Krimi/Thriller/Horror - Der Morgen danach
Sep. 9th, 2019 07:11 pmTeam: Schwarz (Eisberg)
Challenge: Krimi/Thriller/Horror - Der Morgen danach (fürs Team)
Fandom: Harry Potter
Charaktere: Scorpius Malfoy, Madame Pomfrey, zwei OCs
Fortsetzung hiervon
Madame Pomfrey war nicht allzu begeistert darüber gewesen, am späten Abend einen Schüler zusammenzuflicken. Aber sie warf Scorpius nur einen forschend-fragenden Blick zu, auf den hin er nur den Kopf schüttelte. Nein, er hatte dazu nichts zu sagen. Ihm war klar, dass er, wäre er gerade nicht das Opfer, auch darauf drängen würde, die beiden zu melden. Aber er wollte nicht dafür verantwortlich sein, dass zwei Mitschüler rausflogen. Auch wenn Arthur vermutlich sogar mit einem blauen Auge davonkäme. Abigail dagegen ganz sicher nicht. Und das würde nicht dafür sorgen, dass sie ihren Hass auf Reinblüter überwinden konnte.
Zum Glück ließ Madame Pomfrey die Sache damit auf sich beruhen, auch wenn Arthus noch einen langen Blick bekam. “Die Verletzung ist nicht weiter schlimm. Kopfwunden bluten immer stark. Du hast aber eine leichte Gehirnerschütterung. Sicherheitshalber bleibst du daher heute nacht hier.”
“Muss das sein?” Dabei war die Aussicht, nicht wieder zurückgehen zu müssen, gar nicht mal so schlecht. Ihm war zunehmend schwindelig geworden.
“Ja.” Knapp und endgültig. Scorpius wusste es besser, als mit ihr zu diskutieren. Arthur verabschiedete sich dann und das schlechte Gewissen troff regelrecht aus ihm heraus. Kaum war er weg, drückte Madame Pomfrey Scorpius einen Becher mit einem dampfen und ziemlich widerlich riechenden Inhalt in die Hand. “Trink das. Das hilft dir zu schlafen und unterstützt die Heilung.”
“Danke…” Oder so. Der Trank schmeckte weniger schlimm als erwartet, Scorpius beeilte sich trotzdem, ihn schnell zu leeren. Der Geruch war auf jeden Fall schlimm genug. Die Müdigkeit merkte er recht schnell, irgendwie schaffte er es aber, sich noch umziehen und hinzulegen. Dann war er schon eingeschlafen.
Als er aufwachte, pochte sein Kopf noch immer, aber er fühlte sich nicht mehr so benommen. Vermutlich war das gut. Aus dem Augenwinkel bemerkte er eine Bewegung und stellte fest, dass er ausnahmsweise einen Hauselfen bei der Arbeit erwischt hatte, der leise frische Kleidung für ihn auf den Stuhl neben seinem Bett legte. “Danke”, murmelte er und mit einem erschrockenen Laut verschwand der Hauself. Hoffentlich hatte er jetzt nicht das Bedürfnis, sich zu bestrafen, weil er glaubte, er hätte Scorpius geweckt. Was möglicherweise der Fall war… vielleicht aber auch nicht. Schwer zu sagen. Etwas benommen fühlte er sich jedenfalls noch.
Trotzdem durfte er nach dem Frühstück gehen, wenn auch mit der Auflage, dass er sich noch ein paar Tage schonte. Das war etwas, was Scorpius problemlos versprechen konnte, die Ferien dauerten noch eine Woche und er hatte nicht besonders viel zu tun.
Als er den Krankenflügel verließ, kamen ihm gerade Mira und Vega entgegen, die… woher auch immer natürlich schon erfahren hatten, das etwas passiert war. Vega musterte ihn demonstrativ von oben nach unten. “Du lebst noch, schön. Wen dürfen wir umbringen?”
“Keinen.” Er wusste, dass Vega ziemlich skrupellos sein konnte, wenn es um diejenigen ging, die ihr wichtig waren. Mira zwar auch, aber nicht in dem Ausmaße. “Es war ein Unfall.”
“Verarsch uns doch nicht. Jeder weiß, dass es einige gibt, die uns gerne alle loswerden würden.”
Scorpius schüttelte den Kopf. “Und du denkst, dass es was bringt, wenn wir anfangen, deren Methoden anzuwenden?”
Nachdenklich neige Mira den Kopf. “Nein. Aber wir müssen uns doch wehren.”
“Aber nicht mit Gewalt. Das führt nur zu noch mehr Ärger.”
“Den haben wir doch eh schon.” Vega schien das Problem nicht wirklich zu sehen und Scorpius sah keinen Sinn darin, die Zwillinge aufzuklären. Schon gar nicht jetzt, wo er wieder Kopfschmerzen bekam. Darauf konnte er wirklich verzichten. “Ist jetzt auch egal. Kommt mit oder geht jemand anderem auf die Nerven.”
“Wo willst du denn hin?”, fragte Mira und Scorpius warf ihr einen langen Blick zu. “Zum Ravenclaw-Turm. Ich hab Anweisung bekommen, mich da die nächsten Tage nicht rauszubewegen.”
“Dann passen wir auf, dass du da auch heil ankommst.” Wie Vega es schaffte, dabei vollkommen ernst zu klingen, war ihm ein Rätsel. Selbstüberschätzung von Teenagern. Ganz schlecht fand er es aber nicht, dass sie ihn begleiteten, es wäre ziemlich peinlich, wenn er zusammenklappte und dann von irgendjemandem gefunden wurde. Da waren ihm seine Schwestern deutlich lieber.
“Und wir kriegen raus, wer das war”, drohte Mira dann. Dafür, dass sie eigentlich die vernünftigere der beiden war, klang sie gerade ziemlich düster. Scorpius zuckte mit den Schultern. “Von mir erfahrt ihr es nicht.” Allerdings erkannte er die beiden. Wenn sie sich etwas vornahmen, dann zogen sie es auch durch. Was es auch kosten mochte. Darum… “Wenn ihr glaubt, es rausgefunden zu haben, kommt gefälligst erst zu mir. Bevor ihr die falsche Person schikaniert.”
Und mit etwas Glück, konnte er es ihnen ausreden. Das einstimmige: “Jaaa”, war irgendwie verdächtig, aber das letzte wozu Scorpius jetzt die Nerven hatte, waren die Tricks von zwei Junghexen.
Die Treppe zum Gemeinschaftsraum wurde zu einer ziemlichen Herausforderung und vermutlich war es eher sein Stolz als alles andere, dass er nicht auf halber Strecke eine Pause einlegte. Außer seinen Schwestern war zwar keiner da, der es sehen könnte und würde vermutlich auch nicht vorbeikommen, aber die beiden reichten schon. Im Moment machten sie sich Sorgen, aber das würde wieder nachlassen und dann waren sie wieder die beiden manipulativen kleinen Biester, als die er sie kannte. Was ihm auch lieber so war, dann wusste er, dass sie okay waren.
Der Türknauf kannte aber natürlich keine Gnade, seine Frage musste beantwortet werden. Aber wenn man seit fast sieben Jahren täglich damit zu tun hatte, entwickelte man dafür eine gewisse Routine. “Müsst ihr echt immer?”, fragte Mira pikiert. “Du bist verletzt!”
“Der Preis für die beste Aussicht in ganz Hogwarts.” Albus wusste sie nicht zu würdigen, kam aber ohnehin nur selten hier hoch. Ebenso wie Scorpius nicht gerade in die Slytherin-Räume zog, auch wenn ihm regelmäßig das aktuelle Passwort zugesteckt wurde.
Vega rümpfte die Nase und hatte dabei erstaunliche Ähnlichkeit mit ihrer Großmutter, die denselben pikierten Gesichtsausdruck an den Tag legte, wenn sie etwas störte. Etwas, was oft genug vorkam. Aber sie sagte glücklicherweise nichts und verabschiedeten sich. Natürlich nicht ohne die vollkommen unnötige Ermahnung, dass er nichts dämliches tun sollte. Etwas, was die beiden sich lieber selbst zu Herzen nehmen sollten.
Vermutlich sollte es ihn nicht überraschen, dass am Ende der Ferien Albus vor ihm stand und ihn empört fragte, warum er von Mira hatte erfahren müssen, dass Scorpius verletzt worden war.
Challenge: Krimi/Thriller/Horror - Der Morgen danach (fürs Team)
Fandom: Harry Potter
Charaktere: Scorpius Malfoy, Madame Pomfrey, zwei OCs
Fortsetzung hiervon
Madame Pomfrey war nicht allzu begeistert darüber gewesen, am späten Abend einen Schüler zusammenzuflicken. Aber sie warf Scorpius nur einen forschend-fragenden Blick zu, auf den hin er nur den Kopf schüttelte. Nein, er hatte dazu nichts zu sagen. Ihm war klar, dass er, wäre er gerade nicht das Opfer, auch darauf drängen würde, die beiden zu melden. Aber er wollte nicht dafür verantwortlich sein, dass zwei Mitschüler rausflogen. Auch wenn Arthur vermutlich sogar mit einem blauen Auge davonkäme. Abigail dagegen ganz sicher nicht. Und das würde nicht dafür sorgen, dass sie ihren Hass auf Reinblüter überwinden konnte.
Zum Glück ließ Madame Pomfrey die Sache damit auf sich beruhen, auch wenn Arthus noch einen langen Blick bekam. “Die Verletzung ist nicht weiter schlimm. Kopfwunden bluten immer stark. Du hast aber eine leichte Gehirnerschütterung. Sicherheitshalber bleibst du daher heute nacht hier.”
“Muss das sein?” Dabei war die Aussicht, nicht wieder zurückgehen zu müssen, gar nicht mal so schlecht. Ihm war zunehmend schwindelig geworden.
“Ja.” Knapp und endgültig. Scorpius wusste es besser, als mit ihr zu diskutieren. Arthur verabschiedete sich dann und das schlechte Gewissen troff regelrecht aus ihm heraus. Kaum war er weg, drückte Madame Pomfrey Scorpius einen Becher mit einem dampfen und ziemlich widerlich riechenden Inhalt in die Hand. “Trink das. Das hilft dir zu schlafen und unterstützt die Heilung.”
“Danke…” Oder so. Der Trank schmeckte weniger schlimm als erwartet, Scorpius beeilte sich trotzdem, ihn schnell zu leeren. Der Geruch war auf jeden Fall schlimm genug. Die Müdigkeit merkte er recht schnell, irgendwie schaffte er es aber, sich noch umziehen und hinzulegen. Dann war er schon eingeschlafen.
Als er aufwachte, pochte sein Kopf noch immer, aber er fühlte sich nicht mehr so benommen. Vermutlich war das gut. Aus dem Augenwinkel bemerkte er eine Bewegung und stellte fest, dass er ausnahmsweise einen Hauselfen bei der Arbeit erwischt hatte, der leise frische Kleidung für ihn auf den Stuhl neben seinem Bett legte. “Danke”, murmelte er und mit einem erschrockenen Laut verschwand der Hauself. Hoffentlich hatte er jetzt nicht das Bedürfnis, sich zu bestrafen, weil er glaubte, er hätte Scorpius geweckt. Was möglicherweise der Fall war… vielleicht aber auch nicht. Schwer zu sagen. Etwas benommen fühlte er sich jedenfalls noch.
Trotzdem durfte er nach dem Frühstück gehen, wenn auch mit der Auflage, dass er sich noch ein paar Tage schonte. Das war etwas, was Scorpius problemlos versprechen konnte, die Ferien dauerten noch eine Woche und er hatte nicht besonders viel zu tun.
Als er den Krankenflügel verließ, kamen ihm gerade Mira und Vega entgegen, die… woher auch immer natürlich schon erfahren hatten, das etwas passiert war. Vega musterte ihn demonstrativ von oben nach unten. “Du lebst noch, schön. Wen dürfen wir umbringen?”
“Keinen.” Er wusste, dass Vega ziemlich skrupellos sein konnte, wenn es um diejenigen ging, die ihr wichtig waren. Mira zwar auch, aber nicht in dem Ausmaße. “Es war ein Unfall.”
“Verarsch uns doch nicht. Jeder weiß, dass es einige gibt, die uns gerne alle loswerden würden.”
Scorpius schüttelte den Kopf. “Und du denkst, dass es was bringt, wenn wir anfangen, deren Methoden anzuwenden?”
Nachdenklich neige Mira den Kopf. “Nein. Aber wir müssen uns doch wehren.”
“Aber nicht mit Gewalt. Das führt nur zu noch mehr Ärger.”
“Den haben wir doch eh schon.” Vega schien das Problem nicht wirklich zu sehen und Scorpius sah keinen Sinn darin, die Zwillinge aufzuklären. Schon gar nicht jetzt, wo er wieder Kopfschmerzen bekam. Darauf konnte er wirklich verzichten. “Ist jetzt auch egal. Kommt mit oder geht jemand anderem auf die Nerven.”
“Wo willst du denn hin?”, fragte Mira und Scorpius warf ihr einen langen Blick zu. “Zum Ravenclaw-Turm. Ich hab Anweisung bekommen, mich da die nächsten Tage nicht rauszubewegen.”
“Dann passen wir auf, dass du da auch heil ankommst.” Wie Vega es schaffte, dabei vollkommen ernst zu klingen, war ihm ein Rätsel. Selbstüberschätzung von Teenagern. Ganz schlecht fand er es aber nicht, dass sie ihn begleiteten, es wäre ziemlich peinlich, wenn er zusammenklappte und dann von irgendjemandem gefunden wurde. Da waren ihm seine Schwestern deutlich lieber.
“Und wir kriegen raus, wer das war”, drohte Mira dann. Dafür, dass sie eigentlich die vernünftigere der beiden war, klang sie gerade ziemlich düster. Scorpius zuckte mit den Schultern. “Von mir erfahrt ihr es nicht.” Allerdings erkannte er die beiden. Wenn sie sich etwas vornahmen, dann zogen sie es auch durch. Was es auch kosten mochte. Darum… “Wenn ihr glaubt, es rausgefunden zu haben, kommt gefälligst erst zu mir. Bevor ihr die falsche Person schikaniert.”
Und mit etwas Glück, konnte er es ihnen ausreden. Das einstimmige: “Jaaa”, war irgendwie verdächtig, aber das letzte wozu Scorpius jetzt die Nerven hatte, waren die Tricks von zwei Junghexen.
Die Treppe zum Gemeinschaftsraum wurde zu einer ziemlichen Herausforderung und vermutlich war es eher sein Stolz als alles andere, dass er nicht auf halber Strecke eine Pause einlegte. Außer seinen Schwestern war zwar keiner da, der es sehen könnte und würde vermutlich auch nicht vorbeikommen, aber die beiden reichten schon. Im Moment machten sie sich Sorgen, aber das würde wieder nachlassen und dann waren sie wieder die beiden manipulativen kleinen Biester, als die er sie kannte. Was ihm auch lieber so war, dann wusste er, dass sie okay waren.
Der Türknauf kannte aber natürlich keine Gnade, seine Frage musste beantwortet werden. Aber wenn man seit fast sieben Jahren täglich damit zu tun hatte, entwickelte man dafür eine gewisse Routine. “Müsst ihr echt immer?”, fragte Mira pikiert. “Du bist verletzt!”
“Der Preis für die beste Aussicht in ganz Hogwarts.” Albus wusste sie nicht zu würdigen, kam aber ohnehin nur selten hier hoch. Ebenso wie Scorpius nicht gerade in die Slytherin-Räume zog, auch wenn ihm regelmäßig das aktuelle Passwort zugesteckt wurde.
Vega rümpfte die Nase und hatte dabei erstaunliche Ähnlichkeit mit ihrer Großmutter, die denselben pikierten Gesichtsausdruck an den Tag legte, wenn sie etwas störte. Etwas, was oft genug vorkam. Aber sie sagte glücklicherweise nichts und verabschiedeten sich. Natürlich nicht ohne die vollkommen unnötige Ermahnung, dass er nichts dämliches tun sollte. Etwas, was die beiden sich lieber selbst zu Herzen nehmen sollten.
Vermutlich sollte es ihn nicht überraschen, dass am Ende der Ferien Albus vor ihm stand und ihn empört fragte, warum er von Mira hatte erfahren müssen, dass Scorpius verletzt worden war.