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Team: Weiß (Titanic)
Fandom: Bungou Stray Dogs
Challenge: H/C - seltene Nebenwirkungen (für mich)
Charaktere/Pairings: Dazai & Chuuya (+ eine Plüschtier-gastrolle aus einem anderen Fandom... aber es war plötzlich da)
Kommentar: Dazais seltsame Angewohnheit, Dinge zu nehmen, die ihn umbringen sollen, was anders funktioniert, Chuuyas Fähigkeit, die nicht so ganz gravitationsmäßig richtig (kontrollierbar) funktioniert und Dazais Fähigkeit schafft es nicht, sie nicht zu neutralisieren und jah...




Der Tag war eindeutig zu gut gelaufen. Es hatte alles so funktioniert, wie er es geplant hatte, er hatte keinerlei Ärger mit irgendjemandem gehabt, die Unterlagen der vergangenen Mission schneller abgearbeitet, als er es für nötig gehalten hatte und war gerade dabei, den Abend bei einem Glas Rotwein zu genießen.
Chuuya wusste, dass es eindeutig zu gut gelaufen war, als er die Türklingel hörte, noch bevor er es sich überhaupt wirklich gemütlich machen konnte.
Dennoch war er für einen Moment zuversichtlich, dass es vielleicht nur irgendeiner seiner Nachbarn war.
Es war schlimmer – viel schlimmer – als das. Vor allem war es schlimmer, als wenn es nur sein ehemaliger Partner war, der ihn vom Flur aus angrinste.
„Chuuuyaaaa~!“
Er hätte selbst Dazai ertragen, so wie dieser Tag war. Nur nicht unbedingt in dem Zustand, in dem er gerade breit grinste, seine Arme um ihn schlang und ihn eindeutig drückte.
„Dazai. Was hast du jetzt wieder gemacht?“, brummte er, drückte sich entschieden von ihm ab und gab ihm dabei einen mehr als heftigen Tritt, dabei ignorierend, dass sein ehemaliger Partner durch den Flur flog.
„Uh, uh~ was soll ich denn gemacht haben? Außerdem ist es so~ schön!“, grinste Dazai ihn breit an, richtete sich auf, als wenn absolut nichts gewesen war und grinste ihn an, „lass uns was unternehmen, Chuuya~!“
Mit erhobener Augenbraue starrte Chuuya ihn an. „Ich habe so voll keine Lust auf dei-“, bevor er seinen Satz auch nur beenden konnte, hörte er hinter sich einen viel zu lauten Schrei, worauf er sich umdrehte und dabei nicht realisierte, wie Dazai ihn am Arm packte und einfach mitzog. „Dazai! Lass mich los!“
„Aber es ist doch das perfekte Wetter für ein Date~!“, kicherte Dazai vor sich hin, „oder Chuuya~?“
Für einen Moment war Chuuya so irritiert, dass er nicht einmal wusste, was er darauf erwidern sollte, so dass er nicht einmal mehr reagieren konnte, dass Dazai ihn wirklich mit zerrte.
Seit wann gingen sie denn bitte auf irgendwelche Dates? (Hatte er verpasst, dass er eine ‚richtige‘ Beziehung mit dem Idioten hatte?)
Seine Augen richteten sich auf seinen ehemaligen Partner, während Dazai vor sich hin summte und dabei seltsam breit grinste. Es war merkwürdig und dennoch fühlte es sich für den Moment an, als wenn er das erste Mal wirklich glücklich wirkte.
Er schluckte. Er hätte nie gedacht, dass er überhaupt mal etwas einigermaßen Normales mit seinem ehemaligen Partner machte, ohne das sie sich angifteten. Oder das Dazai ihn aufzog.
In gewisserweise war es schön, wenn sie einfach mal zusammen auf ein Date gingen. Auch, wenn es gleichzeitig befremdlich wirkte.
„Chibi, warum fliegen hier Menschen an uns vorbei?“
Aus seinen Gedanken gerissen sah Chuuya auf, ignorierte, wie Dazai ihn genannt hatte, als er sah, wie direkt vor ihm jemand an ihm vorbeiflog und auf der anderen Straßenseite landete. Huh?
„Ich habe keine Ahnung, Dazai“, erwiderte Chuuya und zuckte mit den Schultern, sah sich allerdings dennoch ein wenig um, konnte aber nichts erkennen, was darauf schließen ließ, dass da jemand für verantwortlich war.
Einen Moment gingen sie einfach ruhig weiter, ohne, dass etwas Auffälliges passierte. Vielleicht war es einfach Zufall gewesen?
Vielleicht war das hier einfach der perfekte Tag, wo wirklich alles passte. Für den Moment wollte Chuuya wirklich daran glauben, als er Dazai einen kurzen Seitenblick zuwarf.
Sich kurz danach allerdings zur Seite ziehen ließ und nur noch sah, wie neben ihm etwas dicht an ihm vorbeiflog. „Was war das?!“
„Ich glaube, da will dich jemand umbringen, Chuuya“, murmelte Dazai und sah in die andere Richtung.
„Hah? Das soll, wer auch immer, ruhig versuchen!“, sagte Chuuya und verengte seine Augen, „wenn ich denjenigen erwi–“,
Dazai blinzelte zu seinem Partner, als dieser darin unterbrochen wurde, weiterzureden, als über ihm ein gelbes Oktopus-Plüschtier lag.
„Was zum-!“, brummte Chuuya, als er nur sah, wie sein Partner gerade anfing, zu kichern, wenn auch so, dass er es versuchte, zu unterdrücken und somit eher ein leises glucksen von sich brachte. „Dazai!“
„Chuuya, was machst du bitte?“, grinste Dazai ihn an, immer noch etwas glucksend.
Chuuya grummelte, schob das Plüschtier von sich und richtete sich auf, starrte in die Richtung, aus der es geflogen gekommen war. Langsam war das merkwürdig. „Kannst du mir mal sagen, wieso gerade mehrfach Dinge auf mich zufliegen?!“
„Vielleicht ziehst du die Sachen mit deiner Fähigkeit an?“, fragte Dazai nach und legte den Kopf schief, bevor er einfach nach seiner Hand griff und ihn angrinste, „das sollte helfen, oder?“
Chuuya blinzelte. Erst zu Dazai, dann zu seiner Hand, die so sanft von seinem Partner gedrückt wurde, dann wieder zu Dazai. Was ging hier bitte gerade ab? „Ich denke ...“, murmelte er leise, drehte seinen Kopf von ihm weg. Er wurde jetzt bitte nicht rot, nur, weil sein idiotischer Partner gerade so nett zu ihm war und ihn absolut nicht ärgerte. Dabei dachte er, er hätte diese Gefühle für diesen Idioten längst in seiner Vergangenheit verschanzt, um absolut nicht mehr darüber nachzudenken.
„So verhindern wir wenigstens, dass dich noch etwas unter sich begräbt“, sagte Dazai grinsend.
Chuuya seufzte und blickte auf den Oktopus in seiner Hand, blinzelte auf die gelbe Farbe. Wo hatte er diese Art eigentlich noch einmal gesehen?
„Es ist aber schon seltsam, dass du deine Fähigkeit nicht unter Kontrolle hast, Chuuya“, murmelte Dazai neben ihm ein wenig nachdenklicher, „das wäre gefährlich, wenn ich nicht hier wäre!“
„Ich wüsste nicht, warum ich sie nicht unter Kontrolle haben sollte!“, brummte Chuuya zurück und verdrehte die Augen, „außerdem-“,
„Chibi, Vorsicht!“
Erschrocken zog Chuuya die Luft ein, als er nur bemerkte, wie Dazai ihn zur Seite schubste und über ihm auf dem Gehweg lag, während direkt über ihnen eine regelrechte Flut von Messern vorbeiflog. Was sollte das jetzt? „Kannst du mir bitte das erklären, Dazai?!“ Immerhin konnte er seine Fähigkeit nicht einsetzen, wenn der Idiot ihn berührte.
„Nein~“, sagte Dazai mit einer zu erheiternden Stimme.
Chuuya seufzte und drückte ihn ein Stück von sich. „Kannst übrigens wieder von mir runter gehen!“
„Hmmm ... aber Chuuya ist so gemütlich~“, erwiderte Dazai und drückte sich weiter gegen ihn, „außerdem muss ich meinen Chibi beschützen, wenn es jemand auf ihn abgesehen hat.“
„Schon vergessen, dass ich sehr gut auf mich selbst aufpassen kann?“, erwiderte Chuuya und setzte zu einem kräftigeren Stoß an, um den anderen von sich zu schieben. Es war wirklich erstaunlich, dass sein Partner so leicht war. „Du solltest wirklich regelmäßiger anständig essen, Dazai“, brummte er nebenbei und richtete sich dann auf.
„Wenn Chuuya für mich kocht~“, entgegnete Dazai und sah ihn von der Seite her mit glitzernden Augen an.
Chuuya seufzte lauter auf. Dieser Tag endete um einiges seltsamer, als er vorhin gedacht hatte.
„Ahhhh!“
Mit einem nur kurzen Blinzeln in die Richtung, aus der dieser Schrei gekommen war, bemerkte Chuuya nur noch, wie eine Ladung Stofftiere aus der offenen Tür eines Lasters geflogen kamen und ihn, zusammen mit Dazai, der ihn immer noch nicht losgelassen hatte, begruben.
Vielleicht sollte er einfach liegenbleiben und warten, bis er aus diesem Albtraum erwachte? Oder sein Pech, oder was auch immer das gerade war, nachließ?

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