Team: Schwarz (Eisberg)
Challenge: Angst - Keine Schmerzmittel mehr möglich (fürs Team)
Fandom: Given
Charaktere: Nakayama Haruki, Kaji Akhiko, Uenoyama Ritsuka, Sato Mafuyu
Spoilerwarnung: Enthält Spoiler für das Ende des fünften Bandes. You've been warned. =)
Das Stechen war wieder da. Es war schwer zu sagen, ob es trotz der Schmerzmittel aufgetreten war oder ob die schon in ihrer Wirkung nachließen. Die Versuchung, die Hand zu bewegen, etwas zu entlasten, war jedenfalls beinahe übermächtig. Uenoyama war gerade dabei, Mafuyu wegen eines schiefen Riffs zusammenzufalten und selbst wenn nicht, lebten die beiden sowieso in ihrer eigenen kleinen Blase und würden es nicht bemerken. Das konnte man von Akihiko leider absolut nicht sagen.
Hatte der ihn schon immer so genau im Auge behalten? Oder erst seitdem sie zusammen waren? Etwas, was immer noch unwirklich war. Sie hatten es den beiden anderen noch nicht gesagt. Vordergründig weil Uenoyama ganz sicher erstmal ausrasten würde. Eigentlich aber weil es für sie beide noch zu neu war.
Sie hatten nicht darüber geredet, das war immer noch nicht ihre Stärke. Haruki war sich aber ziemlich sicher, dass es Akihiko da genauso ging wie ihm selbst. Vielleicht war es auch nur Wunschdenken. Schwer zu sagen…
„Ich bin gleich wieder da“, verkündete er, vermutete aber, dass weder Uenoyama noch Mafuyu es mitbekamen. Das galt aber natürlich nicht für Akihiko. „Wo willst du hin?“
„Na wohin wohl?“ Er deutete in Richtung der Toiletten und bekam ein knappes Nicken. Als ob er auf Akihikos Erlaubnis angewiesen wäre. Eine Sekunde lang schienen ihre Blicke sich regelrecht festzuhalten, dann wandte Haruki sich ab. Wenn sie erwischt werden wollten, dann sollten sie ruhig so weitermachen. Uenoyama war vielleicht so blind, aber Mafuyu bemerkte mehr, als man ihm ansah. Und dann wusste es viel zu schnell auch sein Freund. Weil Mafuyu nicht besonders gut darin war, Geheimnisse vor ihm zu haben.
In der Toilette ging Haruki direkt zum Waschbecken, wo er das kalte Wasser über sein Handgelenk laufen ließ. Nach einer Weile ließ der Schmerz endlich wieder nach und er schaltete das Wasser wieder aus. Dann tastete er in der Hosentasche nach den Schmerztabletten. Sollte er noch eine nehmen? Aber die letzte war erst zwei Stunden her. Und da schon nicht die erste an diesem Tag gewesen und ihm auf den Magen geschlagen.
Noch war es ja auch erträglich. Er konnte noch spielen. Und was auch immer mit seinem Handgelenk los war, es war sicher in ein paar Tagen wieder weg. Das redete er sich aber schon seit einer Woche ein und langsam schwand diese Überzeugung. Wenn das noch lange so weiterging, würde er den anderen zur Last fallen. Und das so kurz vor dem nächsten Konzert. Nur ein kurzes, aber das machte es nicht weniger wichtig. Er konnte und wollte seine Freunde nicht einfach hängen lassen, nur weil sein Handgelenk etwas ziepte.
„Was soll der Scheiß?“
Er hatte Akihiko nicht kommen hören. War der heimlich auch noch ein Ninja? Haruki drehte sich zu ihm um. „Wovon redest du?“ Er war bisher immer gut darin, anderen vorzuspielen, dass alles okay war. Dass er okay war. Selbst als er vor Liebeskummer wegen Akihiko und wegen seiner Selbstzweifel, weil er der einzige… Normalo in der Band war, kaum gewusst hatte, was er tun sollte.
Aber eigentlich hatte Akihiko immer gemerkt, wenn etwas nicht stimmte. Er hatte ihn nur nicht immer darauf angesprochen, weil er ein Mann war, der Grenzen akzeptierte. Meistens. Diesmal anscheinend nicht. Weil es die Band als Ganzes betraf?
Akihikos Hand schnellte nach vorne und schloss sich um Harukis rechtes Handgelenk. Zu fest an der falschen Stelle. Dass die Haut noch feucht und kühl war, war als Indiz dafür, wo das Problem lag, damit beinahe nebensächlich. Haruki konnte den plötzlichen Schmerz ohnehin nicht überspielen und war sich ziemlich sicher, dass er sich dem Griff nur entziehen konnte, weil Akihiko ihn sofort losließ, die hellen Augen erschrocken geweitet. Wenigstens für zwei oder drei Sekunden. Dann verengten sie sich wieder. „Wie lange schon?“
„Nicht lange.“ Leugnen war jetzt sowieso zwecklos.
„Das ist keine Antwort.“
„Ein paar Tage.“
„Spielst du deswegen nicht mehr als Support bei der anderen Band?“
„Das hat damit nichts zu tun.“ Was eine Lüge war, aber eine die zum Glück nicht hinterfragt wurde.
„Wie schlimm ist es?“ Akihiko sah zu Harukis Hand, die der nun mit der anderen stützte. Wozu hatte er sich überhaupt die Schmerzmittel eingeworfen, wenn die rein gar nichts brachten?
„Es geht schon. Mach dir…“
„Lügner.“ Akihiko kam näher, bis er so dicht vor ihm stand, dass ihre Körper sich beinahe berührten. Im Moment wirkte es aber längst nicht so sexy wie noch gestern Abend, sondern eher bedrohlich. Er war wütend. Ziemlich wütend.
„Du hast Schmerzen.“ So ruhig Akihikos Stimme auch klang, der Unterton war klar. Wut und Sorge vibrierten auf einer Ebene, die irgendwo zwischen dem Hörbaren und Unhörbaren lag. Dann wich er wieder einen Schritt zurück und Haruki konnte sofort freier atmen. „Lass mal sehen.“ Es war eigentlich eine als Aufforderung getarnter Befehl und resignierend überließ Haruki Akihiko wieder die rechte Hand. Halb rechnete er schon mit einer neuen Schmerzwelle, aber sein Freund tastete das Gelenk nun ganz vorsichtig ab. Was nicht bedeutete, dass es angenehm war, aber wenigstens erträglich. „Da ist eine Schwellung… und ich glaube, da reibt etwas… Wir gehen damit zum Arzt. Wenn das eine Sehnenscheidenentzündung ist, muss das behandelt werden.“
„Wie kommst du…“
„Uegetsu. Er hatte das auch mal, als er zu viel geübt hat.“ Akihiko sah Haruki wieder an und der Widerwille bei der Erwähnung dieses Namens schwand. Als Akihiko weitersprach, klang es so streng, dass ihm schon Übles schwante. „Und du musst das Handgelenk schonen.“
Irgendwas sagte Haruki, dass damit nicht einfach ein Tag Ruhe gemeint war. Nachfragen tat er aber nicht, es gab Momente, da wusste man einfach, dass man die Antwort gar nicht hören wollte.
„Wie hast du die Proben bisher durchgehalten? Und spar dir das Gelaber von wegen es ist nicht so schlimm.“
Schade. Haruki schluckte die Antwort also runter und murmelte: „Es gibt eine Erfindung, die man Schmerztabletten nennt.“
„Die man sich auch nicht andauern einschmeißen sollte. Komm mit.“
„Was hast du vor?“
„Was wohl? Wir lassen das jetzt untersuchen.“ Wenn Akihiko in diesem Ton sprach, war es besser, wenn man nicht widersprach. Also folgte Haruki ihm einfach zurück zu den anderen und überließ es auch gleich Akihiko, Uenoyama und Mafuyu darüber zu informieren, dass sie eher gehen würden. Den Verdacht auf Sehnenscheidenentzündung ließ Akihiko dabei erstmal unter den Tisch fallen, Uenoyama war Haruki aber einen misstrauischen Blick zu, als die Schmerzen in seinem Handgelenk erwähnt wurden. Mit der gesunden Hand winkte Haruki ab. „Es ist bestimmt nichts weiter. Aber sicher ist sicher. Macht euch keine Gedanken.“
Der einzige, der die merkwürdige Anspannung im Raum nicht zu bemerken schien, war Mafuyu, der in Gedanken eindeutig sonstwo war, aber nicht wirklich hier. Aber er sah Haruki mitfühlend an. „Ich hoffe, es ist schnell wieder besser.“
„Klar.“ Als er seinen Bass einpackte, war das Stechen aber deutlich stärker als vorher. Schien regerecht die Sehnen entlangzukriechen. Aber das konnte auch daran liegen, dass Akihiko gleich alles so ernst sehen musste.
Zum Gück konnte er die rechte Hand nun aber wenigstens etwas schonen und sagte daher auch nichts, als sein Freund einfach die Tasche nahm.
Zwei Stunden später stieß er den Fluch aus, den er sich seit der Diagnose durch die Ärztin verkniffen hatte. „Fuck!“ Zwei Wochen!
„Sei froh, dass es nicht schlimmer ist.“ Akihiko bot ihm eine Zigarette an und schien nun deutlich ruhiger als vorher. Dagegen fühlte Haruki sich alles andere als ruhig. Also nahm er sich erstmal eine Zigarette. Nach einem tiefen Zug hob er seine geschiente rechte Hand. „Ich finde das schon ziemlich schlimm.“
„Es hätte schlimmer sein können. Aber auch besser, wenn du eher zum Arzt gegangen wärst.“
„Wir haben bald das Konzert, du weißt selbst…“
„Das ist in einem Monat. Bis dahin bist du längst wieder fit. Dann verzichten wir eben auf den ganz neuen Song. Der ist eh noch nicht fertig.“
Natürlich hatte Akihiko Recht. Trotzdem… „Vielleicht solltet ihr…“
„Denk nicht mal dran. Wir suchen uns keinen Ersatz für dich.“
„Aber…“
„Nein. Und wenn du das den anderen auch nur vorschlägst, kannst du was erleben.“
Das brachte Haruki erstmal zum Schweigen. Manchmal war es besser, wenn man nicht mit Akihiko diskutierte. Trotzdem… wenigstens Uenoyama würde ziemlich sicher von selbst auf die Idee kommen.
Challenge: Angst - Keine Schmerzmittel mehr möglich (fürs Team)
Fandom: Given
Charaktere: Nakayama Haruki, Kaji Akhiko, Uenoyama Ritsuka, Sato Mafuyu
Spoilerwarnung: Enthält Spoiler für das Ende des fünften Bandes. You've been warned. =)
Das Stechen war wieder da. Es war schwer zu sagen, ob es trotz der Schmerzmittel aufgetreten war oder ob die schon in ihrer Wirkung nachließen. Die Versuchung, die Hand zu bewegen, etwas zu entlasten, war jedenfalls beinahe übermächtig. Uenoyama war gerade dabei, Mafuyu wegen eines schiefen Riffs zusammenzufalten und selbst wenn nicht, lebten die beiden sowieso in ihrer eigenen kleinen Blase und würden es nicht bemerken. Das konnte man von Akihiko leider absolut nicht sagen.
Hatte der ihn schon immer so genau im Auge behalten? Oder erst seitdem sie zusammen waren? Etwas, was immer noch unwirklich war. Sie hatten es den beiden anderen noch nicht gesagt. Vordergründig weil Uenoyama ganz sicher erstmal ausrasten würde. Eigentlich aber weil es für sie beide noch zu neu war.
Sie hatten nicht darüber geredet, das war immer noch nicht ihre Stärke. Haruki war sich aber ziemlich sicher, dass es Akihiko da genauso ging wie ihm selbst. Vielleicht war es auch nur Wunschdenken. Schwer zu sagen…
„Ich bin gleich wieder da“, verkündete er, vermutete aber, dass weder Uenoyama noch Mafuyu es mitbekamen. Das galt aber natürlich nicht für Akihiko. „Wo willst du hin?“
„Na wohin wohl?“ Er deutete in Richtung der Toiletten und bekam ein knappes Nicken. Als ob er auf Akihikos Erlaubnis angewiesen wäre. Eine Sekunde lang schienen ihre Blicke sich regelrecht festzuhalten, dann wandte Haruki sich ab. Wenn sie erwischt werden wollten, dann sollten sie ruhig so weitermachen. Uenoyama war vielleicht so blind, aber Mafuyu bemerkte mehr, als man ihm ansah. Und dann wusste es viel zu schnell auch sein Freund. Weil Mafuyu nicht besonders gut darin war, Geheimnisse vor ihm zu haben.
In der Toilette ging Haruki direkt zum Waschbecken, wo er das kalte Wasser über sein Handgelenk laufen ließ. Nach einer Weile ließ der Schmerz endlich wieder nach und er schaltete das Wasser wieder aus. Dann tastete er in der Hosentasche nach den Schmerztabletten. Sollte er noch eine nehmen? Aber die letzte war erst zwei Stunden her. Und da schon nicht die erste an diesem Tag gewesen und ihm auf den Magen geschlagen.
Noch war es ja auch erträglich. Er konnte noch spielen. Und was auch immer mit seinem Handgelenk los war, es war sicher in ein paar Tagen wieder weg. Das redete er sich aber schon seit einer Woche ein und langsam schwand diese Überzeugung. Wenn das noch lange so weiterging, würde er den anderen zur Last fallen. Und das so kurz vor dem nächsten Konzert. Nur ein kurzes, aber das machte es nicht weniger wichtig. Er konnte und wollte seine Freunde nicht einfach hängen lassen, nur weil sein Handgelenk etwas ziepte.
„Was soll der Scheiß?“
Er hatte Akihiko nicht kommen hören. War der heimlich auch noch ein Ninja? Haruki drehte sich zu ihm um. „Wovon redest du?“ Er war bisher immer gut darin, anderen vorzuspielen, dass alles okay war. Dass er okay war. Selbst als er vor Liebeskummer wegen Akihiko und wegen seiner Selbstzweifel, weil er der einzige… Normalo in der Band war, kaum gewusst hatte, was er tun sollte.
Aber eigentlich hatte Akihiko immer gemerkt, wenn etwas nicht stimmte. Er hatte ihn nur nicht immer darauf angesprochen, weil er ein Mann war, der Grenzen akzeptierte. Meistens. Diesmal anscheinend nicht. Weil es die Band als Ganzes betraf?
Akihikos Hand schnellte nach vorne und schloss sich um Harukis rechtes Handgelenk. Zu fest an der falschen Stelle. Dass die Haut noch feucht und kühl war, war als Indiz dafür, wo das Problem lag, damit beinahe nebensächlich. Haruki konnte den plötzlichen Schmerz ohnehin nicht überspielen und war sich ziemlich sicher, dass er sich dem Griff nur entziehen konnte, weil Akihiko ihn sofort losließ, die hellen Augen erschrocken geweitet. Wenigstens für zwei oder drei Sekunden. Dann verengten sie sich wieder. „Wie lange schon?“
„Nicht lange.“ Leugnen war jetzt sowieso zwecklos.
„Das ist keine Antwort.“
„Ein paar Tage.“
„Spielst du deswegen nicht mehr als Support bei der anderen Band?“
„Das hat damit nichts zu tun.“ Was eine Lüge war, aber eine die zum Glück nicht hinterfragt wurde.
„Wie schlimm ist es?“ Akihiko sah zu Harukis Hand, die der nun mit der anderen stützte. Wozu hatte er sich überhaupt die Schmerzmittel eingeworfen, wenn die rein gar nichts brachten?
„Es geht schon. Mach dir…“
„Lügner.“ Akihiko kam näher, bis er so dicht vor ihm stand, dass ihre Körper sich beinahe berührten. Im Moment wirkte es aber längst nicht so sexy wie noch gestern Abend, sondern eher bedrohlich. Er war wütend. Ziemlich wütend.
„Du hast Schmerzen.“ So ruhig Akihikos Stimme auch klang, der Unterton war klar. Wut und Sorge vibrierten auf einer Ebene, die irgendwo zwischen dem Hörbaren und Unhörbaren lag. Dann wich er wieder einen Schritt zurück und Haruki konnte sofort freier atmen. „Lass mal sehen.“ Es war eigentlich eine als Aufforderung getarnter Befehl und resignierend überließ Haruki Akihiko wieder die rechte Hand. Halb rechnete er schon mit einer neuen Schmerzwelle, aber sein Freund tastete das Gelenk nun ganz vorsichtig ab. Was nicht bedeutete, dass es angenehm war, aber wenigstens erträglich. „Da ist eine Schwellung… und ich glaube, da reibt etwas… Wir gehen damit zum Arzt. Wenn das eine Sehnenscheidenentzündung ist, muss das behandelt werden.“
„Wie kommst du…“
„Uegetsu. Er hatte das auch mal, als er zu viel geübt hat.“ Akihiko sah Haruki wieder an und der Widerwille bei der Erwähnung dieses Namens schwand. Als Akihiko weitersprach, klang es so streng, dass ihm schon Übles schwante. „Und du musst das Handgelenk schonen.“
Irgendwas sagte Haruki, dass damit nicht einfach ein Tag Ruhe gemeint war. Nachfragen tat er aber nicht, es gab Momente, da wusste man einfach, dass man die Antwort gar nicht hören wollte.
„Wie hast du die Proben bisher durchgehalten? Und spar dir das Gelaber von wegen es ist nicht so schlimm.“
Schade. Haruki schluckte die Antwort also runter und murmelte: „Es gibt eine Erfindung, die man Schmerztabletten nennt.“
„Die man sich auch nicht andauern einschmeißen sollte. Komm mit.“
„Was hast du vor?“
„Was wohl? Wir lassen das jetzt untersuchen.“ Wenn Akihiko in diesem Ton sprach, war es besser, wenn man nicht widersprach. Also folgte Haruki ihm einfach zurück zu den anderen und überließ es auch gleich Akihiko, Uenoyama und Mafuyu darüber zu informieren, dass sie eher gehen würden. Den Verdacht auf Sehnenscheidenentzündung ließ Akihiko dabei erstmal unter den Tisch fallen, Uenoyama war Haruki aber einen misstrauischen Blick zu, als die Schmerzen in seinem Handgelenk erwähnt wurden. Mit der gesunden Hand winkte Haruki ab. „Es ist bestimmt nichts weiter. Aber sicher ist sicher. Macht euch keine Gedanken.“
Der einzige, der die merkwürdige Anspannung im Raum nicht zu bemerken schien, war Mafuyu, der in Gedanken eindeutig sonstwo war, aber nicht wirklich hier. Aber er sah Haruki mitfühlend an. „Ich hoffe, es ist schnell wieder besser.“
„Klar.“ Als er seinen Bass einpackte, war das Stechen aber deutlich stärker als vorher. Schien regerecht die Sehnen entlangzukriechen. Aber das konnte auch daran liegen, dass Akihiko gleich alles so ernst sehen musste.
Zum Gück konnte er die rechte Hand nun aber wenigstens etwas schonen und sagte daher auch nichts, als sein Freund einfach die Tasche nahm.
Zwei Stunden später stieß er den Fluch aus, den er sich seit der Diagnose durch die Ärztin verkniffen hatte. „Fuck!“ Zwei Wochen!
„Sei froh, dass es nicht schlimmer ist.“ Akihiko bot ihm eine Zigarette an und schien nun deutlich ruhiger als vorher. Dagegen fühlte Haruki sich alles andere als ruhig. Also nahm er sich erstmal eine Zigarette. Nach einem tiefen Zug hob er seine geschiente rechte Hand. „Ich finde das schon ziemlich schlimm.“
„Es hätte schlimmer sein können. Aber auch besser, wenn du eher zum Arzt gegangen wärst.“
„Wir haben bald das Konzert, du weißt selbst…“
„Das ist in einem Monat. Bis dahin bist du längst wieder fit. Dann verzichten wir eben auf den ganz neuen Song. Der ist eh noch nicht fertig.“
Natürlich hatte Akihiko Recht. Trotzdem… „Vielleicht solltet ihr…“
„Denk nicht mal dran. Wir suchen uns keinen Ersatz für dich.“
„Aber…“
„Nein. Und wenn du das den anderen auch nur vorschlägst, kannst du was erleben.“
Das brachte Haruki erstmal zum Schweigen. Manchmal war es besser, wenn man nicht mit Akihiko diskutierte. Trotzdem… wenigstens Uenoyama würde ziemlich sicher von selbst auf die Idee kommen.