[identity profile] leiyahime.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Titel: Voltron Geisteraustreibung GmbH
Team: Schwarz
Challenge: AU - Callcenter
Fandom: Voltron
Charas: Lance, Keith, andere erwähnt
Wörter: ca 1000


Keith ließ sich schwer auf seinen Platz fallen und nahm einen kräftigen Schluck aus seiner eiskalten Colaflasche. An Tagen wie heute brauchte er den Zucker einfach... Wieso waren Menschen nur so dumm? Kaum knarzte mal eine Tür wurden Geister vermutet, sie bekamen einen Anruf und er wurde logejagt. Inzwischen war er sicher ein besserer Hausmeister als Geisterjäger. Was er schon alles repariert hatte, weil die dummen Besitzer Übernatürliches vermuteten!

"Na, du siehst nicht so aus, als hättest du nen Geist gesehen", zog Lance ihn auf, als er sich in die Telefonanlage einwählte und so dem System sagte, dass er bereit zur Auftragsannahme war. Da war er doch lieber unterwegs, als Telefondienst schieben zu müssen, aber da sie gerade unterbesetzt waren - Pidge hatte sich im Sommerurlaub auf Gran Canaria eine fette Erkältung zugezogen und lag im Bett und Hunk musste Sonntags immer im Familienrestaurant aushelfen und konnte nicht kommen - da musste auch Keith telefonieren, wenn er keinen Auftrag hatte.

"Geister...", schnaubte Keith… "Manchmal denk ich, die Menschen sind nur zu geizig für nen richtigen Handwerker... Ich hoffe, die sind sich bewusst, dass nach meinem Eingriff, die Garantie verfällt..."

"Du warst bei der spukenden Waschmaschine, oder?"

"Die Trommel hat komische Geräusche von sich gegeben weil ein paar Taschentücher zu viel mitgewaschen worden waren... Das war total verdreckt..."

"Aber die haben die Geräusche doch auch gehört, als die Waschmaschine nicht lief sonst hätten die sich nicht hier gemeldet."

"Ja... wenn die die Waschmaschine immer auflassen und die Katze die Trommel als Laufrad verwendet, ist das doch kein Wunder... Erstmal gucken, eh man gleich Übernatürliches vermutet!" Keith murrte und nahm noch einen großen Schluck Cola.

Und natürlich musste Lance lachen. "Die Katze?"

"Ja.. so ne kleine dicke Fellkugel... Die Bewegung tut dem Vieh auf jeden Fall gut! Jedenfalls ist die Waschmaschine jetzt wieder sauber und dürfte keinen Laut mehr von sich geben, wenn das Vieh drin Sport treibt."

In dem Moment ging das Telefon. Glücklicherweise bei Lance sodass Keith sich noch nicht wieder mit dummen Menschen rumschlagen musste. Vielleicht sollte er zum Chef gehen und sich für den Rest des Tages krankmelden. Nur dumm, dass sein Chef zeitgleich sein Ehemann war, und der kannte ihn gut genug um zu wissen, wann er sich nur vor der Arbeit drücken wollte. Er nuckelte weite an seiner Colaflasche und lauschte Lances Gespräch:

"Voltron Geisteraustreibung, McClain, was kann ich für Sie tun? - ... - Und wann quietscht die Tür? - ... - Haben Sie sie in letzter Zeit geölt? - ...- Verstehe."

Keith sah seinen Kollegen und besten Kumpel die Augen rollen.

"Okay... Und Sie meinen, da steckt wirklich ein Geist hinter und nicht nur der Wind durch eine offene Balkontür? - ... - Okay. Haben Sie Haustiere, die gern mit offenen Türen spielen? - ... -Natürlich glaube ich Ihnen, ich will Ihnen nur Anfahrtskosten ersparen, sollte es sich als ein Fehlalarm herausstellen und unser Mann umsonst kommen. - ... - Sie glauben nicht, was wir schon für Fälle hatten."

Lance bemühte sich freundlich zu bleiben, aber selbst Keith konnte hören, wie eine Frau am anderen Ende der Leitung keifte. Kein Wunder, dass gerade Lance da nihct immer 100% professionell reagierte.

"Ja. Vielleicht beobachten Sie das noch eine Nacht, lassen alle Türen geschlossen und wenn es wieder spukt, melden Sie sich morgen bitte wieder dann schicken wir noch morgen jemanden zu Ihnen. - … - Ja, vielen Dank, Ja, ich habe Ihren Namen notiert. Auf Wiederhören."

"Jemand der zu blöd ist, ne Tür zu ölen?", fragte Keith gelangweilt.

"Wenn sie sie ölt hört sie ja nicht mehr ob der Geist noch da ist... Ich bin gespannt, ob sie sich morgen nochmal meldet."

In dem Moment ging Keiths Telefon und er nahm den Anruf an."Voltron Geisteraustreibung Kogane am Apparat, was kann ich für Sie tun?"

Eine verängstigte Kinderstimme meldete sich. "Hier ist Levin. Ich.. glaube hier spukt‘s."

Na hoffentlich war das kein Telefonstreich."Was spukt denn?"

"Ich...Mama meint, ich bilde mir das nur ein... aber da ist immer ein unheimlich grinsender Mann in der Ecke wenn ich nachts schlafen soll. Manchmal versteckt er sich auch hinter dem Vorhang. Er hat ganz spitze Zähne, die er mir zeigt! Bitte! Ich trau mich schon gar nicht mehr zu schlafen! Und gestern Nacht... da stand er direkt neben meinem Bett! Ich hatte solche Angst!"

Selbst jetzt wirkte der Junge den Tränen nah. Keith merkte auf. Kinder waren oft sensibler, was Geister anging als Erwachsene. "Tut er was? Bewegt er sich, wenn er auftaucht?"

"Nein... Er steht nur und grinst!"

"Gut. Dann ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass er mehr tut als das. Ist deine Mama oder dein Papa zu Hause?" Mit einem Kind durfte er leider keine Termine ausmachen.

"Wenn die wissen, dass ich anrufe, kriege ich Ärger! Die sagen, es gibt keine Geister."

Na toll... Keith überlegte fieberhaft, was er in einem solchen Fall tun sollte.

"Ich habe vorhin Ihr Auto gesehn. Sie waren doch bei Oma Lisbeth wegen ihrer spukenden Waschmaschine. Bitte kommen Sie."

"Wohnt Oma Lisbeth bei dir in der Nähe?", fragte Keith.

"Ja. Direkt gegenüber"

Gut. Ich kümmer mich um deinen Geist. Ich verspreche es dir. Dann kannst du wieder ruhig schlafen."

Jedenfalls wusste er jetzt wo er hinmusste. Und wenn er es nicht offiziell tun durfte, würde er es halt in seiner Freizeit machen. Das hieß zwar, dass er seinem Chef den Fall beichten musste und dass er heute Nacht draußen unterwegs sein würde statt im gemeinsamen Bett, wo sie endlich mal wieder zur selben Zeit zu Hause sein würden... aber Keith konnte einfach keine Kinder leiden sehen, noch weniger, wenn die Eltern Sturköpfe waren.

"Ich danke Ihnen! Kommen Sie schnell!"

"Ich verspreche dir dass du spätestens morgen Nacht geisterfrei sein wirst. Bis dann"

Keith legte auf. Da wurde der Tag wenigstens noch spannend.

"Du hast nicht gerade einen Auftrag von einem Kind angenommen oder?", fragte Lance

"Was? Nein? Ich fahr nochmal zur Dame mit der spukenden Waschmaschine. Ich hatte da doch Geisterenergie wahrgenommen. Ich meld mich nur kurz bei Shiro ab."

"Wehe ich hör euch wieder bis hier!", beschwerte Lance sich und erhielt dafür nur einen Stinkefinger.

Ein Quickie im Büro ersetzte zwar keine Nacht im Bett, aber mehr würde es heute nicht geben. Und vielleicht verweigerte Shiro ihm auch den wegen seines Vorhabens. Aber er würde den Jungen nicht allein lassen mit diesem Rachegeist.

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