projektion war. Über dem großen ovalen Tisch schwebte das leuchtende Bild eines Planeten. Er war überzogen von blauen, grünen und bräunlichen Flächen, darüber wie zerstreute Fetzen von Spitze weiße Wolkenbänder. Am Kopfende des Tisches saß eine Gestalt tief versunken im Sessel. Das kühle Licht der Projektion ließ sie geradezu geisterhaft erscheinen. Sobald Anthy vollständig im Raum war, schloss sich die Tür mit einem leisen Zischgeräusch hinter ihr.
„Hier bist du. Ich hab dich schon überall gesucht“, begann sie und merkte beim Sprechen, dass sie nicht wusste, wie sie ihre Stimme richtig modulieren sollte. Nach den Ereignissen der letzten Tage, Wochen, Monate – oder waren es wirklich schon Jahre? - musste sie sich selber tatsächlich wieder finden.
Die junge Frau im Sessel hob leicht die Arme, die Handflächen nach oben gedreht. „Ta-dah.“
Anthy trat zu ihrer Freundin Utena herüber und überlegte, ob sie sich neben sie setzen sollte. Verloren blieb sie neben ihr stehen und sah zu erst sie, dann die Projektion an. „Es ist wunderschön.“
„Und fast wären wir da nie angekommen. Kaum zu glauben...“ Utena schien noch ein kleines Stück tiefer in ihrem Sessel zu versinken. Aus der Nähe konnte Anthy gut sehen, wie erschöpft Utena aussah – ausgelaugt, aber auch etwas weniger verspannt, verglichen zu den letzten Tagen. Die Meuterei der Crew hat zwar dafür gesorgt, dass das Schiff wieder auf Kurs war, um endlich ihre neue Heimat, ihren neuen Planeten wirklich zu erreichen. Gleichzeitig hatte es alles an Kraft aus Utena gesaugt, wovon zuvor die junge Frau scheinbar unendliche Vorräte gehabt hatte. Anthy beschlossen sich hinter Utenas Sessel zu stellen und ihre Hände auf ihre Schultern zu legen. Unter der Berührung richtete sich Utena wieder etwas auf, entspannte sich gleichzeitig mehr. Es ermutigte Anthy ihr sanft über die Schultern und die Oberarme zu streicheln.
Utena schnaufte ein kurzes Lachen. „Das Schiff macht seinem Namen echt alle Ehre. Revolution - das dürften wir jetzt auch geklärt haben.“ Nach einem Moment sah sie zu Anthy auf. „Verhandeln sie immer noch?“
„Ich glaube schon. Zumindest wurde über das Kommunikationssystem noch nichts anderes gemeldet.“
„Hoffentlich ernennen sie wen anderes. Ich könnte damit leben, wenn Juri übernimmt.“
„Mal schauen, ob sie mich am Leben lassen danach.“
Sofort packte Utena mit beiden Händen nach Anthys Handgelenken. „Hör auf! Sag nicht sowas! Das ist Quatsch!“
Ohne eine Möglichkeit zurückzuweichen, blinzelte Anthy zu Utena herunter und spürte, wie sie automatisch ihr fatalistisches Lächeln hervorholte. „Sie hätten allen Grund.“
„Nur über meine Leiche!“, knurrte Utena förmlich. „Ich hab nicht all das auf mich genommen, damit sie dich durch die nächste Luftschleuse herausbefördern.“
„Oder mich einfach erschießen.“
„Anthy!“
Sie beugte sich herab und hauchte ihrer Freundin einen Kuss auf, der merklich etwas Kampfgeist aus Utena weichen ließ. Sobald sie sich wieder aufrichtete, ließ Utena ihre Arme los. Dankbar strich Anthy über Utenas Hals und Gesicht. „Danke.“
„Nicht dafür.“