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Team: Schwarz (Eisberg)
Challenge: h/c - "Entschuldige, dass ich mir Sorgen mache" (fürs Team)
Fandom: Harry Potter
Charaktere: Scorpius Malfoy, Albus Potter, ein OC

Teil 1, Teil 2


„Ich hab mich mal umgehört… du bist nicht der Erste.“ Albus sah Scorpius nicht an, als er das sagte, sondern zum Fenster. Die unvergleichliche Aussicht, die man normalerweise aus dem Ravenclaw-Turm hatte, war diesmal aber wetterbedingt etwas ziemlich eingeschränkt. Vermutlich hätte Albus sie sowieso nicht wahrgenommen. Sein Gesicht wirkte härter als sonst. Dabei war Albus Potter jemand, der ziemlich gruselig werden konnte, wenn er wütend war. Und jetzt war er es. „Aber du bist der erste, der im Krankenflügel gelandet ist.“
Darauf wusste Scorpius erstmal keine Antwort. Ihm war klar, was Albus wollte. Dass er Abigail und Arthur meldete. Vor allem Abigail. Sein Freund verstand einfach nicht, warum er sich das gefallen ließ und das war wohl nachvollziehbar. Scorpius strich über Albus‘ Unterschenkel, halb weil es ihn selbst beruhigte und halb, weil er Albus beruhigen wollte. Sie saßen einander gegenüber auf der Fensterbank des leeren Gemeinschaftsraumes. Draußen konnte man nicht besonders viel sehen, das Schneegestöber war viel zu dicht um weiter als ein paar Meter zu sehen. Trotzdem konnte Scorpius den Blick kaum länger als ein paar Sekunden abwenden. Das konnte aber auch daran liegen, dass es schwer war, Albus anzusehen. Der hatte sich besonders breit gemacht, die Beine beinahe besitzergreifend über Scorpius drapiert, was für sie beide wohl nicht sehr bequem war. Aber keiner rührte sich.
„Das wissen wir nicht sicher. Hier passieren genug Unfälle. Und nicht jeder geht gleich in den Krankenflügel.“ Er hatte eigentlich Glück im Unglück gehabt. „Außerdem… dass Abigails Entwaffnungszauber so stark wird, konnte keiner wissen. Sie muss Reinblüter ziemlich hassen. Oder einige Familien.“ Seine zum Beispiel. Albus und Lily hatten bestimmt keine Probleme, auch wenn die inzwischen streng genommen auch Reinblüter waren.
„Super. Da haben wir ja richtig was von.“ Albus war eindeutig nicht bereit, die Sache auch nur im Ansatz differenziert zu betrachten. „Man sollte die nicht einfach weitermachen lassen.“
„Und was sollen wir deiner Meinung nach tun? Wenn ich sie melde, fliegt Abigail von der Schule und hasst Reinblüter nur noch mehr.“
„Dann tut sie es aber wenigstens woanders.“
„Eine Lösung ist das aber auch nicht.“ Scorpius hatte gar keine große Wahl gehabt, als Albus alles zu erzählen. Er war schließlich mit einem Potter zusammen. Von dem die Mutter eine Weasley war. Die ließen sich nicht so einfach abspeisen. Außerdem waren sie zusammen. Sicherheitshalber hatte er Albus aber vorher schwören lassen, dass er nichts tun würde, was ihn in Schwierigkeiten bringen würde. Einen Schwur, den Albus jetzt offensichtlich bereute. Aber wenn Albus Severus Potter etwas versprochen hatte, dann hielt er es auch. Egal wie wenig es ihm passte.
„Sag mal, musst du immer so vernünftig sein? Die hat dich angegriffen!“
Scorpius spannte sich an. „Hab ich nicht vergessen.“ Der Schock saß ihm immer noch in den Knochen, dabei war die Sache jetzt eine Woche her. Als er die Tür des Gemeinschaftsraumes hörte, war er fast erleichtert. Sie konnten dieses Gespräch nicht führen, wenn noch jemand im Raum war. Dann bemerkte er, wie sich Albus‘ Gesicht verfinsterte. Instinktiv legte Scorpius eine Hand auf das Knie seines Freundes und sah sich um.
Er war nicht allzu überrascht, als er Arthur bemerkte, der sich ziemlich unsicher näherte. Kein Wunder, wenn man bedachte, wie Albus ihn ansah. „Solltest du nicht in Hogsmeade sein?“
„Bin gleich wieder weg. Ich wollte nur…“ Arthur sah zu Scorpius, „Ich habe mich noch nicht richtig bei dir entschuldigt. Es… tut mir Leid. Ich wollte nicht, dass es so… außer Kontrolle gerät.“
„Sollte es auch“, murrte Albus und Scorpius grub seine Finger fester in sein Knie. Arthur ließ sich zum Glück nicht darauf ein. „Ich hab Abby und die anderen seitdem auch nicht mehr getroffen.“
„Gut.“
„Albus.“ Scorpius verlor langsam die Geduld. Und das letzte was er wollte war, jetzt mit seinem Freund zu streiten. An Arthur gewandt meinte er: „Ich nehme deine Entschuldigung an. Aber das ist auch alles.“
„Das ist okay. Danke. Bin schon wieder weg.“
Scorpius konnte es ihm nicht verübeln. Als sie wieder alleine waren, sah er Albus an, der nicht im Geringsten schuldbewusst wirkte. „Was sollte das? Er hat mir nichts getan und mir hinterher geholfen.“
„Entschuldige, dass ich mir Sorgen mache…“ Albus‘ Stimme klang nun doch etwas betreten, trotz der provokativen Wortwahl. „Scheiße, ich… dass jemand dich angegriffen hat, einfach wegen deiner Herkunft das ist…“ Er brach ab.
„Das ist früher andauernd passiert“, erinnerte Scorpius ihn leise und Albus lachte bitter. „Denkst du, das weiß ich nicht? Damals sind Menschen gestorben, Scorp! Und zwar verdammt viele! Meine Eltern wollen bis heute nicht groß darüber reden!“
Langsam verstand Scorpius und er schob Albus‘ Beine runter, damit er näher an ihn heranrücken konnte. Wer den anderen als erstes umarmte, war unmöglich zu sagen. „Wie wäre es, wenn du mir Nachhilfe im Duellieren gibst?“
„Gute Idee.“ Dann küsste Albus ihn.

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